18.04.2018

Arbeit über Lebensqualität von Demenzkranken von Sozial-Holding ausgezeichnet

 

Mönchengladbach, 18. April. Paula Weyand, Absolventin des Fachbereichs Sozialwesen der Hochschule Niederrhein, hat für ihre Abschlussarbeit den Gerontologiepreis der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach erhalten. Die Sozialarbeiterin befasste sich in ihrer Arbeit mit der Lebensqualität von Demenzkranken in Pflegeheimen.

 

Dabei beschäftigte sie sich mit der Dementia Care Mapping (DCM) Methode zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen und schlug den Bogen von den theoretischen Grundlagen bis zur praktischen Anwendung im Pflegealltag. DCM ist ein Beobachtungsverfahren, mit dem die Zufriedenheit und das Wohlbefinden von an Demenz erkrankten Menschen eingeschätzt werden kann.

 

„Das Thema ist von der Autorin nicht nur exzellent bearbeitet worden – es  ist für die Sozial-Holding auch hochaktuell und von besonderer Bedeutung. Schon heute haben rund 70 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner unserer Einrichtungen eine Demenzerkrankung – und der Anteil steigt. Als Altenheimbetreiber können wir von guten wissenschaftlichen Arbeiten lernen und daraus Handlungsempfehlungen für die professionelle Pflege- und Betreuung ableiten“, sagt Bernhild Birkenbeil, Geschäftsleiterin der städtischen Altenheime.

 

„In ihrer schlüssigen und wissenschaftlich fundierten Arbeit gelingt es Paula Weyand, den Stand der Wissenschaft, aktuelle Forschungsergebnisse und die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland mit eigenen aus Experteninterviews gewonnenen Erkenntnissen zu verknüpfen“, lobt Betreuerin Sigrid Verleysdonk-Simons vom Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein die Preisträgerin.

 

Im Jahr 2016 hatte die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach erstmalig den Gerontologiepreis für eine herausragende Bachelorarbeit im Bereich Altersarbeit/Alterswissenschaft des Fachbereichs Sozialwesen der Hochschule Niederrhein vergeben. Die Auszeichnung, die jährlich verliehen wird, ist mit 1.300 Euro dotiert.

 

„Mit der Auslobung des Gerontologiepreises möchten wir Studierende des Fachbereichs Sozialwesen motivieren, sich mit der Altenarbeit zu beschäftigen und mit ihren Forschungsergebnissen Theorie und Praxis der Altenhilfe zu befruchten“, erläutert Susanne Wallrafen von der Sozial-Holding. Denn gerade in der Sozialarbeit, die sich abseits der reinen Pflege ganzheitlich mit dem alten Menschen, seinem sozialen Umfeld und seinen Bedürfnissen auseinandersetzt, werden Fachkräfte dringend gesucht.

 

Pressekontakt: Dr. Christian Sonntag, Referat Hochschulkommunikation der Hochschule Niederrhein: Tel.: 02151 822 3610; E-Mail: christian.sonntag@hs-niederrhein.de

Von links: Bernhild Birkenbeil, Preisträgerin Paula Weyand, Susanne Wallrafen und Sigrid Verleysdonk-Simons. Foto: Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach


Autor: Christian Sonntag