Im Mittelpunkt des Kick-Offs standen die gemeinsame Festlegung der Projektziele, die Vorstellung des methodischen Vorgehens sowie die Planung der ersten Arbeitsschritte. Dazu gehören die Datenerhebung im realen Wärmenetz, der Aufbau eines thermodynamischen Modells für Erzeuger- und Verbraucherstrukturen sowie die Entwicklung eines digitalen Zwillings zur thermo-hydraulischen Abbildung des Netzes. Besonders innovativ ist die geplante Kopplung beider Modelle, die eine umfassende Bewertung technischer und wirtschaftlicher Flexibilisierungsoptionen wie Wärmespeichern, Wärmepumpen, Abwärmenutzung oder Netztemperaturabsenkungen ermöglicht.
Ein erstes praktisches Highlight des Projekts folgte am 16.12.2024: Bei einer Werksbesichtigung der thyssenkrupp Steel Europe AG am Standort Duisburg-Hamborn erhielten die Projektpartner detaillierte Einblicke in das bestehende Wärme- und Kältenetz. Vor Ort konnten relevante Anlagenteile, Abwärmequellen und hydraulische Strukturen direkt begutachtet werden. Diese Erkenntnisse bilden eine zentrale Grundlage für die Modellvalidierung sowie für die spätere Analyse realisierbarer Flexibilitätspotenziale im industriellen Umfeld.
Durch die enge Kooperation der Partner werden im Projekt wesentliche Bausteine zur Dekarbonisierung industrieller Energiesysteme adressiert. Die Ergebnisse sollen zudem auf weitere industrielle Wärmenetze übertragbar sein und langfristig zur Energieeffizienz, Flexibilisierung und Kostensenkung in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus beitragen.

















