26.06.2009

Opferhilfe international

Der Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein und der Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Kiel haben gemeinsam ein Buch zur Theorie und Praxis des Opfers im Strafprozess herausgegeben. Das Ungewöhnliche daran: Alle Beiträge stammen von internationalen Experten und sind in englischer Sprache verfasst. Denn eines der geistigen Zentren für Viktimologen, wie die Experten für Opferhilfe bezeichnet werden, ist das Inter-University Centre im malerischen Dubrovnik an der kroatischen Adria. Hier fand jetzt zum 25. Mal eine wissenschaftliche Weiterbildung für Viktimologie, Opferberatung und Strafgerichtsbarkeit statt, an der auch drei Studierende der Hochschule Niederrhein teilnahmen. Gegründet hat den Kurs 1984 Professor Dr. Gerd Ferdinand Kirchhoff in seiner Zeit als Dekan des Mönchengladbacher Fachbereichs Sozialwesen.

 

Heute lehrt er an der Universität Mito in Japan, aber natürlich war der frühere Generalsekretär der World Society of Victimology auch in diesem Jahr am Ort des viktimologischen Geschehens. Hier konnte er aus der Hand seines Nach-Nachfolgers als Dekan, Prof. Dr. Peter Schäfer, das druckfrische Buch in Würdigung seiner Verdienste um die internationale Weiterbildung zur Opferhilfe entgegennehmen. Mit-Herausgeber sind Otmar Hagemann (Kiel) und Stephanie Schmidt (Mönchengladbach). Das Buch versteht sich als Einführung in aktuelle viktimologische Debatten und richtet sich an Menschen, die beruflich mit Fragen der Viktimisierung zu tun haben und Opfer beraten, betreuen und unterstützen. Erhältlich ist es zum Preis von 16,50 Euro im Buchhandel oder direkt bei der Hochschule: fb-sozialwesen@hs-niederrhein.de

 

 

 

Internationaler Experte für Opferberatung: Prof. Dr. Gerd Ferdinand Kirchhoff, Ex-Dekan der Hochschule Niederrhein


Autor: Rudolf Haupt