Im Rahmen der Engineering Days an der Hochschule Niederrhein (HSNR) in Krefeld haben sich der neue Vorsitzende der Unternehmerschaft Chemie Niederrhein, Norbert Mülders, und die neue Präsidentin der Hochschule, Prof. Dr. Susanne Meyer, zu einem ersten intensiven Austausch getroffen. Ziel war es, die lang-jährige enge Zusammenarbeit zwischen der Chemiebranche und der Hochschule weiter zu stärken und die zentrale Bedeutung der Chemie für die wirtschaftliche Entwicklung der Region hervorzuheben.
„Die Chemieindustrie ist eine tragende Säule der regionalen Wirtschaft“, betonte Norbert Mülders, der als Vorsitzender der Unternehmerschaft Niederrhein mittlerweile auch an der Spitze des Dachverbandes steht. „Sie schafft hochwertige Arbeitsplätze, sichert Fachkräfte und trägt maßgeblich zu Wertschöpfung, Exportkraft und technologi-scher Innovationsfähigkeit bei. Ohne eine starke chemische Industrie wäre der Nieder-rhein nicht in der Lage, seine wirtschaftliche Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit zu hal-ten.“ Prof. Dr. Meyer hob hervor, dass die Hochschule Niederrhein junge Menschen gezielt auf die chemische Industrie vorbereitet, um Talente an die Region zu binden und gemeinsam Innovationen voranzutreiben. „Unsere Studierenden profitieren von praxis-nahen Laboren, modernen Forschungseinrichtungen und engem Kontakt zu Unterneh-men. Mit Bachelor- und Masterstudiengängen in Chemie, Verfahrenstechnik und ange-wandter Chemie sowie vielfältigen praxisorientierten Projekten ermöglichen wir unseren Studierenden, früh ihre Fähigkeiten in realen industriellen Kontexten einzubringen. Gerade das duale Studium mit enger Verzahnung von Unternehmen und Hochschule als gleichberechtigten Lernorten bietet sich im Bereich der Chemie an.“ Dabei sei der Austausch mit der Industrie unverzichtbar. „Studierende erhalten Einblicke in reale Arbeitswelten. Unternehmen profitieren von frischen Ideen, gemeinsamen Projekten und dem Austausch mit unseren Dozenten, die sie mit engagierten Studierenden vernetzen.“
Prof. Dr. Martin Jäger, Dekan im Fachbereich Chemie der Hochschule Niederrhein, sieht in der Zusammenarbeit zwischen seinem Fachbereich und der Unternehmerschaft Chemie Niederrhein eine starke Partnerschaft für Innovation und Transfer, die junge Menschen von der Schule bis ins Arbeitsleben begleitet. „Als Niederrheiner arbeiten wir an vielen Stellen zusammen: In der Jury des Regionalwettbewerbs Niederrhein von Jugend forscht, zu der auch Vertreter regionaler Unternehmen gehören, sowie für den Chemie-Förderpreis der Unternehmerschaft Chemie Niederrhein: Gemeinsam sorgen wir für einen kontinuierlichen Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.“
Im Rahmen der Engineering Days, bei denen Studierende ihre innovativen Projekte als Beispiel für die praxisnahe Verzahnung von Hochschule und Industrie für zukünftige Studierende, MINT-interessierte Schülerinnen und Schüler und die Mitgliedsunterneh-men des Verbandes präsentierten, diskutierten die Partner mögliche weitere gemein-same gesellschaftliche Aufgaben: Die Themenfelder reichten von einer stärkeren MINT-Aktivierung in der Politik über Start-up-Förderungen und Nachhaltigkeitsinitiativen bis hin zu Forschungspartnerschaften als Möglichkeit, um frühzeitig Industriebegeisterung bei jungen Menschen zu wecken.
„Durch die enge Verzahnung von Hochschule und Unternehmen entstehen Synergien, die sowohl die Ausbildung junger Talente als auch die Innovationskraft der Chemie-branche nachhaltig stärken“, resümiert Norbert Mülders. „Nur im Schulterschluss kön-nen Fachkräfte frühzeitig gewonnen, Innovationen vorangetrieben und die Wettbe-werbsfähigkeit der Region langfristig gesichert werden.“ Daher lautet das einvernehmliche Kredo des Treffens nicht nur „Weiter so“, sondern vor allem: die erfolgreiche Zusammenarbeit konsequent ausbauen und gemeinsam neue Impulse für Innovation, Fachkräftesicherung und regionale Stärke setzen.


















