Bachelor of Engineering Elektrotechnik
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Der akkreditierte Bachelor-Studiengang wurde zum WS 2006/07 anstelle des Diplomstudiengangs eingeführt. Der 7-semestrige Studiengang integriert zusätzlich zu den 6 Theoriesemestern ein weiteres Semester mit einer Praxisphase und der anschließenden Bachelor-Arbeit. Er erfüllt damit nach Studiendauer und Inhalt alle Anforderungen, die von Verbänden (z.B. vde) und der Industrie an berufsqualifizierende Bachelorstudiengänge der Elektrotechnik gestellt werden und bereitet die Studierenden damit optimal auf den Übergang in den Beruf vor. Für eine Weiterqualifikation wird am gleichen Fachbereich ein aufbauender Master-Studiengang "Informations- und Kommunikationstechnik" mit einer Dauer von 3 Semestern angeboten.
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Zulassungsvoraussetzung für den Bachelorstudiengang ist die Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung. Ein Grundpraktikum von 8 Wochen muss vor dem Studium absolviert werden. Es soll in Firmen der Elektrotechnik oder des Maschinenbaus abgeleistet werden und neben der Vermittlung grundlegender handwerklicher Techniken Einblick in die Organisation und die Struktur eines Industriebetriebs geben. Bei einschlägiger Vorbildung kann das Praktikum entfallen.
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Im 1. und 2.Semester des Bachelorstudienganges werden grundlegende Module wie Mathematik, Physik und Einführung in die Elektrotechnik angeboten. Parallel dazu findet in einem Computerraum des Fachbereichs eine Einführung in die Informationstechnik für Ingenieure statt: die Studenten erlernen Schaltungssimulation, Mathematik am PC und Grundlagen der Programmierung. In einem Projektmodul werden erste Erfahrungen in der Durchführung einer zusammenhängenden elektrotechnischen Aufgabe gewonnen und im Modul "Technisches Englisch" wird der Umgang mit englischen Fachtexten erlernt.
Technisches Englisch
Natürlich lernen die Studenten nicht nur mit „Bleistift und Papier": zu allen technischen Fächern findet ein Praktikum in einem der Labore des Fachbereichs statt, in dem systematisch in die Durchführung elektrotechnischer Laborarbeit eingeführt werden.
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Im 3. und 4. Semester geht es bereits tief hinein in einzelne Fachgebiete der Elektrotechnik: Es wird das Verhalten von Bauelementen und die Entwicklung elektronischer Schaltungen, studiert. Prinzipien und Verfahren der Digitaltechnik und Regelungstechnik werden erlernt. Computerbasierte Mathematik und die Beschäftigung mit den Signalen und Systemen der Elektrotechnik gehören ebenfalls zum Lehrstoff des 2. Studienjahres. In diesen Semestern werden die Programmierfähigkeiten systematisch aufgebaut und erweitert: die Studierenden lernen Praktische Informatik sowohl in einer aktuellen zeilenorientierten Programmiersprache als auch in einer grafischen Programmierumgebung. Auch hier gilt: zu allen Fächern gehört die praktische Erfahrung im Labor bzw. am Rechner. Jeder Ingenieur muss sich auch mit den rechtlichen und den wirtschaftlichen Randbedingungen seiner Berufstätigkeit auskennen: eine Einführung in diese beiden Bereiche findet in diesen beiden Semestern statt.
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Erst zu Beginn der letzten beiden Studiensemester müssen Sie sich für einen der beiden Schwerpunkte entscheiden:
- in der "Automatisierungstechnik" mit seinen 4 Spezialisierungsmodulen: Prozessmesstechnik, Leistungselektronik und Antriebe, Anlagenautomatisierung und Realzeitsysteme werden alle Aspekte der modernen Automatisierungstechnik von der Messtechnik über die Antriebstechnik bis zur Anlagenautomatisierung und ihre computerbasierte Steuerung mit Echtzeitsystemen behandelt;
- in der "Informationstechnik" mit den 4 Spezialisierungsmodulen Rechnersysteme und Automaten, Digitale Signale und Systeme, Interaktive Systeme/WEB-Engineering und Datenbanksysteme werden fundierte Kenntnisse zur Schlüsseltechnologie Informationstechnik für eine zukunftsorientierte Ausbildung in diesem interessanten Bereich vermittelt.
- in der "Kommunikations- und Nachrichtentechnik" mit den 4 Spezialisierungsmodulen Mikrowellentechnik, Nachrichtenübertragungstechnik, Digitale Verfahren in der Nachrichtentechnik und Optische Nachrichtentechnik werden Spezialkenntnisse der modernen Nachrichtentechnik von drahtloser Übertragung über Mikrowellentechnik bis hin zur optischen Übertragungstechnik mit analogen und digitalen Übertragungsverfahren vermittelt.
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Parallel zu den Spezialgebieten wird der für alle Elektrotechnik-Ingenieure wichtige Umgang mit Mikroprozessoren und digitalen Signalprozessoren erlernt, aber auch die Regeln und Vorschriften, die für das störungsfreie Zusammenwirken verschiedener Systeme zu beachten sind. Gleichfalls für beide Schwerpunkte erhalten Sie hier Spezialwissen über Kommunikationsnetze und ihre Protokolle sowie über die Datensicherheit in derartigen Netzen. Die Informatikkompetenz wird durch zusätzliche Kenntnisse über die Durchführung von Softwareprojekten erweitert.
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In einem Pro- und einem Hauptseminar erarbeiten sich die Studierenden die Kenntnisse und Fähigkeiten, ein Thema systematisch für eine Präsentation aufzubereiten und vor einem Fachpublikum darzustellen. In der Bearbeitung eines weiteren, jetzt umfangreicheren Projekts werden die bisher erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten auf die Lösung eines komplexen praktischen Problems in gemeinsamer Teamarbeit angewendet, gemeinsam ein Abschlussbericht verfasst und die Arbeitsergebnisse vor einem sachkundigen Publikum präsentiert.
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Nach dieser umfangreichen Vorbereitung absolvieren die Studierenden zu Beginn des 7. Semester eine 10-wöchige Praxisphase. Dabei können sie erste Erfahrungen erwerben bei der Umsetzung der im Verlauf der Hochschulausbildung erworbenen Kenntnisse in die industrielle Arbeitswelt. Direkt im Anschluss daran beginnen die Studierenden mit der Abschlussarbeit, die in einem der 25 Labore des Fachbereichs, in einem Institut der Hochschule, in einer externen Institution oder Unternehmen durchgeführt werden kann.
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Nach erfolgreichem Abschluss dieses Ausbildungsprogramms wird den Studierenden der akademische Grad Bachelor of Engineering (B. Eng.) in Elektrotechnik verliehen. Die Absolventen verfügen über eine Qualifikation, die ihnen den Zugang sowohl zu den regionalen Arbeitsmärkten - zu denen eine Vielzahl von mittelständischen aber auch national und international tätige Großunternehmen gehören - als auch zu den nationalen und internationalen Arbeitsmärkten ermöglicht. Sie profitieren von den guten Erfahrungen, die die Unternehmen mit den Absolventen des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik der Hochschule Niederrhein in den vergangenen Jahrzehnten gemacht haben.
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Schwerpunkt Automatisierungstechnik
Das berufliche Arbeitsfeld des Elektroingenieurs mit dem Studienschwerpunkt "Automatisierungstechnik" ist die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik in den Bereichen Maschinen- und Anlagentechnik sowie die Modellbildung und Simulation technischer Prozesse. Der Schwerpunkt liegt hierbei in erster Linie auf digitalen, sowie softwarebasierten Regel- und Steuerungstechniken bis hin zu „embedded" Controlleranwendungen in Echtzeitsystemen. Er ist der Spezialist an der Schnittstelle zwischen einer Maschine oder Produktionsanlage und deren Steuerung und Regelung. Seine Ausbildung ist so breit angelegt, dass er sich aber auch in Arbeitsgebiete einarbeiten kann, die weit über unmittelbare automatisierungstechnische Anwendungen hinausgehen.
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Schwerpunkt Informationstechnik
Das Berufsfeld des Elektroingenieurs mit dem Studienschwerpunkt "Informationstechnik" deckt eine Schlüsseltechnologie der Informationsgesellschaft ab. Schlagwörter wie Multimedia, Internet, E-Mail und E-Commerce beherrschen die öffentliche Diskussion; Produkte wie Personal Computer, Mobiltelefone und digitales Fernsehen bestimmen unseren täglichen Lebensablauf.
Die Weiterentwicklung dieser und neuartiger Produkte sowie deren Systemintegration sind Aufgaben des Informationstechnik-Ingenieurs. Hierbei sind in naher Zukunft als besondere Herausforderung die Entwicklung immer leistungsfähigerer sog. "Embedded-Systeme" zu nennen, welche den steigenden Anforderungen an mobile informationstechnische Geräte (mobiles WEB, Navigation, mobile Datenerfassung etc.) Rechnung tragen.
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Schwerpunkt Kommunikations- und Nachrichtentechnik
Das Berufsfeld des Elektroingenieurs mit dem Studienschwerpunkt "Kommunikations- und Nachrichtentechnik" ist die Entwicklung, der Aufbau und Betrieb von Nachrichtenübertragungs- und Nachrichtenvermittlungseinrichtungen sowie die Entwicklung und Fertigung der dazu notwendigen Geräte und Anlagen. Drahtgebundene Übertragungswege sind ihm ebenso vertraut wie die Übertragung mit Hilfe von Funk- bzw. Satellitenverbindungen oder Glasfaserstrecken. Er ist der Spezialist für die Überwachung dieser Nachrichtenüber-tragungsstrecken, kennt die dazugehörige Messtechnik und ihre mikroprozessorbasierte Steuerung. Durch eine sehr breite Ausbildung, die von niedrigen bis zu sehr hohen Frequenzen, von der analogen bis zur digitalen Schaltungstechnik reicht und eine solide Basis an Informatikkenntnissen umfasst, ist er für ein sehr weites über die eigentlichen nachrichtentechnischen Aufgabenstellungen weit hinaus reichendes Einsatzgebiet qualifiziert.


