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Bewerbung Werkstudentin

Ich studiere an der Hochschule Niederrhein und habe mich vor kurzem auf zwei Stellen als Werkstudentin beworben.

Aber was sind eigentlich Werkstudent*innen? Dabei handelt es sich um immatrikulierte Student*innen, welche neben dem Studium in einem Unternehmen arbeiten. Dies ist während der Vorlesungszeit bis zu maximal 20 Stunden die Woche möglich.

Das ist für Studierende interessant, die neben dem Studium Berufserfahrungen sammeln, sich aber auch etwas dazuverdienen möchten.

Für mich war das auf jeden Fall eine große Motivation und so habe ich nach Stellenausschreibungen Ausschau gehalten, die für meinen Schwerpunkt interessant sind.

Nachdem ich meine Bewerbungsunterlagen online eingereicht habe, habe ich nach individueller Bearbeitungszeit der einzelnen Unternehmen eine Einladung zu einem digitalen Vorstellungsgespräch (Videointerview) bekommen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich zuvor kein Videointerview geführt. Ich habe mich intensiv auf die Gespräche vorbereitet: Ich habe mir meine Bewerbungsunterlagen ausgedruckt und Notizen über das jeweilige Unternehmen geschrieben, damit ich diese in unmittelbarer Nähe habe. Außerdem habe ich mich auf mögliche Fragen vorbereitet (auch auf ,unangenehme‘ Fragen) und mögliche Situationen mit einer Freundin nachgespielt. Dazu gehörte auch sich dem Gegenüber vorzustellen.

Am Tag des Gesprächs habe ich Business-Kleidung angezogen und mein Lieblings-Parfum durfte auch nicht fehlen.

Natürlich ist in einem digitalen Bewerbungsgespräch nur der Oberkörper im Blickfeld und das Parfum wird auch keine andere Person wahrnehmen außer man selbst, aber genau darin liegt die Wichtigkeit. Dass man sich nicht anders verhält oder vorbereitet, als man es sonst tun würde. In den eigenen vier Wänden ist es vertraut und gemütlich, aber man darf dennoch nicht aus den Augen verlieren, worum es eigentlich geht. Ein selbstbewusstes und seriöses Auftreten ist wichtig und die richtige Kleidung ist eine gute Grundlage dafür.

Wichtige Voraussetzung für ein Videointerview ist natürlich eine stabile bzw. gute Internetverbindung und der Hintergrund, den die Kamera einfängt. Bei Zoom und Teams kann man den Hintergrund auch ausblenden bzw. bearbeiten.  Empfehlenswert wäre dies vor dem Gespräch zu testen! Vor allem, wenn man die Funktionen noch nie vorher genutzt hat. Für gutes Licht sollte auch gesorgt werden, egal ob Tageslicht oder künstliches Licht. Außerdem sollte man grundsätzlich einen Ort wählen, an dem es ruhig ist bzw. an dem man nicht gestört werden kann.

Ich war genauso aufgeregt wie in den Bewerbungsgesprächen, die ich davor geführt habe. Allerdings habe ich schnell die ungewohnte Situation vergessen, da ich konzentriert war zuzuhören, mich vorzustellen und alle Fragen zu beantworten. Beide Gespräche haben ca. eine halbe Stunde gedauert.

Die digitalen Vorstellungsgespräche waren beide erfolgreich, da ich mich gut vorbereitet habe und im Nachhinein bin ich um zwei Erfahrungen reicher.

Deshalb kann ich jeden beruhigen, der sich davor scheut. Probiert es aus und denkt positiv! Das ist die Hauptsache.