Professorin Lena Evertz spricht zum Auftakt der Reihe Heimspiel Wissenschaft über Resilienz

Hochschule beteiligt sich am BMBF-Programm Heimspiel Wissenschaft

Am 16. August spricht Professorin Lena Evertz im Freilichtmuseum Grefrath über das Thema Resilienz. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Weitere Termine finden am 27. September im Obsthof Selders und am 18. Oktober im Veranstaltungsraum des Vereins für Heimatpflege e. V. Viersen statt.

Das Projekt "Heimspiel Wissenschaft" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ländlichen Regionen zurück in ihre Heimatorte. Es stellt auch diejenigen, die aus beruflichen Gründen in der Nachbarschaft, im Dorf oder in der (Klein-) Stadt leben, in Vortragsveranstaltungen vor. Dort erzählen sie von ihrer Forschung und Lehre. Warum sie forschen und wie das unser aller Leben betrifft. Auf diese Weise wird Wissenschaft in Lehre und Forschung für die Menschen vor Ort (be)greifbar gemacht. Die Hochschule Niederrhein, als regional verankerte Hochschule, beteiligt sich mit drei Veranstaltungen im Kreis Viersen an dieser Aktion.

Zum Auftakt findet am Mittwoch, 16. August (Beginn 18:30 Uhr) in Kooperation mit dem Freilichtmuseum des Kreises Viersen in Grefrath (Stadionstraße 145) die erste Veranstaltung der aktuell dreiteiligen Reihe statt. Die in Kempen geborene und in Grefrath wohnende Professorin Dr. Lena Evertz (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften) gibt dabei unter dem Titel „Ab heute trainiere ich dann mal meine Resilienz. Warum Resilienztraining viel mit Zähneputzen zu tun hat und alle davon profitieren können.“ spannende Einblicke in ihre Forschung und zeigt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sowie praktische Alltagstipps rund um das Thema Resilienz auf. Resilienz wird auch als das „Immunsystem der Seele“ bezeichnet. Sie hilft Krisen und herausfordernde Zeiten zu bewältigen. Mittlerweile ist in der Forschung belegt, dass Resilienz trainierbar ist. Anke Petrat, Direktorin des Freilichtmuseums, wird durch den Abend führen.

Der zweite Teil der Serie findet am Mittwoch, 27. September (18.30 Uhr) beim Obsthof und Quartier Selders, Am Diepenbroich 58, 47877 Willich-Schiefbahn statt. Dort wird der vor Ort in Schiefbahn wohnende Prof. Dr. Claus Brell (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften) seine in Projekten partnerschaftlich ausgeführten Arbeiten zum erlebnisorientierten Imkern, welches durch vernetzte Sensoren erleichtert wird, vorstellen.

Wichtig ist Ihm dabei die Aussage, dass „die Sensorik muss zur Biologie der Biene und zu den Erfordernissen der Imkerei passen.“ Im vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Forschungsprojekt Biene4.0 wurden schon erste Ergebnisse erzielt: Einfache Temperatur-und Schallsensoren geben darüber Auskunft, ob z.B. den Bienen zu warm ist oder ob das Winterfutter zu Ende geht. Eine Schwarmerkennung aus der Ferne scheint auch möglich. Die Sensortechnik lässt sich nebenbei auch zur Überwachung des Heizungs-Gasverbrauchs einsetzen. Wie das geht, beleuchtet der Vortrag.

Prof. Dr. Claus Brell, selber Hobbyimker, ist Physiker und lehrt Wirtschaftsinformatik am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein. Seine Forschungsinteressen gelten dem Einsatz von Internet-of-Things zur Unterstützung in der Naturbeobachtung.

Den derzeitigen Abschluss bildet am 18. Oktober 2023 um 18h30 der Abend mit dem in Viersen wohnenden Prof. Dr.-Ing. Jens Brandt, der im Veranstaltungsraum des Vereins für Heimatpflege e. V. Viersen, Gerberstraße 20a, 41747 Viersen seinen Termin inhaltlich unter dem Titel „Künstliche Intelligenz: Muss ich das verstehen?“ präsentiert.

Auch wenn das Gebiet der Künstlichen Intelligenz schon seit mehr als 50 Jahren existiert, nimmt es vor allem in den letzten Jahren immer mehr Einfluss auf unseren Alltag - manchmal mehr und manchmal weniger offensichtlich. Von daher sollten wir uns damit beschäftigen, was sich hinter dem Schlagwort KI verbirgt und welche Chancen und Risiken mit deren Einsatz verbunden sind. Denn ähnlich wie bei anderen technischen Fortschritten ist ein grundlegendes Verständnis wichtig, um die Welt von morgen sinnvoll gestalten zu können. Dieser Vortrag soll einen Beitrag dazu leisten: Es wird zunächst ein kurzer Blick auf die Entwicklung des Gebiets über die letzten Jahrzehnte geworfen. Anschließend werden verschiedene KI-Techniken und deren Einsatz an Beispielen skizziert. Schließlich wird die Relevanz des Gebiets auf unser heutiges Leben diskutiert.

Prof. Dr.- Ing. Jens Brandt, derzeit Dekan seines Fachbereiches, lehrt am FB 03 - Elektrotechnik und Informatik an der Hochschule Niederrhein; er vertritt das Lehrgebiet Digitale Systeme und Embedded Programming, dabei forscht er u. a. zum Thema KI in Industrie und Alltag.

"Heimspiel Wissenschaft" ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Wissenschaftskommunikationsagentur con gressa und dem #WisskommLab der Universität Heidelberg stattfindet.

Zu allen drei Veranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail erforderlich: veranstaltung(at)hsnr.de – der Eintritt ist frei.