10.03.2017

Wirtschaftsinformatik-Studierende entwickeln interaktiven Meisenkasten

 

Mönchengladbach, 10. März. Industrie 4.0 ganz lebensnah: Das war das Ziel des Projekts von Prof. Dr. Claus Brell im Studiengang Wirtschaftsinformatik der Hochschule Niederrhein. Seine Studierenden bauten einen interaktiven Meisennistkasten, der permanent Bilder sowie Außen- und Innentemperatur ins Internet überträgt. Über die Webadresse meisencam.cbrell.de kann jeder in den Nistkasten hineinschauen und den Meisen beim Fressen und bald auch beim Brüten zuschauen.

 

Der Meisenkasten ist mit WLAN, digitalen Temperatursensoren, einem scheckkartengroßen Computer, dem Raspberry Pi, einer Infrarotbeleuchtung und einer Kamera ausgestattet. Damit können auch nachts Bilder aufgenommen werden. Der Raspberry Pi erkennt mit Hilfe selbstentwickelter Bildverarbeitungssoftware, ob sich eine Meise im Kasten aufhält, und gibt dann dem Internetserver den Befehl, ein Bild zu archivieren.

 

Der Aufbau ist das Ergebnis mehrere studentischer Projekte im Modul Webanwendungen am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Brell möchte die Technik darüber hinaus in den nächsten RaspiLab-Schülerworkshops einsetzen. „Für Schulen ist das Meisenkasten-Projekt mit dem Raspberry Pi zum Nachbauen besonders geeignet“, sagt Claus Brell, der schon im Dezember vergangenen Jahres einen RaspiLab-Schülerworkshop organisiert hat. „Die gesamten Hardwarekosten liegen unter hundert Euro und der Aufbau ist relativ  einfach. Schüler können so frühzeitig an MINT-Themen herangeführt werden.“

 

Wer mehr über den Aufbau des Meisenkastens wissen will und an einem Raspberry-Pi-Schülerworkshop interessiert ist, kann sich via Mail an claus.brell@hs-niederrhein.de wenden. Auch Schulen und Unternehmen können sich noch an dem Projekt zu beteiligen.

 

Pressekontakt: Dr. Christian Sonntag, Referat Hochschulkommunikation: Tel.: 02151 822 3610; E-Mail: christian.sonntag@hs-niederrhein.de

Einblick in den Meisennistkasten, wie er auch online möglich ist.


Autor: Christian Sonntag