In der fünften Ausgabe des Wi-REX-Newsletters gibt es Einblicke in die laufende Arbeit des Wissensnetzwerks Rechtsextremismusforschung (Wi-REX). Es wird über vergangene Veranstaltungen zu einem breiten Themenspektrum berichtet und Erhebungen sowie Neuerscheinungen aus dem Wi-REX vorgestellt, darunter den Short Report Rechtsextremismus als Herausforderung politischer Bildung sowie jüngst publizierte Beiträge auf dem Wi-Rex-Blog. Darüber hinaus informiert der Newsletter über die Aktivitäten der Plattform Transfer des Teams SO.CON an der Hochschule Niederrhein, die den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit im Themenfeld Rechtsextremismus stärkt.


Hochschule Niederrhein richtet bundesweite Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit aus
Am 24. und 25.04.2026 diskutierten rund 650 Teilnehmende aus Wissenschaft und Praxis auf der Jahrestagung „Autoritäre Verschiebungen des Sozialen. Demokratiefeindliche Entwicklungen und Eingriffe in Kontexten Sozialer Arbeit“ über aktuelle Herausforderungen für Demokratie und Soziale Arbeit.
Mit dabei waren auch Mitarbeiterinnen des Instituts SO.CON als Vortragende. Als eine der vier eingeladenen Keynote Speakerinnen hat Prof. Dr. Beate Küpper über Verschiebungen in der Mitte der Gesellschaft und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit gesprochen. Weiter thematisierten Beate Küpper und Alina Jugenheimer Antisemitismus im Kontext Schule, Tina Leber stellte widerständige Jugendliche im Kontext von Rechtsextremismus in den Fokus, während Christine Manthei gemeinsam mit Prof. Dr. Ann Marie Krewer, Saskia Griffig und Julia Schatzschneider Ergebnisse zur Demokratiearbeit in Kommunen in Nordrhein-Westfalen präsentierte. Weitere Beiträge von Prof. Dr. Michael Noack und Melanie Oeben zu Teilhabe und Vertrauen rundeten das wissenschaftliche Programm ab.

Rechtsextremismus als Herausforderung politischer Bildung
Wie kann politische Bildung wirksam auf die sich wandelnden Strategien der extremen Rechten reagieren? Und welche Formate braucht es dafür? Mit diesen Fragen befasst sich ein neuer Short Report, der die Ergebnisse einer Expert*innenrunde des Wissensnetzwerks Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) bündelt. Die Veranstaltung wurde im Juni 2025 unter der Federführung der Plattform Transfer am Institut SO.CON der Hochschule Niederrhein durchgeführt.

Vom Nachbarschaftsstreit zur rechten Bühne
Am 18. und 19. März 2026 diskutierten rund 30 Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis an der Universität Bielefeld über die Wechselwirkungen zwischen der extremen Rechten und kommunalen Konflikten. Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, wie rechtsextreme Narrative die Wahrnehmung und Bearbeitung lokaler Konflikte verändern und dabei gezielt Deutungsmacht verschieben. Erste Einsichten und Perspektiven aus dem Fachtag greift der Podcast Zankapfel auf (siehe Link).
Veranstaltet wurde der Fachtag von der Plattform Transfer des Wi-REX am Institut SO.CON der Hochschule Niederrhein in Kooperation mit der Konfliktakademie ConflictA am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld.

KLiQG+|HSNR hat einen neuen kostenlosen E-Learning-Snack für zugewanderte Fachkräfte veröffentlicht. In dem Snack „Selbstdarstellung im Lebenslauf“ lernt die Zielgruppe, ihren beruflichen Weg und ihre Stärken klar zu präsentieren. Mit kurzen Inputs und praktischen Tipps machen sie aus ihrem Lebenslauf ein Profil, das professionell wirkt und Arbeitgeber*innen schnell überzeugt. Es lohnt sich auch die anderen Snacks von KLiQG+ rund um das Thema Arbeitsleben anzuschauen!

Digitaler Vortrag von Dr. Veronika Kourabas „Chronische Erkrankungen neu denken: Erfahrungs- und Theoriewissen aus den Gender- und Disability Studies“ am 3.6.26 an der Universität Mainz
Wie lässt sich das Leben mit chronischen Erkrankungen verstehen – und wessen Wissen gilt dabei als relevant? Der Vortrag nimmt diese Frage am Beispiel äußerlich unsichtbarer chronischer Erkrankungen auf und richtet den Blick insbesondere auf deren vergeschlechtlichte Dimension. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Erfahrungswissen von Betroffenen eine zentrale, jedoch häufig marginalisierte Wissensform darstellt. Der Vortrag führt Theorieperspektiven der Gender- und Disability Studies mit erfahrungsbezogenem Wissen zusammen.



















































