13.09.2011

Einstieg in den Rennzirkus: Studierende wollen an Formula Student teilnehmen

 

Krefeld/Mönchengladbach, 13. September. Heulende Motoren und qualmende Reifen - in naher Zukunft könnte auch die Hochschule Niederrhein damit in Verbindung gebracht werden. Ab dem kommenden Semester baut ein interdisziplinäres Team aus Studierenden einen eigenen Rennwagen, um damit an der Formula Student teilzunehmen. Im Rahmen dieser Rennserie treten internationale Hochschulen mit selbstgebauten Boliden auf professionellen Rennstrecken gegeneinander an.

 

Die Formula Student wurde 1981 in den USA unter dem Namen Formula SAE gegründet. Im Laufe der Zeit sind immer mehr Länder als Veranstaltungsorte dazugekommen. Seit 2006 wird auch auf dem legendären Hockenheimring in Deutschland ein Rennen ausgetragen. Bei der Formula Student gewinnt aber nicht einfach das schnellste Gefährt, sondern das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion und Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumenten.

 

Dabei ist der Anspruch der Formula Student klar definiert. Die Teilnahme soll eine Ergänzung des Studiums sein. Dabei geht es darum, intensive Erfahrungen mit Konstruktion und Fertigung sowie mit den wirtschaftlichen Aspekten des Automobilbaus zu erlangen. Die Studierenden sollen annehmen, eine Produktionsfirma habe sie engagiert, um einen Prototypen zur Evaluation herzustellen. Zielgruppe ist der nicht-professionelle Wochenendrennfahrer.

 

Dazu muss der Bolide etwa sehr gute Fahreigenschaften hinsichtlich Beschleunigung, Bremskraft und Handling aufweisen. Zusätzlich wird sein Marktwert durch andere Faktoren wie Ästhetik, Komfort und den Einsatz üblicher Serienteile gesteigert.

 

Studierende konstruieren, bauen und vermarkten ihren Rennboliden in Eigenregie. Das Besondere an dem Wettbewerb ist, dass nicht einfach das schnellste Auto gewinnt, sondern noch eine Vielzahl anderer Faktoren eine Rolle spielt. So wird grundsätzlich zwischen den „Static Events" und den „Dynamic Events" unterschieden.

 

Bei den Static Events stehen Aufgaben, wie Businessplan Presentaion, Cost Analysis und Engineering Design auf dem Programm. Hierbei müssen u.a. Kosten für den Bau einer Kleinserie des Rennwagens dargestellt werden. Bei den Dynamic Events geht es wiederum nur um die Eigenschaften des Fahrzeuges. Es gibt hier fünf Disziplinen. Diese lauten: Skidpad, Acceleration, Autocross, Endurance und Fuel Economy.

 

Am 16. September (15 Uhr) und 30. September (13 Uhr) finden erste Informationsveranstaltungen im Raum F307 am Campus Krefeld Süd statt. In Mönchengladbach wird ein solches Treffen am 26. September ab 16 Uhr stattfinden (Raum W105). Dabei werden Studierende aller Fachbereiche gesucht, die an diesem Projekt teilnehmen möchten.

 

Pressekontakt: Tim Wellbrock, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Niederrhein: Tel.: 02151 822 2934; E-Mail: tim.wellbrock@hs-niederrhein.de

 



Autor: Tim Wellbrock