Hochschul- und Mediendidaktik

Hochschule Niederrhein. Dein Weg.

Die Arbeitsbereiche digitaLe und Hochschuldidaktik arbeiten eng zusammen und haben gemeinsam ein Weiterbildungs- und Beratungsangebot entwickelt.

Das Team Hochschuldidaktik bietet Ihnen


•    Unterstützung bei der Lehrveranstaltungs- und Prüfungsplanung
•    Individuelles LehreCoaching
•    Lehrhospitationen & Hochschuldidaktische Beratung
•    Workshops zu innovativen Lehr-/Lernmethoden
•    Unterstützung bei der Curriculumentwicklung

Das Team digitale bietet Ihnen


•    mediendidaktische Beratung
•    Unterstützung bei der Konzeption und Umsetzung digital gestützter Lehre
•    Workshops zu Methoden und Einsatzszenarien digitaler Tools
•    Informationen zu digitalen Tools und Trends
•    Beratung zu Lehrprojektförderungen

Gute Lehrpraxis aus verschiedenen Fachbereichen

Sie sind auf der Suche nach Ideen und Anregungen für Ihre Lehre? Good Practice-Beispiele und Erfahrungen anderer Lehrender aus verschiedenen Fachbereichen an der HN finden Sie hier. Bei Ihrer eigenen Ideenfindung, Konzeption und Planung unterstützen wir Sie gerne hochschul- und /oder mediendidaktisch. Wenn auch Sie Beispiele guter Lehre haben, kontaktieren Sie uns gerne.

EASI – Studieren leicht gemacht (Online-Kurs)

Lehrprojekt „EASI – Studieren leicht gemacht. Ein Online-Kurs zur Lernbegleitung“. Alexandra Eßer (digitaLe), Irina Hörmann (digitaLe), Anna-Lisa Katthagen-Tippkötter (SVB), Kristina Vogelsang (SVB)

Herausforderung

Die Studierenden der Hochschule Niederrhein starten mit heterogenen biographischen und beruflichen Erfahrungen in das Studium. Das selbständige Lernen und die Strukturierung des Studiums stellen dabei für viele eine große Herausforderung dar. Bereits in der Studieneingangsphase, aber oft auch erst nach einigen Semestern realisieren die Studierenden, dass das bisherige Lernverhalten nicht zu dem gewünschten Erfolg führt, die Techniken aus der Schule nicht auf die Hochschule übertragbar oder bedingt durch eine Ausbildung oder einen späteren Studienstart nicht mehr präsent sind. Obwohl für viele Studierende ein akuter Bedarf besteht, kommen diese Themen gerade zu Studienbeginn in den regulären Veranstaltungen oft zu kurz. Wie können Studierende in der individuellen Entwicklung eines Zeit-, Ziel- und Studiermanagements unterstützt werden?

Lösung

Mit dem Projekt „Studieren leicht gemacht – ein Online-Kurs zur Lernbegleitung“ wurde ein hochschulweites Angebot für alle Studierenden entwickelt. Ziel dieses Angebots ist es, unmittelbar an den Bedarfen und Themen der Studierenden der HN anzusetzen. Der Schwerpunkt liegt gegenüber bereits existierenden Online-Ratgebern auf der zielgerichteten, niedrigschwelligen, praxisnahen Umsetzung theoretischer Inhalte für die Studierenden. Umgesetzt wird dieses Angebot als mediendidaktisch sinnvoll aufbereiteter Online-Kurs auf der Lernplattform Moodle. Dieser Kurs kann sowohl individuell von Studierenden genutzt als auch unterstützend in den Einführungswochen, in der Lehre oder in der Beratung eingesetzt werden.

Vorteile

Die Aneignung und die Anwendung von Lern- und Studierkompetenzen ist ein sehr individuelles Feld und es gibt keinen Pauschalansatz, der für alle greift. Für ein erfolgreiches Studium ist es zentral, dass die Studierenden sich mit ihrem eigenen Lernverhalten auseinandersetzen und für sich individuell passende Methoden und Techniken identifizieren und anwenden. Der Online-Kurs bietet daher Reflexionsmöglichkeiten und Angebote, die diesen Prozess unterstützen. Die Studierenden werden durch die Vermittlung von Lern- und Selbstmanagementmethoden dazu befähigt, Selbstlernkompetenzen zu entwickeln bzw. auszubauen. Sie erlernen, ihr jeweiliges Aufgabenfeld planen und koordinieren zu können und in ihrem eigenen Tempo sowie mit eigenen Methoden das Studium erfolgreich und selbständig zu absolvieren. Ein Online-Kurs ist dafür besonders geeignet, da in diesem individuelle Lernpfade optimal abgebildet und unterstützt werden können.

Ein Mehrwert liegt für die Studierenden darin, dass sie den Online-Kurs zeitlich und räumlich flexibel und über ihr gesamtes Studium hinweg nutzen können. Durch die inhaltliche Vielfalt der Kapitel kann der Online-Kurs in vielen Lern- und Prüfungssituationen verwendet werden. Innerhalb der Kapitel können die Studierenden individuelle Lernwege einschlagen, Strategien erproben und Schwerpunkte setzen. Durch die Aktivierung von Selbstlernkompetenzen wird außerdem eine zentrale Dimension akademischer Medienkompetenz gefördert.

Der Mehrwert für Lehrende zeigt sich, indem sie den Kurs flexibel in der Lehre einsetzen und inhaltlich erweitern bzw. anpassen können. Hiermit kann gewährleistet werden, dass fachspezifische Lernansätze abgedeckt werden.

Details

Der Online-Kurs besteht aus einzelnen Themenabschnitten (Bausteinen) mit zielgruppenrelevanten Inhalten wie Zeitmanagement oder Lernstrategien, die in praxisnahen Texten, Videos und Arbeitshilfen vermittelt werden.

Die einzelnen Themenabschnitte sind immer in vier Blöcke gegliedert und nach dem EASI-Schema aufgebaut: Hinter “Entdecke” verbirgt sich ein Einführungsvideo, “Alles klar?” dient der Selbstreflexion, unter “So geht’s auch!” werden unterschiedliche Methoden vorgestellt und “Informiert” bietet interessante Fakten zum jeweiligen Thema.

Darüber hinaus können sowohl der gesamte Kurs als auch einzelne Bausteine in Lehrveranstaltungen oder Module integriert werden. Bei der Gestaltung wurden insbesondere studentische sowie mediendidaktische Perspektiven berücksichtigt, um ein niedrigschwelliges und zugleich attraktives Angebot zu schaffen, das sich stark an der Lebenswelt der Studierenden orientiert.

Lehr-/Lern-methoden bzw. digitale Medien

Der Online-Kurs wurde als Moodlekurs konzipiert. Jeder Themenabschnitt besteht aus Selbstreflexionseinheiten, Methoden mit zugehörigen Arbeitsblättern, zusätzlichen Informationen und unterstützenden Videos.

Stolpersteine

Sowohl in der Testphase als auch in der Nutzung durch Studierende stellte sich heraus, dass viele von ihnen mittlerweile vor allem mobile Endgeräte nutzen. Auf diesen wird der Online-Kurs nicht korrekt dargestellt, hierfür muss die Desktopvariante genutzt werden.

Empfehlung

Als besonders hilfreich hat sich das Einbinden von Studierenden in die Entwicklung des Online-Kurses herausgestellt. Hierdurch konnte ein besonders studierendennaher Kurs entwickelt werden. Zudem ermöglichten Testphasen, kleinere Stolpersteine vor der offiziellen Veröffentlichung zu beheben.

Beteiligt

Tatkräftig unterstützt wurde das Projekt von studentischen Hilfskräften, die bei der Erstellung der Inhalte, der Grafiken und Videos sowie bei der Evaluation mitgewirkt haben: Lea Schumacher, Marcel Thiel und Yusuf Ucar.

Links / Hinweise

Direkter Link zum Moodle-Kurs „EASI – Studieren leicht gemacht“: https://moodle.hsnr.de/course/view.php?id=4599
Wenn Sie den Kurs in Ihre Lehrveranstaltung integrieren wollen, sprechen Sie gerne Ihre Mediendidaktikerin am Fachbereich an.

OC4U 2.0 – digitaler Übungsraum Chemie FB01

Lehrprojekt „OC4U 2.0 – ein digitaler Übungsraum für Organische Chemie“,
Prof. Dr. Andrea Wanninger (FB Chemie, Lehrgebiet Organische Chemie)

Herausforderung

Wie kann eine heterogene Studierendengruppe in der Selbstlernphase asynchron eine Vorlesung nachbereiten?

Wie können sich Bachelorstudiere nde strukturiert – ohne Präsenzübung –  individuell auf die Modulprüfung vorbereiten? Besonders berücksichtigt werden sollen Teilzeitstudierende und Studierende mit Familienaufgaben.

Wie können die Studierenden eine Lernstandskontrolle selbst durchführen?

Lösung

  • Neuentwicklung eines Moodle-Kurses zur Vorlesung (OC4U 2.0) und Weiterentwicklung eines Moodle-Kurses (OC4U) zum Laborpraktikum als digitale Übungsräume für Organische Chemie I.

Vorteile

  • Strukturierte Vorbereitung auf das Praktikum und strukturierte Nachbereitung der Vorlesung, Ziel: Schnellere Anmeldung zur Prüfung und erfolgreicheres Bestehen des Moduls „Organische Chemie I“.
  • Individuelles Lerntempo; zeitlich und örtlich flexibel nutzbar, da online-Kurse.
  • Die Lernstandskontrolle erfolgt durch Feedback zu den Aufgaben und online-Tests sowie von eTutorinnen.
  • Der Einstieg ist jederzeit im Semester möglich.
  • Die speziellen Zielgruppen können Lehr-/Lerninhalte gut nacharbeiten.

Details

  • Konzentration der Vorlesung (5 SWS in zwei Semestern) und inhaltliche Aufteilung der Moodle-Kurse durch die Professoren, Freigabe des Skriptes.
  • Studierendennahe Aufgaben- und Testerstellung durch eTutoren-Team (9 Personen). Viele Moodle-Fragetypen wurden genutzt.
  • Freigabe der Inhalte und Kontrollfunktion durch Professoren und Projektkoordinatorin.
  • Studiengänge B.Sc. „Chemie und Biotechnologie“ und B.Eng. „Chemieingenieurwesen“, ab dem 2. Semester, Pflichtmodul für alle Studierenden des FB Chemie, 5 SWS Vorlesung „Organische Chemie I“ (6 ECTS), Laborpraktikum (6 ECTS), 60 -100 Studierende pro Semester.

Lehr-/Lern-methoden bzw. digitale Medien

  • Moodle-Übungsräume mit unterschiedlichen Fragetypen zur organischen Chemie (Grundlagen).
  • „Kachelstruktur“ zum Einstieg in die Kapitel.
  • Übersichtliche und grafisch ansprechende Kursstruktur, nach Versuchen bzw. Substanzklassen geordnet.

Ansprache unterschiedlicher Lerntypen:

  • Grafische Gestaltung der beiden Moodle-Kurse mittels ProCreate.
  • Nutzung von H5P-Tools für studierendengerechte Struktur.
  • Audio-Kommentare zusätzlich zu visualisierten Reaktionsmechanismen.
  • Repetitorien vor der Klausur sind ergänzend geplant (blended learning).

Stolpersteine

  • Größte Zeitfaktoren: Erstellen der chemischen Fragetypen mit Strukturformeln und Implementierung der Lehr-/Lerninhalte in Moodle
  • Weiterbildung der eTutor*innen zu Moodle und H5P-Tools notwendig!
  • Die Nutzung der Moodle-Übungsräume setzt voraus, dass allen Studierenden für volle Flexibilität eigene digitale Endgeräte zur Verfügung stehen.
  • Für die App ProCreate ist ein iPad notwendig.
  • Technische Begrenzung: Chemische Strukturformeln oder Mechanismen können die übenden Studierenden als Antworten nicht eingeben! (Es fehlen passende Plugins).

Empfehlung

  • Genügend Ressourcen einplanen (viel eigene Zeit der Lehrenden und der Projektkoordinatorin; Personal und Zeit = ca. 60 SWS Personal WHK, zwei Semester Erarbeitung bis zum Kursstart)
  • Zusätzliche finanzielle Förderung akquirieren!
  • Leittutor/in steuert die Aktivitäten der Tutorinnen und Tutoren
  • Überblick, kritische Distanz durch Professoren (fachliche Leitung und Freigaben der Inhalte) und Projektkoordinatorin (Mediendidaktik) erforderlich
  • Klare Aufgabenverteilung und Deadlines

Beteiligt

Prof. Dr. Michael Lindemann, Prof. Dr. Andrea Wanninger (beide FB Chemie, Organische Chemie), Pia Annas (Mediendidaktikerin FB Chemie), eTutor*innen: Janine Birnbach, Sandra Hell, Johanna Knigge, Kerstin Lechtenberg, Julian Müller, Robin Niklas, Jan Nilles, Paula Ohagen, Steven Siebert (alle FB 01, Masterstudierende, Schwerpunkt Organische Chemie)

Links / Hinweise

Das Lehrprojekt „OC4U 2.0 – ein digitaler Übungsraum für Organische Chemie“ wurde im Rahmen der Le/Ni-Lehrprojektförderung 2019 gefördert.

Die Kursstruktur ist übertragbar auf andere Module als online-Übung mit Tests für die Selbstlernphase. Die Kursinhalte sind übertragbar auf andere Module, die Grundlagen der Organische Chemie enthalten.

Kontakt zur Projektleitung: Andrea.Wanninger@hsnr.de
Kontakt zu den eTutorinnen: oc4u@hs-niederrhein.de

Peer-Review-Verfahren in der Informatik FB03

Prof. Dr.-Ing. Jens Brandt, Fachbereich Elektrotechnik und Informatik

Anlass des Lehr-/Lernprojektes

Das Schreiben und Lesen von Computerprogrammen sind wechselseitig abhängige Kompetenzen, die für die Entwicklung von Software essentiell sind. Mit diesem Lehrvorhaben sollen diese Kompetenzen in den Modulen Praktische Informatik 1/2 im Bachelorstudiengang Elektronik gestärkt werden.

Lösung

Zentraler Ansatzpunkt dieses Lehrprojektes ist die Nutzung (1) digitaler Peer-Reviews sowie (2) Reviews dieser Reviews durch den Lehrenden. Diese werden in einem didaktischen Konzept zur Verzahnung der Präsenz- und Selbstlernphasen eingesetzt. In Kleingruppen bearbeiten die Studierenden zunächst eine Programmieraufgabe. In einem zweiten Schritt sind die Arbeitsgruppen aufgefordert, die Arbeitsergebnisse anderer Gruppen (anonym) zu sichten und Feedback zu üben. In einem dritten Schritt erhalten die Gruppen von der Lehrperson Feedback auf die gegebenen Reviews.

Vorteile

Den Studierenden wird ein Perspektivwechsel ermöglicht, in dem sie eigene und fremde Fehler reflektieren und daraus lernen.

Sie konstruieren selbstgesteuert im kollaborativen Arbeitsprozess Wissen und trainieren Ihre Problemlösekompetenz. Durch den Review-Prozess bauen sie Feedbackkompetenz aus. Zudem stellt der digital gestützte Umgang mit Reviewprozessen ein zentrales Merkmal einer akademischen Medienkompetenz dar. Durch das Dozentenfeedback wird eine Validierung der Ergebnisse geleistet. Durch die Nutzung der digitalen Lehrplattform Moodle kann die Realisierung mit vertretbarem Organisationsaufwand sowie die Anonymisierung des Prozesses geleistet werden.

Herausforderungen

Es gilt, eine Akzeptanz für diesen Arbeitsprozess bei den Studierenden zu schaffen. Zudem müssen Studierende sowie Lehrende sich in Formen des konstruktiven Feedbacks und in den Umgang mit den digitalen Medien einüben, über die der digitale Feedbackprozess organisiert ist.

Digitale Medien

Der Prozess wird ausschließlich über Moodle und die Aktivität Gegenseitige Beurteilung abgebildet. Diese ermöglicht das Einreichen, Verteilen, Bewerten durch die Studierenden sowie das Beurteilen durch den Lehrenden.Da über Moodle bislang kein Gruppenmodus für diese Aktivität verfügbar ist, arbeiten die Kleingruppen mit Teamleitungen, die dann stellvertretend für die Gruppe Einreichungen etc. vornehmen.

Mathematik multimedial und interaktiv FB03

Lehrprojekt „Mathematik multimedial und interaktiv“,
Ulrich Tipp (FB 03, Lehrgebiet Mathematik und Informatik)

Herausforderung

Wie können Studierende bei der Aneignung mathematischer Grundlagen in der Selbstlernphase unterstützt werden?

Lösung

Durch den Einsatz automatisch auswertbarer, randomisierter Aufgaben können den Studierenden umfangreiche Übemöglichkeiten während des Semesters und auch gezielt zur Prüfungsvorbereitung angeboten werden.

Vorteile

  • Höhere Aufgabenvielfalt wegen der Randomisierung d.h. wiederholtes Üben ähnlicher Aufgaben ohne Mehraufwand bei der Bereitstellung
  • schnelles Feedback möglich auch auf typische Fehler, die automatisch detektiert werden können
  • Bearbeitung zeitlich flexibel von den Studierenden zu wählen, keine Fixierung auf feste Übungstermine

Service

  • Dieses Lehrprojekt wurde in der Mathematik 1 im Bachelor Studiengang Informatik durchgeführt.
  • Die Aufgaben wurden einerseits als Bonuspunktaufgaben für die Klausur gestellt.
    ◦ Zweimalige Wiederholung, Wertung des besseren Versuchs
    ◦ 14-tägige Bearbeitungszeit
    ◦ Gültigkeit der Bonuspunkte für die folgenden 3 Prüfungsphasen, bis die
      Vorlesung erneut stattfinde
    ◦ Bonuspunktwertung nur zur Verbesserung der Note
  • Nach Beendigung der Bonuszeit wurden die Aufgaben zu Übungszwecken weiter bereit gestellt

Lehr-/Lernmethoden bzw. digitale Medien

Die Aufgaben werden mit Hilfe des Moodle Plugins WIRIS erstellt. Dieses bietet ein Computeralgebrasystem mit dem die Aufgaben randomisiert werden können. D.h. die gleiche Problemstellung wird mit zufällig gewählten Zahle immer wieder neu erstellt. Die Lösungen können automatisch nach bestimmten auszuwählenden oder auch selbstprogrammierten Kriterien ausgewertet werden. Damit ist es auch möglich spezifische, häufig gemachte Fehler zu erkennen und ein entsprechendes Feedback zu generieren.

Stolpersteine 

  • Die Programmierung in Wiris ist gewöhnungsbedürftig. Die Programmierumgebung besteht nicht aus einem Editor, in dem leicht das Verschieben oder Kopieren von Programmteilen möglich ist, sondern aus einer Webmaske mit vorgegebenen Eingabefeldern. Eine Fehlersuche und -korrektur ist so sehr mühsam.
  • Die Beschreibung mathematischer Ausdrücke durch Symbole und nicht durch Schlüsselwörter führt zu Irritation, wenn die Zeichen eigentlich nicht unterscheidbar sind (z.B. Betragsstriche und Striche für die Determinante)

Beteiligte

Die Erstellung von Aufgaben und die Zusammenstellung zu Tests wurde zusammen mit Herrn Bialuschewski (SHK) durchgeführt.

Links/Hinweise

docs.wiris.com/en/quizzes/start

Kompetenzen prüfen in Projekten FB04

Lehrprojekt „Kompetenzprüfung durch kooperative und digitale Projektarbeit“,
Prof. Dr. Marc Gennat

Herausforderung

Klausuren stellen nach wie vor die überwiegende Prüfungsform in der ingenieurwissenschaftlichen Lehre dar. Dabei haben sich durch den rapiden Wandel der Rahmenbedingungen sowohl die Anforderungen an die Absolvierenden, als auch die Kompetenzen der Studierenden signifikant geändert. Trotzdem ist die Prüfungsform regelmäßig die gleiche wie vor Jahrzehnten.

Lösung

Die Lehrinnovation „Kooperative und digitale Projektarbeit statt Klausur“ adressiert dieses Problem. Die heute nachgefragten Kompetenzen in einer immer vernetzteren Arbeitswelt können nicht in einer „pen-and-paper“ Klausur abgefragt werden, da sowohl die Zeit als auch das zur Verfügung stehende Equipment in der Klausur begrenzt sind.

Wird als Prüfung eine Gruppenarbeit von fünf Studierenden mit einem Bearbeitungsfenster von zwei bis drei Wochen durchgeführt, so wird der langfristige Lernerfolg hierbei viel größer sein, da nicht nur Fachwissen abgefragt wird, sondern an einem praxisnahen Beispiel (beispielsweise ein digitaler Demonstrator oder eine „Hardware in the Loop“-Simulation einer großtechnischen Anlage) das Fachwissen direkt erprobt und angewendet werden kann.

Vorteile

Die Studierenden sollen mit einem tiefen Verständnis sowohl für die Fragestellung als auch für die Ausarbeitung des Lösungsweges inklusive des Scheiterns an verschiedenen Stellen aus der Prüfung gehen bzw. die Projektarbeit beenden. Theoretische Aspekte werden ebenso abgefragt und das Verständnis durch direkte praktische Auswirkungen deutlich verbessert.

Nachteile

Die Ausarbeitung von Aufgabenstellungen ist eine der großen Herausforderungen und könnte das Konzept der Prüfungsform insgesamt in Frage stellen. Aufgaben müssen hinreichend komplex, aber lösbar sein. Zusätzlich darf es keine Musterlösung im klassischen Sinne geben.

Details

Das Konzept der neuartigen Kompetenzprüfung soll im Fach Regelungstechnik – Pflichtfach für alle FB04-Studierende – in einem einwöchigen Projekt in der vorlesungsfreien Zeit durchgeführt werden.

Der Abschluss des Projektes, das in Zweiergruppen durchgeführt wird, wird eine Ergebnispräsentation und ein kurzes Fachgespräch mit jedem Studierenden sein. Als Aufgabenstellungen werden zurzeit drei simulierte Anlagen und ein Demonstrator vorbereitet.

Stolpersteine

Aufgrund der beschränkten Ressourcen wird diese Prüfungsform nicht für alle Studienrichtungen angeboten werden können. Es ist geplant, mit den Studienrichtungen/-gängen Mechatronik und Produktionstechnik in 2020 zu beginnen.

Die Evaluierung der Aufgabenstellungen steht noch komplett aus und könnte noch einiges an Nacharbeiten bedeuten.

Beteiligt

Unterstützt und mitentwickelt wurde die Idee von Janina Tosic, die bis Anfang 2017 an der Hochschule Niederrhein im Bereich der Lehrdidaktik beschäftigt war.

Links / Hinweise

Die Lehrinnovation wurde für das Fellowship Innovation in der digitalen Hochschullehre 2016 durch den Stifterverband ausgewählt. www.stifterverband.org/lehrfellows/2016/gennat

Forschen lernen in Projekten FB05

Lehrprojekt "Langzeitstudienprojekte – Forschen lernen durch forschendes Lernen", Prof. Dr. Georg Wittich

Herausforderung

1. Wie kann man wissenschaftliches Arbeiten bzw. Forschen systematisch, anwendungsorientiert und flächendeckend vermitteln?
2.Inwieweit ist es möglich studentische Kräfte nachhaltig für eigene, komplexe Forschungsprojekte einzubinden?

Lösung

  • Curricular verankerte Langzeitstudienprojekte über 3 Semester ermöglichen eine längerfristige intensive Befassung der Studierenden mit einemspezifischen Forschungsthema und den Aufbau einer „Generationenkette“
  • Sicherstellung einer Basisqualität der zu vermittelnden Lehrinhalte/Lernerfahrungen bei Einsatz verschiedener Dozenten durch Projektleitlinie
  • Zielvereinbarungen als Basis für die Bewertung der Studienleistungen

Vorteile

  • Lange Projektdauer ermöglicht das praktische Erfahren unterschiedlicherPhasen des wissenschaftlichen Arbeitens (Planung, Umsetzung, Frustration, Ausdauer, Präsentation und Diskurs, Publikation)
  • Motivation der Studierenden durch erkennbaren eigenen Einfluss auf denFortgang und die Ergebnisse des Projektes
  • Wegfall des semesterbezogenen Denkens und Handelns bei Studierenden
  • Weitergabe des erarbeiteten Wissens an die nächste Genration ermöglicht kontinuierliche, dauerhafte Arbeit und Weiterentwicklung eines Forschungsthemas ohne starke Brüche durch „Personalwechsel“

Nachteile

  • Hoher Betreuungsaufwand für Lehrende (individuelleProjektteambetreuung)
  • Aufwändiger – wenn auch realitäts- und praxisnaher – Bewertungsprozessdurch Zielvereinbarungs- und Bewertungsgespräche

Details

  • Curricular verankerte Langzeitstudienprojekte in Bachelor- und MasterPO
  • Bachelor-Langzeitprojekt:3.-5. Studiensemester – Workload 3 KP/Semester – Ergebnispräsentationund -diskussion im Projektplenum sowie in Betreuungsgesprächen –Bewertung auf Basis definierter Kriterien mit Bewertungsgespräch –Publikationen als Arbeitsergebnis mehrerer Generationen möglich
  • Master-Forschungsprojekt:1.-4. Studiensemester (incl. Thesis) – Workload (1.-3. Sem) 30 KP –Kontrolle durch Präsentationen mit wiss. Diskurs im Masterseminar –Bewertung (qualitativ) auf Basis von Zielvereinbarungsgesprächen und Semesterberichten – Publikation(svorlage) oder Präsentation auf wiss.Tagungen als Ziel im FP3

Stolpersteine

  • Einheitliche, gerechte Behandlung aller Studierenden durch verschiedene Prüfer/Betreuer bedarf langwieriger Abstimmungen und Diskussionen
  • Gleichmäßige Verteilung der Lehrlast auf alle Projektanbieter vs. Wahlverhalten der Studierenden

Beteiligt

Umsetzung: alle Lehrenden des Fachbereichs Oecotrophologie (Angebot feiwillig)
Koordination der Weiterentwicklung: Langzeitprojekt-Kommission unter Leitung von Prof. Heidbüchel

Mathematik-Übungszettel online FB05

Lehrprojekt „Nicht-triviale Mathematik-Übungszettel online“,
Prof. Dr. Christof Menzel

Herausforderung

  • Wie kann man Mathematik-Übungsaufgaben mit wenig Aufwand online so stellen, dass sie automatisch symbolisch ausgewertet werden?
  • Wie soll in Zeiten allgegenwärtiger Software-Systeme für alle mathematischen Probleme der Praxis die Mathematik-Lehre an Fachhochschulen aussehen?

Lösung

Es gibt m.W. noch keine für mich befriedigende Lösung. Ich habe zurzeit einen Ansatz mithilfe des Softwaresystems WIRIS gefunden. Dies ermöglicht die Konstruktion von Übungsaufgaben durch die Lehrenden mit relativ wenig Einarbeitungsaufwand durch die Lehrenden sowie die Eingabe von symbolischen Lösungen durch die Studierenden mit dem Aufwand, den auch der WORD-Formeleditor verlangt.

Es gibt auch noch keine für mich befriedigende fachdidaktische Lösung des Problems sich dahinter verbergenden Problems: Ist eine klassische Mathematik-Vorlesung mit Theorie, Aufgaben und Tutorien das Richtige oder reine Zeitverschwendung?

Vorteile

  • Aktivierung in Mathematik-Lehrveranstaltungen kann nur und aus-schließlich gelingen, wenn die Studierenden die Mathematik kreativ nachvollziehen. Dies geschieht üblicherweise auf dem Weg über Übungsaufgaben.
  • Die Studierenden müssen verpflichtet werden können, die Aufgaben zu bearbeiten und zu einem gewissen Prozentsatz korrekt zu lösen, ohne (allzu viel) abzuschreiben.
  • Das System ermöglicht dies auf dem bisher höchsten Niveau, ohne eine Vielzahl an Tutoren beschäftigen zu müssen.

Nachteile

  • Kosten
  • Notwendige Einarbeitung durch Lehrende und Studierende sowie weiterer Wartungsaufwand
  • So, wie von mir geplant, handelt es sich nicht um eine didaktische Neu-erung, sondern nur eine Automatisierung bestehender Prozesse.

Details

  • Ursprünglich war der Einsatz von JACK (ein computergestütztes Übungs- und Prüfungssystem) geplant. Der Schwenk auf den Test von WIRIS kam, als sich JACK für meine Zwecke als ungeeignet herausstellte.
  • WIRIS (ein kommerzielles Produkt der Firma Maths for More) ermöglicht die Eingabe von rein symbolischen Aufgaben und kann in gewissem Umfang rein symbolische Lösungen mittels eines eingebauten Computeralgebrasystems (CAS) auswerten. Darüber hinaus kann WIRIS auch handschriftliche Eingaben in symbolische Ausdrücke übersetzen und dann auswerten, so dass das Erlernen eines Umgangs mit einem Formeleditor für die Studierenden auch (teilweise) umgangen werden kann. WIRIS- Aufgaben können in Moodle-Tests integriert werden. Wie jedes CAS erfordert WIRIS eine Einarbeitung in Funktionsumfang und Syntax des CAS sowie den Umgang mit einem dem WORD-Formeleditor ähnlichen Eingabeeditor für Aufgaben.
  • Es gibt andere Ansätze, welche gewisse größere Nachteile haben, bspw. Aufgaben in Moodle und ähnlichen Lernplattformen, „MathWeb“ (Projekt Giebermann), OMB+, JACK und sicherlich ähnliche die mir nicht bekannt sind.)

Stolpersteine

Stolpersteine sind vor allem organisatorisch-finanzieller Natur:

  • Der Bereich E-Learning ist personell unterbesetzt.
  • Durch Befristung von WissMA- und SHK-Stellen geht das Know-How nach Ablauf einer Stelle wieder verloren.
  • Kosten: Das System ist zu teuer, um es „nur“ auszuprobieren. Dies stellt für den echten Einsatz ein gravierendes Hindernis dar (Henne-Ei-Problem: Wann soll man mehr Arbeitszeit investieren und eine lauffähige Version gestalten? Wann soll man kaufen?)
  • Mangelnde Entlastung auf Seiten der Lehrenden führt zur Verschiebung.

Beteiligt

Beteiligt sind und waren:

  • Prof. Dr. Großmann, FB 05
  • Cand. Oec. Maria-Sophie Schulz (SHK, FB05) (Stelle ausgelaufen)
  • B.Sc. Sarah Tervooren (ehemals FB05, WissMA bei E-Learning) (Stelle ausgelaufen)
  • Das Team E-Learning mit allgemeinem Support. VP I mit einer zwischenzeitlich ergangenen Zusage, das System WIRIS für eine praktische Erprobungsphase (zunächst für einen FB) anzuschaffen.

Links / Hinweise

JACK: Projekt der UDE unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Goedicke. Das Hauptaugenmerk des Projektes liegt, soweit mir bekannt, auf dem automatischen Auswerten von Programmieraufgaben. Link: http://www.s3.uni-duisburg-essen.de/jack/

OMB+: Online Mathematik Brückenkurs. Dieses System wird an der HN eingesetzt als Angebot für Studierende mit Anfangsschwierigkeiten in Mathematik. Link: https://www.ombplus.de/ombplus/public/index.html

Das MathWeb ist ein von Prof. Dr. Klaus Giebermann entwickeltes, hauptsächlich auf JavaScript basierendes System von Übungsaufgaben zur Mathematik. Es setzt intensive JavaScript-Kenntnisse auf Seiten des Entwicklers voraus. Link: https://www.ombplus.de/ombplus/public/index.html

Der vorliegende Workshop entstand als Ergebnis eines Kleinprojektes JACK&05 an der Hochschule Niederrhein, gefördert im Rahmen der Projektreihe „Digitalisierung in der Lehre ausprobieren“ der Jahre 2016 bis 2018. Abschlussbericht auf Anfrage erhältlich.

WIRIS ist eine grafische Umgebung der Firma Maths for More (http://www.wiris.com/en/contact)  u.a. für das Stellen und automatische Auswerten von Mathematikaufgaben. Es kann in Moodle integriert werden.

Digitale Beratung Studierender FB06

Digitale Beratung im Rahmen des digitalen Lehr-/Lernarrangements 
learning4now, Prof. Dr. Werner Heister

Herausforderung

Die Herausforderung zur Entwicklung eines speziellen Beratungskonzeptes innerhalb des vom Verfasser konzipierten und im Einsatz befindlichen digitalen Lehr-/Lernarrangements learning4now (komplett digitalisierte Lehre) lautet: Wie gelingt die digitale Beratung Studierender im Rahmen digitalisierter Lehre und schafft Mehrwert?

Lösung

Die entsprechende wissenschaftliche Recherche und die Durchführung eines Benchmarkings zum Thema digitaler Beratungskonzepte führt zu unterschiedlichen Vorgehensoptionen: Es gibt digitale Lösungen, die sich ergänzend oder alternativ genutzt werden können (Online-Sprechstunde, Skype Meeting, Telefonkonferenz, Chat, E-Mail-Sprechstunde, 24 - Stunden - Sprechstunde (Hotline), FAQ etc.). Diese mussten fachlich konzipiert, technisch umgesetzt und getestet werden, um dann ein individuelles Konzept für die langfristige Verwendung zu finden. 

Die hinter den Lösungen stehenden digitalen Tools sind im Wesentlichen die, die auch im Rahmen der digitalen Lehre Verwendung finden. Insofern sind sie den digital Lehrenden in der Regel vertraut. 

Vorteile

Die Vorteile der digitalen Beratung liegen insbesondere in folgenden Aspekten:

  • Die Ratsuchenden erhalten eine deutlich schnellere Beratung. Im Extremfall kann eine eingehende Anfrage sofort mit einem direkten Beratungsformat beantwortet werden, z.B. können Ratsuchende sofort mittels Zusendung eines Links in einem Beratungsraum in Adobe Connect eingeladen werden.
  • Sie werden unabhängig vom Ort beraten, gleich wo sie sich aufhalten, sie benötigen lediglich eine Internetverbindung, um sich z.B. zu einer Adobe Connect Sitzung einzuwählen.
  • FAQ - Listen und Hotlines, die von mehreren Personen (auch Mitstudierende) bedient werden, sind sogar als unabhängig von der Zeit anzusehen.
  • Die Beratung wird standardisiert.
  • Die gemeinsame Nutzung und Bearbeitung von Materialien ist möglich. So kann z.B. Gemeinsam an einer Gliederung gearbeitet werden (Etherpad etc.).

Nachteile

Die grundsätzlichen Nachteile, wenn man nur digital miteinander kommuniziert, sind zu beachten: 

  • Fehlen des persönlichen, zwischenmenschlichen Austausches. 
  • Stärkere Überflutung durch Informationen.
  • Höhere Abhängigkeit von der Technik - sie muss funktionieren. 
  • „Permanente“ Erreichbarkeit.

Details

Im Einzelnen kommen im hier beschriebenen Konzept folgende Elemente zum Einsatz:

  • Online-Sprechstunde: Ratsuchende und Beratende treffen sich virtuell in einem Adobe Connect Konferenzraum (Lernräume) und tauschen sich mittels Kamerabild, Audio, Chat, Whiteboard, Option zum Dokumentendownload etc. aus.
  • Meeting mit einem Kommunikationstool wie Skype. Audio und Kamerabild.
  • Telefonkonferenz: Besprechung mittels Festnetzgeräten und Smartphones.
  • Chat: Beratung mittels geschriebenem Text in Echtzeit.
  • E-Mail-Sprechstunde: Gedankenaustausch im Rahmen einer Beratung mittels E-Mail (bzw. Social Media)
  • 24 - Stunden - Sprechstunde (Hotline): Schriftlicher Beratungsdienst, der 24 Stunden zur Verfügung steht, da sich die Mitglieder untereinander beraten (Kollaborationen Beratung)
  • FAQ: Antworten zu besonders häufig gestellten Fragen, häufig auftretenden Problemen (z. B. Ab wie vielen Punkte bestehe ich die Prüfung? Wie kann ich eine Klausureinsicht vornehmen?)
  • Die digitale Beratung wurde meinerseits für Studiengänge im FB 06 und FB 01 angeboten. Es handelt sich um Pflichtveranstaltungen, ich erreiche damit mehr als 500 Studierende pro Studienjahr.   

Stolpersteine

Voraussetzung der Methode ist es, die entsprechende Technik zu beherrschen. Das gilt insbesondere für das Webconferencing mit Adobe Connect. Manchmal müssen den Studierenden per Ferndiagnose sogar technische Hilfestellungen gegeben werden. 

Die Methode fordert Flexibilität und eine Serviceeinstellung. So sollte es zum Beispiel unbedingt die Prämisse sein, den Studierenden schnell helfen zu wollen. Dadurch kann es beispielsweise zu spontanen Einladungen für Begegnung im Conferencing System kommen, die per Mail oder Soziale Medien ausgelöst werden.

Beteiligt

Keine weiteren Personen.

Links / Hinweise 

Die Digitalisierung wird im Konzept learning4now in Anlehnung an das Konzept der Leuphana Universität Lüneburg wie folgt verstanden: 

  • Ein komplexes und breites Verständnis digitalen Handelns.
  • Digitalisierung umfasst „sowohl Lernarrangements - z.B. die Bereit-stellung von Lernarchitektur und -umgebung, Lernmaterialien und Lern-aufgaben als auch darüber hinaus gehende Prozesse der Planung, Verwaltung und Organisation von Lehre und Lernen, die Produktion und Distribution von Inhalten sowie die Unterstützung und Ermöglichung von Kommunikation, Kooperation und Kollaboration“;

www.leuphana.de/lehre/entwicklung/lehrprofil/digitale-lehre.html; 15.08.2019.

Klientengespräche simulieren FB06

Lehrprojekt „Beratungsmethoden“. Autor: Michael Borg-Laufs (FB 06, Psychosoziale Arbeit mit Kindern), Dieter Wälte (FB 06, Klinische und Persönlichkeitspsychologie)

Herausforderung

Wie können Studierende in einem Hochschulseminar wissenschaftlich fundierte und für die Praxis notwendige Beratungsmethoden erlernen?

Lösung

  • Die Dozenten stellen in Kurzvorträgen einschlägige Beratungsmethoden vor und zeigen in ausgewählten Rollenspielen wie das praktisch geht.
  • Die Studierenden üben im Seminar Micro-Skills der Gesprächsführung (Fragetechniken, Beratungsstrategien).
  • Die Studierenden erarbeiten die Lösung typischer Beratungsprobleme (z.B. Umgang mit aggressiven, suizidalen oder fordernden KlientInnen) selbstständig und präsentieren sie der Seminargruppe. In der anschließenden Reflexion wird der Problemhorizont vertieft.  
  • Die Studierenden erhalten in den Lehrskripten ausführliche Literaturangaben, dürfen jedoch selbständig entscheiden, wie sie in einem Fallbericht und in einer mündlichen Prüfung ihr beraterisches Vorgehen wissenschaftlich begründen.

Vorteile

  • Die Studierenden erhalten orientiert an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen einschlägige Arbeitsmaterialien, übernehmen jedoch selbst die Verantwortung für ihre Lernfortschritte.

Details

  • Das Seminar „Beratungsmethoden“ ist Teil des Moduls „Personenbezogene Ansätze: Sozialökologische Beratung“ und bereitet die unter hochschulischer Supervision stattfindenden Praxiseinsätze vor. Es ist eng verbunden mit den Modulen 2 (Biopsychosoziale Grundlagen) und 6 (Fallverstehen/Diagnostik). In beiden Modulen sind wir an der Lehre beteiligt, sodass die Module bestmöglich aufeinander abgestimmt sind.

Lehr-/Lern-methoden bzw. digitale Medien

  • Die zentralen Lehrmethoden dieses Teilmoduls sind Übung (Rollenspiel), abwechslungsreiche Präsentationen der Studierenden (mit Übungen, Rollenspielen, Diskussionen) und das Unterrichtsgespräch, in welches die Lehrenden ihre Praxiserfahrungen einbringen.
  • Zentral ist, dass die Studierenden erhebliche Freiheiten in der Stoffaneignung haben, sich eigene Schwerpunkte setzen können/müssen und nicht einem vorgegebenen Plan folgen müssen.

Stolpersteine

  • Die Studierenden können nicht ohne jede Orientierung alleine die geeignete Literatur finden. Die Lehrenden müssen ein breites Spektrum an relevanter Literatur vorstellen.
  • Studierende neigen dazu, „klassische“ Referate halten zu wollen, sie müssen explizit dazu aufgefordert werden, andere Wege zu gehen und Präsentationen mit Aufforderungscharakter zu gestalten.  

Empfehlung

  • Lassen Sie die Studierenden an Ihrer Praxiserfahrung teilhaben und helfen Sie Ihnen, die Praxiserfahrungen vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Literatur zu reflektieren.

Links / Hinweise

Es existiert ein Lehrbuch zum Seminar, welches die beiden DozentInnen herausgegeben haben. „Psychosoziale Beratung: Grundlagen, Diagnostik, Intervention“ (Kohlhammer).

Prof. Borg-Laufs und Prof. Wälte wurden in 2019 mit dem Lehrpreis in der Kategorie „Innovationen in Lehre und Betreuung an der Hochschule“ für diese Lehrveranstaltung ausgezeichnet.

Formative Übungen in der Selbstlernphase FB07

Prof. Dr.-Ing. Maike Rabe

Anlass des Lehr-/Lernprojektes

Für die Studierenden werden formative Übungen in der Selbstlernphase angeboten. So wird den Studierenden die Möglichkeit geboten, begleitend zum Unterrichtsstoff prüfungsrelevante Inhalte zu vertiefen. Damit soll ein ‚cognitive overload‘ verhindert werden, der entsteht, wenn die Studierenden am Ende des Semesters den gesamten Lernstoff aufarbeiten. Zudem werden im Sinne des Inverted Classroom-Ansatzes die Mathematikanteile in Form digital gestützter Selbstlernphasen ausgelagert. So kann die gemeinsame Lehr-/Lernzeit in den Präsenzsitzungen effektiver genutzt werden. Diese Zeit steht dann für Rückfragen zu den Übungsaufgaben bzw. zur Besprechung von Problemen bei den Übungsaufgaben zur Verfügung.

Lösung

Wöchentlich werden Selbstlernaufgaben über die Moodle-Aktivität ‚Test‘ freigeschaltet. Diese Selbstlernaufgaben orientieren sich an den Inhalten, die in der jeweiligen Woche in den Präsenzsitzungen vermittelt wurden. Begleitend wird das Skript in Moodle hochgeladen. Über die Aktivität ‚Feedback‘ können die Studierenden Fragen an die Lehrende stellen und weitere Übungsaufgaben zu „Problemthemen“ anfragen. Die Tests werden passend zu den wöchentlichen Vorlesungsinhalten freigeschaltet und stehen darüber hinaus bis zum Zeitpunkt der Klausur zur Verfügung. Alle Aufgaben können beliebig oft in frei gewählter Reihenfolge und Auswahl bearbeitet werden Außerdem bieten bereitgestellte Lösungen die Möglichkeit zur Selbstüberprüfung. Dadurch können die Studierenden selbstgesteuert jederzeit mit dem Lernen beginnen. Nur die Feedbackmöglichkeiten sind jeweils an das Thema der Woche gebunden. Wenn die Studierenden in jedem Test mindesten 80% erreicht haben, erhalten Sie zusätzliche Aufgaben zur Klausurvorbereitung.

Vorteile

Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, sich

  • begleitend zum Verlauf der Lehrveranstaltung,
  • zeit- und ortsunabhängig und
  • weitestgehend selbstgesteuert

in prüfungsrelevante Inhalte einzuüben.

Das Selbstlernen wird dadurch unterstützt, dass sie über die Tests umgehend ein Feedback erhalten. Zudem können sie zu Zwecken der Selbstkontrolle nach einem absolvierten Test die Lösung einsehen. Durch die Möglichkeit sich formativ auf die Klausur vorbereiten zu können, kann einer Verdichtung der Lernlast zum Ende des Semesters entgegengewirkt werden.  Durch die Auslagerung der Mathematikübungen in eine freigestellte Selbstlernphase wird darüber hinaus mehr Zeit für andere Inhalte in der Präsenzlehre freigesetzt. So können weitere relevante Fachinhalte vermittelt werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass ein Einblick in das Lern- bzw. Übungsverhalten der Studierenden möglich wird (Welche Aufgaben/ Themen bereiten Schwierigkeiten?). Der Kurs bietet darüber hinaus ein hohes Transferpotenzial. So konnte er beispielsweise mit geringem Aufwand ins Englische übertragen werden.

Herausforderungen

Die Studierenden müssen für die Nutzung die Selbstlerneinheiten ‚begeistert‘ bzw. ‚aktiviert‘ werden.

Digitale Medien

Übungsaufgaben werden über die Moodle-Aktivität Test bereitgestellt. Der Prozess (Aufgaben freischalten und auf Feedback reagieren) kann ebenfalls über Moodle automatisiert gesteuert werden. Für das Einstellen der wöchentlichen Aufgaben sowie die Gestaltung des Kursraums (Anlegen der Aktivitäten) bietet sich die Unterstützung durch eine studentische Hilfskraft an.

Großvorlesung interaktiv gestalten FB07

Lehrprojekt „Großvorlesung interaktiv gestalten“
Anne Schwarz-Pfeiffer (FB 07, Lehrgebiet Interkulturelles Management)

Herausforderung

  • Eine Lehrveranstaltung mit 100% Anwesenheit ohne Anwesenheitspflicht – Wie kann das gelingen?
  • Wie setzen sich Studierende mit Lehrveranstaltungsinhalten aktiv auseinander?

Lösung

  • Kombination aus Wissensvermittlung und Gruppenarbeit während der Präsenzphase und außerhalb der Veranstaltungszeit
  • Summative Prüfungsleistungen, die Verständnis und Anwendung der Inhalte bereits während der Vorlesungszeit abprüfen

Vorteile

  • Deutliche Steigerung der Anwesenheit
  • Aktive Auseinandersetzung der Studierenden mit Veranstaltungsthematiken
  • Anwendung der erlernten Theorien und Modelle, Transfer des erworbenen Wissens auf anwendungsorientierte / berufsspezifische Kontexte

Details

Wesentliche mediendidaktische Elemente des Lehrkonzeptes:

  • Jeder Veranstaltungstermin umfasst eine abgeschlossene Themeneinheit. Jede dieser Einheiten ist schematisch gleich aufgebaut und umfasst eine Präsenzveranstaltung sowie einen Themenabschnitt im digitalen, betreuten Lernraum (Moodle). Der digitale Lernraum ist dabei als fester Bestandteil methodisch und inhaltlich in die Lerneinheit integriert.
  • Die Präsenzveranstaltung setzt sich aus 2 Komponenten zusammen:
    • Wissensvermittlung durch die Dozentin (60-45 Min.)
    • Gruppenarbeit (30-45 Min.)
  • Insgesamt gibt es ca. 20 Gruppen, bestehend aus jeweils 5 Studierenden. Zu jeder Einheit werden 10 Transferaufgaben zufällig auf die Gruppen verteilt. Je zwei Gruppen bearbeiten damit unabhängig dieselbe Aufgabenstellung. Die Aufgaben sind themenabhängig und umfassen Fallbeispiele, Modellanwendungen, Schreiben von Rollenspielen u.ä. Jede Gruppe muss am Ende der Gruppenarbeitszeit ein Dokument mit dem Gruppenergebnis in den gemeinsamen digitalen Lernraum hochladen. Diese Abgabe umfasst neben der bearbeiteten Aufgabe eine, von den Gruppenmitgliedern erarbeitete, zu ihrer Aufgabe passenden, Testfrage.
  • Während der Gruppenarbeitsphase moderiert und begleitet die Dozentin die Gruppenarbeit.

Lehr-/Lernmethoden bzw. digitale Medien

Der digitale Lernraum begleitet und unterstützt die Präsenzveranstaltung organisatorisch und methodisch. Zusätzlich bietet er den Studierenden einen Ort für die Gruppenarbeit (außerhalb der Präsenzveranstaltung), zur Nachbereitung der Einheit und für das Selbststudium (auch hinsichtlich Prüfungsvorbereitung). Für die Pflege des Lernraums und seiner digitalen Tools (Unterstützung der Dozentin) sowie für Anfragen (z.B. von Studierenden zu diesen Tools) ist eine stud. Hilfskraft zuständig. Sie beantwortet Fragen und unterstützt, wenn nötig, bei der Nutzung der Funktionen in Moodle.

Der digitale Lernraum umfasst

  •  Individuelle Gruppen-Arbeitsbereiche
  •  Peer Review Funktionen
  •  Ergebnisse der Gruppenarbeiten

Jede Gruppe hat einen individuellen Arbeitsbereich. Dieser unterstützt (auch außerhalb der Präsenzphase) die Kommunikation und Kollaboration innerhalb der Gruppe durch synchrone Texteditoren (Etherpad), Dokumentenverzeichnisse zum Austausch von Dateien etc.
Die Gruppenarbeitsbereiche werden von den Gruppenmitgliedern selbst organisiert und individuell genutzt.

  • Der Austausch zwischen den Gruppen wird durch die Peer Review Funktionen in Moodle realisiert. Die Gruppenaufgaben werden nach jeder. Einheit im gemeinsamen Lernraum hochgeladen und in wechselnder Zuordnung von mind. zwei anderen Gruppen bewertet. Von einer Gruppe mit der gleichen Arbeitsaufgabe und einer mit einer anderen Aufgabe

Stolpersteine

  • Vorgehen setzt voraus, dass in jeder Studierendengruppe ein Laptop zur Präsenzveranstaltung mitgebracht wird.
  •  Veranstaltungsraum muss gruppenarbeitstauglich sind?

Empfehlung

Einfach ausprobieren - Alle Beteiligten haben erheblich mehr Freude an der Veranstaltung.

Beteiligt

Stefanie Masella (Team digitale), Sarah Wossack, Joel Schüssler

Links / Hinweise

Konzept wurde schriftlich ausgearbeitet und wird gerne zur Verfügung gestellt.

Studis bewerten Studis FB07

Lehrprojekt „Studis begutachten Studis: Peer Review in der Lehre einsetzen“, Prof. Dr. Schwarz-Pfeiffer

Herausforderung

Wie kann das Peer-Review-Verfahren zwischen Studierenden gelingen?

Lösung

  • Studierende haben im Team während der Vorlesung eine Gruppenaufgabe bearbeitet. Diese Aufgabe wurde anschließend, außerhalb der Präsenzveranstaltung, von zwei anderen Teams begutachtet. 
  • Peer-Review wurde in Moodle durchgeführt und war Teil der Prüfungsleistung.

Vorteile

  • Durch das Peer Review haben die Studierenden gelernt konstruktiv Feedback zu geben, und mit diesem umzugehen, so dass sie ihre Kommunikations- und Kritikfähigkeit üben können.

Nachteile

  • Studierende haben dies als zeitraubende, zusätzliche Arbeitsbelastung angesehen. 

Details

  • Peer Review Verfahren wurde in der Vorlesung „Interkulturelles Management“ mit ca. 140 Studierenden (2. Semester) im deutschsprachigen Studiengang „Textil- und Bekleidungstechnik“ eingesetzt. Es handelt sich um ein Testatfach.
  • Peer-Review wurde anhand von vorgegebenen Kriterien durchgeführt
  • Jedes Team musste pro Woche zwei Peer Reviews durchführen. Durchführung hat das Team selbst organisiert.

Stolpersteine

  • Da der Sinn durch die Studierenden in Frage gestellt wurde, muss das Peer-Review-Verfahren anders in die Vorlesung eingebunden werden. 
  • Idee: Peer Review wird in Präsenzveranstaltung eingebunden, und Wissensvermittlung erfolgt außerhalb der Präsenzveranstaltung

Beteiligt

Stephanie Masella, Sarah Wieja, Joel Schüssler

Aktivierung in Vorlesungen FB08

Lehrprojekt „Raus aus der Anonymität in Großveranstaltungen“, Regina Hahn

Herausforderung

Wie lassen sich bekannte Prinzipien und Methoden der aktivierenden Lehre bei einer Gruppengröße von über 300 Studierenden umsetzen?

Lösung

  • Aufbrechen der Großgruppen-Anonymität durch Bildung von Lerngruppen, die semesterbegleitend in und außerhalb der Veranstaltung zusammen arbeiten
  • Ermöglicht Anwendung und Adaption bekannter Methoden der aktivierenden Lehre

Vorteile

  • „Klassischer“ Mehrwert aktivierender Lehre: „vom Teaching zum Learning“ -  auch in einer Großveranstaltung
  • Deutlich höhere Motivation der Studierenden
  • Verstärkte Beteiligung an und in der Veranstaltung
  • Einbindung „ruhigerer“ Studierender, die sonst „in der Masse untergehen“

Nachteile

Siehe Stolpersteine

Details

  • Studierende aus 6 verschiedenen Studiengängen (Betriebswirtschaft (dual), Wirtschaftsinformatik (dual, Teilzeit), Internationales Marketing)
  • Pflichtveranstaltung 1. Semester
  • Wintersemester: ~300 Studierende, Sommersemester: ~200 Studierende
  • Ergänzung durch Tutorium und Repetitorium
  • Konkrete Maßnahmen
    • Zurücknahme und Optimierung frontaler Lehre (Arbeitsaufträge, Lernstopps etc.) zugunsten aktivierender Lehre und Selbsterarbeitung
    • Durchgängige Umsetzung grundlegender didaktischer Prinzipien wie Sandwich-Prinzip, Transparenz und Wiederholung (auch mit Hilfe von Blended Learning, z.B. in Form angeleiteter Übungsaufgaben und Tests im Moodle, Erstellung eines gemeinsamen Wikis etc.)
    • Anwendung etablierter Methoden für Großgruppen (Buzz Groups, Kurzstatistik, Zettelkasten etc.)
    • Bildung von Lerngruppen als Voraussetzung zur Adaption von Kleingruppen-Methoden wie Dialektik, Pro-Kontra-Diskussion, Expertengruppen, Take-Home-Messages, Selbstreflexion etc.

Stolpersteine

  • Hinreichend großer Veranstaltungsraum erforderlich, damit Kleingruppen ausreichend Platz zur gemeinsamen Erarbeitung haben
  • Detaillierte organisatorische Vorplanung erforderlich, um Verwirrung und Chaos zu vermeiden (z.B. beim Einsatz von Expertengruppen)
  • Durchhalten der Lerngruppen bis zum Ende des Kurses (Zahlen der (freiwilligen) Einreichungen nehmen im Laufe der Zeit immer weiter ab)
  • Digitalisierung der Veranstaltung (z.B. Online-Gruppenarbeit während der Veranstaltung), da kein ausreichend leistungsfähiges W-LAN im Hörsaal

Links / Hinweise

 

Online-Lehre international mit COIL FB08

Lehrprojekt „Online-Lehre international mit COIL“
Martin Wenke (FB 08, Lehrgebiet Ökonomie, Ökologie und Ethik)

Herausforderung

Wie kann eine Zusammenarbeit von Lehrenden und Studierenden über Ländergrenzen hinweg und innerhalb eines gemeinsam entwickelten  und umgesetzten Lehr-Moduls zu einem sehr aktuellen Thema (gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen - CSR) funktionieren, ohne dass beide Gruppen reisen müssen?

Corporate Social Responsibility (CSR) ist spätestens nach der EU-Berichterstattungspflicht für große Unternehmen ab 2017 ein wichtiges europäisches Managementthema. Unternehmen müssen Kompetenzen und Fähigkeiten entwickeln, um sich diesen neuen Herausforderungen stellen zukönnen. Entsprechend werden neue kompetente und qualifizierte Fachkräfte benötigt. Für Lehrende eröffnet diese Entwicklung sowohl Herausforderungen als auch Möglichkeiten, neue Wege zu entwickeln, um über das Thema Nachhaltigkeit und CSR zu lehren. Für Wirtschaftsstudierende und angehende Fachkräfte ist es zum einen wichtig zu verstehen, wie Unternehmen ihre strategischen Ziele im gegenwärtigen Geschäftsumfeld priorisieren und wie sie ihre strategischen Planungsprozesse anpassen können, zum anderen müssen sie verstehen, wie in einem internationalen Team, in einem internationalen digitalisierten Arbeitsumfeld ein Austausch von Wissen stattfinden kann.

Lösung

Nutzung des COIL (Collaborative Online International Learning) Ansatzes unter Verwendung der Lehrmanagementsystems Moodle und weiterer dort integrierter Werkzeuge.

Mit dem Lehrinnovationsmodul CSR Online Module bieten drei Hochschulen internationalen Studierenden die Möglichkeit, sich auf ihre zukünftigen Berufe in einer digitalisierten Welt vorzubereiten. Das „Online Module CSR“ entwickelte die bestehende Lehrpraxis in zweierlei Hinsicht weiter: Zum einen wurde der internationale Aspekt von CSR durch die Kooperation mit den Partnern HAMK University of Applied Sciences (Finnland) und der Hochschule Bern (Schweiz) abgebildet, zum anderen „simulierte“ die ausschließlich online über das Lernmanagementsystem Moodle angebotene Lehre, die im modernen internationalen Management gängige virtuelle Kommunikationspraxis. In sechs Teams hatten die internationalen Studierenden die Möglichkeit, an virtuelle Besprechungen und Präsentationen in Adobe Connect teilzunehmen. Auch konnten die Studierenden in sogenannten „Coaching Sessions“ wöchentlich ein Coaching mit dem Supervisor des jeweiligen Blocks buchen. Die insgesamt drei Blöcke zu je vier Wochen wurden jeweils von einem Professor einer Hochschule geleitet. Innerhalb dieser Wochen mussten die Studierenden wöchentlich Einzelund Gruppenarbeiten anfertigen und einreichen. Die Blöcke waren dabei thematisch inhaltlich gegliedert und sachlogisch entsprechend der regelmäßigen CSR-Strategieentwicklung und –umsetzung aufeinander bezogen:

CSR-Strategie: HAMK, FIN
CSR-Management: Hochschule Niederrhein, D
CSR und Konsumentenverhalten: Hochschule Bern, CH.

Vorteile

  • Lehrende und Studierende kooperieren ausschließlich online zu einem vereinbarten Thema (aus dem Bereich Corporate Social Responsibility) in international gemischten Projektgruppen, zu (tw. flexibel) vereinbarten Zeiten ohne die Notwendigkeit zu reisen.
  • Sie sammeln Erfahrungen zur Online-Kollaboration in internationalen Projektteams, wie sie auch regelmäßig im Businessbereich umgesetzt wird.
  • Das sogenannte Computer Supported Collaborative Learning (CSCL) hat als didaktische Methode das Lernen in Gruppen technologisch unterstützt. Studierende der beteiligten Hochschulen lernen auf diese Weise das komplexe Thema CSR für die unterschiedlichen Managementaspekte einzuordnen, die entsprechenden strategischen und operativen Ziele abzuleiten und deren Umsetzbarkeit zu beurteilen. Darüber hinaus lernen sie, konkrete Anwendungsszenarien zu entwickeln und machten Erfahrungen ähnlich strukturierter Projektkollaborationen in internationalen Teams, wie sie auch in zukünftigen Berufen der Studierenden gelebt werden. Dabei stellen sich die Studierenden in der Gruppenarbeit Herausforderungen wie unterschiedliche Sprachen und Arbeitskulturen bzw. Vorgehensweisen.

Details

  • Eine Projektgruppe aus 3 Lehrenden (HN, HAMK (FIN), HS Bern (CH)), einer wiss. MA digitaLe, HN und 3 Masterstudierenden hat das Konzept zwischen Oktober 2018 und Januar 2019 entwickelt. In der Zeit Februar bis April 2019 wurde der Modul-Pilot durchgeführt. Im Sommer 2019 wurden Anpassungen des Moduls diskutiert und im WS19/20 in den 3 beteiligten Hochschulen erstmals curricular umgesetzt.
  • Das Modul ist in den BA-Studiengang Betriebswirtschaft (BBW) als Wahlpflichtveranstaltung über 2 Wahlfenster im selben Semester mit insgesamt 10 cp eingebettet. Es wird regelmäßig über 12 Wochen online durchgeführt, nach weiteren 2 Wochen erfolgen die Abschlusspräsentation und die Abgabe der am Ende zu erstellenden Hausarbeit. Das Modul ist für insgesamt 30 Studierende (je 10 aus den beteiligten Hochschulen) ausgelegt.

Lehr-/Lernmethoden bzw. digitale Medien

  • Neben Moodle als Lernmanagementsystem werden eine Reihe der dort anlegbaren Instrumente und Links genutzt. Die Zwischen- und Endpräsentationen sowie die in der Zwischenzeit angebotenen Coaching-Sessions werden über AdobeConnect organisiert. Schließlich werden unterschiedliche Aufgabentools, solche für die Gruppen-interne Kommunikation oder aber die Aufnahme von Screencasts verwendet.

Stolpersteine

  • Hoher Workload, gerade bei der Entwicklung und Erstimplementierung;
  •  technische Hindernisse, gerade auch bei der Bewältigung internationaler Studierendengruppen (Eischreibemodus und Hosting der Lehrplattform);
  • Verlässlichkeit der beteiligten Kolleginnen/Kollegen; Unterstützung durch die Institution (beide vorgenannten Aspekte in diesem Modul absolut kein Problem!);
  • „Lerneffizienzideen“ bei einigen Studierenden, Suche nach Möglichkeiten, sich als Trittbrettfahren und Wegducker zu gerieren oder gar negative Gruppendynamiken auszulösen.
  • unterschiedliche Semesterzeiträumen der drei Partnerhochschulen
  • Organisation des „boarding“ der Gaststudierenden auf das Lernmanagementsystem Moodle und der damit einhergehenden Koordination der Gruppen. Während des laufenden Moduls stellte sich vor allem die gruppeninterne Kooperation als Herausforderung für die Studierenden dar.

Empfehlung

  • Für eine gelungene Umsetzung der Idee hat sich der Pilot als extrem nützlich erwiesen. Insbesondere die hier gewonnenen Erfahrungen sowie die systematische Erfassung der studentischen Rückmeldungen haben dazu geführt, dass grundsätzliche Stolpersteine (s.o.) frühzeitig weggeräumt werden konnten.
  •  Darüber hinaus sollte der Aufwand für Vorbereitung, aktive Begleitung/Monitoring sowie Aktualisierung der Materialien im Rahmen solcher Online-Module nicht unterschätzt werden.
  • Schließlich sind die Herausforderungen gruppeninterner Dispute gerade bei internationalen Studierendengruppen sowie die Möglichkeiten des „hiding“ hinter den persönlichen Icons anzunehmen und möglichst klare Regeln des Umgangs hiermit vorab zu formulieren.
  • Wahl verlässlicher, belastbarer und flexibler Kolleginnen/Kollegen
  • für ein Online Modul sollte ein ausreichendes Zeitbudget für die Planungsphase (inhaltliche Struktur, Lehr- und Lernmethoden, „Technik“, notwendige Materialien) eingeplant werden.
  • Online-Aufgaben sollten nicht zu umfangreich und die notwendige Bearbeitungszeit der Studierenden großzügig geplant werden.
  • Darüber hinaus sollte ein direktes persönliches Coaching der Studierenden in den beteiligten Hochschulen vor Ort vorgesehen werden.

Beteiligt

Sabine Hoffmann, wiss. digitaLe (HN), Prof. Dr. Marie Brechbühler Pésková (HS Bern, CH), Dr. Iris Humala (HAMK University of. Appl. Sciences, FIN)

Links/Hinweise

Infos zum COIL-Ansatz: onlineinternationallearning.org/about/ oder www.youtube.com/watch

Brechbühler Pešková, Marie; Sabine Hoffmann, Iris Humala, Martin Wenke (2019): International Online Module CSR (BA) – Strategy, Management and Consumer Behaviour (2019). Paper presented at the Conference “ACCELERATING THE IMPLEMENTATION OF SUSTAINABLE DEVELOPMENT IN THE CURRICULUM”, Stockholm, Sweden 10th-11th September 2019

Programmieren in großen Veranstaltungen FB08

Lehrprojekt „Programmieren lernen in großen Veranstaltungen“
Prof. Dr. Detlev Frick (FB 08, Wirtschaftsinformatik)

Herausforderung

Herausforderung Kompetenzförderung im Hinblick auf die objektorientierte Programmierung inden Modulen „Objektorientierte Programmentwicklung 1 (OOP1)“, „Objektorientierte Programmentwicklung 2 (OOP2)“ und „Algorithmen und Datenstrukturen (A&D)“ in großen Veranstaltungen im Studiengang Bachelor Wirtschaftsinformatik (BWI). In großen Veranstaltungen ist es nicht möglich, Studierenden individuelles Feedback auf Aufgabenlösungen zu geben. Ohne Feedback ist der Lernerfolg deutlich eingeschränkt. Das Verständnis für die Programmierung und die Sicherheit in der Umsetzung von Programmieraufgaben wird durch die Anzahl der absolvierten Übungsaufgaben und durch ihre Praxisnäher größer – das lässt sich kaum in großen Veranstaltungen umsetzen.

Lösung

Übungsaufgaben, Peer-Reviews und automatisierte Tests (Jack/JUnit)“:

  • Interaktive Übungsaufgaben auf der Lernplattform Moodle helfen dem Einzelnen helfen, Programmierkenntnisse zu trainieren, den eigenen
  • Wissensstand zu erfassen und sich selbst zu prüfen.
  • Im Rahmen von Peer-Reviews erhalten die Studierenden die Möglichkeit, sich gegenseitig zu bewerten. Durch dieses Vorgehen soll die
  • Selbstreflektion gefördert werden, indem sich die Studierenden mit anderen Arbeiten auseinandersetzen können, aber auch das Feedback zur eigenen Arbeit erhalten.
  • Die durchzuführenden Praktika werden in Rahmen von Peer-Reviews bewertet.

Vorteile

Der bisherige Aufgabenpool konnte deutlich ausgebaut werden. Die Aufgaben wurden um eine Musterlösung erweitert.

  • Employability - Vorbereitung auf zukünftige Professionen/Berufe
  • Förderung der gegenseitigen Unterstützung
  • Studentisches Peer-Feedback ermöglicht eine individuelle Rückmeldung auf eine Aufgabenlösung. Durch den Einsatz von Peer-Reviews konnte der Aufwand begrenzt werden und die Studierenden können mehr Aufgaben bearbeiten.

Details

Employability: Durch die intensive Einübung der gelehrten Inhalte haben die Studierenden Fertigkeiten in der Programmierung entwickeln, die im Berufsbild des Wirtschaftsinformatikers wichtig sind.
Prüfungsvorbereitung und Nachnutzung: Die Prüfungen (Klausuren) werden für die Studierenden nicht mehr ein so großes Problem darstellen und die Fertigkeiten lassen sich in weiteren Modulen („Software-Entwicklung mit dem .Net-Framework“, „Software-Entwurf“, „Game-Design und Programmierung“, „Web-Anwendungen“) sinnvoll einsetzen. Die Zielerreichung konnte sich dadurch messen lassen, dass mehr Studierende die freiwilligen Angebote annehmen.
Transferpotential: Auf alle Veranstaltungen, in denen ein hoher Übungsanteil für die Lernzielerreichung essentiell ist, können die Ergebnisse dieses Projekts übertragen werden. In vielen Fachbereichen werden für verschiedene Programmiersprachen Module angeboten. In allen diesen Modulen können die Vorgehensweise direkt eingesetzt werden. Individualisierung des Lernens: Anpassung der Lernschritte an individuelle Lernbedarfe. Unterstützung von Prozessen des Selbststudiums im Rahmen des Peer Reviews.

Lehr-/Lernmethoden bzw. digitale Medien

  • Nutzung und Erstellung freier Lernmaterialien, Zugriff auf vorhandene Aufgabenangebote aus Lehrbüchern, Open Courses und MOOCs.
  • Die Anbindung an das Tool „Jack“ wurde getestet und weitere notwendige Entwicklungsaufgaben in einen Forschungsantrag eingebracht.

Stolpersteine

  • Der Test des Tools „Jack“ hat noch einige Vorbedingungen gezeigt, die erst erfüllt werden müssen. Hier sind noch Entwicklungen in Jack durchzuführen, die in Rahmen eines Forschungsantrags formuliert wurden.
  • Das Peer Review in Moodle hat im Projekt noch Bugs gezeigt, die eine genaue Überwachung des gesamten Prozesses erfordert haben.

Empfehlung

  • Nehmen Sie sich in einem solchen Projekt nicht zu viel vor.
  • Nutzen Sie vorhandene Materialen aus OER-Angeboten.
  • Versuchen Sie die Komplexität der Aufgabenstellung möglichst zu minimieren.

Beteiligte

Prof. Dr. Detlev Frick (FB 08)
Mediendidaktikerin: Sabine Hoffmann
WHK: Julian Enke
SHK: Jonathan Zukovsky

Einsatz eduVote in der Lehre FB10

Annette Schmidt M. Sc., Fachbereich Gesundheitswesen

Anlass des Lehr-/Lernprojektes

In einem Studiengang mit Dual- und Teilzeitstudierenden bringen die Studierenden einen sehr heterogenen Wissensstand sowie berufliche Erfahrungen mit. In manchen Seminaren zeigt sich eine geringe Anwesenheit und eine z.T. unzureichende Vorbereitung der Studierenden. Zudem haben die Studierenden wiederholt Schwierigkeiten bei bestimmten Klausuraufgaben.

Lösung

Mit dem Live-Abstimmungstool ‚eduVote‘ soll der Einstieg in ein Seminar erleichtert und die Studierenden ‚abgeholt‘ werden. Mittels Multiple-Choice-Fragen werden die Inhalte der vorangegangenen Lehreinheit wiederholt sowie der aktuelle Kenntnisstand aus den unterschiedlichen Berufsschulen erfasst. Indem die Studierenden mit ihren mobilen Endgeräten an der Abstimmung teilnehmen und anschließend die sichtbaren Ergebnisse diskutieren, wird eine aktive Mitarbeit ermöglicht (besonders in größeren Veranstaltungen). Zudem dienen die Fragen in der Abstimmung als Vorbereitung auf ähnliche Klausuraufgaben.

Vorteile

Durch das Live-Abstimmungstool wird das Ergebnis der Abstimmung direkt visualisiert, was mehrere Vorteile mit sich bringt:

Die Lehrperson erhält ein Feedback über die Vorkenntnisse und den aktuellen Wissenstand der Studierenden und kann darauf reagieren. Die Studierenden werden durch die Abstimmung aktiviert und durch die Visualisierung zu Diskussionen über die unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten angeregt. Kommunikations- und Argumentationskompetenz werden dadurch gestärkt. Die Studierenden bereiten sich zukünftig stärker auf die Veranstaltung vor.

Der Einsatz des Live-Abstimmungstools ist niedrigschwellig, einfach in der Bedienung und schnell in der Anwendung.

Herausforderungen

Besonders bei der erstmaligen Durchführung der Live-Abstimmung kann die technische Nutzung eine Hürde darstellen und Stress bei den Studierenden als auch bei der Lehrperson verursachen. Bei der Wahl des Abstimmungstools ist darauf zu achten, dass über manche Fragenformate nur bestimmte Kompetenzen abgebildet werden können; dies ist vor dem Hintergrund der Prüfungsleistung abzugleichen. Bei einer zu kleinen Studierendengruppe (<10) als auch bei einer zu großen Gruppe kann der Einsatz des Live-Abstimmungstools eher zu einer Hemmung der Interaktion zwischen den Studierenden führen. Insgesamt muss auf einen zielgerichteten, mäßigen Einsatz des Live-Abstimmungstools geachtet werden, um die Effektivität nicht durch einen inflationären Gebrauch des Tools zu schwächen.

Digitale Medien

In der Veranstaltung wurde das Live-Abstimmungstool ‚eduVote‘ eingesetzt. Als digitale Endgeräte nutzen die Studierenden Smartphones, Laptops und Tablets.

Empfehlung

Eine Live-Abstimmung eignet sich besonders zur Wiederholung und/oder Zusammenfassung am Ende der Veranstaltung. Das Tool ‚eduVote‘ kann dabei gerne mit weiteren interaktiven Methoden verknüpft werden, da bei ‚eduVote‘ nur Multiple Choice- und Ja/Nein-Fragen möglich sind. Vorsicht beim Einsatz bei zu kleinen Gruppen, da hier der Vorteil der Anonymität obsolet ist; hier sind andere Methoden oft geeigneter. Insgesamt sollte beim Einsatz einer digital gestützten Live-Abstimmung der (Zeit-)Aufwand vs. Nutzen abgewogen werden! Eine Live-Abstimmung sollte nur an ‚inhaltlich sinnvollen‘ Stellen eingesetzt sowie die Anzahl der Fragen nicht zu hoch gesetzt werden.

Links / Hinweise

Kontakt: annette.schmidt@hs-niederrhein.de oder 02151 822-6688

Planspiele interdisziplinär nutzen FB10

Lehrprojekt „(Plan-)Spielend über den disziplinären Tellerrand schauen“
Prof. Dr. Dagmar Ackermann

Herausforderung

Wie kann ein modulabschließendes, prüfungsbezogenes Lernen überwunden werden und die Verknüpfung der Module eines Studiengangs fächer- und disziplinenübergreifend anwendungsorientiert gelingen?

Lösung

Die Studierenden nehmen in zwar fiktiven, aber trotzdem realistischen Szenarien komplexe Planungs- und Entscheidungsaufgaben wahr und werden mit den IT-basiert simulierten Ergebnissen ihrer Entscheidung konfrontiert. Diese sind dahingehend zu analysieren, welche Ursachen maßgeblich für die festzustellenden Ergebnisse sind. Auf der Grundlage der jeweiligen Simulationsergebnisse bearbeiten die Studierenden zeitlich aufeinander folgende, unterschiedliche Szenarien, in denen sie mit wechselnden, für die Planungen relevanten Einflussfaktoren konfrontiert werden.

Vorteile

  • Die Studierenden haben die Möglichkeit, im Spiel realitätsnahe Rollen einzunehmen, was die Identifikation mit den zu bewältigenden Aufgaben erleichtert und den Spaß in der Lernsituation fördert.
  • Durch die Möglichkeit des Einbaus von spielerischen Wettbewerbs-elementen auf der Basis vergleichender Analysen steigt die Motivation.
  • Für die Analyse, Planung und Entscheidung sind Methoden aus allen Modulen des Studiengangs heranzuziehen, ohne dass im Vorhinein vom Lehrenden bekannt gegeben wird, welche Methoden anzuwenden sind. Das fördert die Selbständigkeit.
  • Die ständige Frage nach der Musterlösung entfällt, da es diese so nicht gibt. Das führt hin zu einem aktiv gestalteten, produktiven Lernen und damit weg von einem überwiegend rezeptiven Lernen.
  • Die Studierenden verstehen die Module des Studiums zunehmend als Werkzeugkasten, der situationsadäquat genutzt werden kann.
  • Der Bedeutung der einzelnen Module und ihr Zusammenwirken für die spätere Berufstätigkeit wird erlebbar.
  • Die Studierenden arbeiten in Teams in Kleingruppen miteinander und gestalten selbst aktiv Inhalte und Umfang ihrer Arbeit und können Arbeits-teilung praktizieren.
  • Sie trainieren persönliche Kompetenzen wie Selbstorganisation, Verlässlichkeit, Termintreue, aktive und passive Kritikfähigkeit.
  • Es werden andere als die üblicherweise in Vorlesungen und Seminaren angesprochenen Lerntypen erreicht: eher die haptisch und kinästhetisch zu Motivierenden als auditiv und visuell Orientierte.

Nachteile

  • Die Komplexität der Szenarien erfordert solide methodische Vorkennt-nisse.
  • Nicht alle Studierende sind bereit, sich mit einer ihnen zugewiesenen Rolle zu identifizieren und als Teamplayer zu agieren.
  • Das Erreichen der Lernziele lässt sich nur schwer mit den gängigen Prüfungsformen überprüfen. Die Konzeptionierung passender Prüfungsformen ist erforderlich.

Details

  • Erwerb von Planspiellizenzen aus QV-Mittel für die Planspiele
    • Social-Management (Thema: Leitung eines Altenpflegeheims)
      • im Studiengang BA Health Care Management
      • Pflichtmodul im 5. Semester
      • ca. 120 Teilnehmer pro Jahr
      • zur Zeit 3 Spiele im Wintersemester
      • zukünftig 2 Spiele im Wintersemester, 1 Spiel im Sommersemester
    • Hospital-Management (Thema: Leitung eines Krankenhauses)
      • im Studiengang MA Health Care
      • Pflichtmodul im Schwerpunkt Management im 2. Semester
      •  ca. 20 Teilnehmer jeweils im Sommersemester
    • People-Management (Thema: Führung von Mitarbeitern in einem Change-Prozess)
      • im Studiengang MA Health Care
      • Pflichtmodul im Schwerpunkt Management Hospital-Management im 2. Semester
      • ca. 20 Teilnehmer jeweils im Sommersemester
  • Entwicklung einer eigenen, die aktuellen Erfordernisse des Sektors berücksichtigenden Version des Planspiels Social Management, einsetzbar sowohl im Studiengang BA Health Care Management als auch im Studiengang Pflege, perspektivisch auch interessant für den Studiengang Soziale Arbeit, zukünftig auch Optionen für Hospitality Management denkbar

Stolpersteine

  • Die Studierenden müssen sich mit dem Spielinhalt vor Beginn des Spiels, evt. gestützt durch ein entsprechendes Onboarding, auseinandersetzen.
  • Die Teilnehmerzahl einer Spielgruppe sollte auf 3 bis maximal 5 Personen begrenzt sein.
  • In einem Spiel sollten nicht mehr als 5 bis 6 Gruppen gleichzeitig agieren, um ein angemessenes Coaching der Teams durch die Lehrperson zu ermöglichen. Ein Coaching durch ein Lehrenden-Tandem ist empfehlens-wert. Dann können bis zu 8 Gruppen betreut werden.
  • Planspiele passen nicht zwingend in das übliche Stundenplanraster von 90 Minuten, da Studierende sich in die Spielsituation hineinbegeben müssen. Deshalb sind i.d.R. die Spiele als Blockveranstaltungen zu planen.
  • Kleinere Seminarräume, in denen maximal 3 Gruppen, getrennt durch Pinwände arbeiten können, erleichtern die Teambildung.
  • Hilfsmittel wie Pinwände, Flipcharts, Moderationskarten sollten zu Nutzung bereitstehen.
  • Da inzwischen viele Planspiele browserbasiert gespielt werden können (was die Organisation sehr erleichtert), sollten pro Gruppe mindestens 2 Laptops oder Tablets zur Verfügung stehen und eine ausreichende WLAN-Anbindung in den Gruppenräumen sichergestellt sein.

Beteiligt

an Durchführung und Entwicklung: Dipl.Ges.-Ök. Heike Koß-Hülsen
an Durchführung: Prof. Dr. Andreas Klein sowie N.N. 
TOPSIM – Unternehmensplanspiele: Learning Business by Doing Business 

Links / Hinweise

TOPSIM: topsim.com/de/
SAGSAGA - Gesellschaft für Planspiele in Deutschland, Österreich und Schweiz e.V.: www.sagsaga.org
Zentrum für Management Simulation der Dualen Hochschule Baden-Württemberg: zms.dhbw-stuttgart.de/das-zms/
Zentrum für Interaktive Lehre im Institut für Projektorientierte Lehre an der Hochschule Emden-Leer: oldweb.hs-emden-leer.de/nl/forschung-transfer/institute/ipro-l/zentrum-fuer-interaktives-lernen-planspielzentrum/skailab-planspiele.html
Böltz, Ulrich (Hg., 2015):Planspiele und Serious Games in der beruflichen Bildung: Auswahl, Konzepte, Lernarrangements, Erfahrungen - Aktueller Katalog für Planspiele und Serious Games (Berichte zur beruflichen Bildung), 5. Auflage, Bielefeld: Bertelsmann
Hauff, Mechthild; Heidemann, Dirk; Schumacher, Eva-Maria: Szenario-basiertes Lernen. Ein Konzept für die Entwicklung von Führungskompetenz im Masterstudiengang an der Deutschen Hochschule der Polizei Münster (G 5.9). In: Berendt, B. et al (Hrsg.) (2007): Neues Handbuch Hochschullehre. Berlin. (= 31. Ergänzungslieferung)
Strahringer, Susanne und Leyh, Christian Hrsg. (2017): Gamification und Serious Games, Wiesbaden: Springer Vieweg

 

 

 

Digitale Simulationen

Sie wollen in Ihren MINT-Grundlagenveranstaltungen abstrakte Prozesse darstellen und dabei die Studierenden aktivieren? Mit virtuellen Simulationen kann das explorative Lernen besonders gut umgesetzt werden, indem z.B. Hypothesen aufgestellt und anhand der Variation von Parametern in der Simulation Gesetzmäßigkeiten, abstrakte Prozesse und unsichtbare Mechanismen überprüft werden. In Kombination mit Live-Abstimmungen (> z.B. eduVote) können die Studierenden diskutieren und ihr Wissen aktivieren, anwenden und überprüfen.

Eine Plattform, die für den Bereich Mathematik und Wissenschaft interaktive kostenlose Simulationen anbietet, ist PhET Simulationen. Intuitiv und spielerisch können Studierende verschiedene Themen der Physik, Chemie, Biologie, Mathematik und Geowissenschaften ausprobieren. Die Simulationen werden in den Formaten Java, Flash oder HTML5 angeboten und können heruntergeladen oder direkt in Moodle eingebunden werden. Alle Simulationen stehen dabei unter einer CC-BY Lizenz. Daneben gibt es für Lehrpersonen begleitende informative Video-Tutorials sowie Arbeitsmaterialien zum Einsatz der Simulationen in der Hochschullehre. Die TU Darmstadt listet dieses Tool im Rahmen von Open Educational Resources für natur- und ingenieurwissenschaftliche Fächer.

Hinweis: Wir machen darauf aufmerksam, dass bei einer Registrierung möglicherweise personenbezogene Daten an Dritte weitergegeben werden können.

Online kollaborieren und kommunizieren

Sie möchten die Kollaboration und Kommunikation Studierender online fördern? Computer Supported Collaborative Learning (CSCL) stellt eine technische Unterstützung der didaktischen Methode des Lernens in Gruppen dar. Das soziale Lernen, Kollaborieren und Kommunizieren findet hier mit einem persönlichen Endgerät wie beispielsweise einem Smartphone oder Tablet-PC statt. Durch die Integration von Kommunikations- und Kollaborationsmedien in Lehrveranstaltungen, können Studierenden berufsrelevante Qualifikationen wie beispielsweise das Präsentieren von Lernergebnissen in einem virtuellen Raum vermittelt werden1.

Die digitale Pinnwand (oder auch digitale Tafel) unterstützt schnelles und unkompliziertes Teilen von Texten, Kommentaren, Links, Bildern, Audios und Videos. Sie bietet die Möglichkeit, die Zusammenarbeit unter Lernenden zu fördern, Memos zur Vorbereitung von Referaten und Hausarbeiten zu erstellen und Diskussionen anzuregen. Ein Anbieter ist Padlet. Die Nutzung über den Webbrowser ist für Privatanwender kostenlos. Padlet überlässt es dem/der Benutzer/in, den Öffentlichkeitsgrad der eigenen Pinnwand festzulegen.

Neugierig? Dann probieren Sie die digitale Pinnwand einfach mal aus unter: https://de.padlet.com

Hinweis: Wir machen darauf aufmerksam, dass bei einer Registrierung möglicherweise personenbezogene Daten an Dritte weitergegeben werden können.

1Vgl. Stahl, G., Koschmann, T., & Suthers, D. (2006). Computer-supported collaborative learning: An historical perspective. In R. K. Sawyer (Ed.), Cambridge handbook of the learning sciences (pp. 409-426). Cambridge, UK: Cambridge University Press.

Problemorientiertes Lernen

Problemorientiertes Lernen (POL) fördert aktivierendes, anwendungsorientiertes und kollaboratives Lernen: Eine (Klein-)Gruppe bearbeitet selbstständig ein Fallbeispiel, wobei der Lernprozess und nicht die „beste Lösung“ im Vordergrund steht; das notwendige Wissen wird durch die Teilnehmenden erarbeitet. Die Lehrperson nimmt die Rolle eines Coaches ein und begleitet die Gruppen in ihrem Austausch. Im Vordergrund steht die individuelle Ausbildung der eigenen Transferfähigkeit und weiterer Soft Skills (Fach-, Methoden-, Sozialkompetenzen). Die Umsetzung fußt dabei auf einem Siebensprung: Klärung – Problemdefinition – Ideensammlung – Strukturierung – Lernzielformulierung – Informationsbeschaffung – Präsentation und Diskussion (Slemeyer 2019).

Die Vorteile dieser Methode? Das selbstgesteuerte Lernen der Studierenden wird ebenso gefördert wie die Ausbildung einer konstruktiven Feedbackkultur und Teamarbeit. Individuell vorhandenes Wissen wird erkannt, abgerufen und gemeinsam in der Gruppe ausgebaut. Als Prüfungsleistung eignen sich besonders Lernportfolios, die den Lernprozess abbilden.

Welche Tools zur Aufbereitung Lernstoff bieten sich an? Die Studierenden können ihren Fortschritt beispielsweise mit Podcasts abbilden. Hierzu eignet sich das kostenfreie Open Source-Programm Audacity, mit dem Audioaufnahmen produziert und bearbeitet werden können. Oder die Studierenden erstellen einfache Screencasts und Videos: In diesem Fall bietet sich das umfassende und doch niedrigschwellige Videobearbeitungsprogramm Camtasia (> Screencasting Software) an. Camtasia kann 30 Tage getestet werden, ist danach aber kostenpflichtig.

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Lernstand sichtbar machen mit CAT

Lernstand sichtbar machen: Das „Minuten-Papier“ und „Der schwammigste Punkt“

Es ist für den Lernprozess von Studierenden sinnvoll, wenn sie schon im Verlauf einer Lehrveranstaltung einschätzen können, welchen Stoff sie bereits verstanden haben und wo mögliche Lücken liegen.

Ebenso wichtig ist, dass auch Lehrende wissen, wo ihre Studierenden Schwierigkeiten haben oder welche Aufgaben sie noch nicht gut bewältigen konnten. So genannte formative Feedbackmethoden oder auch Classroom-Assessment Techniques (CAT) geben sowohl Studierenden als auch Lehrenden zeitnahes, lehrveranstaltungsbegleitendes Feedback auf den Leistungsstand – und zwar vor der abschließenden und notenrelevanten (summativen) Prüfung.

CAT

  • sind kurze schriftliche Feedbackfragen an die Studierenden
  • fokussieren das Lernen der Studierenden
  • erfolgen in der Regel anonym
  • werden individuell auf die jeweilige Situation angepasst
  • brauchen wenig Zeit in der Durchführung

CAT fördern das Lernen, denn die Verschriftlichung dessen, was sie gelernt und noch nicht verstanden haben, festigt bei Studierenden das kognitive Verständnis durch den Perspektivenwechsel. Die Ergebnisse und die Ableitung eventueller Maßnahmen werden mit den Studierenden besprochen.

Zwei klassische CAT sind…

Das Minutenpapier

  • 1. Zum Abschluss einer Sinneinheit oder eines Themas bitten Sie die Studierenden folgende Fragen in 1 Minute schriftlich zu beantworten:
           a. Was ist die wichtigste Erkenntnis, die ich bis hierhin /
           beim Thema XY / bei der Theorie Z gewonnen haben?
           b. Welche Frage ist für mich offen geblieben?
  • 2. Sie sichten die Rückmeldungen der Studierenden bis zur nächsten Sitzung und leiten etwaige Maßnahmen daraus ab: z.B. Diskussion der zwei am häufigsten genannten offenen Fragen …
  • 3. Sie besprechen in der nächsten Sitzung die Ergebnisse Ihrer Sichtung mit den Studierenden und erläutern Ihre Maßnahmen.

Der schwammigste Punkt:

  • 1. Die Studierenden werden explizit aufgefordert, in 1 Minute zu benennen, was Ihnen unklar geblieben ist bzw. die meisten Schwierigkeiten bereitet. Entsprechend könnte die Frage lauten: Was ist Ihnen bis hierhin / beim Thema XY / bei der Theorie Z unklar geblieben?
  • 2. Sie sichten die Rückmeldungen der Studierenden bis zur nächsten Sitzung und leiten etwaige Maßnahmen ab: z.B. Wiederholung oder weitere Übungen zu bestimmten Aspekten.
  • 3. Sie besprechen in der nächsten Sitzung die Ergebnisse Ihrer Sichtung mit den Studierenden und erläutern Ihre Maßnahmen.

Einsatz in der Online-Lehre

  • 1. In einer synchronen digitalen Veranstaltung (online) können
           a. in Moodle das „Feedback“(anonym) oder das Glossar bzw. Forum
           (nicht-anonym) genutzt werden.
           b. elektronische Whiteboards oder beispielsweise ein Padlet
           (https://padlet.com/) eingesetzt werden.
  • 2. In asynchronen digitalen Veranstaltungen eignet sich ein entsprechendes Forum, das Glossar oder das (anonyme) Feedback in Moodle.
  • 3. Mit einem Tool wie Mentimeter (https://www.mentimeter.com/) können in synchronen und asynchronen digitalen Veranstaltungen beispielsweise Wort-Wolken oder Rankings erstellt werden. Die URL Ihres Mentimeter-Tools können Sie ebenfalls direkt in Moodle einbinden.

Weitere CAT finden sich hier

CoLe/Ni digital

Sharing is caring - Es gibt bereits viele gute und funktionierende, digitale Lehrformate an der Hochschule Niederrhein. Lehrende, die digitale Lehre für sich ausprobiert haben, möchten die Erfahrungen gern mit Ihnen als Kolleg*innen teilen. Unser neues Format CoLe/Ni digital bietet Ihnen einen Raum für den Austausch zu digitalen Lehrformaten an. In kurzen – maximal 90-minütigen – Online-Seminaren erhalten Sie einen kurzen Input zum vorgestellten Format und können danach in das Gespräch mit dem Kollegen/mit der Kollegin gehen. CoLe/Ni digital ist ein gemeinsames Angebot der Teams digitaLe, E-Learning und Hochschuldidaktik. Aktuelle Termine können Sie nachfolgend einsehen:

Peer-Feedback - 26.08.2020

Online-Seminar

Peer-Feedback - Eine Methode zur Stützung des selbstständigen Lernens

(Veranstaltung im Rahmen des (Medien)Didaktischen Spätsommers 2020)

In einem ersten Teil berichten Herr Prof. Dr. Frick und Herr Prof. Dr. Brandt von ihren Erfahrungen mit der Peer-Review Methode zur Stützung des selbständigen Lernens. In einem zweiten Teil stellen Frau Eßer und Frau Hoffmann die Moodle-Aktivität „Gegenseitige Beurteilung“ vor, mit der Peer Reviews realisiert werden können.

 

Referent*innen:

Prof. Dr. Detlev Frick (FB08 - Wirtschaftswissenschaften) und Prof. Dr. Jens Brandt (FB03 - Elektrotechnik und Informatik)

sowie

Sabine Hoffmann (Mediendidaktikerin FB08) und Alexandra Esser (Mediendidaktikerin FB03)

 

Termin: 26.08.2020, 12:00 - 13:30 Uhr

Ort: Zoom-Meetingraum; Zugang kann über carina.kuhnert@hs-niederrhein erhalten werden

Portfolioprüfung - 07.10.2020

Online-Seminar

Alternative Prüfungsformate - Portfolioprüfung

(Veranstaltung im Rahmen des (Medien)Didaktischen Spätsommers 2020)

 

Durch die vermehrt eingesetzte digitale Lehre verändert sich ebenfalls die Prüfungslandschaft. Welche Möglichkeiten und Grenzen alternative Prüfungsformate mit sich bringen, wird hier gemeinsam mit Frau Prof. Dr. Hübener aus dem Fachbereich 06 (Sozialwesen) erörtert.

 

Referentinnen:

Prof. Dr. Anne-Friederike Hübener (FB06 - Sozialwesen)

und

Solange Landau (Mediendidaktikerin FB06)

 

Termin: 07.10.2020, 12:00 - 13:30 Uhr

Ort: Zoom-Meetingraum; Zugang kann über carina.kuhnert@hs-niederrhein erhalten werden

Hybrid- Labore - 17.09.2020

Online-Seminar

(Veranstaltung im Rahmen des (Medien)didaktischen Spätsommers 2020)

Für die Praxis üben ist elementarer Bestandteil eines Hochschulstudiums und der Laborpraktika. Dies wird durch die Corona-Verhaltensregeln nur mit großen Einschränkungen möglich gemacht. Wir, Prof. Dr. Jost Göttert und Dipl.-Ing. Ralph Radmacher aus dem Fachbereich 03 Elektrotechnik und Informatik, haben uns ein Konzept überlegt und umgesetzt, mit dem ein Teil der Vorbereitung und Prüfung ausgelagert wurde und somit die Präsenzzeit zur eigentlichen Versuchsdurchführung reduziert werden konnte. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass durch den höheren Eigenanteil und die Einzelversuchsdurchführung die/der Studierende oftmals besser vorbereitet war, da er im vollen Umfang für alle Experimentieraufgaben verantwortlich war. Diese und andere Erfahrungen und Herausforderungen werden wir kurz vorstellen und mit den Teilnehmern dann Ideen und weitere Lösungen diskutieren, um den Ansatz - speziell auch mit Blick auf das kommende hybride Wintersemester - weiter zu verbessern.

Referent*innen:

Prof. Dr. Jost Göttert (FB03 Elektrotechnik/Informatik) und Dipl.-Ing. Ralph Radmacher (FB03 Elektrotechnik/Informatik)

sowie

Irina Hörmann (Mediendidaktikerin FB09 + FB10)

 

Termin: 17.09.2020, 09:30 - 11:00 Uhr

Ort: Zoom-Meetingraum, Zugang kann über carina.kuhnert@hs-niederrhein erhalten werden

Le/Ni-Lehrforum: Nachmachen erlaubt

Gute Lehre und der kollegiale Austausch darüber ist der HN ein wichtiges Anliegen. Und weil gute Lehre überall an unserer Hochschule stattfindet, haben Sie im hochschulweiten Le/Ni-Lehrforum: Nachmachen erlaubt die Möglichkeit zu erfahren, was Kolleginnen und Kollegen in der Lehre erprobt haben. Im jährlichen Lehrforum werden ausgewählte Lehrkonzepte, Umsetzungsstrategien und Erfahrungen vorgestellt und diskutiert. Auch eigene Themen oder Fragestellungen können eingebracht und mit Kolleginnen und Kollegen bearbeitet werden. 

Das Lehrforum bietet Raum und Zeit für den kollegialen Austausch über Lehrideen und ihre Umsetzung in die Praxis. Das Le/Ni-Lehrforum: Nachmachen erlaubt wurde erstmals 2018 eingerichtet. Diskutiert wurden Themen wie alternative Kompetenzprüfung, aktivierende Methoden in Großveranstaltungen, interdisziplinäre Projektarbeit sowie Online-Übungsaufgaben in der Mathematik.

Das dritte Le/Ni-Lehrforum: Nachmachen erlaubt findet in einem neuen, digitalen Format am 19.11.2020 von 12:00 - 16:30 Uhr statt. Eingeladen sind alle Lehrenden der HN. Um Anmeldung wird ab September 2020 gebeten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Hochschuldidaktische Weiterbildung

Hier finden Sie Workshops, die Sie bei der Planung Ihrer Lehre unterstützen. Sie haben die Gelegenheit im Austausch mit anderen praxisnah Ihre konkreten Fragen und Anliegen zur Gestaltung Ihrer Lehre zu bearbeiten. Hierfür stehen Ihnen Inhouse-Workshops und Angebote des Netzwerks hdw-nrw zur Verfügung. Tagesworkshops und mehrtägige Workshops rund um die Gestaltung und Herausforderungen der Lehre können Sie hier buchen.

Wunschkonzert: Sie sind die Expert*innen in Ihrer Lehre. Lassen Sie uns wissen, welche Themen Sie bewegen, damit wir Ihnen ein gezieltes Angebot machen können.Wenden Sie sich mit Ihren Bedarfen an carina.kuhnert@hs-niederrhein.de

Zur Teilnahme an den nachfolgenden Workshops genügt eine E-Mail mit Ihrem Namen, Fachbereich und dem Titel der Veranstaltung an carina.kuhnert@hs-niederrhein.de

Inhouse-Workshops

HD to Go - Erste-Hilfe-Koffer für die Lehre

Online-Seminar

Jeder Anfang ist herausfordernd, auch in der Lehre. Wir bieten Neueinsteiger*innen  in der Lehre einen Startworkshop an, der sie fit macht für die Anforderungen von Vorbereitung und Durchführung. In diesen beiden Tagen widmen wir uns zum einen der Planung von Lehrveranstaltungen, zum anderen gehen wir auf schwierige Situationen ein, die eintreten können. Die Reflexion der Rolle als Lehrende oder Lehrender bildet ebenfalls einen wichtigen Baustein der Veranstaltung.

Nach Abschluss des Workshops sind die Teilnehmer*innen in der Lage:

  • Ansätze eines konstruktivistischen Lehr-/Lernverständnisses einzuordnen und für die eigene Lehre zu reflektieren.
  • Den Ansatz des Constructive Alignment auf ihre eigenen Lehrveranstaltungsplanung in ersten Schritten anzuwenden.
  • Ihre eigene Rolle als Lehrende zu reflektieren.
  • Schwierige Situationen in der Lehre zu meistern.
  • Differenzierte Lehr-/Lernziele für die eigene Veranstaltungen zu bestimmen.
  • Die eigene Lehre kritisch zu hinterfragen.
  • Sich mit anderen Lehrenden über die eigene Lehre auszutauschen.

Termin: 20. & 21.08.2020 jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Online-Seminar; synchron über Zoom und asynchron über Moodle
Referentinnen: Dr. Christina Müller-Naevecke und Daniela Filetti-Krause
Zielgruppe: Neueinsteiger*innen in der Lehre, Lehrende der Hochschule Niederrhein
Max. TN: 12 Personen

Virtual & Augmented Reality in der Lehre

In Kooperation mit der FH Aachen werden Workshopsplätze für den folgenden Workshop angeboten:

Einsatz von Virtual & Augmented Reality in der Lehre im MINT-Bereich

Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) sind Technologien mit einem hohen Potenzial für den Einsatz in der Lehre. In diesem Kurs wird auf die Voraussetzungen und Anwendungsmöglichkeiten von VR/AR eingegangen sowie deren Potenzial und Mehrwert aber auch die Schwierigkeiten für den Einsatz im Unterricht diskutiert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Anwendungen im MINT-Bereich. Die Verwendung von VR/AR für die Visualisierung von Simulationen wird demonstriert, marktübliche Systeme werden zum Ausprobieren von VR/AR-Szenarien zur Verfügung gestellt.


Die Teilnehmenden

  • erhalten einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von VR/AR im Unterricht;
  • Können die Anwendungsmöglichkeiten von modernen VR/AR Systemen und die technischen Voraussetzungen beschreiben;
  • Kennen entsprechende Autoren-Tools, um selbst VR/AR-Szenarien umzusetzen;
  • Können entscheiden, wann und wie der Einsatz von VR/AR in ihrem eigenen Unterricht sinnvoll ist.

Der Workshop gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil werden bereits existierende Szenarien vorgestellt und es wird auf die Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von AR/VR im Unterricht eingegangen. Im zweiten Teil können einige der handelsüblichen Systeme ausprobiert und eigene Erfahrungen gemacht werden. Im dritten Teil werden Modelle und Kriterien für die Beurteilung von VR/AR im Unterricht vorgestellt, die eigenen Eindrücke reflektiert und die Einsatzmöglichkeiten für den eigenen Unterricht.

Termin: 25.09.2020, 09:00 - 17:00 Uhr
Ort: FH Aachen
Referent: Prof. Dr. Reto Knaack
Zielgruppe: Lehrende der Hochschule Niederrhein
Max. TN: 4 von der Hochschule Niederrhein

Ankommen in der Lehre

Wir legen großen Wert auf eine ausgezeichnete Betreuung unserer Fachkräfte. Dazu gehört auch die hochschuldidaktische Unterstützung neuberufener Professorinnen und Professoren beim Einstieg in die Lehre.

Mit dem Programm "Ankommen in der Lehre" begleiten wir Sie, in Kooperation mit der FH Aachen, in Ihrem ersten Jahr an der Hochschule. Das Programm besteht aus drei Bausteinen. Im hochschuldidaktischen Basis-Kurs "Lehren und Lernen in der digitalisierten Welt" erarbeiten Sie sich in kombinierten Selbstlern- und Präsenzphasen praxisnah zentrale Themen der Lehre. Auf Grundlage lehr- und lerntheoretischer Forschung arbeiten Sie dabei an Ihrer eigenen Lehrveranstaltung. Das LehreCoaching eröffnet Raum zur Diskussion und Vertiefung offener Fragen rund um die eigene Lehre. Dafür stehen Ihnen externe Coaches mit ausgewiesener hochschuldidaktischer Expertise zur Verfügung. Abgerundet wird das Programm durch das Lehrportfolio, in dem die eigene Lehrerfahrung dokumentiert und reflektiert wird. Das Lehrportfolio ist auch eine Voraussetzung für den Erwerb der pädagogischen Eignung.

Im Folgenden werden die einzelnen Bausteine genauer beschrieben.

Hochschuldidaktischer Basis-Kurs

Lehren und Lernen in der digitalisierten Welt

Als Professor oder Professorin bringen Sie Fachwissen und Berufserfahrung mit. Mit dem Basis-Kurs unterstützen wir Sie dabei, Ihre Expertise mit didaktischem Wissen und fachdidaktischem Gestaltungsvermögen zu verknüpfen, um einen nachhaltigen Kompetenzerwerb bei den Studierenden zu fördern.

Gemeinsam mit anderen Neuberufenen der Hochschule Niederrhein und der FH Aachen erarbeiten Sie im hochschuldidaktischen Basis-Kurs zentrale Aspekte einer kompetenzorientierten Lehrveranstaltungs- und Prüfungsplanung. Dabei wird genug Raum eröffnet, um didaktische Gestaltungsmöglichkeiten direkt in den eigenen Lehrveranstaltungen umzusetzen.

Der Basis-Kurs besteht aus vier Präsenztagen, die durch gegenseitige Lehrveranstaltungsbesuche und zwei Web-Konferenzen ergänzt werden. Der Basis-Kurs wird zweimal jährlich angeboten und beginnt in der Regel im März und September.


Nächste Termine:

Mi 02.09.- Fr 04.09.2020 & Fr 21.01.2021

Mi 03.03.- Fr 05.03.2021 & Fr 25.06.2021

Kursbeschreibung

Ihr Ansprechpartner

Torben Gebhardt, M.A.
Projekt „Ankommen in der Lehre“

Lehrportfolio

Was ist ein Lehrportfolio?

Das Lehrportfolio ist ein Instrument zur Dokumentation und Reflexion der eigenen Lehre im ersten Jahr an der Hochschule Niederrhein und identifiziert Potentiale zur Weiterentwicklung der Lehrkompetenz. Im Sinne einer Arbeitsmappe kann es ergänzt werden, bspw. durch Skripte, Veranstaltungsevaluationen, besuchte Weiterbildungsveranstaltungen u.a.m. Die konkreten Themen und Inhalte des Lehrportfolios sind maßgeblich von Ihren jeweiligen Erfahrungen in der Lehre bestimmt.

Wozu dient ein Lehrportfolio?

Das Lehrportfolio begleitet Sie in Ihrem ersten Jahr an der Hochschule und vergegenwärtigt die eigene Entwicklung. Darüber hinaus ist es eine Voraussetzung zum Erwerb der pädagogischen Eignung an der Hochschule Niederrhein. An einigen Hochschulen werden Lehrportfolios auch als Bewerbungsunterlagen angefordert.

Leitfragengestütztes Template

LehreCoaching

Was ist ein LehreCoaching?

Ein persönliches LehreCoaching ermöglicht die Diskussion und Vertiefung offener Fragen rund um die eigene Lehre. Es gibt Ihnen die Möglichkeit Ihre konkreten Anliegen zur Gestaltung der Lehre, des studentischen Lernens und der Prüfung in den Mittelpunkt zu stellen. Sie setzen die Agenda und unsere, im Arbeitsfeld Hochschule ausgewiesenen, Expertinnen und Experten begleiten Sie individuell und bedarfsorientiert auf Ihrem Weg. Das LehreCoaching ergänzt den hochschuldidaktischen Basis-Kurs.

Wie funktioniert das LehreCoaching?

In einem Auftaktgespräch mit der Programmkoordination werden Ihre Anliegen aufgenommen und auf dieser Grundlage ein geeigneter Coach für Sie identifiziert. Danach stellt die Programmkoordination den Kontakt zwischen Ihnen und dem Coach her. Sie vereinbaren dann alle Termine im direkten Austausch mit Ihrem Coach nach Ihren Kapazitäten.

Welchen Umfang hat ein LehreCoaching?

Innerhalb von 12 Monaten stehen Ihnen bis zu 10 Stunden für Ihre Anliegen zur Verfügung. Neben Präsenzterminen sind auch Online-Coachings möglich. Teil des Coachingprozesses ist auch die Hospitation einer Ihrer Lehrveranstaltungen, die den eigenen Blick auf die Lehre durch einen hochschuldidaktischen ergänzt.

Unsere Coaches

Susanne Gotzen
Susanne Gotzen
zum Profilbogen
Julia Gerber
Julia Gerber
zum Profilbogen
Jutta Rach
Dr. Jutta Rach
zum Profilbogen
Heidemarie Wittau
Dipl. Päd. Heidemarie Wittau
zum Profilbogen
Viktor Vehreschild
Viktor Vehreschild
zum Profilbogen
Antonia Wunderlich
Dr. Antonia Wunderlich
zum Profilbogen
Daniela Filetti-Krause
Daniela Filetti-Krause
zum Profilbogen

Ausgezeichnet! Lehrpreise an der HN

Engagement für die Lehre sichtbar machen: die Qualität der Lehre hat für die Hochschule Niederrhein eine herausragende Bedeutung. Seit 2003 wird deshalb auf Initiative von Präsidium und akademischem Senat ein Lehrpreis als Element der Anerkennung besonderer Leistungen in der Lehre vergeben. Zielsetzung ist es, herausragende Leistungen in der Lehre sichtbar zu machen, Innovationen vorzustellen und damit die Diskussion um gute Lehre an der Hochschule anzuregen.

Zwei Lehrpreiskategorien:

  • Innovationen in Lehre und Betreuung an der Hochschule
  • Herausragende Leistungen in Grundlagen- und Großgruppenveranstaltungen

Preisgeld:
Der Preis ist in beiden Kategorien jeweils mit € 2.500 dotiert. Diese Mittel können von den Preisträgerinnen und Preisträgern zweckgebunden für die Lehre eingesetzt und innerhalb der folgenden drei Jahre verausgabt werden.

Das Verfahren

Das Auswahlverfahren in drei Schritten

1. Schritt: Nominierung
Der Vizepräsident für Studium und Lehre fordert alle Studierenden und Lehrenden der HN auf, Personen zu nominieren, die sie mit spannenden Lehrideen und herausfordernden Lerngelegenheiten beeindruckt haben oder die ein besonderes Beratungsangebot bereithalten. Nominiert werden können Professorinnen oder Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter und auch Lehrteams. Nominierungen können sowohl von den Studierenden (über die Fachschaftsräte), den Dekanen als auch von Lehrenden selbst vorgenommen werden (auch Eigenbewerbungen sind möglich). Die Nominierungen werden elektronisch versandt an: lehrpreis(at)hs-niederrhein.de.

Das Nominierungsformular finden Sie am Ende der Verfahrensbeschreibung und hier.

2. Schritt: Bewerbung
Die Nominierten werden vom Vizepräsidenten für Studium und Lehre angeschrieben und gebeten, ihr Lehrkonzept leitfragengestützt mithilfe eines Bewerbungsformulars zu skizzieren. Dem Formular sind Lehrveranstaltungsbewertungen (soweit diese vorliegen) beizufügen. Ergänzendes Material, das die Bewerbung unterstützt, kann ebenfalls beigefügt werden.

3. Schritt: Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger
Eine Lehrpreiskommission berät die eingegangenen Lehrkonzepte und wählt die Lehrpreisträgerinnen und Lehrpreisträger in den beiden Kategorien aus. In der Kommission sind Studierende, Professorinnen und Professoren und eine Mitarbeiterin des HLL vertreten. Die Kommission wird vom Vizepräsidenten für Studium und Lehre einberufen.

Kontakt

Dr. Sylvia Ruschin
Leitung Hochschuldidaktik
Torben Gebhardt, M.A.
Projekt „Ankommen in der Lehre“
Formular zur Nominierung

Preisträgerinnen und Preisträger seit 2003

2018

  • Prof. Dr. Dagmar Ackermann (Fachbereich Gesundheitswesen)
  • Prof. Dr. Stefan Zeisel (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften).

2017

  • Prof. Dr. Marina-Elena Wachs (Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik)
  • Prof. Dr. Ralf Ostendorf (Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen)
  • Prof. Dr. Regina Hahn (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften) 

2016

  • Prof. Dr. Wolfgang Geise (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
  • Prof. Dr. Andrea Wanninger (Fachbereich Chemie)
  • Prof. Dr. Patric Enewoldsen (Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik)

2015

  • Prof. Dr. Andrea Wanninger (Fachbereich Chemie)
  • Prof. Dr. Theodor M. Bardmann (Fachbereich Sozialwesen) 

2014

  • Prof. Dr. Heyko Jürgen Schultz (Fachbereich Chemie)
  • Team "Futur[e]Ing": Prof. Dahmen, Prof. Degen, Prof. Göttert, Prof. Heister, Prof. Hermanns, Dipl.-Ing. Kaltenecker, Prof. Naroska, Dipl.-Ing. Toszkowski, Prof. Waldhorst
  • Prof. Dr. Jochen Rethmann (Fachbereich Elektrotechnik und Informatik)

2013

  • Prof. Ellen Bendt & Prof. Dr. Marina-Elena Wachs (Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik)
  • Prof. Dr. Claus Brell (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften) 

2012

  • Lehrteam des Instituts SO.CON unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Edeltraud Vomberg (Fachbereich Sozialwesen)
  • Prof. Dr. Wolfgang Geise (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften) 

2011

  • Prof. Dr. Christina Jasmund (Fachbereich Sozialwesen)
  • Prof. Dr. Erik Schmid (Fachbereich Design)
  • Prof. Dr. Siegfried Kirsch (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)

2010

  • Prof. Dr. Berthold Stegemerten (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
  • Prof. Nora Gummert-Hauser (Fachbereich Design)
  • Prof. Dr. Walter Harsch (Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik)
  • Prof. Dr. Doris Kortus-Schultes (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)

2009

  • Prof. Dr. Christian Loffing (Fachbereich Sozialwesen)
  • Prof. Dr. Hubert Otten (Fachbereich Wirtschaftsingenieur- und Gesundheitswesen)

2008

  • Prof. Dr. Michael Borg-Laufs (Fachbereich Sozialwesen)
  • Prof. Dr. Klaus Hardt (Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik)

2007

  • Prof. Richard Jung (Fachbereich Design)
  • Prof. Dr. Harald Vergossen (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
  • Prof. Dr. Dieter Wälte (Fachbereich Sozialwesen)

 2006

  • Prof. Jochen Stücke (Fachbereich Design)
  • Prof. Dr. Andrea Wanninger (Fachbereich Chemie)

2005

  • Prof. Silvia Beck (Fachbereich Design)
  • Prof. Dr. Harald Vergossen (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
  • Prof. Dr. Edeltraud Vomberg (Fachbereich Sozialwesen)

2004

  • Prof. Dr. Johannes Rybach (Fachbereich Elektrotechnik und Informatik)
  • Prof. Dr. Marcus Weber (Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik)

2003

  • Prof. Norbert Dahmen (Fachbereich Elektrotechnik und Informatik)
  • Prof. Dr. Werner Heister (Fachbereich Sozialwesen)

Le/Ni-Lehrprojektförderung

Haben Sie eine innovative Lehridee, die schon länger auf Umsetzung wartet? Dann ist vielleicht das interne Förderprogramm Le/Ni: Lehrprojektförderung für Sie interessant. Mit dieser Förderlinie unterstützt die HN seit 2019 Lehrende bei der Weiterentwicklung der Lehre:  finanziell, didaktisch und kollegial mit einem entsprechenden Begleitprogramm. Im Zentrum stehen der kollegiale Erfahrungsaustausch und die Vernetzung mit anderen Lehrenden, die sich für die Lehre engagieren.

Die Förderlinie wird jährlich zum Wintersemester ausgeschrieben. Aufgerufen zur Bewerbung sind alle Lehrenden, die Lehrveranstaltungen oder Module digital, analog oder hybrid weiterentwickeln möchten. Es können jährlich 10 Lehrideen mit bis zu € 5.000 gefördert werden. Die Lehrprojekte werden von einer Jury ausgewählt, die sich aus Vertreter/innen verschiedener Fachbereiche zusammensetzt.

In 2020 wurden fünf Lehrprojekte zur Förderung ausgewählt.

  • Prof. Dr.-Ing. Heyko Jürgen Schultz (FB 01): SiTecPlus (Sicherheitstechnik Plus)
  • Dipl.-Ing. Ralph Radmacher, Prof. Dr. Jost Göttert (FB03): Physik - OpenLab
  • Prof. Dr. Kerstin Williger, Dr. Miriam Sari, Jessica Schmidt, M.Sc. (FB 05): LIL05  - Lab Inverted Learning 05
  • Prof. Dr. habil. Jürgen Karla (FB 08): Podcasting in Lehre und Wissenschaftskommunikation     
  • Sumona Sen, M.Sc. (FB 09): Eyetracking Online
     

In 2019 wurden acht Lehrprojekte zur Förderung ausgewählt.

  • Prof. Dr.-Ing. Uta Bergstedt (FB 01): Biotechnologische Lehrinhalte nachhaltig digitalisieren.
  • Prof. Dr. Andrea Wanninger, Prof. Dr. Michael Lindemann, Prof. Dr. habil. Veronika Strehmel (FB 01): OC4U 2.0
  • Prof. Dr. Ulrich Tipp (FB 03): Mathematik multimedial und interaktiv – ein hybrides Lehrkonzept zur Stärkung der Selbstlernphase
  • Prof. Dr. Anne Schwarz-Pfeiffer (FB 07): Umsetzung und Erprobung eines interaktiven Lehr- Lernkonzepts für die Veranstaltung Interkulturelles Management am FB 07
  • Prof. Dr. Detlev Frick (FB 08): Unterstützung der Programmierausbildung
  • Prof. Dr. Martin Wenke (FB 08): International CSR Online Module (FIN/CH/D)
  • Prof. Dr. Bernhard Breil (FB 10): Blended Scientific Writing
  • Alexandra Eßer, Irina Hörmann, Anna-Lisa Katthagen-Tippkötter, Kristina Vogelsang (FB 03, FB 04, FB 09, FB 10): Studieren leicht gemacht – ein Online-Kurs zur Lernbegleitung
     

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an Frau Alexandra Eßer (Projekt digitaLe) oder Frau Sylvia Ruschin (Arbeitsbereich Hochschuldidaktik).

Aktuelle Veröffentlichung

  • Ruschin, S. (2020): Ziemlich beste Freunde. Über die Reziprozität von Hochschuldidaktik und Curriculumentwicklung.  (Manuskript, eingereicht)

Weitere Veröffentlichungen

  • Gebhardt, T.; Holste, A. (2020): flexING/TextING. Wissenschaftlich und beruflich schreiben in den Ingenieurwissenschaften. In: Journal der Schreibberatung Band 19. (im Erscheinen)
  • Gebhardt, T.; Holste, A. (2020): Beruflich- und wissenschaftlich-kooperatives Schreiben in den Ingenieurwissenschaften. In: Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht Jahrgang 25:1. (im Erscheinen)
  • Maassen, K.;  Ruschin, S. (2018): Diversitätsorientierte Lernumgebung: Heterogene Lernvoraussetzungen für Gruppenarbeit nutzen. Ein wirtschaftsingenieurwissenschaftliches Lehrprojekt an der Universität Duisburg-Essen.  In: Hochschullehre.org, Jahrgang 4/2018, S. 443-458.
  • Sera, S.; Ruschin, S. (2017): Eine Cunst für sich – Curricula nachhaltig stärken. In: Mai, A. (Hg.): Hochschulwege 2015. Wie verändern Projekte die Hochschule. Tagungsband. Hamburg. S. 333-343.
  • Auferkorte-Michaelis, N.; Ruschin, S. (2016): Hochschuldidaktisches Coaching – Kompetenzentwicklung für Studium und Lehre durch individualisierte Beratungsangebote an der Universität Duisburg–Essen. In: Hebecker, E.; Szczyrba, B.; Wildt, B. (Hrsg.): Beratung im Feld der Hochschule. Wiesbaden. S. 89-96.
  • Auferkorte-Michaelis, N.; Ruschin, S. (2015): Hochschuldidaktik als Bestandteil ganzheitlicher Personalentwicklung an Hochschulen: Kompetenzentwicklung für die Lehre! In: Schulz, S. (Hg.): Personalentwicklung an Hochschulen – wei¬terdenken. Kreativ – wirksam – nachhaltig. Bielefeld.
  • Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung [Sera, S.; Ruschin, S.] (2015) (Hg.): Neu gedacht und Neu ge-macht. Lehrideen aus der Universität Duisburg-Essen. Duisburg.
  • Auferkorte-Michaelis, N.; Bock, S.; Ruschin, S.; Slemeyer, A. (2014): Professionalisierung für das Lehren und Ler-nen in modularisierten Studiengängen: Eine hochschuldidaktische Einführungswoche für neu berufene Profes-sorinnen und Professoren an hessischen Fachhochschulen. In: Gutenberg Lehrkolleg der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Hg.):  GLK-Tagungsband - Teaching is Touching the Future. Bielefeld.
  • Quellmelz, M.; Ruschin, S. (2013): Kompetenzorientiert Prüfen mit Lernportfolios. In journal hochschuldidaktik,  24. Jg. Nr. 1-2, September 2013. S.19-22.
  • Gotzen, S.; Ruschin, S. (2012): Das Lehrportfolio als Instrument der Personal- und Organisationsentwicklung? Ein-Blick hinter die Kulissen. In: Szczyrba, B.; Gotzen, S. (Hg.): Das Lehrportfolio. Entwicklung, Dokumentation und Nachweis von Lehrkompetenz an Hochschulen.  Münster. S. 289-302.
  •  Ruschin, S.; Auferkorte-Michaelis, N. (2011): Zur Studiengangkonzeption unter den Vorzeichen der Studienreform. In: Becker, P. (Hrsg.): Studienreform in der Theologie. Eine Bestandsaufnahme. Münster. S. 128-138.
  • Ruschin, S. (2010): Prüfungen kompetenzorientiert gestalten. In: Interne Fortbildung und Beratung der Ruhr-Univer-sität Bochum: Wissen, was zählt. Ideen für die Lehre. Duisburg. S. 112-117.
  • Auferkorte-Michaelis, N.; Ruschin, S. (2010): Wie real wirkt ein Spiel? - Die „UDE Sommerschule 2010“.  Plan¬spiel zur Professionalisierung von Studium und Lehre in der Hochschuldidaktik. In: Auferkorte-Michaelis, N.; Ladwig, A.; Stahr, I (Hg.): Hochschuldidaktik für die Lehrpraxis. Interaktion und Innovation für Studium und Lehre an der Hochschule. Op¬laden. S. 53-67.
  • Auferkorte-Michaelis, N., Ruschin, S., Wirth, D. (2009): Werkstattpapier Hochschuldidaktische Materialien: Infor-mation zum Bologna-Prozess.
  • Reis, O.; Ruschin, S. (2008): Zur Vereinbarkeit von Prüfungssystem und Kompetenzorien¬tierung: In: Per¬sonal- und Orga¬nisationsentwicklung in Einrichtungen der Lehre und For¬schung; 2. Jg.; 3/2008.
  • Reis, O.; Ruschin, S. (2008): Kompetenzorientiert Prüfen – Baustein eines gelungenen Para¬digmenwechsels. In: Dany, S. u.a. (Hrsg.): Prüfungen auf die Agenda! Hochschuldidak¬tische Perspektiven auf Reformen im Prü-fungswesen. Biele¬feld. S. 45-57.
  • Reis, O.; Ruschin, S. (2007): Kompetenzorientiertes Prüfen als zentrales Element gelun¬gener Modularisierung. In: Journal Hochschuldidaktik, 18. Jg. Nr. 2.
  • Ruschin, S.; Franz, H. (2006): Modularisierung als Schlüsselinstrument der Studienreform. In: Journal Hochschul-didaktik, 17. Jg. Nr. 1.
  • Auferkorte-Michaelis, N.; Ruschin, S. (2006): Lehren und Lernen im Modellversuch „Ge¬stufte Studiengänge in der Lehrerbildung“: Der Studienbereich BILDUNG & WISSEN. In: Jour¬nal Hochschuldidaktik, 17. Jg. Nr. 1.

Vorträge

  • S. Ruschin mit D. Peters und M. Bonnes: Kompetenzorientierte Lehrentwicklung durch formatives studentisches Lehrfeedback. Beitrag zur nexus-Tagung „Zur praktischen Umsetzung der Kompetenzorientierung in Hochschulen“ am 26.02.2019 in Köln.

Weitere Vorträge

  • S. Ruschin mit K. Vogelsang und P. Enewoldsen: Von der Feuerwehr zur proaktiven Qualitätsentwicklung auf Studiengangebene: Fluide Curriculumentwicklung. Beitrag zur nexus-Tagung „Zur praktischen Umsetzung der Kompetenzorientierung in Hochschulen“ am 26.02.2019 in Köln.
  • T. Gebhardt mit A. Holste: Beruflich- und wissenschaftlich-kooperatives Schreiben in den Ingenieurwissenschaften. Pecha-Kucha Talk zum 6th International Academic Writing Symposium: „Writing at the Crossroads“ am 28.03.2019 in Hannover.
  • S. Ruschin: Kompetenzmodelle im Vergleich. Beitrag im Forum Kompetenzorientierung in Anerkennung und Anrechnung der nexus-Jahrestagung 2018.
  • S. Ruschin: Curriculumentwicklung in der Praxis: Ein kurzer Bericht aus dem beruflichen Alltag einer Co-Curriculumentwicklerin. Vortrag an der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn am 23.05.2016.
  • S. Ruschin: Curriculumentwicklung als Element strukturierter Lehrentwicklung. Vortrag im Rahmen einer Dozententagung des Fach¬bereichs Mathematik und Naturwissenschaften der FH Darmstadt am 08.04.2016.
  • S. Ruschin mit N. Auferkorte-Michaelis: Hochschuldidaktik als Bestandteil ganzheitlicher Personalentwicklung an Hochschulen: Kompetenzentwicklung für die Wissenschaft! Vortrag auf dem Kongress „Personalentwicklung an Hoch¬schulen – Weiterdenken“ am 26.11.2015 an der Universität Duisburg-Essen.
  • S. Ruschin: QA in Teaching & Learning. Vortrag im Rahmen des DIES International Deans’ Course
  • Africa, Berlin am 01.07.2015.
  • S. Ruschin: Curriculum-/Studiengangentwicklung:  Bewährtes erhalten und Neues erproben. Vortrag auf dem Tag der Lehre an der TU Berlin am 27.05.2013.
  • S. Ruschin: Beratung im Kontext von Curriculum-/ Studiengangentwicklung. Vortrag auf der Tagung Coaching (in) Diversity. Vielfalt und Integration von Beratungsverfahren an Hochschulen vom 07.09.03.2013 an der FH Bund Brühl.
  • S. Ruschin: Professionalisierung der Lehrkompetenz: Interaktionsorientiert und problembasiert. PBL-Labor auf dem 2. deutsch¬sprachigen PBL-Kongress am 05./06.07.2012 in Wien.
  • S. Ruschin: Quality Assurance: Curriculum Design – What it comes down to. Vortrag im Rahmen des DIES International Deans’ Course Asia in Berlin vom 18.-28.06.2012.
  • S. Ruschin: Competence Profiles and Learning Outcomes: What is this all about? Vortrag im Rahmen der ASEAN-QA Training Workshops on Internal and External Quality Assurance in Potsdam am 21.03.2012.
  • S. Ruschin mit J. Schmidt-Hieber: Prüfungen zwischen Innovation und Rechtssicherheit. Vortrag im Rahmen des Qua¬litätstages an der PH Heidelberg am 19.01.2012.
  • S. Ruschin: Wie wichtig ist „auffen Platz“? Praxiserfahrungen im Studienverlauf aus Sicht einer Curriculumentwicklerin. Vortrag am 17.11.2011 in Potsdam auf der Fachtagung „Studium nach Bologna: Praxisbezüge stärken?! Praxisphasen als Brücke zwischen Hochschule und Arbeitsmarkt".
  • S. Ruschin: Kompetenzorientierung in der Modulprüfung. Impulsreferat auf der 9. HRK-Tagung der Bologna–Koordinatoren zum Thema „Innovative Methoden und Ansätze zur effektiven Prüfungsorga¬nisation unter den Anforderungen neuer Lehre“ am 09. 10.2009 in Ulm.
  • S. Ruschin: Kompetenzorientiert Prüfen: Betrachtungen einer Studiengangentwicklerin. Vortrag am 08.07.2009 an der Ruhr-Universität Bochum.
  • S. Ruschin mit Dr. Anke Thierack: Teaching Points als Instrument der Lehrveranstaltungsplanung. Vortrag an der FH Frankfurt am 06.02.2009.
  • S. Ruschin: ’Grau ist alle Theorie. Maßgebend is‘ auffen Platz’. Wie der Bologna-Prozess Studium und Lehre verändert - Bericht aus dem Trainingslager. Vortrag auf dem Landessymposion der baden-württembergischen Institute für Sport und Sportwissenschaft am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Karlsruhe am 07.11.2008.

Kontakt Hochschuldidaktik

Dr. Sylvia Ruschin
Leitung Hochschuldidaktik
Torben Gebhardt, M.A.
Projekt „Ankommen in der Lehre“
Carina Kuhnert, M.A.
Hochschuldidaktik
Betriebswirtschaftslehre, insb. Organisationsentwicklung und Unternehmensführung hdw-nrw Mentorin

Kontakt Mediendidaktik

Pia Annas, B.Sc.
Mediendidaktikerin im Fachbereich Chemie Projekt „digitaLe“
Mediendidaktikerin im Fachbereich Elektrotechnik und Informatik Projekt „digitaLe“
Solange Landau, M.A.
Mediendidaktikerin in den Fachbereichen Oecotrophologie & Sozialwesen Projekt „digitaLe“
Stefanie Masella, M. Sc.
Mediendidaktikerin im Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik Projekt „digitaLe“
Mediendidaktikerin im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Projekt „digitaLe“
Mediendidaktikerin in den Fachbereichen Wirtschaftsingenieurwesen & Gesundheitswesen Projekt „digitaLe“