An dieser Stelle möchten wir Ihnen in jeder Ausgabe einen Projektpartner vorstellen.
Intervierw mit Dr. Alexander Wesquet Projektleiter bei der Fa. SIG Combibloc Systems GmbH.
Können Sie sich und Ihre Rolle im Unternehmen kurz vorstellen?
Als Teil der Globalen Forschung und Entwicklung (GR&D) sind wir innerhalb von SIG sowohl für die Weiter- und Neuentwicklung von Füllmaschinen als auch für die Ent wicklung neuer, moderner Lebensmittelverpackungen verantwortlich. Darüber hinaus arbeiten wir in vielen Bereichen eng mit unseren Kunden aus der Lebensmit telindustrie zusammen und unterstützen bei kunden spezifischen Fragestellungen.
Können Sie kurz Ihr Unternehmen beschreiben?
SIG ist ein führender Anbieter von Verpackungslösungen „for better“ – besser für unsere Kunden, für Verbrauche rinnen und Verbraucher und für die Welt. Mit unserem ein zigartigen Portfolio aus aseptischen Kartonpackungen, Bag-in-Box-Lösungen und Standbeuteln mit Verschlüs sen arbeiten wir partnerschaftlich mit unseren Kunden zusammen, um Lebensmittel- und Getränkeprodukte auf sichere, nachhaltige und bezahlbare Weise an Ver braucherinnen und Verbraucher in aller Welt zu bringen.
Warum ist das Projekt für Sie so interessant?
Um die hohen Anforderungen an Qualität und Verbrau chersicherheit gewährleisten zu können, ist gerade im Bereich der Lebensmittelproduktion die mikrobiologische Bewertung ein Kernelement der Qualitätskontrolle. Ob wohl die mikrobiologischen Methoden in diesem Bereich bestens etabliert sind, ist der hohe Zeitaufwand von der Probenahme bis zum Vorliegen der Ergebnisse mit enor men Nachteilen verbunden. Dieses Projekt eröffnet die Möglichkeit, genau dieses Problem durch drastisch ver kürzte Messzeiten zu lösen.
Was sind Ihre Aufgaben in dem Projekt?
Als Forschungsbereich eines modernen Industrieunter nehmens haben wir die Möglichkeit, neu entwickelte Methoden im industriellen Umfeld zu untersuchen. Die R&D-Umgebung gibt uns hierbei die nötige Flexibilität – die Nähe zur Produktion das notwendige industrielle Umfeld.
Welche Vorteile ergeben sich für Sie durch die Zu sammenarbeit mit den anderen Projektpartnern?
Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Projekt partnern hat den großen Vorteil, Experten aus den un terschiedlichsten Bereichen zusammen zu bringen. Auf diese Weise werden Wissen und Kompetenzen in einem Umfang gebündelt, wie es in einem einzelnen Unterneh men nicht möglich wäre.
Waren Sie schon einmal an einem ähnlichen Projekt beteiligt? Welche Erfahrungen haben Sie damit ge macht?
Wir engagieren uns in unterschiedlichen Forschungs bereichen, die mit unserem Geschäftsfeld in Verbindung stehen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Projekten, die der sicheren, nachhaltigen und bezahlbaren Verpa ckung von Lebensmitteln dienen. Ähnliche Projekte in der Vergangenheit haben zur in dustriellen Reife der heute etablierten Verfahren geführt, so dass unsere Kunden ihre Produkte bereits heute mit SIG-Systemen sicher, nachhaltig und wirtschaftlich ver packen können. Gerade die Zusammenarbeit mit Kunden, Hochschulen und Technologiepartnern ist eine elementare Voraussetzung für ausgereifte Lösungen.
Welche Vorteile sehen Sie für Ihr Unternehmen durch die Mitarbeit in diesem Projekt?
Die Nachteile der klassischen mikrobiologischen Metho den, insbesondere hinsichtlich des hohen zeitlichen Auf wands, betreffen die gesamte Lebensmittelindustrie. Jede Verbesserung in diesem Bereich wirkt sich direkt positiv auf unsere Arbeit aus. Neben der Sicherstellung der Qualität im produzierenden Umfeld hätten neue Verfahren auch einen entscheiden den Einfluss auf den Entwicklungsbereich. Die schnellere Verfügbarkeit von mikrobiologischen Ergebnissen würde schnellere Feedbackschleifen ermöglichen und uns da mit in die Lage versetzen, Verbesserungen schneller und gezielter voranzutreiben.
Glauben Sie, das Projekt hat auch positive Aus wirkungen für die Allgemeinheit? Wenn ja, welche könnten diese sein?
Eine schnellere Erkennung möglicher mikrobiologischer Belastungen hätte einen großen Einfluss auf die Nachhal tigkeit der gesamten Lebensmittelproduktion. Aufgrund der derzeit notwendig langen Inkubationszeiten können mikrobiologische Belastungen in vielen Bereichen erst nach Tagen erkannt werden. In der Zwischenzeit produ zierte Lebensmittel können dann oft nur noch vernichtet werden. Mit neuen Verfahren könnte ein größerer Anteil der verfügbaren Lebensmittel sicher verpackt an die Ver braucherinnen und Verbraucher abgegeben werden

































