16.03.2005

Konzertierte Aktion in der Region für mehr Existenzgründungen aus der Hochschule

Durch eine beispielhafte Gemeinschaftsaktion in der Region ist es gelungen, die Existenzgründerinitiative „run“ der Hochschule Niederrhein für weitere zwei Jahre finanziell abzusichern. Beeindruckt durch die tatkräftige Förderung der Sparkassen Krefeld, Kaarst-Büttgen, Mönchengladbach und Neuss, der Agentur für Arbeit Krefeld, der IHK-Jubiläumsstiftung sowie der Degussa Stockhausen GmbH, der Eduard Küsters Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, der Messer Group GmbH und der 3M Deutschland GmbH hat das Wirtschaftsministerium NRW die Fortsetzung des Projekts genehmigt. Mehr als 560.000 Euro stehen dafür bis Ende 2006 zur Verfügung.

 

Experten sind sich einig: Die Wirtschaft lebt vom kreativen Mittelstand. Damit das so bleibt, braucht er jedoch stets „frisches Blut“ in Form von Innovationen. Die Absolventen einer „University of Applied Sciences“ wie der Hochschule Niederrhein sind dafür besonders geeignet. Allerdings war anfangs der Gedanke an die Selbständigkeit bei ihnen noch nicht weit entwickelt. Mit dem Start der Existenzgründerinitiative „run“ (Regionale Unternehmensgründung der Hochschule Niederrhein) vor vier Jahren wurde ein gründungsfreundliches Klima geschaffen und weiter entwickelt. Etwa 50 Absolventinnen und Absolventen wurden seitdem beim Weg in die Selbstständigkeit kompetent begleitet. Experten der unterschiedlichsten Fachgebiete geben in der Gründungsphase ihr langjähriges Berufswissen an sie weiter, so dass nahezu alle erfolgten Gründungen auch heute noch Bestand haben.

 

Trotz der nachhaltigen Erfolge hätte das Projekt nicht fortgesetzt werden können, wäre es der Hochschule Niederrhein nicht gelungen, qualifizierte Partner für die Finanzierung des 40prozentigen Eigenanteils des Projektvolumens zu gewinnen. Sie bringen zusammen 225.000 Euro auf. „Die regionalen Sparkassen, die Agentur für Arbeit, die IHK-Jubiläumsstiftung sowie die Firmen Degussa, Küsters, Messer und 3 M zeigen mit diesem Engagement, dass sie Verantwortung für die Wirtschaftsentwicklung der Region übernehmen. Sie sind bereit, aktiv am Strukturwandel mitzuarbeiten und den finanziellen Brocken gemeinsam zu stemmen. Dafür ist ihnen gerade in diesen Zeiten, in denen das Eigenwohl häufig über dem Gemeinwohl steht, Dank und Respekt zu zollen“, unterstreicht Rektor Prof. Dr. Hermann Ostendorf. Für Panagiotis Dimitriadis, den Leiter des „run“-Projekts, eröffnet sich durch die Genehmigung die Perspektive für ein Ergänzungsprojekt mit einem Volumen von 240.000 Euro. Damit sollen die Gründungsberatung und das Coaching der bereits gegründeten Unternehmen verstärkt werden. Darüber hinaus sollen die Maßnahmen zur Nachhaltigkeit ausgebaut werden, um die Existenz der run-Initiative ohne öffentliche Förderung zu sichern.

 



Autor: Rudolf Haupt