Forschungsschwerpunkte


Funktionale Oberfläche

Die Hochschule Niederrhein hat allein aufgrund Ihrer langen Tradition sowie unter Einschluss Ihrer Vorgängereinrichtungen einen starken Fokus auf  oberflächenrelevante Technologien und Methoden gelegt. Als textile Hochschule, verteilt auf  vier Fachbereiche der Ingenieurwissenschaften (Textil und Bekleidung, Textilmaschinenbau, Textildesign, Textilchemie) und  in Kombination  mit den ebenfalls seit langem bestehenden Kompetenzbereichen Lackchemie und Oberflächenanalytik in der Chemie sowie dem Reinigungs- und Hygienestudiengang des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften, besaß die HN schon immer eine starke Keimzelle der Oberflächenwissenschaften.

 

Diese wurde ständig ausgebaut, so dass sich heute die Expertise insbesondere auf  mehrere Institute und Kompetenzzentren sowie einige Einzelforscher erstreckt. Insbesondere das Institut für Lacke und Oberflächenchemie (ILOC) sowie das Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB), das Kompetenzzentrum Surface Technologie and Applied Research (STAR), aber auch das Institut für angewandte Nano- und optische Technologien (iNano) und das Institut für Modellbildung und Hochleistungsrechnen (IMH) beschäftigen sich mehr und mehr mit oberflächenrelevanten Themen.

 

Mittlerweile reichen die FuE-Ansätze vom Produktdesign, über Plasma- und Nanotechnologien, Klebstofftechnologien, technischen Textilien über Fügetechnologien und Mikroverzinkung, bis hin zu modernem Reinigungsmanagement. Jüngste Einrichtung ist der Deutsch-Niederländische Technologiekompetenzverbund Funktionale Oberfläche in der Hochschule Niederrhein.


Angewandte Gesundheits- und Ernährungsforschung

Eine optimale Verbindung zwischen langjähriger Erfahrung bzw. Expertise und aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen stellt der Forschungsschwerpunkt Gesundheits- und Ernährungsforschung dar. Dieser manifestiert sich von außen gut sichtbar im Kompetenzzentrum Routinedaten im Gesundheitswesen des Fachbereichs Gesundheitswesen und  im Fachbereich Ökotrophologie durch das Competence Center for Microbiology and Biotechnology (CCMB) und im neugegründeten Kompetenzzentrum für Angewandte Mykologie und Umweltstudien (KAMU). Im letzteren werden die Fachgebiete Mykologie der Nutzpilze (Makromyceten) und Mikrobiologie mit dem Schwerpunkt auf Schimmelpilze (Mikromyceten) zusammengeführt.

 

In vielen Feldern, wie u. a. Medizintechnik, Gesundheitsökonomie, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Lebensmittelhygiene, Gesundheitstextilien, gesundheitsbewusster Ernährung, Hygienemanagement in Krankenhäusern, Optimierung von Hygieneprodukten, Entwicklung von bakteriologischen Schnelltests, innovative Netzhautprüfgeräte  und Gesundheitslogistik, wird in anwendungsorientierter Entwicklung und Transfer die Grundlagen der Medizin- und Ernährungsforschung  in marktnahe Innovationen umgesetzt.

 

Unterstützend wirken hier die Institute für Arbeits-, Umwelt-, Gesundheitsschutz und Effizienz (A.U.G.E.), das Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB), das Institut für angewandte Nano- und optische Technologien (iNano) sowie das Kompetenzzentrum Forschung für intelligente Assistenzsysteme und -technologien (FAST) mit zahlreichen Einzelforschern.


IT- und Logistikkonzepte

Der Niederrhein  und somit seine Hochschule, liegt mitten in der zentralen Logistikregion im Herzen Europas. Aus diesem Grunde gibt es auch eine enge Kooperation mit den Logistikaktivitäten in den unmittelbar benachbarten Niederlanden.

 

Ebenfalls hat die Hochschule Niederrhein eine lange Tradition im Bereich der angewandten Informatik in mehreren Fachbereichen. Überdies sind IT-relevante Fragestellungen in Forschung und Entwicklung in jeglicher angewandten Disziplin von Bedeutung.  Im Mittelpunkt stehen die beiden Forschungsinstitute für Geschäftsprozessmanagement und IT (GEMIT) und für Mustererkennung (iPattern) sowie die Kompetenzzentren für Radio Frequency Identifikation (RFID) und für Forschung für intelligente Assistenzsysteme und –technologien (FAST) sowie das eWeb Research Center zur Erforschung des Online-Handel bzw. des eCommerce.

 

Darüber hinaus beschäftigen sich auch viele andere Institute und Kompetenzzentren der Hochschule mit dieser Thematik, u. a. das Institut für Modellbildung und Hochleistungsrechnen (IMH). Die Themenbreite erstreckt sich von der IT-Sicherheit über Optimierung von Datennetzen bis zur Entwicklung von Softwarelösungen für fast jeden Anwendungsfall.


Innovative Produkt- und Prozessentwicklung

Eine ureigenste Aufgabe einer ingenieurwissenschaftlich ausgerichteten Fachhochschule, wie der Hochschule Niederrhein, sind die angewandte wissenschaftliche Entwicklung von neuen Produkten und Prozessen mit unmittelbarem Verwertungs- und daher Marktbezug.

 

Gerade die Stärkung der zentralen Zielgruppe, des regionalen Mittelstandes, für den globalen Wettbewerb, setzt schnelle Applied-Science-to-Business-Umsetzungen voraus. Die Produktentwicklung findet hauptsächlich in technisch-ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, Maschinenbau, Elektrotechnik, Maschinenbau, Textil- und Bekleidungstechnik und Chemie statt.

 

Aber auch die Produktentwicklungsaspekte des Designs sind von enormer Bedeutung. Die Prozessentwicklung findet auch hier  in den obigen Fachgebieten Anwendung. Zusätzlich aber auch in der  Verfahrenstechnik, der Informatik und dem Wirtschaftsingenieurwesen, welche auch die gesellschaftlichen Faktoren mit einbezieht.

 

Insbesondere ist dieser Schwerpunkte in den Forschungsinstituten für Modellbildung und Hochleistungsrechnen (IMH),  für angewandte Nano- und optische Technologien (iNano), aber auch für Geschäftsprozessmanagement und IT (GEMIT) sowie für Arbeitsschutz, Umweltschutz, Gesundheitsschutz und Effizienz (A.U.G.E.) und in fast allen Kompetenzzentren verortet. Die Themenfülle erstreckt sich über die Mechatronik, die Kunststofftechnologie, dem Objektdesign, der Theorie des erfinderischen Problemlösens (TRIZ/TIPS), der Prozessteuerung bis zur strategischen Patententwicklung.


Soziale und ökonomische Innovationen

Ein großer Teil der innovativen Forschung- und Entwicklung der Hochschule Niederrhein findet in den zahlreichen gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen statt. Gerade diese Hochschule besitzt neben den Sozialwissenschaften und den Wirtschaftswissenschaften in fast jedem Fachgebiet Gesellschaftswissenschaftler, welche interdisziplinär mit den Ingenieuren und Naturwissenschaftlern gemeinsam forschen und entwickeln. Die Bandbreite erstreckt sich von direkter sozialwissenschaftlicher Forschung über u.a. Marketing, Controlling, Mittelstand und Management bis hin zu strukturpolitischen Analysen, Machbarkeitsstudien und Gutachten in den technischen Bereichen sowie Forschungsgebieten in Pädagogik, Psychologie und Gerontologie.

 

Es sind vor allen Dingen die Institute wie Social Concepts (So.Con), Niederhein Institut für Regional- und Strukturforschung (NIERS) sowie die Prozessorientierten Einrichtungen GEMIT und A.U.G.E., die auf eine langjährige Erfahrung und Expertise aufbauen  können. Die weiterhin im Fokus stehenden Kompetenzzentren sind die für angewandtes Marketing, Personalführung und Management (KPM), Frau und Auto, eWeb-Research-Center sowie Kindheitspädagogik in Bewegung (KiB) und Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung (REAL).


Energieeffizienz

Im jüngsten Forschungsschwerpunkt der Hochschule Niederrhein sind alle Facetten des aktuellen Themas Energie abgebildet. Hier werden einerseits unmittelbar innovative Energietechnologien und neue Managementansätze entwickelt bzw. konzipiert. Andererseits behandeln zunehmend viele Forschungs- und Entwicklungsprojekte anderer Themenfelder energierelevante Fragestellungen. So werden Prozessteuerungs- und Planungsaufgaben aktuell auch immer unter Energieeinsparpotentialen betrachtet.

 

Hauptsächlich beschäftigen sich mit diesem Themenfeld das Lehr- und Forschungszentrum SWK-Energiezentrum E² und die NEW Stiftungsprofessur für Controlling insbesondere in der Energiewirtschaft & Betriebswirtschaftliches Energiemanagement.  Die Schwerpunkte des SWK-Energiezentrums E² liegen in den Gebieten Anlagenbau  und –planung, mechanische und thermische Verfahrenstechnik, Prozesstechnik, Statistische Verfahren, Umwelttechnik und Verfahrensentwicklung; jene der NEW-Stiftungsprofessur sind Energiekostenmanagement, energieadjustierte Investitions-/Wirtschaftlichkeitsrechnung, Integration von Energieaspekten in das Unternehmenscontrolling und die Analyse der Wirksamkeit von einschlägigen Energie-Regulierungen.

 

Zusätzlich liegt ein Fokus wissenschaftlicher Betrachtung von Energieeffizienzmaßnahmen u. a. auch bei den Instituten für Geschäftsprozessmanagement und IT (GEMIT), für Arbeitsschutz, Umweltschutz, Gesundheitsschutz und Effizienz (A.U.G.E.) aber auch beim Institut für Textil und Bekleidung (FTB) sowie beim Competence Center for Microbiology and Biotechnology (CCMB).