Bachelor of Science Informatik

Der sechssemestrige Bachelor-Studiengang Informatik wird ab dem WS 2006/07 angeboten.

 

Zulassungsvoraussetzung ist die Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung.

 

Der Bachelor-Studiengang Informatik beginnt im 1. und 2. Semester mit der Vermittlung mathematischer sowie digital- und rechnertechnischer Grundlagen. Basismodule der Informatik wie Einführung in die Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen, Betriebssysteme und Objektorientierte Anwendungsentwicklung bilden den zweiten Schwerpunkt in dieser Studienphase. Das Lehrangebot wird ergänzt durch die Module Grundlagen der Betriebswirtschaft / Marketing sowie Technisches Englisch.

Im 3., 4. und 5. Semester werden neben dem Grundlagenmodul Statistik besonders die Lehrinhalte der Informatik ausgebaut und vertieft: Module wie Grafische Daten- und Bildverarbeitung, Interaktive Systeme, Theoretische Konzepte der Informatik, Datennetze und Datenübertragung, Datennetz-management, Datenbanksysteme und Web-Engineering, Software-Engineering, IT-Sicherheit, Verteilte Systeme und Echtzeitsysteme bilden den Hauptanteil der Lehrveranstaltungen.

 

Hinzu kommen zwei Module, die entsprechend den fachlichen Neigungen der Studierenden aus einem Modulkatalog frei gewählt werden können. Hier sind z. B. zu nennen: Fundamentals of Java Programming, Parallele Systeme und paralleles Rechnen, Digitale Sprach- und Audiosignalverarbeitung, Compilerbau, Fuzzy Logik, Rechner-Hardware usw.

 

Ein Projekt- und ein Seminarmodul vermitteln unverzichtbare nichtfachliche Kompetenzen wie z.B. Team- und Kommunikationsfähigkeit für die spätere Berufstätigkeit. Der Modulkatalog wird ergänzt durch die allgemeinwissenschaftlichen Fächer „Einführung in das Zivilrecht" und „Rechtliche und gesellschaftliche Aspekte der Informatik".

 

Ein Auslandsstudiensemester im fremdsprachigen Ausland zum Zweck des Erwerbs zusätzlicher Sprachkompetenz ist optional möglich.

 

Das 6. Semester ist zweigeteilt: die 1. Hälfte ist für eine dreimonatige Industriepraxis vorgesehen.und die 2. Hälfte der Anfertigung der Bachelor-Arbeit vorbehalten. In der Praxisphase sammeln die Studierenden Erfahrungen in ihrer späteren beruflichen Tätigkeit. In der Bachelor-Arbeit soll der Studierende zeigen, dass er befähigt ist, im vorgegebenem Zeitrahmen eine praxisorientierte Aufgabe aus dem Gebiet der Informatik mit fachpraktischen Methoden selbständig zu bearbeiten und erfolgreich zum Abschluss zu bringen.

 

Für die zukünftigen Bachelor der Informatik sind Computer und ihre Software Werkzeug und Untersuchungsobjekt zugleich. Die Studierenden lernen von Anfang an unterschiedlichste Softwareanwendungen als Werkzeuge für Lern-, Entwurfs-, Simulations- und Dokumentationstechniken konsequent zu nutzen. Das Einsatzgebiet des zukünftigen Bachelors der Informatik sehen wir wegen der fachlichen Breite und Praxisnähe des Studiums:

  • in Softwarehäusern bei Entwicklung, Wartung, Vertrieb und Support von Software und Softwaresystemen
  • in allen Industrie-Branchen mit umfangreicher Informationstechnik, eigenem Softwarestab, wo Software entwickelt wird und Standard-Softwaremodule speziellen Anwendungen anzupassen sind
  • in allen Branchen, in denen große Datenbestände verwaltet werden (wie z.B. Gesundheitswesen, Banken, Versicherungen, Behörden)
  • bei Internet-Providern und Netzbetreibern
  • in Unternehmen mit eigenen Kommunikationsnetzen (wie z.B. Industriefirmen, Versicherungen, Banken, Behörden)
  • als selbständiger Informatiker in Beratung und Support bei Vernetzung sowie Softwareeinsatz.

 

Für die Anfangsphase einer Existenzgründung bietet die Hochschule Niederrhein umfangreiche und wirksame Unterstützung.