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Studierende entwickeln innovative Gründungsideen im interdisziplinären Wahlpflichtmodul

Im interdisziplinären Wahlpflichtmodul „Nichttechnische Aspekte der Produkt- und Prozessentwicklung“ haben Studierende der Hochschule Niederrhein im Wintersemester praxisnah erlebt, wie aus technischen Ideen tragfähige Gründungskonzepte entstehen können. Das Modul, das von Prof. Michael Heber und Vivian Sommer geleitet wurde, richtet sich an Ingenieurstudierende und ergänzt das technische Studium gezielt um unternehmerische Perspektiven.

Insgesamt nahmen 14 Studierende aus den Studiengängen Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik teil. Viele von ihnen studieren dual oder arbeiten neben dem Studium und bringen damit bereits erste Praxiserfahrungen mit. Im fünften Fachsemester angesiedelt, kurz vor Praxisphase oder Abschlussarbeit, bot das Modul den passenden Rahmen, um Future Skills zu entwickeln, interdisziplinär zu arbeiten und eigene Ideen weiterzudenken.

Prof. Michael Heber betont den langfristigen Mehrwert des Moduls: „Sehr konkret kann ich mir vorstellen, wie die Studierenden mit den erworbenen Fähigkeiten in Unternehmen (ob dem eigenen oder einem anderen) ihre oder andere Ideen nach vorne treiben und umsetzen. Solche Ingenieurinnen und Ingenieure mit nicht-technischen Kompetenzen hätte ich in meiner Industriezeit gerne eingestellt. Dieser professionelle Fokus nicht nur auf die Technik, sondern auch auf andere Disziplinen ist die Qualifikation die wir benötigen, um Innovationen umzusetzen.“

Zu Beginn der Vorlesungsreihe gaben Ramona Möllers und Charlotte Weber von WM Studio offene Einblicke in ihre eigenen Gründungswege und teilten wertvolle Praxiserfahrungen. Im Anschluss bildeten sich vier Teams, die erste Gründungsideen entwickelten und diese im Laufe des Semesters kontinuierlich ausarbeiteten. Dabei ging es nicht nur um Produktideen, sondern auch um Geschäftsmodelle, Zielgruppen, Marktanalysen, Finanzplanung und die Frage, wie Ideen überzeugend präsentiert werden können. Die Studierenden lernten, Entwicklungsschritte ganzheitlich zu betrachten und unternehmerische Entscheidungen zu reflektieren. 

Ein wichtiger Bestandteil des Moduls waren praxisnahe Inhalte und externe Impulse. Diese wurden nach der Theorie in Workshop-Sessions direkt auf die eigenen Ideen angewendet und in Pitches sowie eigenen Businessplänen ausgearbeitet. Robert Kaber vermittelte in seinem Steuerworkshop wichtige Grundlagen für angehende Gründerinnen und Gründer, Joey Stötzel hat den Studierenden gezeigt wie ein guter Pitch aussehen kann und Jörg Siemes begleitete die Abschlusspräsentationen mit fundiertem Feedback.

Die Abschlusspräsentationen fanden in Form finaler Pitches im Januar 2026 statt. Dort stellten die Teams ihre Gründungskonzepte vor und erhielten konstruktives Feedback von externen Expertinnen und Experten aus dem HNX-Umfeld. Dabei zeigte sich, wie sicher die Studierenden ihre Ideen inzwischen präsentieren konnten und wie viel Substanz in den Konzepten steckte.

„Die finalen Pitches haben eindrucksvoll gezeigt, wie viel Potenzial in den Ideen unserer Studierenden steckt. Zu sehen, wie sie dabei wichtige Future Skills entwickeln und gleichzeitig persönlich wachsen, ist unglaublich motivierend. Dieses Modul macht spürbar, wie eng fachliche Stärke und persönliche Entwicklung zusammenwirken, wenn man eigene Ideen mutig vorantreibt.“ – Vivian Sommer

Durch die externe Evaluation des Moduls im Rahmen des Teaching Analysis Poll (TAP) konnten die Studierenden dank Pia Annas und Elske Schoenhals anonym Feedback geben. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen dabei sehr positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden der starke Praxisbezug, die offene Atmosphäre, die Arbeit an eigenen Ideen sowie die Möglichkeit, unternehmerisches Denken jenseits rein technischer Inhalte kennenzulernen.

Das Wahlpflichtmodul zeigt, wie wichtig unternehmerisches Denken als Ergänzung technischer Kompetenzen ist. Es stärkt nicht nur die Gründungskultur an der Hochschule Niederrhein, sondern bereitet Studierende auch darauf vor, Innovationsprozesse aktiv mitzugestalten und wichtige Fähigkeiten für die Zukunft zu entwickeln. 

 

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