Forschung A-Z

Hochschule Niederrhein. Dein Weg.

Abgabe

Alle Anträge (und Skizzen bei zweistufigen Verfahren) werden im Namen der HN nach Überprüfung der Finanzierung und Förderkriterien über das Ressort II gestellt. Wenden Sie sich daher frühzeitig (mindestens 14 Tage) vor Ablauf der Bekanntmachungsfrist an das Ressort II.

Administrationskräfte

Die Projektadministration liegt grundsätzlich in den Händen der Verwaltung. Der Projektleiter hat die Verpflichtung, unterstützend tätig zu sein und für Anfragen zur Verfügung zu stehen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Projektleiter für die Projektleitung (Vorbereitung/Mittelabruf/Abschluss etc.) muss von Anfang an und über den Bewilligungszeitraum hinaus sichergestellt sein. In einigen öffentlichen Projekten kann zudem ein Stellenanteil für die Projektadministration kalkuliert werden. Bitte bedenken Sie, dass eine Administrationskraft soweit möglich zu kalkulieren ist. Daher ist bereits bei Antragsstellung mit dem Förderreferenten zu klären, welcher Stellenumfang zu beantragen ist. Dies ist abhängig von der Projektart und der Projektgröße. Das Sachgebiet Drittmittel und Steuern ist für die administrative Bearbeitung aller Drittmittel der Hochschule Niederrhein zuständig. Der Projektleiter hat den Mittelabruf zu kontrollieren sowie die Verpflichtung, die Verwaltung durchgängig über Änderungen etc. zu informieren, so dass eine reibungslose Abwicklung von Projekten möglich ist. Die Verantwortung hierfür liegt beim Projektleiter.

AiF / IGF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. ist eine industriegetragene Organisation mit dem Ziel, Forschung für den Mittelstand zu initiieren, den wissenschaftlichen Nachwuchs und Fachkräfte auf innovativen Gebieten zu qualifizieren sowie den Austausch über die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung zu organisieren. Die AiF verfügt über eine einzigartige Infrastruktur für den Transfer des Wissens in die Unternehmen: Mit rund 100 Forschungsvereinigungen aus den unterschiedlichsten Industriebranchen und Technologiefeldern werden jährlich mehrere Tausend Forschungsprojekte gemanagt. Mit über 1.200 eingebundenen Forschungsstellen spannt die AiF deutschlandweit ein Netzwerk, in dem Wissen für Innovationen generiert wird. In internationalen Allianzen fördert sie die grenzübergreifende wissenschaftliche Zusammenarbeit. Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) schlägt eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und wirtschaftlicher Anwendung. Unter dem Dach der AiF-Forschungsvereinigungen werden neue Technologien für gesamte Branchen und zunehmend branchenübergreifend aufbereitet, um die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen zu erhalten und zu stärken. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert die IGF mit öffentlichen Mitteln.

Akquirierte Drittmittel

Nach der Definition des Statistischen Bundesamtes sind Drittmittel Gelder, die zur Förderung von Forschung und Entwicklung sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Lehre zusätzlich zum regulären Hochschulhaushalt (Grundfinanzierung) von öffentlichen oder privaten Stellen eingeworben werden. Keine Drittmittel sind demnach z. B.: Mittel der Grundfinanzierung der Hochschulen, Zuweisungen und Zuschüsse des Hochschulträgers, Mittel aus dem so genannten Überlastungsprogramm oder dem Konjunkturpaket, Wissenschaftspreise (sofern keine Zweckbindung für Lehre und Forschung besteht), Mittel rechtlich selbständiger Institute an Hochschulen, Studiengebühren u.v.m. Sofern Sie unsicher sind, ob es sich bei Geldern um Drittmittel handelt, können Sie sich an das Dezernat Finanzmanagement, Kosten und Leistungsrechnung, die Abteilung Finanzen und Kostenleistung wenden. Die Einwerbung und Verwendung von Mitteln Dritter für Forschung und Lehre erfolgt nach dem Hochschulzukunftsgesetz NRW im Rahmen der dienstlichen Aufgaben und damit grundsätzlich im Hauptamt. Daraus folgt, dass den Professoren hieraus unmittelbar keine persönliche Vergütung gezahlt werden kann. Ungeachtet dessen kann im Einzelfall eine Einwerbung von Drittmitteln auch im Nebenamt erfolgen, hierfür sind die Vorschriften für die Ausübung von Nebentätigkeiten zu beachten (Anzeigepflicht, ggfls. Abführungspflicht und etwaige erforderliche Genehmigungen). Bei Fragen hierzu können Sie sich an das Dezernat Personal wenden. Sollten in diesem Fall Ressourcen der HN genutzt werden, bedarf es hier einer gesonderten Regelung. Wenden Sie sich hierzu an das Dezernat Bau und Gebäudemanagement. Seit Änderung des Besoldungsgesetzes für das Land NRW und Inkrafttreten der Hochschul-Leistungsbezüge-Verordnung (HLeistBVO) können Professoren, die der Besoldungsordnung W unterliegen, für die Einwerbung von Mitteln privater Dritter für Forschungs- oder Lehrvorhaben Forschungs- und Lehrzulagen oder besondere Leistungsbezüge erhalten. Professoren, die Forschungs- oder Lehrvorhaben durchführen und hierzu Drittmittel von Privaten einwerben, können aus diesen Drittmitteln eine nichtruhegehaltsfähige Zulage erhalten, wenn der Drittmittelgeber dem zustimmt und der Präsident dies bewilligt. Am einfachsten ist es, wenn der Drittmittelgeber bereits in dem Forschungsvertrag der Auszahlung der Zulage zustimmt. An der HN werden zwischen privatrechtlichen und öffentlich-rechtlichen Drittmittelprojekten unterschieden. Erstere sind alle Drittmittel, die aufgrund privatrechtlicher Verträge akquiriert werden. Vertragspartner kann dabei sowohl ein privatwirtschaftliches Unternehmen als auch eine öffentlich-rechtliche Einrichtung oder eine Privatperson sein. Die Zusammenarbeit kann z. B. in Form eines Auftrages, eines Dienstleistungsvertrags, einer Kooperation, eines Sponsoringvertrags oder einer Spende erfolgen. Bei den privatrechtlichen Drittmitteln hat die HN einen Anspruch auf die im Vertrag vereinbarte Leistung. Ein Sonderfall stellen Spenden und Sponsoring dar. Spenden sind Zuwendungen an die Hochschule, die wissenschaftliche oder als besonders förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke fördern. Auch Sachspenden sind als Drittmittel zu qualifizieren. Öffentlich-rechtliche Drittmittel sind alle Mittel, die der HN aufgrund einer Zuwendung oder einer Zuweisung direkt oder indirekt gewährt werden. Mittel aus öffentlich-rechtlichen Projekten sind nach dem vom Drittmittelgeber bestimmten Zweck zu verwenden und nach dessen Bedingungen zu bewirtschaften. Die Drittmittelausgaben einer Hochschule sind ein Parameter für die leistungsorientierte Mittelzuweisung des Landes an die Hochschulen. Von einer Erhöhung des Drittmittelaufkommens profitieren somit der Hochschulhaushalt und die Budgets der Fachbereiche. Bitte beachten Sie, dass für die Anerkennung von Drittmitteln als Leistungskennzahl Forschung nur akquirierte Drittmittel mit einem konkreten Forschungs- bzw. Entwicklungsbezug gelten können.

Akquisekosten (Vorbereitende Maßnahmen)

Vorbereitende Maßnahmen sind nur in einigen wenigen Ausnahmefällen förderbare Kosten, da diese immer in der bewilligten Projektlaufzeit anfallen müssen. Einige wenige Programme fördern die Phase zur Antragsstellung, so zum Beispiel EU-Antrag-FH oder die interne Forschungsförderung.

Antragsbetreuung#

Die Forschungsreferent/-innen der Abteilung Forschung unterstützen den Prozess der Antragsstellung, indem sie relevante Informationen herausfiltern und die Forscherinnen und Forscher der Hochschule Niederrhein über Fördermöglichkeiten für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und die jeweiligen fördertechnischen Rahmenbedingungen informieren. Da ein gutes Projektmanagement bereits bei der Antragstellung beginnt, wird in der Antragsbegleitung ein besonderes Augenmerk auf die Beratung der Projekt- und Finanzplanung gelegt.

Kaminski angefragt ob Änderungen vorgenommen werden sollen.

Anteilfinanzierung

Bei Zuwendungen des Bundes oder der Länder wird zwischen drei Finanzierungsarten unterschieden. Bei der Anteilfinanzierung errechnet sich die Zuwendung als Anteil bzw. Prozentsatz der anerkannten zuwendungsfähigen Ausgaben; ein festgelegter Höchstbetrag darf jedoch nicht überschritten werden. Erzielt der Zuwendungsempfänger Einsparungen oder höhere Einnahmen, als zunächst absehbar war, muss die Zuwendung anteilig zurückgezahlt werden. Bei der Fehlbedarfsfinanzierung wird die Lücke zwischen den anerkannten zuwendungsfähigen Ausgaben einerseits und den Eigenmitteln und sonstigen Einnahmen des Zuwendungsempfängers andererseits durch die Zuwendung geschlossen. Auch hier wird ein Höchstbetrag festgelegt. Einsparungen oder Mehreinnahmen führen in ihrer vollen Höhe zur Rückzahlung der Zuwendung. Bei der Festbetragsfinanzierung erfolgt die Zuwendung in Form eines festen Betrages. Dieser Betrag verbleibt auch bei Einsparungen und höheren Einnahmen in voller Höhe beim Zuwendungsempfänger; es sei denn, seine Gesamtausgaben lägen unter dem Zuwendungsbetrag. Diesen gegenübergestellt ist die Vollfinanzierung, bei der alle Ausgaben finanziert werden. Die Zuwendung deckt die gesamten zuwendungsfähigen Ausgaben. Der festgelegte Höchstbetrag darf nicht überschritten werden. Jede Einnahmeerhöhung bzw. Ausgabenminderung des Zuwendungsempfängers mindert die Zuwendung in entsprechender Höhe.

Antrag auf Ausgabenbasis (AZA)

Die Antragstellung für Mittel des Bundeshaushalts erfolgt für Hochschulen auf Ausgabenbasis. Es müssen daher Antragsformulare für Zuwendungen auf Ausgabenbasis (AZA) verwendet werden.

Antrag, Vollantrag, Antragsskizze

Förderverfahrenen können mehrstufig sein. In der ersten Stufe wird zuerst eine (Ideen)-Skizze eingereicht. Nach Einreichen derselben an den Projektträger wird die Skizze anhand der allgemeinen Förderbedingungen geprüft. Nach positiver Evaluierung wird dann der sogenannte Vollantrag eingereicht. Die Antragstellung erfolgt oft elektronisch, zum Beispiel über das Elektronische Antragssystem easy. Alle Anträge (und Skizzen bei zweistufigen Verfahren) werden im Namen der HN nach Überprüfung der Finanzierung und Förderkriterien über das Ressort II gestellt. Wenden Sie sich daher frühzeitig (mindestens 14 Tage) vor Ablauf der Bekanntmachungsfrist an das Ressort II. Tipp: Sie sollten sich vor Antragsstellung darüber klar werden, ob das Thema und Ihr Projektidee in das ausgeschriebene Programm passen. Bei inhaltlichen Fragen rufen Sie bei der Kontaktadresse, zum Beispiel beim Projektträger, direkt an und fragen, ob Ihre Idee mit den Programmzielen kompatibel ist. Bereiten Sie sich auf ein solches Gespräch gut vor.

Auftragsforschung

Auftragsforschung umfasst grundsätzlich die Forschungstätigkeit für Dritte gegen Entgelt. Bei der Projektanbahnung muss zwischen Antrags- und Auftragsforschung unterschieden werden. Auftragsforschung erfolgt in der Regel für einen privaten Drittmittelgeber und ist gewinnorientiert. Auch öffentliche Einrichtungen können privatrechtliche Aufträge vergeben (z.B. im Rahmen eines Vergabeverfahrens).

Bei der Antragsforschung stellt ein öffentlicher Drittmittelgeber zweckgebundene Mittel für die (Kooperations-)Forschung zur Verfügung.

Auftragsforschung wird entweder auf der Basis eines Forschungs- und Entwicklungsvertrages durchgeführt, oder auf Grundlage eines Angebotes, in welchem die Rechte und Pflichten des Auftraggebers und der Hochschule beschrieben sind. Bei Verhandlungen mit potentiellen Vertragspartnern stehen Musterverträge der HN zur Verfügung (siehe Link unten). Für den Fall, dass der FuE-Vertrag einem In-Institut oder Kompetenzzentrum der Hochschule zugerechnet werden soll, geben Sie im Vertrag bitte den Namen der Einrichtung an. Nach erfolgter Abstimmung des Vertragstextes mit dem Vertragspartner und dem Ressort II, Stabsstelle Forschung wird der Vertrag von allen Beteiligten unterzeichnet. Angebote werden von der Projektleitung und dem Präsidenten unterzeichnet.

Zu den Formularen

Ausschreibungen

Die Hochschule kann sich auch auf Ausschreibungen von Bund, Land oder vergleichbares bewerben. Hier handelt es sich um wirtschaftliche Tätigkeiten.

Arbeitgebererklärung

Bei einigen Modulen der DFG muss die HN als aufnehmende Organisation eine Arbeitgebererklärung unterschreiben. Hierin bestätigt die HN auch die Übernahme der Grundausstattung. Dies muss durch den Fachbereich zugesichert werden. Daher muss die Erklärung rechtgültig durch den Präsidenten und vom Dekan unterschreiben werden.

Arbeitsergebnisse

Insbesondere Industrieforschung kann häufig nur dann durchgeführt werden, wenn die Geheimhaltung gewährleistet ist. Diese kann sich auf neue Erfindungen, die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse, auf das vom Drittmittelgeber eingebrachte Know-how oder selbst auf den Titel des Forschungsprojektes oder die reine Zusammenarbeit erstrecken. Darüber hinaus ist zu bedenken, dass es ein öffentliches Interesse gibt, Forschungsergebnisse der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Dies gilt insbesondere dann, wenn öffentliche Mittel in das Projekt gegeben werden. Bitte beachten Sie bei öffentlich-rechtlichen Projekten die strikte Geheimhaltung bereits zum Zeitpunkt der Antragstellung, da jegliche Offenbarung einer späteren Schutzrechtsanmeldung im Weg steht. Bei öffentlich geförderten Projekten sind im Übrigen die jeweiligen Förderbestimmungen entscheidend, die Vorgaben zur Veröffentlichung der Ergebnisse enthalten können. Nach Projektende ist ein Abschlussbericht zu erstellen, in dem die Ergebnisse zu dokumentieren und die ordnungsgemäße Verwendung der zugewiesenen Mittel nachzuweisen sind. Werden bei Studien- oder Projektarbeiten Studierende oder andere Personen einbezogen, die in keinem Beschäftigungsverhältnis zur HN stehen (im Folgenden Dritte genannt), ist zu berücksichtigen, dass diese unter Umständen eigene Urheberrechte oder sonstige schutzrechtsfähige Rechte an den Forschungsergebnissen erlangen, auf die die Hochschule keinen automatischen Zugriff hat. Ferner können diese Personen während der Projektdurchführung Kenntnis über geheimhaltungspflichtige Informationen erlangen. Zur Klärung der Nutzung der Rechte an den potentiellen Arbeitsergebnissen und zur Vereinbarung einer Geheimhaltungspflicht ist es daher erforderlich, vor Beginn der Projektarbeiten mit allen am Projekt beteiligten Dritten eine vertragliche Vereinbarung zu schließen. Bei Abschlussarbeiten ist zu beachten, dass die Rechte an den Arbeitsergebnissen grundsätzlich dem Studierenden zustehen. Sollen diese auf ein Unternehmen übertragen werden, so empfiehlt es sich, dass der Studierende diesbezüglich einen (entgeltlichen) Vertrag mit dem Unternehmen abschließt. Haben Sie diesbezüglich weitere Fragen, so wenden Sie sich bitte an das die Abteilung Recht und Compliance.

Änderungsanträge

Die vereinbarten Projektlaufzeiten sind bindend. Bei öffentlichen Projekten ist in Ausnahmefällen auf Antrag eine Verlängerung durch die Bewilligungsbehörde möglich. In der Regel erfolgt keine Aufstockung des Zuwendungsbetrages. Änderungen der Projektbedingungen sind in der Regel schriftlich zu beantragen und bedürfen einer Genehmigung seitens der Bewilligungsbehörde. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit dem Ressort II und dem Sachgebiet Drittmittel und Steuern im Dezernat FM. Bei privaten Projekten erfolgen Änderungen der Projektbedingungen über die Abteilung Recht und Compliance. Der Projektleiter hat die Verpflichtung, die Verwaltung durchgängig über Änderungen etc. zu informieren, so dass eine reibungslose Abwicklung von Projekten möglich ist.

Änderungsbescheid

Änderungsbescheide sind wie Zuwendungsbescheide zentrale Antragsdokumente und sind daher direkt an das Ressort II weiterzuleiten. Bei Änderungsbescheiden, die zentrale Projektdaten wie Laufzeit oder Gesamtvolumen betreffen, muss das Projektdatenblatt angepasst werden. Bedenken Sie, dass der Änderungsantrag vorab über das Ressort II analog zum Antrag gestellt werden muss. Hier gelten die gleichen Fristen und Vorgaben.

Befristung

Eine Befristung ist eine Zeitbestimmungsregelung, an die Rechtswirkungen gebunden sind. Diese kann allgemein Verträge oder Bescheide betreffen, insbesondere sind Befristungsregelungen wichtig bei Arbeitsverträgen für Mitarbeiter (z.B. nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz = WissZeitVG).

Beihilfe, staatliche

Eine Beihilfe kann grundsätzlich als finanzielle Hilfeleistung, auch Subvention bezeichnet werden. Wichtig ist der Begriff im Zusammenhang mit staatlichen Beihilfen im Anwendungsbereich des europäischen Rechts. Das europäische Beihilferegime soll Mitgliedstaaten daran hindern, ihren Unternehmen selektiv finanzielle Vorteile anzubieten, die zu einer Wettbewerbsverfälschung im Binnenmarkt führen könnten. Staatliche Beihilfen sind deshalb gemäß Art. 107 Abs. 1 AEUV grundsätzlich verboten. Eine staatliche Beihilfe bedeutet also einen durch eine staatliche oder staatsnahe Stelle selektiv gewährten Vorteil an Unternehmen, der potentiell den Wettbewerb verfälschen und Auswirkungen auf den Handel der EU haben könnte (Quelle: Handbuch über staatliche Beilhilfen, Handreichung vom BMWI-EA6, Stand Jan. 2016, S. 9)

Bekanntmachung

Eine Bekanntmachung ist eine offizielle Mitteilung, an die Rechtswirkungen geknüpft sind (z.B. Fristen für Anträge). Bekanntmachungen für Forschungsprojekte finden sich z.B. auf den Seiten der Bundesregierung:

https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2389.html

Beschaffung

Alle Geräte, Gegenstände und Verbrauchsmaterialien etc. werden zentral durch die Abteilung Vergaberecht und Vertragswesen der Hochschule Niederrhein beschafft. Hierfür muss ein Beschaffungsantrag eingereicht werden.

Bescheid

Ein Bescheid ist eine verbindliche Auskunft einer Verwaltungsbehörde (z.B. Projektträger) auf einen konkreten Antrag hin.

Bewilligung

Bewilligung ist die positive Verbescheidung eines Förderantrages.

Berichte

Sach- und Zwischenberichte müssen in der Regel bei Forschungsprojekten erstellt werden.

Bewilligungszeitraum

Bewilligungszeitraum bedeutet der Zeitraum der Förderung, der im Bescheid (siehe Schlagwort Bescheid) festgesetzt ist.

BMWI

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (kurz: BMWI) ist ebenfalls oberste Bundesbehörde und hat seinen Sitz in Bonn und Berlin. Die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland ist eine wichtige Aufgabe des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das Ministerium verfügt ebenfalls über ein Förderangebot, hier speziell für kleine und mittelständische Unternehmen (z.B. ZIM, siehe Schlagwort ZIM).

BMBF

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (kurz: BMBF) ist eine oberste Bundesbehörde mit Sitz in Bonn und Berlin. Das BMBF zuständig für Gesetzgebung und fördert durch finanzielle Mittel Forschung in allen Bereichen der Wissenschaft.

BMS

Software für die Kalkulation privatwirtschaftlicher Projekte (Trennungsrechnungssoftware).

Bietergemeinschaft

Eine Bietergemeinschaft ist ein Konsortium von mehreren Antragstellern, die gemeinsam einen Antrag auf eine Förderung stellen. Durch eine Bietergemeinschaft kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Personengesellschaft begründet werden. Wird ein Angebot als Bietergemeinschaft abgegeben und der Zuschlag erteilt, entsteht ein Vertragsverhältnis mit der Bietergemeinschaft und nicht mit den Bietern.

Bund-Länder-Förderprogramme

Der Bund und die Bundesländer bieten unterschiedliche Instrumente zur FuE-Förderung an. Informationen zu den verschiedenen Programmen finden sich z.B. in der Förderdatenbank des BMWI. Die Kombination bzw. Kumulierung von Fördermitteln aus unterschiedlichen Programmen ist in vielen Fällen möglich, sofern die vorgegebenen Förderhöchstgrenzen (z.B. nach der "De-minimis"-Verordnung oder der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung der EU) nicht überschritten werden.

Budgetstelle

Unter einer Budgetstelle werden für Zwecke der internen und externen Rechnungslegung die Einnahmen und Ausgaben geführt. Die Budgetstelle wird z.B. in der Software MACH geführt und muss für Beschaffungen (siehe extra Schlagwort Beschaffung) angegeben werden.

Co-Finanzierung, Kofinanzierung

Im EU-Recht der Europäischen Union spielt der Begriff Kofinanzierung eine zentrale Rolle. Die meisten EU-Förderprogramme gewähren keine Vollfinanzierung von Projekten oder Investitionen, sondern verlangen den Einsatz weiterer Finanzierungsquellen außerhalb der EU-Institutionen von bis zu 50% des gesamten Investitions- oder Projektvolumens. Bei den EU-Förderprogrammen zur Regional- und Strukturpolitik (EFRE, ESF) wird beispielsweise eine solche so genannte nationale Kofinanzierung von 50% der gesamten förderfähigen Projektausgaben verlangt. Durch diese nationale Eigenleistung stellt die EU sicher, dass sie nur Projekte fördert, die auch im Sinne der Mitgliedsstaaten förderungswürdig sind. Die Kofinanzierung kann geleistet werden durch: Eigenmittel, nationale Kofinanzierung durch den Mitgliedsstaat des Antragstellers, Schuldverschreibungen oder Bankkredite.

Controlling/Projektkontrolling

Das Sachgebiet Drittmittel und Steuern ist für die administrative Bearbeitung aller Drittmittel der Hochschule Niederrhein zuständig. Der Projektleiter hat den Mittelabruf zu kontrollieren sowie die Verpflichtung, die Verwaltung durchgängig über Änderungen etc. zu informieren, so dass eine reibungslose Abwicklung von Projekten möglich ist. Die Verantwortung hierfür liegt beim Projektleiter.

Datenschutz

Erheben und Speichern von Daten zu Forschungszwecken unterliegt dem Datenschutz. Nähere Informationen finden Sie hier. Die Hochschule Niederrhein hat einen eigenen Datenschutzbeauftragten, Kontakt.

Datenschutz-Leitlinie der Hochschule Niederrhein vom 3. Januar 2019

DFG (Menkhaus)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist eine Einrichtung zur Förderung deutscher Wissen-schaft und Forschung. Die Zahlen und Fakten der DFG finden Sie unter: https://www.dfg.de/dfg_profil/zahlen_fakten/index.html

Von den neun Förderlinien der DFG sind für die Fachhochschulen insbesondere die Einzelförderungen in Form von Sachbeihilfen und die Projektakademie von Bedeutung. Außerdem werden die Anträge zu Bund-Länder-Großgeräten der Lehre und Forschung sowie zum internationalen Forscheraustausch durch Gremien der DFG begutachtet. Förderungen zur Sachbeihilfe sind zwar personenbezogen, die Anträge werden dennoch über das Ressort Forschung und Transfer eingereicht und von der Hochschulleitung unterschrieben, da die Hochschule im Falle einer Förderung offizieller Arbeitgeber wird und in dieser Funktion für die Grundausstattung aufkommen muss (Arbeitgebererklärung). DFG-Projektakademie: Ziel der Projektakademien ist es, interessierten Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen in einem frühen Stadium ihrer Karriere einen Einstieg in die Durchführung von Forschungsprojekten auf der Grundlage von DFG-Drittmitteln zu bieten. Projektakademien sind dabei thematisch ausgerichtet, um einen wissenschaftlichen Austausch zu ermöglichen. Antragsberechtigt sind ausgewiesene und in der Einwerbung von Drittmitteln erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Fachhochschulen, deren erster Ruf nicht länger als 6 Jahre zurückliegt. Die Förderung ist auf max. 2 Jahre begrenzt. Es gibt keine Einreichungsfristen. Mehr Information hier: https://www.dfg.de/foerderung/programme/einzelfoerderung/projektakademie/index.html

 

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an die Förderreferenten und Förderreferentinnen des Ressorts II.

Dienstverträge

Sofern die Bewilligungs-/Vertragsbedingungen es zulassen, können Leistungen im Rahmen der für Fremdleistungen (Dienstverträge, Werkverträge, FuE-Unterverträge) bewilligten Mittel durch Dritte erbracht werden. Zu beachten ist dabei, dass diese Ausgaben nicht als Personalaufwendungen sondern als Sachausgaben gegenüber dem Drittmittelgeber beantragt und abgerechnet werden können. Wichtigstes Abgrenzungskriterium zwischen Werk- und Dienstvertrag ist, dass beim Werkvertrag ein Erfolg und beim Dienstvertrag eine Leistung (Zeit) geschuldet ist. Sollten zusätzliche Kosten anfallen (z. B. für Vergabe, Veröffentlichungen, Ausschreibungen), müssen diese exakt kalkuliert werden. Werk- und Unterverträge werden im Namen der Hochschule geschlossen und bedürfen der Unterschrift des Vizepräsidenten für Wirtschafts- und Personalverwaltung bzw. des Präsidenten.

Drittmittel

Nach der Definition des Statistischen Bundesamtes sind Drittmittel Gelder, die zur Förderung von Forschung und Entwicklung sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Lehre zusätzlich zum regulären Hochschulhaushalt (Grundfinanzierung) von öffentlichen oder privaten Stellen eingeworben werden. Keine Drittmittel sind demnach z.B. Mittel der Grundfinanzierung der Hochschulen, Zuweisungen und Zuschüsse des Hochschulträgers, Mittel aus dem so genannten Überlastungsprogramm oder dem Konjunkturpaket, Wissenschaftspreise (sofern keine Zweckbindung für Lehre und Forschung besteht), Mittel rechtlich selbständiger Institute an Hochschulen, Studiengebühren u.v.m. Sofern Sie unsicher sind, ob es sich bei Geldern um Drittmittel handelt, können Sie sich an das Dezernat Finanzmanagement, Kosten und Leistungsrechnung, Abteilung Finanzen und KLR wenden. Die Drittmittelausgaben einer Hochschule sind ein Parameter für die leistungsorientierte Mittelzuweisung des Landes an die Hochschulen. Von einer Erhöhung des Drittmittelaufkommens profitieren somit der Hochschulhaushalt und die Budgets der Fachbereiche. Grundsätzlich sind drei Sichtweisen von Drittmitteln zu unterscheiden, wenn von Forschungskennzahlen die Rede ist: bewilligte oder akquirierte Drittmittel, Drittmitteleinnahmen, Drittmittelausgaben. An der Hochschule Niederrhein wird in der internen wie externen Kommunikation der Fokus auf die akquirierten Drittmittel gelegt. Akquirierte Drittmittel im Bereich Forschung und Entwicklung sind die bewilligten Mittel laut Zuwendungsbescheid bzw. die zugesagte Vergütung in einem FuE-Vertrag. Akquirierte Drittmittel sind für die HN bei der Bemessung der Forschungsleistungen das ausschlaggebende Kriterium.

Drittmittelgeber

Der Drittmittelgeber ist ursächlich für die Mittelherkunft. Hier wird zwischen Antrags- und Auftrags-forschung unterschieden. Die Auftragsforschung erfolgt in der Regel für einen privaten Drittmittelgeber und ist gewinnorientiert. In Einzelfällen können auch öffentliche Einrichtungen privatrechtliche Aufträge vergeben. Bei der Antragsforschung stellt ein öffentlicher Drittmittelgeber zweckgebundene Mittel für die (Kooperations-)Forschung zur Verfügung. Ähnliches gilt für Lehrprojekte. Zahlungen bzw. Zuwendungen an die Hochschule (Zuwendungen aus öffentlicher Hand) dürfen nicht in Abhängigkeit von Umsatzgeschäften erfolgen. Sie dürfen insbesondere nicht gewährt werden, um Einfluss auf Beschaffungsentscheidungen zu nehmen (Trennungsprinzip). Die tatsächlichen Leistungsbeziehungen zwischen Drittmittelgeber und der Hochschule müssen dem vertraglich Geregelten entsprechen (Transparenzprinzip). Ausprägung des Transparenzprinzips ist unter anderem § 71 Abs. 1 S. 5 HG, der es der Hochschule erlaubt, personenbezogene Daten an Projektträger und Geldgeber weiterzuleiten, wenn dies für die Durchführung des Forschungsprojektes notwendig ist. Sämtliche Leistungen an die Hochschule sowie etwaige Gegenleistungen müssen schriftlich fixiert werden. Die Unterlagen sind unter Beachtung der bestehenden gesetzlichen Fristen aufzubewahren (Dokumentationsprinzip).

Drittmittelrichtlinie

Forschung ist neben der Lehre eine der originären Aufgaben der Hochschule. Zu ihrer Durchführung setzt sie zum einen eigene Mittel ein. Zum anderen wird der überwiegende Teil der Forschungstätigkeit aber durch die Einwerbung von Mitteln Dritter finanziert. Diese resultieren aus öffentlich geförderten Forschungsprogrammen (Bund, Länder, EU, DFG, Stiftungen, etc.), aus gemeinschaftlich mit der Industrie durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsprojekten oder aus Spenden. Die Drittmittelausgaben einer Hochschule sind ein Parameter für die leistungsorientierte Mittelzuweisung des Landes an die Hochschulen. Von einer Erhöhung des Drittmittelaufkommens profitieren somit der Hochschulhaushalt und die Budgets der Fachbereiche. Diese Richtlinie soll den Forschern unserer Hochschule einen Wegweiser für die Einwerbung von Forschungsmitteln und für die Durchführung und Abwicklung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten an die Hand geben. Die Bestimmungen der Drittmittelrichtlinie der HN sind für Ihre Angehörigen verbindlich.

Datei

Durchführungszeitraum

Der Durchführungszeitraum eines Drittmittelprojektes (öffentlich gefördertes Projekt) bezeichnet die Dauer der Projektaktivitäten im engeren Sinn. Dagegen bezeichnet der Bewilligungszeitraum den Zeitrahmen zur vollständigen administrativen Abwicklung des Vorhabens, somit ist dieser in der Regel länger als der Durchführungszeitraum.

Eigenanteil

Ist ein Eigenanteil seitens der Hochschule zu erbringen, muss die Übernahme des Eigenanteils aus steuerfreien Restmittel o. ä. durch den Projektleiter abgesichert werden. Der Eigenanteil kann in Interreg-Projekten auch durch den anteiligen Einsatz von Stammpersonal dargestellt werden. Eine Klärung, wie der Eigenanteil erbracht wird, ist zwingend vor der Antragstellung erforderlich und wird fixiert. Die Verwendung der geplanten Mittel muss vor Skizzen- bzw. Antragseinreichung geprüft werden. Werden Institutsgelder genutzt, muss die Institutsleitung der Verwendung zustimmen. Die Bestätigungen werden ggf. im Falle einer Zuwendung Bestandteil einer Präsidiumsvorlage. Als Bestätigung aus Mitteln des Projektleiters reicht in der Regel eine Mail mit Nennung der Haushaltsstelle. Alternativ gilt die Bestätigung durch die Unterschrift der internen Kalkulation. Bitte wenden Sie sich zu dieser Fragestellung frühzeitig an das Ressort II.

ESF

Der ESF ist der älteste der fünf europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds) der EU, die ab 2014 unter einem gemeinsamen strategischen Rahmen zusammengefasst werden und einander ergänzende Ziele verfolgen. Sie werden zur Verbesserung des sozialen Zusammenhalts und der wirtschaftlichen Entwicklung in den Regionen der Union eingesetzt. Die ESI-Fonds sind Instrumente zur Umverteilung von Finanzmitteln, die insbesondere in den weniger entwickelten Regionen eingesetzt werden, um den Zusammenhalt innerhalb Europas zu fördern. Das Ziel der ESF-Finanzierung ist die Schaffung neuer und qualitativ besserer Arbeitsplätze in der EU, was durch die Kofinanzierung nationaler, regionaler und lokaler Projekte erfolgt, die auf die Erhöhung der Beschäftigungsquote, die Verbesserung der Qualität der Arbeitsplätze und eine stärkere Integration auf dem Arbeitsmarkt in den Mitgliedstaaten und ihren Regionen abzielen.

Erasmus +

Erasmus+ ist einer der Namen eines innerhalb des Konsultations- und Abstimmungsverfahrens der Europäischen Union beschlossenen Programms der Europäischen Kommission für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Das Programm dauert von 2014 bis 2020 und vereinigt alle derzeitigen EU-Programme für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport auf europäischer und internationaler Ebene. Dazu gehören das Studentenaustauschprogramm Erasmus, das Master- und Doktorandenprogramm Erasmus Mundus, Leonardo da Vinci für Berufsbildung und mehr. Weitere Informationen finden Sie: https://www.hs-niederrhein.de/international-office/erasmus/

EU-Beihilferahmen

Die EU-Kommission hat den Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation (Beihilferahmen) erlassen, der seit dem 1. Januar 2009 auch in Deutschland gilt. Zum 1. Juli 2014 wurde dieser Gemeinschaftsrahmen durch einen neuen Unionsrahmen abgelöst. Der Beihilferahmen ist eine interne Verwaltungsvorschrift zur Auslegung von Art. 107 Abs. 1 AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union), der staatliche oder aus staatlichen Mitteln gewährte Beihilfen gleich welcher Art verbietet, die durch Begünstigung bestimmter Unternehmen oder Produktionszweige den Wettbewerb verfälschen oder zu verfälschen drohen. Die Hochschulen müssen infolgedessen in der Lage sein, die Kosten und Erträge der wirtschaftlichen und der nicht wirtschaftlichen Tätigkeiten eindeutig voneinander zu trennen. Hiervon sind Forschungs- und Entwicklungsaufträge an staatliche Hochschulen insofern betroffen, als beispielsweise die Annahme eines Auftrags unterhalb des Marktpreises als Beihilfe im Sinne dieser Bestimmungen betrachtet wird. Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterliegen damit grundsätzlich dem Beihilferecht. Die staatliche Finanzierung von wirtschaftlicher Tätigkeit unterliegt dem Beihilfeverbot, während die staatliche Finanzierung von nichtwirtschaftlicher Tätigkeit beihilfeunschädlich ist.

Euregio

Die Euregio ist ein deutsch-niederländischer Zweckverband, dem 129 Städte, Gemeinden und Kreise aus dem Münsterland, dem südwestlichen Niedersachsen und den östlichen Niederlanden angehören. Sie wurde 1958 als erste Europaregion gegründet und fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Unternehmen und Organisationen. Zu einer der Hauptaufgaben gehört die regionale Verwaltung des EU-Förderprogramms INTERREG zur Unterstützung von grenzüberschreitenden Kooperationen. Mit INTERREG werden Kooperationsprojekte entlang den europäischen Grenzen finanziell unterstützt. Im Rahmen des INTERREG IV A-Programms werden in der Euregio Projekte in den drei Bereichen Wirtschaft, Technologie, Innovation nachhaltige regionale Entwicklung und Integration und Gesellschaft gefördert. Für die deutsch-niederländische Grenzregion steht in der Förderperiode 2014-2020 ein Betrag in Höhe von ca. 440 Mio. Euro zur Verfügung.

EFRE

Der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) ist ein wichtiger Strukturfonds der Europäischen Union, der für den wirtschaftlichen Aufholprozess der ärmeren Regionen sorgen soll. Der EFRE funktioniert wie der Europäische Sozialfonds (ESF) nach dem Prinzip der Kofinanzierung: Werden Projekte aus den Strukturfonds gefördert, müssen stets auch öffentliche Mittel des betreffenden Landes beigesteuert werden. Außerdem gilt: Die EU-Regionalförderung erfolgt immer zusätzlich zur Unterstützung durch die Mitgliedstaaten selbst. Sie darf diese nicht ersetzen (sog. Additionalitätsprinzip). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie koordiniert in Deutschland die EU-Strukturpolitik und -fonds. Die Fördermöglichkeiten in NRW erfolgen über das „Operationelle Programm Nordrhein-Westfalens für die Förderung von Investitionen in Wachstum und Beschäftigung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ dem EFRE OP NRW. Siehe die Seiten EFRE NRW.

ELO

Der Elektronische Leitz Ordner (ELO) ist eine Dokumentenmanagement-Software, mit dem an der HN im Bereich Forschung Dokumente und elektronische Inhalte verwalten werden. Die Ablage und Organisation geschieht ähnlich wie bei der klassischen, papierbasierten Dokumentenverwaltung. So erhält jedes Drittmittelprojekt eine elektronische Akte, in der zentral die wichtigsten Projektunterlagen abgelegt werden. Teile der administrativen Abläufe erfolgen über ELO in Workflows.

EAT aus Projektpauschalen

Der Anteil der Projektpauschale resp. des Overhead, der in das Projekt bzw. an den Projektleiter zurückfließt, sollte nicht zur Darstellung des Eigenanteils im Projekt verwendet werden. Da diese Pauschalen ggf. zur Finanzierung von nichtförderfähigen Lohnnebenkosten verwendet werden müssen und da die Höhe dieser Mittel vom Mittelabruf im Projektverlauf abhängig ist.

Easy Online

Das Elektronisches Antrags- und Angebotssytem easy-Online ist ein Portal zur Beantragung von Fördermitteln des Bundes. Eine Ausfüllhilfe bekommen Sie im Ressort II.

ELANO

Durch die Einführung der Elektronischen Antragstellung Online (ELANO) für Vorhaben bei der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) werden Anträge auf Begutachtung (Phase 1) und die Vollanträge über das IGF‐Portal in elektronischer Form gestellt. Der Antrag auf Begutachtung erfordert keine Unterschriften der Forschungsvereinigungen und Forschungsstellen. Die Einreichung zur Bewertung eines Antrags in den Fachgremien der Forschungsvereinigung darf nur mit einem vom Antragssteller, ggf. von der Institutsleitung und zwingend durch die Hochschulleitung unterschriebenem Einzelfinanzierungsplan (EFP) erfolgen. Die rechtsverbindliche Unterschrift des Dokuments erfolgt über das Ressort II.

Forschungs- und Transferstrategie #

Die Forschungsaktivitäten der Hochschule Niederrhein sind elementar für die Innovationsfähigkeit der Region. Die Professoren der Hochschule Niederrhein aktualisieren in aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekten ihr Fachwissen und die Studenten der Hochschule Niederrhein erhalten in diesen anwendungs- und forschungsorientierten Projekten eine hochqualitative Ausbildung, die unmittelbare Berufsfähigkeit mit wissenschaftlicher Kompetenz verbindet.

Unsere Forschung stärkt die Region.
Unsere Forschung stärkt unsere Ausbildung.

Die Forschungs- und Transferstrategie der Hochschule Niederrhein orientiert sich deshalb an folgenden strategischen Leitlinien:

1. Lehre und Forschung sind gleich wichtig an der Hochschule Niederrhein.

2. Die FuE-Aktivitäten an der Hochschule Niederrhein sollen mittel- und langfristig deutlich steigen.

3. Die FuE-Aktivitäten sollen offensiver nach außen sichtbar werden.

4. Eine stärkere Institutionalisierung von FuE in interdisziplinären Teams, Instituten und Kompetenzzentren.

5. FuE an der Hochschule Niederrhein versteht sich als Transferservice für Unternehmen in der Region und darüber hinaus.

6. FuE ist auf allen Entwicklungsstufen einer Kooperation mit Unternehmenrelevant (von der Bachelor-/Masterarbeit über Verbundprojekte bis hin zu strategischen Partnerschaften).

7. Die Hochschule Niederrhein unterstützt FuE durch finanzielle Mittel (z.B. innerhalb der Ziel- und Leistungsvereinbarungen).

8. Die FuE-Aktivitäten der Hochschule Niederrhein orientieren sich an Markt und Wettbewerb.

9. Die FuE-Aktivitäten der Hochschule Niederrhein sollen grenzüberschreitend und international erfolgen.

10. Die Hochschule Niederrhein baut ihr Motivations- und Anreizsystem für Forschungsaktivitäten aus.

11. Das Ressort Forschung und Transfer versteht sich als Serviceabteilung für die Forscher, welche bei für die Abwicklung von FuE-Projekten relevanten Themen die Schnittstelle zur Hochschulverwaltung (z.B. Personal, Finanzbuchhaltung) ist.

12. Die Hochschule Niederrhein fördert Patente und Spin-Offs/Unternehmensgründungen als Ergebnis exzellenter Forschungsergebnisse.

13. Ausbau und Förderung der Forschungsschwerpunkte bei gleichzeitiger Eruierung und Förderung neuer innovativer Forschungsthemen der Zukunft.

Forschungsfreisemester

Anträge auf Gewährung eines Forschungs- oder Praxisfreisemesters sind auf dem Dienstweg mit einer eingehenden Stellungnahme der Dekanin/des Dekans im Benehmen mit dem Fachbereichsrat an die Präsidentin/den Präsidenten der Hochschule zu richten; hierbei gelten folgende Antragsfristen:

Für eine Freistellung im Wintersemester (01.09. – 28.02.) ist der Antrag spätestens bis zum vorhergehenden 01. März,

für eine Freistellung im Sommersemester (01.03. – 31.08.) ist der Antrag spätestens bis zum vorhergehenden 01. Oktober einzureichen.

Forschung

Die in der Forschung tätigen Hochschulmitglieder sind berechtigt, im Rahmen ihrer dienstlichen Aufgaben auch solche Forschungsvorhaben durchzuführen, die nicht aus den der Hochschule zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln, sondern aus Mitteln Dritter finanziert werden (vgl. § 71 Hochschulgesetz NRW).

Förderprogramme

Für die Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten an deutschen Hochschulen stehen unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten aus Mitteln der öffentlichen Hand zur Verfügung. Ein gebräuchliches Sortierschema für die verschiedenen Programme richtet sich nach der jeweiligen Mittelherkunft und umfasst die Kategorien Land, Bund und EU. Dieses Schema täuscht auf den ersten Blick darüber hinweg, dass es auch bei Landes- und Bundesprogrammen gelegentlich Mischfinanzierungen mit EU-Mitteln gibt. Die Kenntnis über die Mittelherkunft der Förderprogramme ist deshalb wichtig, weil von der Mittelherkunft die Rechtsgrundlage für die Förderung abhängt und damit beispielsweise unterschiedliche Aufbewahrungspflichten für Originalbelege einhergehen, aber natürlich auch viele andere fördertechnische Rahmenbedingungen.

Stiftungen nehmen in diesem Zusammenhang eine gewisse Sonderstellung ein. Daher ist bei Projektförderungen aus Stiftungsgeldern für jeden Einzelfall zu prüfen, ob das Projekt an der Hochschule Niederrhein wie ein privates oder ein öffentlich gefördertes Drittmittelprojekt behandelt wird.

In der Förderdatenbank des BMWI lassen sich Recherchen nach  passenden Förderprogrammen des Bundes, der Länder und der Europäischen Union durchführen. Informationen zu aktuellen Förderbekanntmachungen des BMBF und anderer Ministerien finden Sie zudem auf den Internetseiten der Forschungsförderung des Ressorts II der Hochschule Niederrhein unter:

https://cms.hs-niederrhein.de/forschung/forschungsfoerderung/bekanntmachungen/

Das ist der alte Link, das werden wir auf unseren neuen IntranetSeiten noch erstellen müssen.

Fristen

Fristen spielen zu verschiedenen Zeitpunkten während der Akquise, der Durchführung und sogar nach Abschluss öffentlich-rechtlicher Drittmittelprojekte eine Rolle.

Phase der Antragstellung: Bei Bewerbungen auf Förderbekanntmachungen z. B. des BMBF oder der EFRE-Leitmarkt-Wettbewerbe sind Abgabedeadlines einzuhalten.

Während der Projektlaufzeit sind Fristen für Mittelabrufe, Zwischen- und Abschlussberichte und Mittelnachweise einzuhalten. Zudem kann es bei Verbundprojekten mit externen Partnern eine Frist geben, innerhalb derer dem Projektträger gegenüber Abschluss einer Kooperationsvereinbarung nachgewiesen werden muss. An die Einhaltung solcher Fristen kann die Gültigkeit des Zuwendungsbescheides gebunden sein.

Alle Projekteinnahmen und Ausgaben müssen schriftlich dokumentiert werden. Die Unterlagen sind unter Beachtung der bestehenden gesetzlichen Fristen aufzubewahren (Dokumentationsprinzip). Nach ANBest P (gilt in den meisten BMBF-Förderlinien) beträgt die Aufbewahrungsfrist normalerweise 5 Jahre nach Vorlage des Verwendungsnachweises, beim ESF (Europäischer Sozialfonds) dagegen bis zu 20 Jahre.

Finanzierung

Zuwendungen der Drittmittelgeber können als Voll-, Anteils-, Festbetrags- oder Fehlbedarfsfinanzierung bewilligt werden. Vom Drittmittelempfänger bzw. vom Antragsteller wird in der Regel ein Kosten- und Finanzierungsplan für das Drittmittelprojekt über seinen gesamten Verlauf des Projektes verlangt. Ob und in welchem Umfang die darin eingestellten Kosten als zuwendungsfähig anerkannt werden, ist von dem jeweiligen Drittmittelgeber abhängig.

Forschungszulagen

Das Landesbesoldungsgesetz NRW regelt, dass Professorinnen und Professoren in Ämtern der Bundesbesoldung W, die Mittel Privater Dritter für Forschungs- und Lehrvorhaben der Hochschule einwerben und diese Vorhaben durchführen, für die Dauer des Drittmittelflusses aus diesen Mitteln eine nicht ruhegehaltsfähige Zulage gewährt werden kann. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Mittelgeber bestimmte Mittel ausdrücklich für diesen Zweck vorgesehen hat. Eine Zulage darf nur gewährt werden, soweit neben den Kosten des Forschungsvorhabens einschließlich der Gemeinkosten auch die Zulagenbeträge durch die Drittmittel gedeckt sind.

Forschungskennzahlen

Durch die Kennzahlen für den Bereich Forschung werden die messbaren Forschungsaktivitäten der Hochschule Niederrhein systematisiert, gespeichert und kommuniziert. Die große Schwäche aller Kennzahlen schlägt auch hier zu Buche, denn die Gesamtheit aller Forschungsaktivitäten an unserer Hochschule geht weit über das mittels der Forschungskennzahlen zu zeichnende Bild hinaus. Die wichtigsten Kennzahlen, die u. a. in der Mini-Broschüre „Zahlen und Fakten“ und im Kennzahlenbericht der Hochschule Niederrhein abgebildet werden, sind:

  • akquirierte Drittmittel in Mio. €
  • Anzahl kooperativer Promovierender
  • Anzahl Erfindungsmeldungen
  • Anzahl private und öffentliche Forschungsprojekte

Fehlbedarfsfinanzierung

Die Grundsätze der Fehlbedarfsfinanzierung sind in den Verwaltungsvorschriften zu § 44 der Landeshaushaltsordnung (LHO) geregelt. Nach geltendem Zuwendungsrecht handelt es sich dann um eine Fehlbedarfsfinanzierung, wenn zur Finanzierung eines Projekts zunächst vorrangig Eigenmittel und/oder Einnahmen eingesetzt werden. Gefördert wird die verbleiben Differenz zur Gesamtsumme aller förderfähigen Aufwendungen im Projekt. Für die Projektabrechnung (Verwendungsnachweis) bedeutet dies konkret, dass der nachgewiesene Fehlbedarf maximal in Höhe der bewilligten Zuwendung bezuschusst wird und der im Bewilligungsbescheid festgelegte prozentuale Anteil des Zuschusses an den Gesamtaufwendungen nicht überschritten werden darf. Wenn sich nach der Bewilligung die förderfähigen Aufwendungen verringern oder sich die zu Grunde gelegten Einnahmen erhöhen oder neue Deckungsmittel hinzukommen, reduzieren sich die Zuwendungen um den Betrag der Finanzierungsverbesserung. Zudem sind die gewährten Zuwendungen jahresgebunden und verfallen grundsätzlich, wenn im geplanten Kalenderjahr der Fehlbedarf nicht entstanden ist. Eine Übertragung ist nur in Ausnahmefällen und vor Ablauf des jeweiligen Jahres möglich. (Quelle: Merkblatt zur Fehlbedarfsfinanzierung des Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg)

Forschungsinformationssystem (FIS)

Der Begriff Forschungsinformationssystem (FIS) beschreibt elektronische Verzeichnisse, Datenbanken o. ä., die in umfassender und systematischer Weise die Forscher und Forscherinnen einer Hochschule oder Forschungseinrichtungen sowie deren  Forschungsaktivitäten (z.B. Publikationen, Projekte und Patente) dokumentieren. Derart integrierte und fortlaufend aktualisierte Forschungsinformationssysteme dienen der internen und externen Kommunikation der Forschungsaktivitäten und Forschungsleistungen einer Einrichtung.

FTE (Full Time Equivalent)

Full Time Equivalent, abgekürzt FTE, ist eine Kennzahl zur Mitarbeiterplanung. Ein FTE (FTE = 1) ent-spricht der betriebsüblichen Arbeitszeit eines / einer Vollzeitbeschäftigten – an der Hochschule Niederrhein sind das 39,83 h pro Woche. Bei der Projektplanung mit Teilzeitbeschäftigten wird der jeweilige Teilzeitfaktor mit z. B. 0,5 FTE für eine halbe Stelle mit einer Wochenarbeitszeit von 19,92 h angegeben

Förderquote

Die Förderquote gibt Auskunft über das Verhältnis der Höhe aller in einem Projekt geplanten förderfähigen Ausgaben zur Höhe derjenigen Ausgaben, die tatsächlich gefördert werden. Die Differenz von planmäßigen förderfähigen Ausgaben zu tatsächlich geförderten Ausgaben bezeichnet die Höhe derjenigen Projektausgaben, die über eigene Mittel (Eigenanteil) oder durch Mittel Dritter (z. B. Industriemittel) zu begleichen sind.

Leider wird gelegentlich auch dann von Förderquote gesprochen, wenn eigentlich die Bewilligungs-quote gemeint ist. Die Bewilligungsquote gibt Auskunft über das Verhältnis der Anzahl aller einge-reichten zur Anzahl der bewilligten Anträge (in %).

FIT

FIT ist die für Unternehmen geltende Richtlinie über die Gewährung von  Zuwendungen für Forschung, Innovation und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen. Das für die Hochschule Niederrhein als Körperschaft des öffentlichen Rechts geltende Pendant ist die Landeshaushaltsordnung Nordrhein-Westfalen (LHO). In ihr ist das Haushalts-, Rechnungs- und Prüfungswesen des Landes Nordrhein-Westfalen geregelt. Ergänzt wird die Landeshaushaltsordnung durch Verwaltungsvorschriften.

Geheimhaltungsvereinbarung

Insbesondere Industrieforschung kann häufig nur dann durchgeführt werden, wenn die Geheimhaltung gewährleistet ist. Diese kann sich auf neue Erfindungen, die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse, auf das vom Drittmittelgeber eingebrachte Know-how oder selbst auf den Titel des Forschungsprojektes oder die reine Zusammenarbeit erstrecken. Darüber hinaus ist zu bedenken, dass es ein öffentliches Interesse gibt, Forschungsergebnisse der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Insbesondere dann, wenn öffentliche Mittel in das Projekt gegeben werden. Bei reinen Geheimhaltungsvereinbarungen ist es empfehlenswert, dass diese nicht zwischen Unternehmen und Hochschule, sondern Unternehmen und Projektleiter bzw. beteiligter Wissenschaftler geschlossen wird, da das Präsidium selbst keinen Einfluss auf das Projekt und auf die Geheimhaltung hat.

Für Fragen rund um die Geheimhaltungsvereinbarung wenden Sie sich bitte an die Rechtsreferentin für Forschung des Ressorts II.

Geräte/Großgeräte

Förderlinien von Bund und Land, die die Beantragung von Geräten/Großgeräten ermöglichen, sind:

Im Rahmen des Programms „Großgeräte der Länder“ werden Großgeräte an Hochschulen und Hochschulklinika durch die Bundesländer bzw. Hochschulen finanziert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) begutachtet im Auftrag der Länder Großgeräte aus diesem Programm, die für den Einsatz in Forschung, Ausbildung und Lehre sowie Krankenversorgung vorgesehen sind. Dieser Zweckbestimmung können sie sowohl unmittelbar als auch mittelbar dienen. Insofern gelten als Großgeräte auch IT-Systeme für Rechenzentren, Hochschulbibliotheken sowie Hochschul- und Klinik-Verwaltungssysteme.

Im Rahmen des Förderprogramms „FH BASIS“ stellt das Wissenschaftsministerium NRW Mittel für die Anschaffung neuer Forschungsgeräte für neuberufene Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen bereit. Die zur Förderung ausgewählten Geräte sollen in Projekte eingebracht werden, die Fortschritte in zentralen Zukunftsfeldern versprechen.

Gewährleistung

Zu FuE-Projekte, die nicht im Nebenamt, sondern mit der Hochschule Niederrhein als Vertragspartner und in Kooperation mit externen Partnern oder in deren Auftrag durchgeführt werden, müssen Fragen der Gewährleistung wie auch der Geheimhaltung, Haftung, Beendigung, Zahlungszeitpunkt, anwendbaren Rechts, Gerichtsstand, Beweislast, Steuern etc. vertraglich geregelt sein. Jeder FuE- oder Kooperationsvertrag ist mit der Rechtsreferentin für Forschung abzustimmen bzw. durch diese zu prüfen.

Gleichstellung

Manche Fördermittelgeber fordern in den Projektskizzen/Anträgen Schilderungen zur Situation der Gleichstellung an der antragstellenden Hochschule. Neben den Forschungsreferentinnen des Ressorts II kann Ihnen in solchen Fällen auch die Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Niederrhein weiterhelfen.

Haftung

Grundsätzlich finden sich in Drittmittelverträgen auch Regelungen zur Haftung. Bei Einzelfragen wenden Sie sich bitte an die Rechtsreferentin für Forschung.

Haushaltsmittel

Mittel des Hochschulhaushaltes dienen der Grundfinanzierung der Hochschule und sind gemäß der Definition des Statistischen Bundesamtes keine Drittmittel (siehe dort). Dazu zählen: Mittel der Grundfinanzierung der Hochschulen, Zuweisungen und Zuschüsse des Hochschulträgers, Mittel aus dem so genannten Überlastungsprogramm oder dem Konjunkturpaket, Wissenschaftspreise (sofern keine Zweckbindung für Lehre und Forschung besteht), Mittel rechtlich selbständiger Institute an Hochschulen, Studiengebühren u.v.m. Zur genauen Unterscheidung wenden Sie sich bitte an das Dezernat Finanzmanagement, Kosten- und Leistungsrechnung, Abteilung Finanzen und KLR.

Für die hochschulinterne Bemessung von Forschungsleistungen werden einige dieser Mittel anerkannt. Fragen hierzu richten Sie bitte an die Referentin für Forschungsevaluation im Ressort II.

Interne Kalkulation

Für Projekte, bei denen Personalkosten teilweise oder gänzlich über Pauschalen beantragt und abgerechnet werden, muss eine ‚interne Kalkulation‘ erstellt werden. Darin werden die Ist-Kosten den beantragten Kosten gegenübergestellt, um möglichen Finanzierungslücken vor Antragstellung zu identifizieren. Die ‚interne Kalkulation‘ ist nicht Bestandteil der Antragsunterlagen, muss vom Projektleiter unterschreiben werden und ist Teil der elektronischen Projektakte.

Interreg

Interreg, oder, offiziell, die ‚europäische territoriale Zusammenarbeit‘, ist Teil der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union. Seit mehr als 20 Jahren werden damit grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Regionen und Städten unterstützt, die das tägliche Leben beeinflussen, zum Beispiel im Verkehr, beim Arbeitsmarkt und im Umweltschutz. Interreg wird in drei Ausrichtungen umgesetzt:

  • grenzübergreifende Zusammenarbeit (Interreg A): Weiterentwicklung der wirtschaftlichen und sozialen Zusammenarbeit in benachbarten Grenzregionen;
  • transnationale Zusammenarbeit (Interreg B): Zusammenarbeit zwischen nationalen, regionalen und kommunalen Partnern in transnationalen Kooperationsräumen, um die territoriale Integration dieser Räume zu erhöhen;
  • interregionale Zusammenarbeit (Interreg C): Kooperationsnetze und Erfahrungsaustausch, um die Wirksamkeit bestehender Instrumente für Regionalentwicklung und Kohäsion zu verbessern.

Investitionen

Darunter fallen bei Anträgen des Bundes Gegenstände und andere Investitionen in der Kostenkategorie 850 von mehr als 410 € im Einzelfall. Hierunter fallen Ausgaben für bewegliche Sachen (Gegenstände) mit einem Kaufpreis oder einem Herstellaufwand von über 410 € je Gegenstand. Zuwendungsfähig sind nur die notwendigen Ausgaben für Gegenstände, die ausschließlich zur Durchführung des geplanten Vorhabens zwingend erforderlich sind. Nicht zuwendungsfähig sind grundsätzlich Ausgaben für Gegenstände, die auch für den sonstigen regelmäßigen Geschäftsbetrieb erforderlich und deshalb der Grundausstattung zuzurechnen sind. Im Förderantrag ist schriftlich zu bestätigen, dass die im Finanzierungsplan veranschlagten Investitionen nicht der Grundausstattung zuzurechnen sind, bzw. die vorhandenen Gegenstände nicht genutzt werden können. Bei der Kalkulation wirtschaftlicher Projekte ist zu beachten, dass hier nicht der Anschaffungs- sondern der Abschreibungsbetrag kalkuliert wird.

Innovationsgutscheine

Das Programm wendet sich an mittelständische Unternehmen aller Branchen, die neue Ideen nutzen wollen, um Innovationen zu generieren. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und bis zu 50 Millionen Euro Umsatz oder bis zu 43 Millionen Euro Bilanzsumme. Es gilt die jeweils aktuelle KMU-Definition der EU, zurzeit die Empfehlung der Kommission vom 17. Juni 2014 (Nr. 651/2014). Der Sitz des Unternehmens muss in Nordrhein-Westfalen liegen. Die Kosten für diese externen Beratungs-, Forschungs- und Entwicklungs-Leistungen werden zu 50 Prozent erstattet. Kleine Unternehmen erhalten eine Erstattung von 80 Prozent. Jeder Gutschein hat einen Gegenwert von 5.000 bis 10.000 Euro. Die Gutscheine können auch von mehreren Unternehmen für ein größeres Forschungsvorhaben kumuliert werden.

Internes Kick off

Für einige Drittmittelprojekte wird ein internes Kick-off- Meeting mit Vertretern aus der Verwaltung und dem Projektleiter durch das Ressort II initiiert. Ziel ist es, den bewilligten Antrag und den Zuwendungsbescheid und dessen Besonderheiten mit dem Projektleiter verbindlich durchzugehen, die Projektabwicklung von Beginn an zu unterstützen und Informationen frühestmöglich auszutauschen. Die Organisation erfolgt über das Ressort II.

Interne Verbundprojekte

Bei internen Verbundprojekten, also einer Zusammenarbeit von mehreren Professor/-innen der HN, gilt die Aufteilung der akquirierten Mittel sowohl zur Anrechnung bei besonderen Leistungsbezügen als auch bei der Lehrdeputatsermäßigung oder anderen drittmittelabhängigen Kennzahlen. Die gewünschte Aufteilung ist daher wichtiger Bestandteil des Projektdatenblatts.

Interne Projektförderung

Die durch das Präsidium zur Verfügung gestellten Mittel der internen Forschungsförderung dienen ganz allgemein dem nachhaltigen Ausbau der Forschung- und Transfer-Aktivitäten an der Hochschule sowie der Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern und einer zunehmenden Internationalisierung der Forschung.

Die Hochschule Niederrhein fördert in begrenztem Umfang anwendungsbezogene Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die erwarten lassen, dass ihre erfolgreiche Bearbeitung das Einwerben von Drittmitteln erleichtern wird. Die Antragsstellung erfolgt jährlich zu einem Stichtag.

Link

Internationaler Forscheraustausch

Im Sinne einer zunehmenden Internationalisierung der Forschung können im internen Förderprogramm „Internationaler Austausch forschender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“ Zuschüsse für die Teilnahme an internationalen Tagungen und Konferenzen beantragt werden. Langfristiges Ziel ist eine intensivere internationale Vernetzung der Forscherinnen und Forscher der HN sowie, daraus resultierend, eine Zunahme der Beteiligung der Hochschule an internationalen FuE-Projekten.

Zu den Formularen

Interne Leistungsverrechnung

Kosten der internen Leistungsverrechnung, d. h. Kosten für Telefon, Papier, Porto, Dienst-KFZ und Druckkosten, können in öffentlich geförderten Projekten nicht mehr abgerechnet werden. Möglicherweise finden diese Kosten bei den Projektträgern Anerkennung, werden jedoch bei einer Prüfung durch die nächste Instanz gestrichen. Grundsätzlich können in öffentlich geförderten Projekten nur Ausgaben als förderfähig anerkannt werden, deren tatsächliche Zahlung nachweisbar ist. Aus vorgenannten Gründen müssen zum Beispiel Druckaufträge über die Abteilung V extern vergeben werden. Liegen die Kosten für die Beschaffung unter 50,00 Euro, können Rechnungen zur Erstattung einreichen werden. Sollte die Anschaffung von Diensthandys erforderlich sein, setzen Sie sich mit dem Dezernat BG in Verbindung. Von der Benutzung der Dienst-KFZ sollte in diesen Projekten möglichst Abstand genommen werden.

Internationalisierung

Die Internationalisierung der Forschung und Entwicklung wird gemäß Leitbild „Grenzen überwinden“ gestärkt. Das soll zum einen durch den Ausbau der Aktivitäten im EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 sowie Horizon Europe ab 2020 und zum anderen durch die Verstetigung der Deutsch-Niederländischen Kooperationen in Form größerer Verbundprojekte, gefördert durch das INTERREG-Programm, erreicht werden. Auch die zentrale Unterstützung des internationalen Forscherinnen- und Forscher-Austausches ist ein fester Bestandteil der Forschungsförderung.

Jahresproduktivstunden

produktive Jahresarbeitsstunde

Bei einem 8-Stunden-Tag und einer 5-Tage-Woche ergeben sich rechnerisch bei 52 Wochen×40 Stunden = 2.080 Arbeitsstunden im Jahr. Bei der Projektförderung aus Mitteln der öffentlichen Hand sind jedoch häufig nur die sogenannten produktiven Jahresarbeitsstunden förderfähig. Diese ergeben sich aus dem oben genannten kalkulatorischen Wert abzüglich Urlaubs-, Feier- und Krankentagen. Verschiedene Fördermittelgeber setzten bei dieser Berechnung unterschiedliche Parameter an oder lassen es zu, dass die an der jeweiligen Einrichtung üblichen durchschnittlichen Jahresarbeitsstunden für Mittelabrufe und z. B. für die Ermittlung von Stundensätzen zugrunde gelegt werden. Für die Hochschule Niederrhein gilt: Der Standardwert für Jahresproduktivstunden ist 1650, für Projekte im Forschungs-Rahmenprogramm der EU gelten 1720 Jahresarbeitsstunden.

KuK

Beim Format Forschung „Kurz und Knapp“ ist der Name Programm: Auf Informationsveranstaltungen von maximal zweistündiger Dauer werden Informationen zu spezifischen Themen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung kurz, knapp und gezielte an interessierte Forscherinnen und Forscher der Hochschule weitergeben. Eine Variante zu diesen primär der Information dienenden Veranstaltungen sind unsere KuK-Vernetzungsveranstaltungen, die im Format der KuK-Veranstaltungen den Austausch und die Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern der Hochschule unterstützen.

Termine

Kooperationsvertrag FuE

Sowohl mit öffentlichen Mitteln geförderte Forschungsprojekte als auch private Auftragsforschung sind in der Regel komplexe und kostspielige Vorhaben. Die Kooperationspartner sollten sich vor Beginn des Projektes unter anderem über Haftungsfragen, Geheimhaltungsregelungen und die Rechte an den Ergebnissen einig werden. Daher wäre es fahrlässig, keinen schriftlichen Vertrag zu schließen, der einen möglichst reibungslosen Ablauf gewährleistet und das Vereinbarte im Zweifel beweist. Zu diesem Zweck hat das Ressort Forschung & Transfer Musterverträge (Regieanweisung: Link zum internen Bereich für Forscher) entworfen, die an jedes einzelne Projekt angepasst werden können. Bei Vertragsverhandlungen, Vertragsmodifikationen und auch beim Erstellen neuer Verträge unterstützt Sie unsere Rechtsreferentin für Forschung und Transfer.

Kostenträger

Unter der Bezeichnung Kostenträger wird im Rechnungswesen eine Sammelstelle für die Kosten eines Produkts, einer Dienstleistung oder eines Projekts verstanden. Alle Kosten, die im Zusammenhang mit einem Projekt anfallen, werden auf den entsprechenden Kostenträger gebucht. Bevor ein Drittmittelprojekt an der Hochschule Niederrhein durchgeführt und Kosten über das Projekt gebucht werden können, muss ein solcher Kostenträger für das Projekt eingerichtet werden. Bei öffentlich geförderten Drittmittelprojekten ist sind neben der Rücksendung des Rechtsmittelverzichts an den Projektträger das Vorliegen des Zuwendungsbescheids im Original sowie eines vom Projektleiter auszufüllenden Projektdatenblatts Voraussetzungen für die Einrichtung eines Kostenträgers.

Kalkulation allgemein

Forschungs- und Entwicklungsprojekte, egal ob mit Industriemitteln oder aus Mitteln der öffentlichen Hand finanziert, müssen inhaltlich und zeitlich geplant und finanziell kalkuliert werden.

Im Falle privater, aus der Industrie finanzierter Projekte erfolgt die finanzielle Projektplanung in Form einer Vollkostenkalkulation. Für diese Vollkostenkalkulation stellt die Hochschule eine spezielle Software (BMS) zur Verfügung. Informationen zur Software und Unterstützung bei der Kalkulation erhalten Sie im Sachgebiet Drittmittel und Steuern.

Im Falle öffentlich geförderter Drittmittelprojekte beschränkt sich die finanzielle Projektplanung in der Regel auf die Zusammenstellung der förderfähigen Projektausgaben. Welche Ausgaben förderfähig sind und welche nicht, variiert von Geldgeber zu Geldgeber und von Förderprogramm zu Förderprogramm. Die Förderreferentinnen der Abteilung Forschung stehen Ihnen bei der Ausgabenkalkulation beratend zur Seite. Vor der Einreichung einer Projektskizze oder eines Antrags ist die Prüfung der Ausgabenkalkulation Ihres FuE-Vorhabens durch eine Förderreferentin des Ressorts II zwingend erforderlich. Bitte nehmen Sie rechtzeitig, gemäß Drittmittelrichtlinie spätestens zwei Wochen vor Abgabe, Kontakt mit uns auf.

Stand 2017-04-24

Kalkulation Personalausgaben

In öffentlich geförderten Drittmittelprojekten stellen die Personalausgaben häufig den weitaus größten Teil des Gesamtbudgets dar. Da wir bei den Personalausgaben zudem sowohl den geltenden Förderrahmen als auch das geltende Personalrecht beachten müssen, ist es wichtig, sich bereits frühzeitig mit dieser Ausgabenposition zu beschäftigen. Bitte informieren Sie sich bei den Referent/-innen für Forschung über die geltenden Förderbedingungen und überlegen gemeinsam mit uns, ob ggf. bereits vor der Antragstellung Rücksprache mit der Personalabteilung erforderlich ist. Verwenden Sie für die Kalkulation der Personalausgaben Ihrer öffentlich geförderten Drittmittelprojekte unseren aktuellen Personalkostenkalkulator, den Sie auf Anfrage von uns zur Verfügung gestellt bekommen.

KMU (SME)

KMU steht für Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen (Englisch SME für small and medium-sized enterprises). Viele öffentliche Förderprogramme legen besonderen Wert auf die Förderung der Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit von Forschungseinrichtungen mit KMU. In der Regel liegt diesen Förderprogrammen die empfohlene KMU-Definition der EU-Kommission 2003/361/EG zugrunde, die seit dem 1. Januar 2005 gilt.

Kleinprojekte

Als Kleinprojekte gelten an der Hochschule Niederrhein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bis zu einem maximalen Drittmittelvolumen von 511,- EUR. Für Projekte dieser Größenordnung sind lediglich eine FuE-Mitteilung sowie das Ausfüllen einer Kalkulationsvorlage erforderlich. Die Vorlage für die FuE-Mitteilung finden Sie zum Download im internen Bereich für Wissenschaftler, die Kalkulationsvorlage für Kleinprojekte erhalten Sie über das Sachgebiet Drittmittel und Steuern, an welches Sie sich auch bei Fragen finanztechnischer Art wenden können. Für die Klärung rechtlicher Fragen z. B. zur Geheimhaltung berät Sie die Rechtsreferentin für Forschung.

Landeshaushaltsordnung (LHO)

Die Landeshaushaltsordnung regelt das Haushalts-, Rechnungs- und Prüfungswesen des Landes Nordrhein-Westfalen. Ergänzt wird die Landeshaushaltsordnung durch Verwaltungsvorschriften.

Letter of Intent (Lol)

Absichtserklärungen und viele andere bei öffentlichen Förderanträgen bzw. Wettbewerbsskizzen erforderliche formale Vorlagen (u. a. Finanzierungsabsicherung, Eigenanteilserklärung) bedürfen der Unterschrift des Präsidenten. Aus diesem Grunde müssen diese wie auch die sie begründenden Kalkulationen mit den zuständigen Förderreferenten abgestimmt werden. Eine erste Ausgaben- und Projektplanung muss zwei Wochen vor Einreichungsdeadline im Ressort II, für die inhaltliche Ausarbeitung der Vorhabenbeschreibung ist bis zur Abgabedeadline Zeit.

Zudem gibt es LOIs externer Kooperationspartner, die die HN für die Antragstellung benötigt. Diese schriftliche Form der Absichtserklärung muss rechtzeitig vor Skizzen- oder Antragsabgabe vorliegen, und zwar in der Regel im Original mitsamt Unterschrift einer innerhalb des Unternehmens handlungs- und zeichnungsberechtigten Person.

Lehrprojekte

Neben der öffentlichen Förderung von Forschungsprojekten werden auch Vorhaben im Bereich der Lehre öffentlich subventioniert. Zumeist werden förderwürdige Vorhaben durch ein Wettbewerbsverfahren ermittelt. In rechtlichen, administrativen und formalen Hinsichten unterscheiden sich die Drittmittelprojekte im Bereich Lehre nicht von denen im Bereich von Forschung und Entwicklung. Ansprechpartnerin ist im Ressort II ist die zuständige Referentin für Drittmittelprojekte im Bereich Studium und Lehre.

Lehrzulage, Forschungszulage, besondere Leist

Seit Änderung des Besoldungsgesetzes für das Land NRW und Inkrafttreten der Hochschul-Leistungsbezüge-Verordnung (HLeistBVO) können Professoren und Professorinnen, die der Besol-dungsordnung W unterliegen, für die Einwerbung von Mitteln privater Dritter für Forschungs- oder Lehrvorhaben Forschungs- und Lehrzulagen oder besondere Leistungsbezüge erhalten. Aufgrund des Verbots der Doppelalimentierung dürfen für dasselbe Drittmittelprojekt nicht beide Sonderleistungen gewährt werden.

Professorinnen und Professoren, die Forschungs- oder Lehrvorhaben durchführen und hierzu Mittel von privaten Dritten einwerben, können aus diesen Drittmitteln eine nichtruhegehaltsfähige Zulage erhalten, wenn der Drittmittelgeber dem zustimmt und der Präsident dies bewilligt. Es ist zwingend erforderlich, dass der Drittmittelgeber bereits im FuE-Vertrag der Auszahlung der Zulage zustimmt.

Der Antrag auf Auszahlung einer Forschungs- oder Lehrzulage kann bereits während der Projektlaufzeit gestellt werden. Spätestens muss der Antrag drei Monate nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Projektlaufzeit (einschließlich etwaiger Projektverlängerungen) bei der Rechtsreferentin für Forschung vorliegen. Ist eine Auszahlung der Zulage zum Beispiel wegen unbegründeter Fristüberschreitung nicht möglich, wird der Betrag automatisch auf einem Restmittelkonto des Projektleiters verbucht. Eine Rückabwicklung dieser Buchung ist unter anderem aus steuerlichen Gründen ausgeschlossen.

Nur Vorhaben, für die noch keine Forschungs- oder Lehrzulage ausgezahlt wurde, können bei den besonderen Leistungsbezügen nach § 4 HLeistBVO berücksichtigt werden.

Leistungsgruppen

 

INTERREG V A Deutschland-Nederland

Leistungsgruppe             entsprechende Entgeltgruppe

1                                             Professoren (nur nach Rücksprache)

2                                             E13

3                                             E11-E12 (Bachelor)

4                                             E5-E10, WHK

5                                             SHK

 

EFRE

Leistungsgruppe             entsprechende Entgeltgruppe

1                                             Professoren (nur nach Rücksprache)

2                                             E11-E14

3                                             WHK, E5-E10

4                                             SHK

 

Entscheidend für die Anerkennung der Zuordnung zu einer Leistungsgruppe durch den Projektträger ist, dass die tatsächlichen Tätigkeiten im Projekt der zur jeweiligen Eingruppierung nach TVL passen. Die Überprüfung der Passung von Eingruppierung und Tätigkeiten erfolgt anhand der Tätigkeits-/Stellenbeschreibung, die mit dem Antrag einzureichen ist.

Leistungsbezüge

Nur Vorhaben, für die noch keine Forschungs- oder Lehrzulage (siehe dort) ausgezahlt wurde, können bei den besonderen Leistungsbezügen nach § 4 HLeistBVO berücksichtigt werden.

Leistungsverrechnung

Kosten der internen Leistungsverrechnung, d. h. Kosten für Telefon, Papier, Porto, Dienst-KFZ und Druckkosten, können in öffentlich geförderten Projekten nicht (mehr) abgerechnet werden. Grundsätzlich können in öffentlich geförderten Projekten nur Ausgaben als förderfähig anerkannt werden, deren tatsächliche Zahlung und deren unmittelbarer und ausschließlicher Projektbezug nachweisbar sind.

Musterverträge

Sowohl mit öffentlichen Mitteln geförderte Forschungsprojekte als auch private Auftragsforschung sind in der Regel komplexe und kostspielige Vorhaben. Die Kooperationspartner sollten sich vor Beginn des Projektes unter anderem über Haftungsfragen, Geheimhaltungsregelungen und die Rechte an den Ergebnissen einig werden. Daher wäre es fahrlässig, keinen schriftlichen Vertrag zu schließen, der einen möglichst reibungslosen Ablauf gewährleistet und das Vereinbarte im Zweifel beweist. Zu diesem Zweck hat das Ressort Forschung & Transfer Musterverträge entworfen, die an jedes einzelne Projekt angepasst werden können. Bei Vertragsverhandlungen, Vertragsmodifikationen und auch beim Erstellen neuer Verträge unterstützt Sie das Ressort Forschung & Transfer. Musterverträge finden die Wissenschaftler der Hochschule Niederrhein im Internen Bereich.

Datei

Nachkalkulation

Alle wirtschaftlichen Projekte werden nachkalkuliert. Die entsprechende Schlussrechnung erhalten die Projektleiter.

Nachweise (Stundennachweise, verwendungsnachw

Verwendungsnachweise: Bei Forschungsvorhaben, die von der öffentlichen Hand gefördert werden, werden vom Fördermittelgeber grundsätzlich ein Zwischennachweis (nach Ablauf des Haushaltsjahres) und ein Verwendungsnachweis (nach Abschluss des "Projektes) gefordert, die die sachgerechte Verausgabung und ordnungsgemäße Verwendung der zugewiesenen Mittel dokumentieren. Diese Nachweise spiegeln lediglich den finanziellen Status des Projektes wider und werden durch den Projektleiter über das Sachgebiet Drittmittel und Steuern erstellt und dem Drittmittelgeber übersandt.

Stundennachweise: Ob, in welchem Umfang und in welcher Form ein drittmittelfinanzierter Projektmitarbeiter Stundennachweise zu führen hat, ist vom jeweiligen Förderprogramm abhängig. Eine ganzheitliche Stundenerfassung, die nicht lediglich die projektbezogene, sondern die gesamte Arbeitszeit umfasst, ist häufig auch dann empfehlenswert, wenn dies nicht ausdrücklich vom Fördermittelgeber vorgeschrieben ist. Fragen Sie bitte hierzu Ihren zuständigen Förderreferenten aus dem Ressort II. Dort wird Ihnen auch gerne ein Formblatt für die ganzheitliche Stundenerfassung zur Verfügung gestellt.

Newsletter Ressort Forschung und Transfer

Overhead

Je nachdem, ob der Begriff Overhead im Kontext von privaten oder öffentlichen Drittmittelprojekten der Hochschule Niederrhein verwendet wird, verweist er auf eine andere Bezugsgröße. Dies hängt damit zusammen, dass private Drittmittelprojekte im wirtschaftlichen Bereich und öffentlich geförderte Projekte im nicht-wirtschaftlichen Bereich der Hochschule durchgeführt werden (Erfordernis der Trennungsrechnung). Das ist auch der Grund, warum für private Drittmittelprojekte eine Vollkostenkalkulation durchgeführt werden muss. In privaten Projekten zählen alle fixen Kosten oder Gemeinkosten zum Overhead (Personalnebenkosten, Gebäudereinigung etc.). Diese Ausgaben sind aber in öffentlich geförderten in der Regel ebenso wenig förderfähig wie die Grundausstattung.  In öffentlichen Projekten ist daher die Begriffsverwendung auch eher ungebräuchlich, stattdessen ist von Gemeinkostenpauschale, Projektpauschale oder einfach Pauschale die Rede (siehe dort).

Open Access#

Open Access bedeutet unbeschränkter und kostenloser Online-Zugang zu wissenschaftlichen Informationen. Solche können wissenschaftliche Publikationen (peer-reviewed) oder Forschungsdaten umfassen. Open Access zu Wissenschaftspublikationen umfasst das Recht des freien Lesens, Herunterladens und Druckens von Forschungspublikationen über ein Repositorium.

Für alle wissenschaftlichen Publikationen, die aus Projekten in Horizont 2020 entstehen, ist Open Access verpflichtend.

https://cms.hs-niederrhein.de/fileadmin/dateien/forschung/A-Z/KoWi_Factsheet_Open_Access_Horizon_2020.pdf

Öffentliche Förderprogramme

Für die Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten an deutschen Hochschulen stehen unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten aus Mitteln der öffentlichen Hand zur Verfügung. Ein gebräuchliches Sortierschema für die verschiedenen Programme richtet sich nach der jeweiligen Mittelherkunft und umfasst die Kategorien Land, Bund und EU. Dieses Schema täuscht auf den ersten Blick darüber hinweg, dass es auch bei Landes- und Bundesprogrammen gelegentlich Mischfinanzierungen mit EU-Mitteln gibt. Die Kenntnis über die Mittelherkunft der Förderprogramme ist deshalb wichtig, weil von der Mittelherkunft die Rechtsgrundlage für die Förderung abhängt und damit beispielsweise unterschiedliche Aufbewahrungspflichten für Originalbelege einhergehen, aber natürlich auch viele andere fördertechnische Rahmenbedingungen.

Stiftungen nehmen in diesem Zusammenhang eine gewisse Sonderstellung ein. Daher ist bei Projektförderungen aus Stiftungsgeldern für jeden Einzelfall zu prüfen, ob das Projekt an der Hochschule Niederrhein wie ein privates oder ein öffentlich gefördertes Drittmittelprojekt behandelt wird.

In der Förderdatenbank des BMWI lassen sich Recherchen nach  passenden Förderprogrammen des Bundes, der Länder und der Europäischen Union durchführen. Informationen zu aktuellen Förderbekanntmachungen des BMBF und anderer Ministerien finden Sie zudem auf den Internetseiten der Forschungsförderung des Ressorts II der Hochschule Niederrhein unter Bekanntmachungen.

Originale

Im Zusammenhang öffentlicher und privater Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bilden Originaldokumente in Form von Verträgen und Bescheiden die rechtliche Grundlage der Zusammenarbeit zwischen den Partnern. Original heißt Schriftform im Sinne des BGB. Dies bedeutet, dass eine eingescannte Unterschrift oder ein Scandokument nicht ausreichen. Bei öffentlich geförderten Drittmittelprojekten dürfen keinerlei vertragliche oder finanzielle Verbindlichkeiten eingegangen werden, bevor der Zuwendungs- oder Zuweisungsbescheid (oder ein funktional entsprechendes Dokument) im Original vorliegt und der Rechtsmittelverzicht auf den Weg gebracht wurde. Stellenausschreibungen für Projektmitarbeitende dürfen vorher veröffentlicht werden, sofern die Ausschreibung den Hinweis enthält, dass ein Arbeitsvertrag nur vorbehaltlich der Projektbewilligung abgeschlossen wird.

Patentführerschein (Online-Weiterbildung)

Pauschalen

Die Mehrheit der Forschungsförderungsprogramme erlaubt die Kalkulation so genannter Pauschalen. Nicht alle dieser Pauschalen sind jedoch als förderfähige Gemeinkostenausgaben zu verstehen. Letztere sind nicht für direkte Projektausgaben vorgesehen sondern stehen der Hochschulleitung zur Deckung Ihrer Ausgaben für Grundausstattung, Verwaltung, Wirtschaftsprüfung etc. zur Verfügung. An der Hochschule Niederrhein werden Drittmittelprojekte bisher durch eine Rückführung eines Anteils dieser Gemeinkostenpauschale in die Projekte zusätzlich unterstützt.

Für Fragen die genaue Zuordnung und Form der Pauschalen betreffend wenden Sie sich bitte an das Ressort II.

Personalkosten- und ausgaben

In den meisten öffentlich geförderten Drittmittelprojekten werden die Personalmittel als Personalausgaben kalkuliert. Dabei ist es von Förderlinie zu Förderlinie verschieden, welche Anteile der Personalausgaben, die der Hochschule tatsächlich entstehen, auch förderfähig sind und somit erstattet werden. Fordern Sie für die Kalkulation der Personalausgaben in Ihrem Forschungsvorhaben die jeweils aktuelle Version des Personalkostenkalkulators an, den das Ressort II zur Verfügung stellt.

Personalbefristungen

Die befristete Beschäftigung von aus Drittmitteln finanzierten Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern ist möglich, sofern die Befristung aus dem Projektplan herausausreichend gut zu begründen ist. Idealer Weise entspricht die Dauer des befristeten Arbeitsverhältnisses der Dauer der Projektlaufzeit.  Bei einer Umsetzung von unbefristet beschäftigtem Personal in ein Drittmittelprojekt ist die Umsetzung ebenfalls zu befristen.

Die Befristungsmöglichkeiten ergeben sich aus dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) oder dem Teilzeitbefristungsgesetz (TzBfG). Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Dezernat Personal, an die/den dort für Sie zuständige/zuständigen Personalsachbearbeiterin/ Personalsachbearbeiter.

Personalrecht

Personalrechtliche Faktoren (Be- und Entfristungen, Tarife, Ausschreibungen, Arbeitsverträge etc.) haben einen großen Einfluss auf öffentliche Förderprojekte und private Drittmittelvorhaben. Generelles erfahren Sie über das Ressort II. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Dezernat Personal.

Personalkostenkalkulator

Das Ressort II stellt für die Ausgabenplanung Ihrer Forschungsvorhaben einen Personalkostenkalkulator zur Verfügung. Die vorgegebenen Werte werden regelmäßig vom Ressort II an neuen Tarifwerte sowie die geänderten Personalpauschalen angepasst. Die aktuelle Version erhalten Sie im Ressort II.

PIC-Nummer (EU)

Der Participant Identification Code (PIC) ist eine neunstellige Nummer, die die Europäische Union (EU) auf Antrag an juristische Personen vergibt, die Forschungs- oder andere Fördergelder der EU beantragen möchten. Für die Hochschule Niederrhein gibt es eine solche PIC-Nummer. Ansprech-partnerin hierfür ist die EU-Referentin des Ressorts II.

Personenbezogene Förderung

Personenbezogene Förderungen stellt beispielsweise die DFG im Rahmen der Sachbeihilfe bereit. Die Besonderheit der personenbezogenen Förderung besteht darin, dass der geförderte Forscher / die geförderte Forscherin diese Mittel bei einem eventuellen Wechsel zu einer anderen Hochschule mitnehmen kann. Dies ist bei der gängigen Form der öffentlichen Projektförderung nicht der Fall. Durch das bestehende Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis muss die Hochschulleitung im Falle einer Förderung eine Arbeitgebererklärung abgeben. Aus diesem Grund müssen auch alle Anträge  auf personenbezogene Förderungen über das Ressort II abgewickelt werden.

Präsidiumsvorlage und –beschluss

Die Finanzierungsabsicherung bei öffentlich geförderten Projekten mit Eigenanteilen und Vorfinanzierung verlangt immer nach einer Präsidiumsvorlage, erstellt und vorgelegt durch das Ressort II in Absprache mit dem Sachgebiet Drittmittel & Steuern. Auch für einen etwaigen „Vorzeitige Maßnahmenbeginn“ ist eine Präsidiumsvorlage durch das Ressort II erforderlich. Erst wenn der positive Präsidiumsbeschluss vorliegt, können die notwendigen formalen Erklärungen vom Präsidenten unterschrieben werden.

Präsident

Der Präsident vertritt die Hochschule nach außen und unterschreibt rechtsverbindlich (oder ein Vizepräsident als sein bevollmächtigter Vertreter) alle Förderanträge und Drittmittel- bzw. Weiterleitungsverträge sowie Rechtsmittelverzichte und Annahmeerklärungen der Zuwendungsbescheide der Hochschule Niederrhein, sofern die HN Antragstellerin ist. Die Abwicklung läuft immer über das Ressort II. Ist eine rechtskräftige Unterschrift nicht vorgesehen, zum Beispiel bei elektronischen Einreichungsverfahren oder bei zweistufigen Antragsverfahren mit Projektskizzen, informieren Sie sich bitte bei der Forschungsförderung des Ressorts II nach dem Vorgehen bzw. über die geltende Handreichung.

Projektabschluss

Bei Forschungsvorhaben, die aus Mitteln der öffentlichen Hand gefördert werden, wird nach Abschluss des Projektes vom Fördermittelgeber neben dem inhaltlichen Abschlussbericht über die erreichten Forschungsergebnisse ein Verwendungsnachweis verlangt. Der Verwendungsnachweis dokumentiert die sachgerechte Verausgabung und ordnungsgemäße Verwendung der zugewiesenen Mittel. Dieser Nachweis ist in Rücksprache und Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet Drittmittel und Steuern zu erstellen.

Privatwirtschaftliche Projekte

Die meisten im Auftrag privater Industrie- oder Unternehmenspartner durchgeführten FuE-Projekte sind privatwirtschaftliche Projekte. Die Prüfung, ob es sich bei einem privaten FuE-Projekt um ein wirtschaftliches Projekt handelt, wird im Sachgebiet Drittmittel & Steuern durchgeführt. Dieses ist auch für die Vorkalkulation auf Vollkostenbasis zuständig. Nach Prüfung und Freigabe der Kalkulation wird der Kooperationsvertrag von der Rechtsreferentin für Forschung erstellt und dem Präsidenten zur Unterschrift vorgelegt. Bitte beachten Sie, dass eine Geheimhaltungsvereinbarung bereits für erste Gespräche mit den Unternehmen zum gemeinsam geplanten Projekt sinnvoll oder sogar erforderlich ist und setzen Sie sich diesbezüglich rechtzeitig mit der Rechtsreferentin für Forschung in Verbindung.

Projektcontrolling

Die Verantwortung für das Projektcontrolling in FuE-Projekten liegt beim Projektleiter. Dazu gehört die Kontrolle aller Mittelabrufe. Darüber hinaus ist die Verwaltung über Änderungen in der Projekt- oder Personalplanung zu informieren, so dass eine reibungslose Abwicklung der Projekte möglich ist.

Projektadministration

Für die Administration öffentlicher Drittmittelprojekte ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Projektleitung und  Verwaltung erforderlich. Diese muss von Anfang an und über den Bewilligungszeitraum hinaus sichergestellt sein.

Projektdatenblatt

In öffentlich geförderten FuE-Projekten ist durch den Projektleiter ein Projektdatenblatt auszufüllen. Dieses enthält alle für die formale Einrichtung eines Abrechnungsobjekts erforderlichen Daten. Das Projektdatenblatt wird dem Projektleiter nach Eingang des Zuwendungsbescheids aus dem elektronischen Dokumentenarchiv ELO per Mail geschickt.

Projektdatenbank

In der Accessdatenbank Drittmittelprojekte der Hochschule Niederrhein werden alle aus Mitteln Dritter finanzierten FuE-Projekte erfasst. Diese Projektdatenbank wird im Ressort II verwaltet. Dort nicht enthaltene Informationen zu projektbezogenen Einnahmen und Ausgaben sind in MACH hinterlegt.

Projektmanagement

Als Projektmanagement wird ganz allgemein das Initiieren, Planen, Steuern, Kontrollieren und Ab-schließen von Projekten bezeichnet. Viele Begriffe und Verfahrensweisen im Projektmanagement sind etabliert und standardisiert. Im Bereich Forschung und Transfer der Hochschule Niederrhein verstehen wir darunter die Leitung eines FuE-Projektes. Neben dem Projektleiter kann für umfangreiche Verbundprojekte eine Mitarbeiterin oder Mitarbeiter für das Projektmanagement eingeplant werden.

Projektleitung

Formal ist sowohl gegenüber dem Projektträger als auch gegenüber dem Ressort II und der Verwaltung für jedes FuE-Projekt ein Projektleiter zu benennen. Dieser ist verantwortlich für die Antragstellung und das Projektcontrolling und gilt sowohl in der Antrags- als auch in der Durchführungsphase  als zentraler Ansprechpartner. Dies gilt auch dann, wenn mehrere Forscher/Forscherinnen der Hochschule Niederrhein in einem Projekt zusammenarbeiten.

Provendis

PROVENDIS ist die zentrale Patentverwertungsagentur für Hochschulen des Landes NRW und Dienstleister für Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Nähere Informationen finden Sie hier: https://www.provendis.info/

Promotionskolleg

Am 15.11.2012 wurde durch das Präsidium der Hochschule Niederrhein das Promotionskolleg an der Hochschule Niederrhein gegründet. Das Promotionskolleg trägt unter anderem dem dritten Bologna-Schritt für Fachhochschulabsolventen Rechnung und soll die Forschungskultur an der Hochschule Niederrhein stärken. Die Hochschule Niederrhein hat sich zum Ziel gesetzt, die Promotionsmöglichkeiten ihrer exzellenten Absolventen und die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu verbessern.

Primäre Aufgabe des Promotionskollegs ist eine fachübergreifende zentrale Anlaufs- und Koordinationsstelle für alle Promotionsvorhaben für Studierende, Professorinnen und Professoren an der Hochschule Niederrhein. Neben einer systematischen Erfassung und Betreuung der Promotionsaktivitäten an der Hochschule steht zudem die Vernetzung der Doktoranden und Doktorandinnen. Ziel ist es, eine Kommunikationsplattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu schaffen und gemeinsame, promotionsübergreifende Aktivitäten zu ermöglichen.

https://www.hs-niederrhein.de/ressort-forschung-und-transfer/#c92757

Prüfung (eines Drittmittelprojektes)

Jede Projektskizze und jeder Antrag werden vor Einreichung beim Projektträger durch das Ressort II geprüft. Zudem können öffentlich geförderte Projekte während der Projektlaufzeit und/oder nach Ende der Projektförderung durch den Projektträger oder durch die vom Mittelgeber beauftragte Prüfungsinstanz geprüft werden.

Ressort (II) Forschung und Transfer

Das Ressort II an der Hochschule Niederrhein ist für Forschung und Transfer an der Hochschule Niederrhein zuständig. Die zentralen Aufgaben sind: Support der Forscher und Forscherinnen der Hochschule Niederrhein bei der Antrags- und Auftragsforschung, Vertragsmanagement und praxisorientierte juristische Beratung, Erfindungs- und Patentmanagement, Planung und Beantragung grenzüberschreitender großer Verbundprojekte sowie Koordination der im Ressort II integrierten vorhandenen Großprojekte und Wissenschaft und Forschung für Unternehmen nützlich machen.

Details

Reisekosten

Grundsätzlich können Reisekosten aus Drittmitteln erstattet werden. Hat der private Mittelgeber ausdrücklich Regelungen über die Erstattung von Reisekosten getroffen, so sind diese vorrangig. Hat der private Mittelgeber keine ausdrücklichen Regelungen getroffen oder handelt es sich um Mittel der öffentlichen Hand, so sind für die Genehmigung und Abrechnung von Dienstreisen die jeweils gültigen Vorschriften des Landesreisekostengesetzes und die zugehörigen Verwaltungsvorschriften anzuwenden.

Rechnungsstellung/Mittelanforderungen

Bei öffentlich geförderten Forschungsprojekten erfolgt die Mittelanforderung grundsätzlich über das Sachgebiet Drittmittel und Steuern (siehe hierzu Punkt III B). Hier sind die Bestimmungen des Zuwendungsbescheides zu beachten.

Bei privatrechtlichen FuE-Projekten erfolgt die Rechnungsstellung durch das Sachgebiet Drittmittel und Steuern.

Rechtsverbindliche Unterschrift

An der Hochschule Niederrhein werden rechtsverbindliche Unterschriften durch den Präsidenten geleistet. Die Vertretungsbefugnis ergibt sich aus der Geschäftsordnung des Präsidiums.

Restmittel und Restmittelkonten

Sind nach Beendigung eines Projektes nicht verausgabte Mittel übrig, werden diese an den Drittmittelgeber zurücküberwiesen, wenn die Zuwendungsbedingungen oder Vertragsbestimmungen dies vorsehen. Sofern eine Rückführung der Restmittel vom Drittmittelgeber nicht gefordert wird, müssen diese Mittel vom Projektleiter für Forschungs- und· Lehrzwecke verwendet werden. Die Mittel werden auf ein Restmittelkonto umgebucht.

Bei privaten Drittmittelprojekten werden verbleibende Restmittel nach Jahresende und erfolgter Nachkalkulation auf Restmittelkonten der Projektleitung anteilig nach dem vom Präsidium festgelegten Verteilungsschlüssel umgebucht. Zeitverzögert kann es zu Belastungen der Restmittelkonten mit etwaigen Steuern kommen.

Stellenanteile

Bei der vollständigen oder teilweisen Drittmittelfinanzierung von Mitarbeiterstellen sind neben den fördertechnischen auch personalrechtliche Regelungen zu beachten. Die Förderreferenten des Ressorts II beraten Sie hierzu gerne. Zusätzlich ist es ratsam, bei der Projektplanung frühzeitig die Personalabteilung in die Gespräche einzubeziehen.

Stundenzettel

Projektpersonal, das nicht ausschließlich in einem bestimmten Drittmittelprojekt beschäftigt ist, ist gegenüber dem Drittmittelgeber in der Regel dazu verpflichtet, die Anteile seiner Arbeitszeit, die es in Drittmittelprojekten arbeitet, mittels Stundenzetteln zu dokumentieren. Je nach Förderrahmen ist ggf. sogar eine vollständige Stundenerfassung gefordert. In diesen Fällen sind sowohl die im betreffenden Projekt geleisteten Stunden im Stundenzettel aufzuführen, als auch alle übrigen Tätigkeiten im Umfang der vollen Beschäftigungszeit laut Arbeitsvertrag. Werden Vorlagen für die Stundenerfassung durch den Projektträger zur Verfügung gestellt, so ist deren Nutzung in der Regel verpflichtend. Eine Vorlage für die vollumfängliche Stundenerfassung stellt Ihnen die Abteilung Forschung des Ressorts II zur Verfügung. Die vollständige Stundenerfassung wird auch dann empfohlen, wenn Sie vom Projektträger nicht gefordert wird.

Steuern

Entgelte für Auftragsforschung (Forschungsvorhaben, Gutachten etc.) und Anwendung gesicherter Erkenntnisse unterliegen der Umsatzsteuerpflicht. Detaillierte Informationen zur Steuerpflicht erhalten Sie vom Sachgebiet Drittmittel und Steuern.

Stiftungen

Stiftungen in der Forschungsförderung: Es gibt eine ganze Reihe von Stiftungen in Deutschland, die Förderungen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bereitstellen. Jede Stiftung stellt dabei ganz eigene Kriterien für die Projektförderung auf und setzt häufig ganz gezielt inhaltliche Förderschwerpunkte. Bei Projektförderungen aus Stiftungsgeldern ist für jeden Einzelfall zu prüfen, ob das Projekt an der Hochschule Niederrhein wie ein privates oder ein öffentlich gefördertes Drittmittelprojekt behandelt wird.

Stiftungen als Auftraggeber privater FuE-Projekte: Für Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die im Auftrag oder gemeinsam mit privatrechtlichen Stiftungen durchgeführt werden, werden Forschungs- und Entwicklungsverträge (FuE-Verträge) geschlossen.

Sponsoring #

Da es sich beim Sponsoring in der Regel nicht um die Förderung von Forschungsaktivitäten handelt, gehört dieser Bereich nicht zu den Aufgaben des Ressorts II und wird nur in Ausnahmefällen von der Rechtsreferentin für Forschung bearbeitet.

Stammpersonal

Der Begriff des Stammpersonals spielt im Zusammenhang öffentlicher Projektförderungen eine Rolle. In den meisten Förderlinien ist Stammpersonal nicht förderfähig. Leider gibt es keine allgemeinverbindliche Definition für Stammpersonal, so dass die dem jeweiligen Förderprogramm zugrunde liegende Definition, z. B. die der Planstelle, im Einzelfall spezifiziert werden muss. Als grobe Faustregel kann gelten, dass Mitarbeiter, die überwiegend aus Haushaltsmitteln finanziert werden, als Stammpersonal aufzufassen sind.

Sachmittel/Sachausgaben

Zu den Sachausgaben in Drittmittelprojekten können Ausgaben wie Verbrauchsmaterial, Geschäftsbedarf, Literatur oder weitere allgemeine Verwaltungsausgaben mit eindeutigem Projektbezug zählen. Näheres hierzu findet sich in der Regel in den jeweils geltenden Förderrichtlinien. Für die Ausgabenkalkulation eines Projekts ist im Zweifelsfall mit dem Projektträger zu klären, welche Ausgabenpositionen den Sachausgaben zuzurechnen sind.

Spenden

Spenden sind Zuwendungen an die Hochschule, die wissenschaftliche oder als besonders förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke fördern. Auch Sachspenden sind als Drittmittel zu qualifizieren. Anders als beim Sponsoring steht der Spende keine Gegenleistung durch die Hochschule gegenüber. Spenden können zweckgebunden sein, wenn Sie beispielsweise für ein konkretes Forschungsprojekt ausgewiesen werden. Vorsicht ist bei zweckgebundenen Spenden mit Bezug zu öffentlich geförderten FuE-Projekten geboten, da Spenden in der Regel als Einnahmen gelten und daher förderschädlich sind.

Schutzrechte

Die Mehrzahl der Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Hochschule Niederrhein werden in Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen und/oder Unternehmen durchgeführt. Die Kooperationspartner sollten sich vor Beginn des Projektes neben Haftungsfragen auch über Geheimhaltungsregelungen und die Rechte an den Ergebnissen einig werden. Daher wäre es fahrlässig, keinen schriftlichen Vertrag zu schließen.

Zu diesem Zweck hat das Ressort Forschung & Transfer Musterverträge entworfen und eine Erfindersprechstunde eingerichtet.

•             Vertragliche Regelungen zu Schutzrechten: Bei Vertragsverhandlungen, Vertragsmodifikationen und auch beim Erstellen neuer Verträge unterstützt Sie das Ressort Forschung & Transfer. Die Musterverträge finden Sie im internen Bereich für Forscherinnen und Forscher der HN.

•             Erfindersprechstunde: Informieren Sie sich auf der Internetseite Erfindungen und Patente der Abteilung Forschung über die jeweils gültigen Termine der Erfindersprechstunde oder vereinbaren Sie einen individuellen Termin.

https://www.hs-niederrhein.de/forschung-und-foerderung/#c92774

Transfer von Forschung und Entwicklung

Die Abteilung Transfer des Ressorts II ist die Einrichtung der Hochschule Niederrhein, die Unternehmen dabei unterstützt, sich das Wissen der Hochschule in Forschung und Entwicklung für Ihr Unternehmen nutzbar zu machen. Ansprechpartnerin ist die Referentin Transfer für Forschung und Entwicklung.

Details

Trennungsrechnung

Hochschulen dürfen neben ihren hoheitlichen, nicht-wirtschaftlichen Aufgaben (z. B. der Ausbildung von Studierenden) auch wirtschaftliche Leistungen (z. B. Auftragsforschung für Dritte) erbringen. Letzteres dürfen Sie allerdings nur unter der Voraussetzung, dass diese beiden Geschäftsfelder bezüglich Kosten und Finanzierung eindeutig voneinander getrennt werden können, um nachzuweisen, dass keine Quersubventionierung erfolgt. Das Ziel der dafür erforderlichen Trennungsrechnung ist es, im Jahresabschluss den Nachweis zu erbringen, dass öffentliche Mittel nicht zur Subventionierung wirtschaftlicher Tätigkeiten eingesetzt wurden.

Zum 01.01.2007 ist der EU-Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation in Kraft getreten. Damit fallen Forschungseinrichtungen unter das Beihilferecht, sobald diese nicht-wirtschaftliche und wirtschaftliche Tätigkeiten ausüben. Eine staatliche Beihilfe für Forschungsdienstleistungen liegt entsprechend den EU-Vorgaben dann nicht vor, wenn die Forschungseinrichtung ihre wirtschaftliche Tätigkeit zu einem Preis erbringt, der sich am Markt orientiert. Sofern es keinen Marktpreis gibt, ist ein Preis anzusetzen, der sämtliche Kosten deckt und eine angemessene Gewinnspanne enthält (siehe hierzu auch privat-wirtschaftliche Projekte).

Für weiterführende Fragen zum Thema Trennungsrechnung wenden Sie sich bitte an das Sachgebiet Drittmittel und Steuern. Für Fragen zum Beihilferecht wenden Sie sich bitte an die Rechtsreferentin für Forschung.

TRL (Technology Readiness Level)

TRL (Technology Readiness Level)

Im europäischen Forschungskontext wird das Technology Readiness Level als Grundlage und zur Bewertung von Forschungsprojekten im EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 und allgemein zur Bewertung von Zukunftstechnologien bis zur vollständigen kommerziellen Umsetzung genutzt. Der "Technology Readiness Level" (TRL) beschreibt die Entwicklungsstufe einer Technologie, eines Ver-fahrens oder einer Dienstleistung. Der "Technology Readiness Level" (TRL) ist ursprünglich ein Begriff, der in der Luft- und Raumfahrttechnik geprägt wurde. Er wurde dort verwendet, um den Entwicklungsgrad eines technischen Produktes zu beschreiben. Für Horizont 2020 wurde die TRL-Definition im Anhang des Arbeitsprogramms angepasst. Er reicht auf der Skala von TRL 1 bis hin zu TRL 9.

  • TRL 1 - Grundprinzipien beobachtet
  • TRL 2 - Technologiekonzept formuliert
  • TRL 3 - Experimenteller Nachweis des Konzepts
  • TRL 4 - Technologie im Labor überprüft
  • TRL 5 - Technologie in relevanter Umgebung überprüft (bei Schlüsseltechnologien im industrieorientierten Umfeld)
  • TRL 6 - Technologie in relevanter Umgebung getestet (bei Schlüsseltechnologien im indust-rieorientierten Umfeld)
  • TRL 7 - Test eines System-Prototyps im realen Einsatz
  • TRL 8 - System ist komplett und qualifiziert
  • TRL 9 - System funktioniert in operationeller Umgebung (bei Schlüsseltechnologien oder Raumfahrt wettbewerbsfähige Fertigung)

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die EU-Referentin im Ressort Forschung und Transfer.

WissZeitVG

Das Gesetz über befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft (Wissenschaftszeitvertragsgesetz oder WissZeitVG) bildet die rechtliche Grundlage für die Befristung von Arbeitsverträgen mit wissenschaftlichem und künstlerischem Personal. Die letzte Änderung zum WissZeitVG ist am 17. März 2016 in Kraft getreten.

Wissenschaftliche Praxis

An der Hochschule Niederrhein gilt die Richtlinie zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis vom 2. Juli 2002.

https://www.hs-niederrhein.de/fileadmin/dateien/dez_st/amtliche_bekanntmachungen/Satzungen_und_Ordnungen/gute_wissenschaftliche_praxis.pdf

Werkverträge

Die Abwicklung von Werkverträgen erfolgt an der Hochschule Niederrhein über die Abteilung Vergaberecht und Vertragswesen im Dezernat Finanzmanagement.

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

(ZIM)

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für mittelständische Unternehmen und für Forschungseinrichtungen, die mit diesen zusammenarbeiten. Gefördert werden anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die zu neuen Produkten, technischen Dienstleistungen oder besseren Produktionsverfahren führen. Grundlegen für die Bewilligung sind der technologische Innovationsgehalt und die guten Marktchancen für die Ergebnisse/Prototypen.

Details

Zuwendungsbescheid

Ein Zuwendungsbescheid ist ein rechtsverbindlicher Bescheid zur Gewährung von Fördermitteln. Mit dem Zuwendungsbescheid werden die Beziehungen zwischen dem Fördermittelgeber und dem Zuwendungsempfänger auf öffentlich-rechtlicher Ebene geregelt und insbesondere die Bedingungen festgelegt, unter welchen die Fördermittel ausgezahlt werden.

Zeiterfassung (Stundennachweise)

Ob, in welchem Umfang und in welcher Form ein drittmittelfinanzierter Projektmitarbeiter eine Zeiterfassung nachweisen und entsprechende Stundennachweise führen muss, ist vom jeweiligen Förderprogramm abhängig. Eine ganzheitliche Zeit- oder Stundenerfassung, die nicht lediglich die projektbezogene, sondern die gesamte Arbeitszeit umfasst, ist häufig auch dann empfehlenswert, wenn dies nicht ausdrücklich vom Fördermittelgeber vorgeschrieben ist. Fragen Sie bitte hierzu Ihren zuständigen Förderreferenten aus dem Ressort II. Dort wird Ihnen auch gerne ein Formblatt für die ganzheitliche Stundenerfassung zur Verfügung gestellt.