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Gemeinsam mit ruandischen und italienischen Partnern haben Expert:innen der Hochschule Niederrhein in einem gemeinsamen Projekt den Ausbau nachhaltiger Energieversorgung sowie die praxisnahe Ausbildung in Ruanda vorangebracht. Foto: HSNR.

Erneuerbare Energien für Bildung und Zukunft: HSNR stärkt nachhaltige Entwicklung in Ruanda

Die Hochschule Niederrhein (HSNR) engagiert sich im internationalen Bildungsprojekt „GREATER – Growing Rwanda Energy Awareness Through HighER Education“ für den Ausbau nachhaltiger Energieversorgung und praxisnaher Ausbildung in Ruanda. Neben ruandischen und italienischen Partnern war insbesondere die Hochschule Niederrhein (HSNR) maßgeblich beteiligt. Das Projekt wurde von der Europäischen Union im Rahmen des Erasmus+-Programms mit rund 799.000 Euro gefördert. Die HSNR erhält davon 128.000 Euro.

Ziel von GREATER ist es, Hochschulen in Ruanda und Europa zu vernetzen, um innovative und dezentrale Energielösungen voranzutreiben und gleichzeitig neue Studienangebote im Bereich der smarten und erneuerbaren Energien zu entwickeln. Ruandische Studierende sollen so gezielt auf die Anforderungen einer nachhaltigen Energiezukunft vorbereitet werden. Dabei entstanden ist ein sogenanntes Living Lab, ein realer Demonstrations- und Lernort, in unmittelbarer Nähe der University of Technology and Arts of Byumba (UTAB). Hier treffen technologische Innovationen, akademische Ausbildung und die lokale Bevölkerung aufeinander.

Expertinnen und Experten aus den Fachbereichen Wirtschaftsingenieurwesen, Ingenieurwissenschaften und Informatik, Wirtschaftswissenschaften sowie Oecotrophologie der HSNR arbeiteten fachbereichsübergreifend zusammen, um Studiengänge weiterzuentwickeln, die Living Labs zu realisieren und lokale Lehrkräfte auszubilden.

Die UTAB im Norden Ruandas übernimmt eine Schlüsselrolle im Projekt. Mit ihrem starken Praxisbezug in der Lehre und ihrem Engagement für nachhaltige Entwicklung ermöglicht sie Studierenden, direkt an realen Energiesystemen zu arbeiten und innovative Lösungen gemeinsam mit lokalen Akteurinnen und Akteuren zu entwickeln.

Das Living Lab selbst befindet sich an einer nahegelegenen Schule, deren Stromversorgung bislang eingeschränkt war. Durch die Installation eines dezentralen Energiesystems aus Solarmodulen, Batteriespeichern und Sicherheitsbeleuchtung wird nun eine zuverlässige Energieversorgung gewährleistet. Dies ermöglicht nicht nur den Einsatz digitaler Lernmittel wie Laptops, sondern verbessert die Bildungsqualität nachhaltig.

Darüber hinaus dient das Living Lab als praxisnaher Lernort: Studierende und Lehrende erwerben hier umfassende Kenntnisse in Installation, Betrieb und Wartung von Photovoltaiksystemen. Gleichzeitig ist die Anlage für die lokale Bevölkerung zugänglich und fördert das Verständnis sowie die Akzeptanz erneuerbarer Energien im Alltag.

„Das Projekt zeigt, wie wertvoll internationale Zusammenarbeit ist: Wir lernen voneinander und entwickeln gemeinsam Lösungen, die sowohl technologisch als auch gesellschaftlich tragfähig sind“, sagt Dr.-Ing. Arne Graßmann, Professor für Energietechnik und stellvertretender Leiter des SWK E² - Institut für Energietechnik und Energiemanagement.

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