Bereits 2017 begann Alisa mit dem professionellen Customizing von Sneakern. Zum Üben sammelte sie alte Schuhe aus ihrem Umfeld, stellte aber schnell fest wie viele davon zwar noch Potenzial hatten aber nicht mehr tragbar waren. Aus dieser Beobachtung entwickelte sich 2021 ihre Gründung ART’n’SHOES, bei der sie Sneaker zerlegt und aus Schaft- und Sohlenmaterialien neue Produkte schafft.
Durch Social Media entstand eine kleine Community, die alte Schuhe spendet. Dabei wurde ein zentrales Problem immer deutlicher: Konsument*innen möchten nachhaltiger handeln, haben aber kaum Möglichkeiten, ihre Schuhe umweltgerecht zu entsorgen. Gleichzeitig stehen Hersteller vor der Herausforderung, dass Schuhe aus bis zu 40 fest miteinander verbundenen Materialien bestehen und damit kaum recyclingfähig sind.
Im Rahmen ihres Bachelorstudiums Textile Technologien, ebenfalls an der Hochschule Niederrhein, untersuchte Alisa erstmals Recyclingmethoden für bereits existierende alte Sneaker. Dies führte zu einer entscheidenden Frage:
Wie muss ein Schuh von Anfang an aufgebaut sein, damit er vollständig recycelt werden kann?
Die Antwort darauf ist SneakyLoop. Das Projekt entwickelt recyclingfähige Materialien die gezielt auf einen geschlossenen Materialkreislauf ausgelegt sind. Durch eine neue Konfektionsweise können Schuhkomponenten am Ende ihres Lebenszyklus sortenrein getrennt und recycelt werden. 2025 hat sie damit am EXIST Women Programm teilgenommen, welches an der Hochschule Niederrhein gezielt Gründerinnen fördert.
Begleitet wird die Entwicklung durch Forschung an der Hochschule Niederrhein, den Austausch mit Expert*innen aus der Industrie, sowie durch das Existenzgründungsteam HNX. SneakyLoop steht aktuell in der Forschungs- und Entwicklungsphase mit dem Ziel, langfristig einen neuen Standard für kreislauffähige Schuhe zu etablieren.
Wir freuen uns, Alisa Bohl und SneakyLoop auf diesem Weg zu begleiten und sind gespannt, wie dieses Projekt die Schuhindustrie nachhaltiger und zukunftsfähiger gestalten wird.


















