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Tipps zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit

Egal ob Ihr eine Hausarbeit verfassen müsst, Eure Bachelorarbeit vor Euch liegt oder vielleicht sogar doch die Masterarbeit geschrieben werden muss: manchmal fällt einem das Verfassen eines wissenschaftlichen Textes richtig schwer. Hier findet ihr 10 Tipps zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit.

Egal ob Ihr eine Hausarbeit verfassen müsst, Eure Bachelorarbeit vor Euch liegt oder vielleicht sogar doch die Masterarbeit geschrieben werden muss: manchmal fällt einem das Verfassen eines wissenschaftlichen Textes richtig schwer. Zu häufig weiß man einfach nicht wo oder wie man anfangen soll und starrt zu lange auf weißes, leeres Papier. Ich möchte Euch 10 Tipps mit auf den Weg geben die mir beim Verfassen meiner Bachelorarbeit sehr geholfen haben. Mit diesen Tipps habe ich es geschafft Orientierung zu finden und mich Schritt für Schritt richtig Ziel zu bewegen.

 1) Eine Dateivorlage erstellen

Falls Ihr zuvor noch nie eine größere wissenschaftliche Arbeit schreiben musstet ist es hilfreich sich zunächst ein eigenes Dokument zu erstellen, welches allen Formatanforderungen entspricht. Dies bildet nicht nur die Grundlage für Euer weiteres Schriftstück, sondern Ihr lernt auch gleichzeitig die Funktionen des Schreibprogramms kennen und findet Euch immer besser zurecht. Vor allem folgende Fragen sollten Euch dabei klar werden:
- Wie lege ich ein Literaturverzeichnis an?
- Was sind Formatvorlagen und welche sind am besten für mich geeignet?
- Eventuell: Wie erstelle ich eigene Formatvorlagen?
- Wie lege ich ein Abbildungsverzeichnis an?
- Wie ändere ich den Zeilenabstand?
- Wie verweise ich bei Zitaten auf eine Quelle?
- .....

 

 2) Früh eine Gliederung erstellen

Die Gliederung bereits am Anfang zu erstellen macht Sinn um Euer Schriftstück zu gliedern und um Orientierung zu schaffen. Überlegt Euch auch gleich, wie groß die einzelnen Abschnitte ungefähr werden sollen. Oftmals muss der Seitenumfang ja einer genauen Vorgabe entsprechen.

 

 3) Stichpunkte im Dokument machen

Ist die grobe Gliederung erstellt kann es hilfreich sein Euch zu jedem Punkt zu überlegen, was Ihr Euch darunter vorstellt. Welche Thematiken sollen aufgegriffen werden? Welcher Gedankengang oder welche Informationen sind hier wichtig? Vor allem während der Literaturrecherche ist es hilfreich die Notizen sequenziell zu erweitern.

 

4) Literaturübersicht erstellen

Bei der Menge an möglichen Quellen mit denen man heutzutage konfrontiert wird kann man schon einmal schnell den Überblick verlieren. Ist es daher ratsam alle Quellen zu verwalten die man verwendet hat. Ich habe beispielsweise eine Tabelle angefertigt in der alle meine Quellen geordnet nach Quellentyp (Webseite, Buch, ...) geordnet waren. Sobald ich eine Quelle in meinem Schriftstück verwendet habe wurde diese ebenfalls meinem Dokument hinzugefügt.

 

5) Dokumente richtig abspeichern

Es ist doch die Horrorvorstellung Nummer eins: Wochenlang hat man sich durch Bücher gewälzt, aus Quellen zitiert und Gedankengänge verdeutlicht und dann wurde auf einmal die Datei durch ein Missgeschick gelöscht oder der Computer auf der sich alle Daten befanden geht kaputt. Um dies zu umgehen ist es sinnvoll die Dokumente der Bachelorarbeit an verschiedenen Orten zu speichern: Lokal auf dem Computer, in Online Clouds wie Google Drive oder Dropbox oder auch auf Datenträgern wie USB Sticks oder Festplatten. Ganz gleich für welche Medien man sich entscheidet sollte man sich für mehrere gleichzeitig entscheiden. Zudem ist es sinnvoll verschiedene Versionen der Bachelorarbeit zu schreiben. Ich habe es beispielsweise die zu Verfügung stehenden Wochen durchnummeriert und jeden Freitag meinen aktuellen Stand auf allen verwendeten Medien entsprechend gespeichert. Die Dateien können entsprechend durchnummeriert werden zum Beispiel „Bachelorarbeit_Version_1.docx" oder ähnliches.

 

6) Notizbuch führen

Während der gesamten Ausarbeitung meiner Arbeit habe ich stets eine kleine Kladde bei mir gehabt. Jede Idee, jeder Gedankengang und alle Arbeitsschritte habe ich darin notiert. Dies muss nicht unbedingt super ordentlich sein. Wichtig ist jedoch, dass Ihr die Gedanken der vorherigen Wochen noch einmal nachvollziehen könnt und Euch somit auch nochmal in etwas hineindecken könnt was schon mehrere Wochen her ist. Und manchmal ist es mir passiert, dass mir unterwegs eine scheinbar super Idee kam. Diese wurde dann sofort notiert und später nochmals in Ruhe überdacht. Es gibt auch Möglichkeiten ein elektronisches Notizbuch zu führen für diejenigen die eine Kladde zu „old school" finden. Die Software OneNote von Microsoft kann ich dafür sehr empfehlen.

 

7) Fristen setzen

Ich selbst habe mir stets eigene Fristen gesetzt und meine verfügbare Zeit in kleine Schritte untergliedert. Man könnte zum Beispiel festlegen, wann ein bestimmtes Kapitel fertig geschrieben sein sollte. Es ist somit möglich den eigenen Fortschritt stets überprüfen zu können und man erreicht schneller kleinere Ziele. Dies motiviert nochmal zusätzlich und man behält den Überblick über die Zeit.

 

8) Pausen machen

Es mag absurd klingen, aber es ist wahr. Ein kreativer Kopf braucht Pausen! Denn nicht immer sprudeln die Wörter und Ideen einfach so aus einem heraus. Das starren auf ein leeres Blatt Papier bringt einen immerhin auch nicht weiter. Geht raus, bewegt Euch, tut das was Euch gefällt, tut Euch etwas Gutes und vor allem: versucht ausreichend zu schlafen! Natürlich ist es dabei richtig die richtige Balance zwischen Arbeit und Pause zu finden. Das ist bei jedem ganz unterschiedlich und muss jeder für sich selbst zunächst herausfinden.

 

9) Schreibblockaden überwinden

Auch wenn ich schon immer gerne und viel geschrieben und Texte verfasst habe, bekomme ich nicht selten eine Schreibblockade. Ich habe Pause gemacht, ich bin ausgeschlafen und alles ist gut und trotzdem kriegt man keinen einzigen Satz zusammen gebastelt der etwas her macht. Ob dieser Tipp auch anderen hilft, das weiß ich nicht. Mir hat es dann immer geholfen zunächst ein Text über etwas ganz anderes zu verfassen. Wie war der letzte Urlaub? Was habe ich letztes Wochenende gemacht? Egal was. Versucht dabei einfach drauf los zu schreiben ohne viel zu überlegen. Anschließend fiel mir das Formulieren meiner Arbeit gleich viel leichter.

 

10) Mut zur Umstrukturierung

Mir passierte es, dass ich bei einem Kapitel meiner Arbeit einfach nicht wusste was ich dazu schreiben sollte. Als ich die Gliederung erstellt hatte kam mir dieses noch so unverzichtbar vor und nun eine Wochen später fällt mir einfach nichts ein. Zunächst habe ich meine Notizen (Punkt 6) durchsucht. Aber auch in meinen Notizen konnte ich nichts finden was es sich lohnen würde in diesem Kapitel zu erläutern. Ich habe wirklich viel recherchiert und anschließend beschlossen dieses Kapitel aus meiner Arbeit zu streichen. Mein Tipp: versucht also nicht ein Kapitel zwanghaft mit Inhalten zu füllen. Wenn es dazu nichts zu sagen gibt dann gibt es nichts zu sagen. Ok zugegeben: ganz so einfach solltet Ihr es Euch doch nicht machen. Denn im weiteren Verlauf stoß ich auch oftmals auf Dinge die ich unbedingt beschreiben wollte aber nicht wusste wo ich diese Informationen semantisch einordnen könnte. Was musste also her? Richtig! Ein neues Unterkapitel. Dabei solltet Ihr Euch die Stelle an der Ihr das neue Kapitel einfügt gut überlegen. Denn der neue Text sollte auch gut in den umgebenen Kontext passen.

 

Vielleicht können diese Tipps ja auch Euch bei dem Verfassen eines größeren wissenschaftlichen Textes helfen. Oder vielleicht wurdet Ihr durch die Tipps zu anderen Ideen inspiriert. Wie auch immer – ich wünsche Euch viel Erfolg für Eure Arbeiten!

 

Autorin: Jennifer Gommans (Bachelor Informatik)