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Equal Pay Day 2021 - „Game Changer – Mach dich stark für equal pay!“.

Heute ist Equal Pay Day!

Der Equal Pay Day ist rechnerisch der Tag, bis zu dem Frauen unentgeltlich arbeiten würden, wenn sie den gleichen Stundenlohn wie ihre männlichen Kollegen bekämen.

 

In Deutschland haben Frauen 2019 durchschnittlich 19 % weniger verdient als Männer: also bis heute haben sie im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen unentgeltlich gearbeitet.

 

Damit fiel der Gender Pay Gap, also die Differenz des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes der Männer und Frauen im Verhältnis zum Bruttostundenverdienst der Männer, erstmals unter 20% (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/12/PD20_484_621.html). Dadurch findet der Equal Pay Day in diesem Jahr eine Woche früher statt als 2020 (2020 fand der Equal Pay Day am 17.03.2020 statt).

Diese 19% stellen den unbereinigten Gender Pay Gap dar, der den Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vergleicht. Dabei werden auch Verdienstunterschiede berücksichtigt, die zum Beispiel durch schlechtere Zugangschancen von Frauen zu unterschiedlichen Berufen oder Karrierestufen verursacht wird.

Der bereinigte Gender Pay Gap misst den Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien. Strukturbedingte Faktoren sind hier also weitgehend herausgerechnet. Dieser bereinigte Gender Pay Gap wird nur alle vier Jahre berechnet und lag 2018 ebenso wie 2014 bei 6%.

 

Im europäischen Vergleich schneidet Deutschland schlecht ab (https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Bevoelkerung-Arbeit-Soziales/Arbeitsmarkt/Qualitaet-der-Arbeit/_dimension-1/07_gender-pay-gap.html).

In 2018 waren Luxemburg (1 %), Rumänien (2 %) sowie Italien (4 %) die Staaten mit den EU-weit geringsten geschlechtsspezifischen Unterschieden. 

 

Auch an der Hochschule Niederrhein gibt es einen Gender Gap.

Im vergangenen Jahr erfuhren wir, dass Professorinnen an der Hochschule Niederrhein durchschnittlich 183€ im Monat weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.

Und auch im Bereich der Tarifbeschäftigten wurden wir durch das Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung auf verschiedene „ungleiche“ Sachverhalte aufmerksam gemacht (http://www.genderreport-hochschulen.nrw.de/fileadmin/media/media-genderreport/download/Gender-Report_2019/genderreport_2019_langfassung_f_web.pdf), über die wir im vergangenen Jahr berichteten. Diese Sachverhalte werden uns auch in den kommenden Jahren weiter beschäftigen!

 

Ich hoffe auf die Zeit, an dem wir auf einen solchen Tag nicht mehr hinweisen müssen.

Ihre Sandra Laumen

 

Autorin: Dr. Sandra Laumen, Gleichstellung