22.12.2016

Zu den Festtagen: Studierende der Hochschule Niederrhein haben Tipps für Schokoladenfans

 

Mönchengladbach, 22. Dezember. Pünktlich zu den Festtagen haben Studierende des Fachbereichs Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein Wissenswertes rund um das Thema Schokolade zusammengetragen. Die Studierenden Janine Löw, Nadine Iser und Dennis Franke sind einigen Fragen zu der beliebten Süßigkeit nachgegangen.

 

Was ist drin? „Vollmilchschokolade besteht eigentlich nur aus Kakaomasse, Kakaobutter, Milchpulver und Zucker“, erklärt Nadine Iser. Auf dem Etikett stehen neben Zutaten für den Geschmack häufig weitere Zutaten. „Diese sind unter anderem dazu da, die aufwendige Herstellung von Schokolade zu beschleunigen. Normalerweise wird Schokolade drei bis vier Tage gewalzt, weil sich die Zutaten schwer miteinander verbinden. Dies geschieht in der sogenannten Conchiermaschine, die die Masse bis zu ihrem optimalen Schmelz bearbeitet. Hilfsstoffe können diesen Verbindungsvorgang beschleunigen.“

 

Ist weiße Schokolade auch echte Schokolade? Ja, auch wenn  in weißer Schokolade keine Kakaomasse enthalten ist. Damit weiße Schokolade auch als Schokolade bezeichnet werden darf, müssen mindestens 20 Prozent Kakaobutter enthalten sein. „Dunkle Schokolade enthält Kakaomasse und diese hat ihre dunkle Farbe, weil Teile der Schale der Kakaobohne enthalten sind. In weißer Schokolade ist nur Kakaobutter enthalten, welche aus dem Inneren der Kakaobohne gewonnen wird“, sagt Janine Löw.

 

Müssen wir uns vor Mineralölrückständen in Adventskalenderschokolade fürchten? „Eine mögliche Quelle für Rückstände in Schokoladenproben können die verschiedenen Verpackungen sein, in denen die Rohstoffe transportiert werden“, erklärt Dennis Franke. So zum Beispiel verunreinigte Säcke oder alte Zeitungen, in denen die Kakaobohnen eingeschlagen werden. In der Druckerschwärze findet sich Mineralöl, welches sich dann auf die Bohnen übertragen kann.

 

Ist dunkle Schokolade gesünder als andere Sorten? „In Bitterschokolade ist ein höherer Anteil an Flavonoiden enthalten als in Milchschokolade“, erklärt Nadine Iser. „Flavonoide sind eine Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen die sehr bitter schmecken, aber viele gute Eigenschaften haben. Flavonoide können wahrscheinlich Blutgefäße stärken und sich günstig auf Herz und Kreislauf auswirken.“ Der interessanteste Vertreter der Flavonoide ist Epikatechin. Wie genau Epikatechin in den Blutgefäßwänden wirkt, ob der Blutdruck beeinflusst wird, und wie viel von diesem sekundären Pflanzenstoff aus Kakao benötigt wird, ist ein Forschungsschwerpunkt am Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein.

 

Macht Schokolade glücklich? „Es stimmt, dass ein Stoff in Schokolade enthalten ist, der mithilft, Serotonin zu bilden. Dabei handelt es sich um Tryptophan. Das ist eine essentielle Aminosäure, die im Körper zur Serotoninbildung dient. Serotonin wiederum ist wichtig als Neurotransmitter und unterstützt positive Stimmung. Ob Schokolade wegen Tryptophan glücklich macht, oder eher weil Schokolade mit Belohnung oder einer schönen Erinnerung verknüpft wird, bleibt zu prüfen“, sagt Dennis Franke.

 

Pressekontakt: Judith Jakob, Referat Hochschulkommunikation der Hochschule Niederrhein: Tel.: 02151 822 3611; E-Mail: judith.jakob(at)hs-niederrhein.de  

(v.l.n.r.) Dennis Franke, Janine Löw und Nadine Iser


Autorin: Judith Jakob