FlexHeat
Simon Möhren (tkSE), Hannah Daldrup (SWK E²), Lisa Schmitt (SWK E²), Michael Mans (heatbeat), Stefan Saalberg (tkSE), Maurice Görgen (SWK E²), Jörg Meyer (SWK E²), Christian Schäfer (tkSE)

SWK E² Institut für Energietechnik und Energiemanagement veranstaltet Kick-Off für FlexHeatNet: Startschuss für die Entwicklung flexibler industrieller Wärmenetze 19.12.2024

Mit einem erfolgreichen Kick-Off-Meeting an der Hochschule Niederrhein ist das Forschungsprojekt FlexHeatNet – Flexibilisierung industrieller Wärmeversorgungssysteme zur Energie- und Kostenreduzierung offiziell gestartet. Am Treffen nahmen alle drei Projektpartner teil – das SWK E² Institut für Energietechnik und Energiemanagement der Hochschule Niederrhein (Projektkoordination) sowie die Unternehmen thyssenkrupp Steel Europe AG und heatbeat NRW GmbH. Das Vorhaben wird über drei Jahre im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 gefördert und kofinanziert von der Europäischen Union. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines innovativen Tools zur Bewertung und Optimierung von Flexibilitätsoptionen in industriellen Wärmenetzen, um Energieverbrauch, Kosten und CO₂-Emissionen deutlich zu senken.

Im Mittelpunkt des Kick-Offs standen die gemeinsame Festlegung der Projektziele, die Vorstellung des methodischen Vorgehens sowie die Planung der ersten Arbeitsschritte. Dazu gehören die Datenerhebung im realen Wärmenetz, der Aufbau eines thermodynamischen Modells für Erzeuger- und Verbraucherstrukturen sowie die Entwicklung eines digitalen Zwillings zur thermo-hydraulischen Abbildung des Netzes. Besonders innovativ ist die geplante Kopplung beider Modelle, die eine umfassende Bewertung technischer und wirtschaftlicher Flexibilisierungsoptionen wie Wärmespeichern, Wärmepumpen, Abwärmenutzung oder Netztemperaturabsenkungen ermöglicht.


Ein erstes praktisches Highlight des Projekts folgte am 16.12.2024: Bei einer Werksbesichtigung der thyssenkrupp Steel Europe AG am Standort Duisburg-Hamborn erhielten die Projektpartner detaillierte Einblicke in das bestehende Wärme- und Kältenetz. Vor Ort konnten relevante Anlagenteile, Abwärmequellen und hydraulische Strukturen direkt begutachtet werden. Diese Erkenntnisse bilden eine zentrale Grundlage für die Modellvalidierung sowie für die spätere Analyse realisierbarer Flexibilitätspotenziale im industriellen Umfeld.


Durch die enge Kooperation der Partner werden im Projekt wesentliche Bausteine zur Dekarbonisierung industrieller Energiesysteme adressiert. Die Ergebnisse sollen zudem auf weitere industrielle Wärmenetze übertragbar sein und langfristig zur Energieeffizienz, Flexibilisierung und Kostensenkung in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus beitragen.

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