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Die Senatspreisträgerinnen (v.l.n.r.) Yasmin Gassner, Setare Behbahani und Elisabeth Wagner. Nicht auf dem Foto ist Preisträgerin Franziska Schubert. Foto: Judith Duque/Hochschule Niederrhein

Senat zeichnet Studierende für hervorragende Abschlussarbeiten aus

Der Senat der Hochschule Niederrhein hat die mit jeweils 1000 Euro dotierten Senatspreise verliehen. Der Senat würdigt damit herausragende Abschlussarbeiten in vier Kategorien. „Die Arbeiten zeigen, wie vielfältig die Hochschule ist. Besonders ragt heraus, dass sich alle Arbeiten mit Nachhaltigkeit beschäftigen“, sagte die stellvertretende Senatsvorsitzende Prof. Dr. Saskia Drösler bei der Feierstunde. 

Die Studierenden können sich für den Senatspreis nicht direkt bewerben: Ihr jeweiliger Prüfer schlägt die Arbeit dem Prüfungsausschuss in den Fachbereichen vor, der einen Vorschlag pro Kategorie dem Senat unterbreitet. Dieser entscheidet dann über die Preisträger auf Grundlage der Bewertung durch eine Jury. „Wir würdigen heute jedoch nicht nur die Leistungen, sondern vor allem die Menschen, die dahinterstehen“, sagte Prof. Dr. Stegemerten, Vizepräsident für Studium und Lehre.

Den Preis in der Kategorie „Ökonomie“ erhielt Yasmin Gassner. Sie entwickelte in ihrer Bachelorarbeit am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik ein Monitoringsystem für Wärmeübertrager. Diese werden in Unternehmen eingesetzt, welche verfahrenstechnische Prozesse betreiben. Sie dienen dazu, Produkte oder Hilfsmedien zu heizen oder zu kühlen. Das Kontrollsystem stellt den optimalen Zeitpunkt für eine Reinigung fest. Mit minimalen Investitionskosten kann die Wirtschaftlichkeit erheblich erhöht und der Energiebedarf reduziert werden.

In der Kategorie „Wissenschaft“ überzeugte Franziska Schubert aus dem Fachbereich Oecotrophologie die Jury. In ihrer Arbeit setzte sie sich mit dem Thema Lebensmittelverschwendung in der stationären Versorgung auseinander. Sie erarbeitete im Rahmen eines Praxissemesters ein Verfahren, mit dem sich Verzehrmengen prognostizieren und somit der Anfall von Speiseabfällen systematisch erfassen und reduzieren lässt. In einem Pilot-Wohnbereich konnte die Abfallquote von 46% auf 35% reduziert werden. Der Senat würdigte vor allem die außerordentlich umfangreiche Quellenarbeit und die wissenschaftlich strukturierte Herangehensweise.

Den Preis in der Kategorie „Gesellschaft & Ökologie“ erhielt Elisabeth Wagner aus dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik. In ihrer Masterarbeit entwickelte sie ein Upcyclingkonzept, um berufliche Persönliche Schutzausrüstung (PSA) weiterzuverwenden. PSA lässt sich schwer recyceln und darf nach dem Ausmustern nicht erneut als Schutzkleidung verwendet werden. Elisabeth Wagner entwickelte ein Konzept, um PSA zu kategorisieren, typische Schadensbilder zu analysieren und Nutzungspfade für eine hochwertige Weiternutzung, zum Beispiel als Möbeln oder Funktionsbekleidung zu entwickeln.

Mit einem Sonderpreis wurde Setare Behbahani aus dem Fachbereich Sozialwesen ausgezeichnet. In ihrer Bachelorarbeit beschäftigte sie sich mit dem noch recht neuen Konzept „Translanguaging“, der abwechselnden und gleichberechtigten Nutzung verschiedener Sprachen am Beispiel mehrsprachiger Kitas. Kinder mit einer abweichenden "Familiensprache" erleben in einsprachigen Kitas, dass sie nur einen Teil ihres Ausdruckvermögens nutzen können. In ihrer Arbeit prüft Behbahani das Konzept darauf, ob es eine Möglichkeit der adäquaten Begleitung von Mehrsprachigkeit in Kitas bietet.