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Mein Deutschlandstipendium – Ein Erfahrungsbericht

Eine Studentin des Fachbereichs 03 berichtet von ihren Erfahrungen mit dem Deutschlandstipendium und wie Sie die Förderung für sich nutzen konnte.

Ich kann mich noch heute an die Situation erinnern in der mich ein Professor meines Fachbereiches dazu motiviert hatte mich für das Deutschlandstipendium zu bewerben. Denn ich selbst hatte meine Chancen als sehr gering eingeschätzt. Zwei Tage bevor die Frist endete setzte ich mich an meinen Schreibtisch und schrieb meine Bewerbung. Das war ganz schön stressig! Also direkt der erste Tipp: fangt frühzeitig an Euch zu bewerben und nehmt Euch Zeit dabei. Nun gut, ich hatte es ja Gott sei Dank noch rechtzeitig geschafft. Erleichtert über diese Tatsache widmete ich mich wieder voll und ganz meinem Studium und den anstehenden Prüfungen. Meine Bewerbung hatte ich innerhalb einiger Wochen gänzlich vergessen. Umso überwältigender war für mich dann die Mail, die eines Tages dann in meinem Postfach lag: Herzlichen Glückwunsch zum Deutschlandstipendium! Meine Freude war natürlich riesig. Noch am gleichen Tag bedankte ich mich bei meinem Förderer per Mail und wir vereinbarten daraufhin einen Termin zum Kennenlernen im Unternehmen. Dieser lag noch vor der eigentlichen Stipendienvergabefeier. Als ich dann das erste Mal vor dem Unternehmen stand war meine Nervosität unendlich groß. Denn das Stipendium bedeutete für mich auch zeitgleich, den ersten Schritt meines Berufsweges zu gehen. Dass ich nervös war konnte man mir sichtlich anmerken. Trotzdem führten wir ein interessantes Gespräch und ich hatte die Möglichkeit meinen Förderer näher kennen zu lernen. Mit vielen neuen Eindrücken und Plänen für die weitere Kooperation fuhr ich dann nach Hause.

Die Stipendienvergabefeier konnte ich dann mit weniger Nervosität angehen. Denn meinen Förderer kannte ich ja bereits und wieder kam ein nettes Gespräch zustande. Der Abend an sich war wirklich festlich und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. In den kommenden Semesterferien absolvierte ich dann ein zweiwöchiges Praktikum bei meinem Förderer. Dort lernte ich die Arbeitsabläufe innerhalb eines Unternehmens kennen und was Softwareentwicklung in der Praxis bedeutet. Natürlich lernte ich auch viele neue Leute kennen, die mir bei der Bewältigung meiner Praktikumsaufgabe stets behilflich waren. Nach einem Jahr habe ich mich dann, aufgrund der positiven Erfahrungen die ich mit dem Stipendium machen durfte, für die nächste Förderperiode beworben. Mein Förderer stand also ein weiteres Jahr an meiner Seite. In diesem Jahr absolvierte ich nicht nur meine Praxisphase bei meinem Förderer, sondern konnte sogar meine Bachelorarbeit im Unternehmen schreiben! Dabei hatte ich die Möglichkeit, eine interessante Aufgabenstellung bearbeiten zu dürfen und wurde vermehrt in den Arbeitsalltag integriert. Bis zum Kolloquium erhielt ich die bedingungslose Unterstützung meines Förderers und bin sehr dankbar darüber.

Nachdem ich mich nun „Bachelor of Science“ nennen darf habe ich die Entscheidung getroffen noch ein Masterstudium anzuhängen. Und auch in dieser Zeit wird mein Förderer an meiner Seite stehen. Und das natürlich nicht nur finanziell! Durch die finanzielle Unterstützung wird es mir ermöglicht, mich voll und ganz auf mein Studium konzentrieren zu können. Doch viel wichtiger war und ist es für mich das Berufsleben kennen zu lernen, Praxiserfahrungen zu sammeln und einen potenziellen Arbeitgeber kennen zu lernen. Der Übergang von meinem Studium in den Beruf wird für mich also kaum merklich verlaufen. Denn ich weiß nun was mich erwartet und wurde zusätzlich darin bestätigt, dass mein Studiengang sehr gut zu mir passt und es auch das ist was ich später machen möchte!

Das Deutschlandstipendium war für mich also bereits jetzt ein voller Erfolg und begleitet mich durch einen sehr wichtigen Abschnitt meines Lebens. Also bewerbt Euch und nutzt die Chance ein Unternehmen an Eurer Seite zu wissen!

 

(Autorin: Jennifer Gommans, Master Informatik)