04.06.2012

Landeselternschaft und HN wollen gemeinsam Essen in Schulen überprüfen

 

Mönchengladbach, 4. Juni. Die Hochschule Niederrhein startet gemeinsam mit der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW eine Aktion, um möglichst viele Schulmensen in nordrhein-westfälischen Gymnasien zu untersuchen. Ziel ist es, repräsentative Erkenntnisse zur Qualität des Speiseangebots in Schulmensen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes zu gewinnen. Im Januar hatten Wissenschaftler der Hochschule Niederrhein um Prof. Dr. Volker Peinelt die Ergebnisse einer fünfjährigen Untersuchung des Essens in bundesweit rund 200 Schulen vorgestellt. Ihr Fazit: Über 90 Prozent der Schulen in Deutschland erfüllten die Qualitätsstandards an gesundes Essen nicht.

 

Das Medienecho war gewaltig und rief auch die Landeselternschaft auf den Plan. Die Landeselternschaft ist der Zusammenschluss der gymnasialen Schulpflegschaften auf Landesebene und repräsentiert 85 Prozent der rund 630 Gymnasien in Nordrhein-Westfalen. Nachdem Peinelt die Ergebnisse seiner Untersuchungen auf der Mitgliederversammlung in Dortmund vorgestellt hatte, entstand die Idee, gemeinsam das Thema „Essen in der Schule" weiter zu verfolgen.

 

„Wir wollen nun gemeinsam mit der Landeselternschaft eine Überprüfung möglichst vieler Gymnasien durchführen", sagt Peinelt, der am Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein Catering-Services und Lebensmittelhygiene lehrt. Dazu werden alle Gymnasien, die in der Landeselternschaft vertreten sind, angeschrieben. Sie können auf der Homepage der Landeselternschaft die von den Wissenschaftlern erstellte Checkliste herunterladen und ausfüllen. Darin geht es um Speisenproduktion, Transport, Speiseplan, Hygiene und vieles mehr. Die ausgefüllten Listen werden dann digital an die Geschäftsstelle der Landeselternschaft geschickt. Von dort gehen die Listen anonymisiert an Prof. Peinelt, der die Ergebnisse einzeln auswertet.

 

„Dieses Auskunftsverfahren hat den Vorteil, dass es ohne besonders großen Aufwand ein repräsentatives Ergebnis hervorbringen kann", sagt Peinelt. Nötig dafür sei allerdings die ehrliche Mitarbeit der Schulen. „Wir können die Aussagen der Teilnehmer nicht überprüfen, aber aus Erfahrung wissen wir, dass bei solchen Auskünften in der Regel ehrlich geantwortet wird", so Peinelt. Es mache für die Teilnehmer auch keinen Sinn, Antworten zu schönen. Die teilnehmenden Schulen bekämen als Lohn für ihre Arbeit die Auswertung ihrer Angaben durch einen Experten.

 

Die Checkliste ist abrufbar unter www.le-gymnasien-nrw.de im Mitgliederbereich

 

Pressekontakt: Dr. Christian Sonntag, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Niederrhein, Tel.: 02151 822-3610; E-Mail: christian.Sonntag@hs-niederrhein.de

 



Autor: Christian Sonntag