23.07.2013

Hochschule beteiligt sich an grenzüberschreitendem Projekt FooDS

 

Mönchengladbach, 23. Juli. Die Hochschule Niederrhein ist erneut Leadpartner eines großen Interreg-Projekts. Mit einem Gesamtvolumen von 3,16 Millionen Euro vereint das Projekt FooDS (Food and Delivery Solutions) grenzüberschreitend Wissenschaftler und Unternehmen, um der wachsenden Herausforderung des demografischen Wandels mit neuen Lösungsansätzen zu begegnen.

 

Das Projekt fokussiert die Versorgungsproblematik älterer und immobiler Menschen und verfolgt hierbei drei Zielstellungen. Erstens die Entwicklung von angereicherten Lebensmittelerzeugnissen und ausgewogenen Menüs unter Berücksichtigung möglicher Kau- und Schluckbeschwerden. Die zweite Zielstellung beschreibt die Optimierung von Bestell- und Liefersystemen für eine wirtschaftliche Heimbelieferung von Einzelpersonen und Gruppen. Drittens steht die Ausweitung von Nahversorgungszentren, die vor allem in ländlichen und strukturell benachteiligten Regionen die Bewohner mit Gütern und Dienstleistungen versorgen, auf der Agenda.

 

Die aus dem Projekt hervorgehenden Ergebnisse sollen Pflegeeinrichtungen, Lebensmittelproduzenten sowie Transport- und Cateringunternehmen neue Möglichkeiten eröffnen. Besonders hervorzuheben ist laut Özlem Güler-Uşak, Projektmanagerin von FooDS an der Hochschule Niederrhein, der direkte Alltagsbezug und die Zukunftsrelevanz der behandelten Themen: "Lange Zeit konnten Wissenschaft und Praxis den demografischen Wandel als eine künftige Prognose betrachten. Heute sind wir an einem Punkt angekommen, wo Lösungen nicht mehr aufgeschoben werden können. Sowohl die Industrie als auch der Handel werden auf die veränderten Konsumstrukturen reagieren müssen."

 

Im FooDS-Projekt werden nicht nur bestehende Möglichkeiten analysiert und optimiert, sondern auch völlig neue, bedarfsorientierte Produkte generiert.  In Zusammenarbeit mit der Universität Maastricht entwickelt der Fachbereich Oecotrophologie angereicherte Nahrungsmittel, die durch die industriellen Partner produziert, und dank der grenzübergreifenden Zusammenarbeit, an verschiedenen Institutionen getestet werden.

 

Über soziologische Studien unterstützt die Hochschule des Weiteren die Verbreitung spezieller Versorgungspunkte, wo Menschen in unmittelbarer Nähe zu ihren Wohnungen eine umfassende Versorgung erhalten können. Auf diese Weise soll einerseits ermöglicht werden, dass man sich auch in strukturell benachteiligten Regionen (z.B. in ländlichen Gebieten) möglichst lange selbständig versorgen kann und andererseits auch einen zentralen Punkt für verschiedene Dienstleistungen sowie sozialen Austausch erhält.

 

"Wenn es um Menschen geht, sind Bedürfnisse mindestens genauso wichtig wie ein konkreter Bedarf. Deshalb stehen Aspekte wie Genuss, Lebensqualität und Kommunikation ebenso im Fokus wie die Ziele einer wirtschaftlichen Umsetzung und eines wissenschaftlichen Mehrwerts", fasst Güler-Uşak zusammen.

 

Das Projekt FooDS wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk, dem Ministerie van Economische Zaken sowie der Provincie Limburg kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Euregio Rhein-Maas-Nord.

 

Die Projektpartner auf deutscher Seite sind: DORV-Zentrum GmbH, GAMU GmbH, Gebr. Bertrams GmbH & Co. KG, Gemeinde Brüggen, Grafschafter Diakonie GmbH, IFF GmbH und Mühlhäuser GmbH. Die Partner aus den Niederlanden sind: Hutten Catering, Janssen Distribution, Munchhof groep, NV Industriebank LIOF, Universiteit Maastricht, Rendiz BV, Gemeende Peel Maas, Fresh Park Venlo.

 

Projektinformationen: Özlem Güler-Uşak, Projektmanagerin FooDS an der Hochschule Niederrhein, E-Mail: oezlem.gueler-usak(at)hs-niederrhein.de

 

Pressekontakt: Carina Hendricks, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Niederrhein: Tel.: 02151 822 3611; E-Mail: carina.hendricks(at)hs-niederrhein.de

Das Projekt fokussiert die Versorgungsproblematik älterer und immobiler Menschen.


Autorin: Carina Hendricks