27.09.2005

Freudige Investition in kluge Köpfe

Ein Landesminister, ein neuer und ein ehemaliger Oberbürgermeister, Bundes- und Landtagsabgeordnete, Planer, Techniker und natürlich der Rektor der Hochschule Niederrhein – sie alle strahlten mit der Sonne um die Wette, als jetzt für den Neubau des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheitswesen an der Obergath in Krefeld das Richtfest gefeiert wurde. Zum Wintersemester des nächsten Jahres werden mehr als 1200 Studierende und 22 Professoren und Mitarbeiter das lang gestreckte Gebäude beziehen, dessen 3.000 Quadratmeter sich auf drei Geschosse verteilen. 6,5 Millionen Euro hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Bauherr investiert, rund 23 Millionen sind nach Angaben von dessen Geschäftsführer Rolf Krähmer bisher in Krefeld für die Hochschule „verbaut“ worden.

 

„Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft und bringen die meiste Rendite“. Das stellten fast unisono der Bauminister und der Rektor fest. Oliver Wittke und Prof. Dr. Hermann Ostendorf waren sich auch darin einig, dass bei der außerordentlich starken Nachfrage der hier angebotenen Studienplätze wie der Absolventen die Verbesserung der Studienbedingungen das Gebot der Stunde sei. Ein „enormes Zukunftspotenzial“ der Studiengänge, die der Stadt besonders im Gesundheitssektor „enorme Vorteile“ brächten, konstatierte Oberbürgermeister Gregor Kathstede. Von der Zusammenlegung der Studienrichtungen an einem einzigen Standort und in der Nachbarschaft zu technischen Fachbereichen erwartet der Rektor Synergieeffekte. Und er hofft darauf, dass der Campus auch sozial belebt wird. Dafür spricht zumindest die deutliche Erhöhung des Frauenanteils an der Obergath im nächsten Semester.

 

 

 

 

 

Den Richtspruch sprach Thomas Scheuß vom Bauunternehmen Solbach in Viersen (oben). In einem Jahr soll der dreigeschossige Neubau bezogen werden (unten)


Autor: Rudolf Haupt