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Forschungsprojekt zur Klassifikation von Radarbildern

In Zusammenarbeit mit der Firma IMST in Kamp-Lintfort entwickelt Prof. Hirsch ein Radarmodul, mit dem Objekte nicht nur geortet, sondern auch klassifiziert werden können. Das knapp dreijährige Projekt (2020-2022) wird gefördert vom "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM) des Bundes.

Das Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines neuen Radarmoduls, mit dem Objekte nicht nur geortet, sondern auch klassifiziert werden können. Ein Anwendungsfall stellt die Überwachung von Grundstücken oder Gebäuden dar. Dabei soll frühzeitig eine Gefahrenlage, z.B. Einbruch oder Vandalismus, erkannt werden, um dann entsprechende Alarmierungs- oder Schutzmaßnahmen einzuleiten. Die Objektklassifikation stellt ein innovatives und bisher noch nicht vorhandenes Leistungsmerkmal des neuen Produkts dar.

Handelt es sich bei dem Objekt um eine sich bewegende Person, so ist der Vorteil der Radartechnologie, dass im Gegensatz zu Videoaufzeichnungen die Anonymität der Person gewahrt bleibt und die Persönlichkeitsrechte nicht verletzt werden. Ein weiterer Vorteil ist eine nahezu völlige Unabhängigkeit von den Licht-und Wetterverhältnissen. Für die Klassifizierung sollen Verfahren zur Mustererkennung aus dem Bereich der "Künstlichen Intelligenz" (KI) angewendet werden, wobei der Schwerpunkt auf dem Einsatz "Neuronaler Netzwerke" (NN) liegen wird. Zur Bestimmung einer ausreichenden Anzahl annotierter Trainingsdaten wird neben dem Radarsignal parallel eine Videoaufzeichnung vorgenommen.