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Homeoffice – Unsere Erfahrungen

Zwei Studentinnen vom Fachbereich Chemie berichten von ihrem Alltag während der Pandemie.

Aufgrund der derzeitigen Situation finden Veranstaltungen online statt. Dazu gehören Vorlesungen, Übungen (Tutorien, Seminare) und teilweise auch Praktika. Unsere Meinungen hinsichtlich ,Homeoffice‘ ist zwiespältig. Es gibt sowohl positive, als auch negative Seiten.

Wir sind beide durch die Online-Vorlesungen viel flexibler. Uns ist es möglich von zu Hause aus zu arbeiten, dabei zum Beispiel am Schreibtisch oder im Esszimmer zu sitzen. Die Anreisezeit, die wir normalerweise benötigen um zur Hochschule zu fahren, fällt weg, sodass wir diese Zeit anderweitig nutzen können. Dienstags haben wir beide dieselbe Vorlesung, die ab 8.30 Uhr über Zoom stattfindet. Wir haben unseren eigenen Arbeitsplatz, unser eigenes Umfeld, wo wir uns ausbreiten können. So arbeitet und lernt es sich am besten.

Natürlich gibt es auch negative Aspekte hinsichtlich dem Online-Angebot.

Zunächst mussten wir uns jeweils mit dem Stand unserer zur Verfügung stehenden Technik beschäftigen. ,,Habe ich eine stabile Internetverbindung?‘‘ oder ,,Ist es mir technisch möglich an der Online-Vorlesung teilzunehmen?‘‘ oder ,,Wie komme ich an Bücher, wenn diese online nicht verfügbar oder keine auszuleihenden Exemplare mehr vorhanden sind?‘‘. Dies sind wichtige Fragen, die wir uns gestellt haben und die sicherlich nicht auf alle Studenten zutreffen.

Die Videokonferenzen über Zoom sind für uns, als auch für die Professorinnen und Professoren eine völlig neue, unbekannte Situation. Es ist nicht immer leicht den Lehrenden zu folgen oder miteinander zu kommunizieren, glücklicherweise sind diese sehr entgegenkommend und wir können jederzeit nachfragen, wenn uns etwas nicht klar ist.

Allerdings sind wir uns beide einig, dass man schnell den geregelten Tagesablauf verlieren kann, wenn man plötzlich nicht mehr verpflichtet ist den Weg zur Uni anzutreten. Es ist während der momentanen Situation nicht einfach sich zu motivieren. So geht es uns und bestimmt auch den meisten anderen Studenten. So kann es passieren, dass man sich nicht konsequent an den Schreibtisch setzt und an den Online-Vorlesungen teilnimmt oder den Vorlesungsstoff, der bei moodle von den Professoren hochgeladen wird, nicht durcharbeitet. Uns ist natürlich aufgefallen, dass wir uns zu Hause schnell mit etwas anderem ablenken.

Wir vermissen beide den Hochschulalltag sehr. Uns fehlen die sozialen Kontakte. Unserer Meinung ist es ein ganz anderes Lernen, wenn wir mit unseren Kommilitonen zusammensitzen und uns über das Gesagte in den Vorlesungen austauschen können.

Zusammenfassend: Homeoffice ist für Studenten geeignet, die mit viel Disziplin ihre Tagesabläufe planen und einhalten können, da sich viele nicht ,,gezwungen‘‘ fühlen an den Online-Veranstaltungen teilzunehmen oder Vorlesungsstoff durchzugehen. Es ist wichtig eine Struktur im Alltag zu haben und sich streng an diese zu halten. Diese Struktur sollte jedoch nicht nur aus lernen bestehen. Frische Luft, sozialer Kontakt, Sport und gesunde Ernährung sind ebenfalls wichtig.