Bildanalysesystem zur Vollständigkeitsprüfung von Stanzblechteilen in der Chassis-Fertigung von Kassettenlaufwerken

Zusammenfassung

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen der Noffz Computertechnik GmbH und dem Mikroprozessorlabor der Hochschule Niederrhein wurde ein Bildanalysesystem entwickelt und aufgebaut, das eine 100%-Prüfung der Ausstöße von Stanzblechteilen in der laufenden Fertigung von Chassis für Kassettenlaufwerke gestattet. Die Prüfung umfaßt sowohl die Maßhaltigkeit als auch die Vollständigkeit und Formtreue der Ausstöße. Das Analysesystem wird zur Zeit von der Philips GmbH Automotive Playback Modules in Wetzlar eingesetzt.

Die Software arbeitet nach dem Konzept, eingelernte Objektkonturen wiederzufinden. Es existiert die Möglichkeit, die Kontur der Produkte verschiedener Stanzwerkzeuge einzulernen (Teach-In-Modus) und zu prüfen (Serienprüfung). Während des Teach-In werden vom Prüfsystem typenabhängige Informationen zum aktuellen Stanzwerkzeug erfragt. Am Ende des Teach-In werden die zu einem Stanzwerkzeug gehörigen Informationen in einer Datei auf der Festplatte gesichert. Das Teach-In bietet die Möglichkeit, eine Prüfliste für ein Produkt zu erstellen, indem beliebige Zonen im Produkt definiert werden können, die die zu prüfenden oder von der Prüfung auszunehmenden Konturen umschließen.

In der Serienprüfung wird jedes Produkt anhand der Position einer Transportmarke auf dem Stanzblechstreifen identifiziert und geprüft. Typische Taktzeiten für das System liegen bei etwa 0,7 Sekunden pro Produkt. Die Software muss mindestens 30.000 Prüfpositionen pro Sekunde gewährleisten. Ein Werkzeugwechsel an der Stanzanlage wird vom Messsystem durch einen Kodierstecker am Stanzwerkzeug erkannt und die zugehörige Produktinformationsdatei eingelesen. Im Anschluss an die Vorbereitung der Serienprüfung wird diese automatisch gestartet.

Teach-In