05.03.2012

Prototypen auf Knopfdruck: 26 Unternehmer informierten sich über „Rapid Prototyping"

 

Krefeld, 5. März. Im Maschinenbau ist die Prototypenherstellung eine entscheidende Größe: Mehr als 25 Prozent der Produktentwicklungszeit entfallen in der Regel auf die Herstellung von Modellen. Mit „Rapid Prototyping Verfahren" können Entwicklungszyklen um bis zu 70 Prozent verkürzt und die Kosten deutlich reduziert werden. Wie die Verfahren funktionieren, erklärten jetzt Wissenschaftler der Hochschule Niederrhein 26 Unternehmern aus der Region. Die IHK Mittlerer Niederrhein hatte zum Workshop „Rapid Prototyping. Prototypen aus dem Drucker - direkt aus Ihren CAD-Daten" eingeladen.

 

„Trotz aller Simulationsmöglichkeiten, die wir heutzutage haben - irgendwann möchte der Produktentwickler etwas in der Hand haben", machte Prof. Dr. Andreas Brenke zu Beginn der Veranstaltung die Notwendigkeit der Prototypenentwicklung deutlich. Der Professor für Computer Aided Engineering im Maschinenbau führte gemeinsam mit Rainer Seuken, Leiter des CAD-Labors am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik, den Workshop durch.

 

Möglich ist die kostengünstige und schnelle Herstellungsmethode „Rapid Prototyping" dank Hightech-3D-Druckern, die anstatt mit Tintenstrahl und Papier zu drucken, mit Laser, Pulver aus Kunststoff, Gips, Harzen und Metall aus Schichten, die wenige Mikrometer dünn sind, dreidimensionale Teile bauen. Durch ein Sichtfenster am 3D-Drucker konnten die Workshop-Teilnehmer sehen, wie ein Lego-Baustein aus ABS-Kunststoff, den sie zuvor am Computer dreidimensional erstellt hatten, innerhalb von Minuten schichtweise erstellt wird. Besonders wirtschaftlich ist das Verfahren, wenn nur geringe Stückzahlen von Prototypen benötigt werden. Eine Wiederholung des Workshops in den Sommersemesterferien ist geplant.

 

Pressekontakt: Dr. Christian Sonntag, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Niederrhein: Tel.: 02151 822 3610; Email: christian.sonntag@hs-niederrhein.de

 

 

Ein Lego-Baustein aus ABS-Kunststoff entsteht im 3D-Drucker.


Autor: Christian Sonntag