Allgemeine Informationen
Frauen.Unternehmen Soziale Arbeit
Veränderungen im „Markt" Sozialer Arbeit als Ausgangspunkt des Projektes
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Durch zunehmende marktliche Organisation der sozialen Dienstleistungen und durch Veränderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen entwickelte sich seit Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts die Möglichkeit der Existenzgründung in diesem Sektor. Der hohe Frauenanteil in den entsprechenden qualifizierten Berufsgruppen macht diesen Sektor zu einem attraktiven Feld für Gründungen, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden nicht mehr vollzeitigen und tariflich entlohnten Angebote am Arbeitsmarkt.
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Handlungsbedarf für die Entwicklung des Feldes
Im Gründungsbereich sind Projekte erforderlich, die die Marktpotentiale zusammen mit Fachkräften, die gründungsinteressiert sind, erschließen und neue Unternehmenskonzepte entwickeln.
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Die Vermittlung von betriebswirtschaftlichem Know-how, Unternehmensplanung und eine Sensibilisierung für die neu entstandenen Möglichkeiten sozialer Dienstleistungen als erwerbswirtschaftlichem Potential für Unternehmen von Frauen sind notwendig.
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Die Hemmnisse und Hürden zur Existenzgründung von Frauen im Bereich sozialer Dienste und personenbezogener Dienstleistungen müssen sowohl in struktureller Hinsicht als auch in Bezug auf Lebensentwürfe und berufsbiografische Gestaltungsoptionen untersucht werden, um Rahmenbedingungen, Unterstützungsangebote und Ausbildungskonzepte entsprechend der stärkeren Beteiligung an Gründungen weiter zu entwickeln.
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Als Strategie der Motivation, Stärkung und Stabilisierung von Gründungen und Unternehmen in der Wachstumsphase muss die Vernetzung oder „Kopplung" von Gründerinnen und /oder Unternehmerinnen in Verbünden durch Projekte gefördert werden und modellhaft erprobt werden, um Vorbilder für zukünftige Gründerinnen zu entwickeln.
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Ziele des Projekts/Messung des Projekterfolgs
Mit dem Projekt Frauen.Unternehmen Soziale Arbeit verfolgen wir folgende Ziele:
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- Motivation für Gründung bei Frauen aus dem Bereich Soziale Arbeit / personenbezogene Dienstleistungen,
- Erschließung von Marktlücken und Marktpotentialen für selbständige Arbeit/ Zusammenschlüsse von Gründerinnen/Unternehmerinnen zu größeren Unternehmenseinheiten,
- Vermittlung von Gründungs-know-how mit „frauen- und sozialbereichsspezifischem" Zuschnitt,
- Begleitung von Zusammenschlüssen zu größeren Unternehmenseinheiten,
- Erforschung von Hemmnissen und Hindernissen sowie spezifischer Bedarfe an Unterstützung beim Gründungs- und Stabilisierungsprozess von Unternehmen von Frauen im sozialen Bereich,
- Entwicklung und Erprobung eines Profilingverfahrens/ Kompetenzchecks von Schlüsselkompetenzen für Gründerinnen zur Eignungsanalyse als Gründerin/ Unternehmerin,
- Entwicklung von Empfehlungen für Studiengänge der Sozialen Arbeit und/oder angrenzender Bereiche hinsichtlich der Vorbereitung auf Existenzgründung.
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Damit wollen wir den Bereich der Selbständigkeit einerseits durch persönliche Kompetenzstärkung fördern, gleichzeitig aber auch die Chancen und Gefahren dieses „Quasi"-Marktes transparent machen und eine reflektierte Entscheidungsbasis bieten. Insbesondere durch die Unterstützung von Kooperationen soll erreicht werden, der Vereinzelung entgegen zu arbeiten, Wachstum und Erweiterung zu stützen und die Ganzheitlichkeit und Vernetzungsfähigkeit bei der Erbringung von sozialen Dienstleistungen zu stärken.
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Zielgruppen
Die Zielgruppen des Projektes sind:
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- Frauen mit Qualifikationen in sozialen, pflegerischen Bereichen und anderen personennahen Dienstleistungen mittleren Alters (ca. 35+) ,
- Studentinnen und Absolventinnen von Studiengängen im Bereich Soziales und personen- oder haushaltnahen Dienstleistungen,
- Unternehmerinnen aus den genannten Bereichen
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weil durch die Kooperation dieser verschiedenen Zielgruppen Erfahrung und aktuelles Wissen aus der Ausbildung zusammenfließen und nutzbringend eingesetzt werden können. Die genannten Zielgruppen der Frauen im Alter von 35+ und der Absolventinnen von Studiengängen des Sozial- und Gesundheitswesen können sich gut ergänzen und von den Erfahrungen der Unternehmerinnen, die schon länger im Markt sind profitieren. Die Unternehmerinnen wiederum können neue Impulse in ihre Tätigkeit einbinden und durch Kooperation ihr Angebotsspektrum erweitern.
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Maßnahmen/Instrumente
Um diese genannten Ziele zu realisieren, werden im Projekt verschiedene Arbeitsstränge verfolgt.
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- Feldforschung (Hemmnisse, Hürden, Marktpotentiale)
- Aktivierungsstrategie durch Kooperationen mit relevanten Akteuren (z.B. mit Startercentern, DBSH, Hochschule u.v.m.) , die aufgebaut und vertieft werden sollen,
- Entwicklung eines Kompetenzchecks für Gründerinnen, der helfen soll, die persönliche Eignung zur Unternehmerin zu reflektieren,
- Flankierende Begleitung und Qualifizierung vor und im Gründungsprozess sowie in Wachstumsprozessen,
- Vernetzung und „Kopplung" von Studentinnen, Gründerinnen und Unternehmerinnen,
- Wachstumsbegleitung für Unternehmen, die sich vergrößern und vernetzen wollen und ihr Angebotsspektrum erweitern wollen,
- Prüfung und falls möglich, Aufbau eines virtuellen Gründerinnenzentrum (als Anlaufstelle und Unterstützungsstelle für Gründerinnen und Unternehmerinnen im Segment „Soziale Arbeit") als mediale Form der Kommunikation und Unterstützung.
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Weitere Informationen zum Projekt
Fachthemen rund um Gründung in der Sozialen Arbeit
Profi(l) für Selbständigkeit
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