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© Andris Breitling

Kulturpädagogik und Kolonialgeschichte: Studierende besuchen das Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum

Wie gelingt kulturelle Bildungsarbeit in einem postkolonialen Kontext?

Mit dieser Frage setzten sich Studierende des Masterstudiengangs Kulturpädagogik und Kulturmanagement am Fachbereich Sozialwesen im Seminar „Medienforschung: Postkolonialismus und Literatur“ von Prof. Dr. Andris Breitling bei einem Museumsbesuch auseinander.

Im Mittelpunkt der Exkursion zum Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum "Kulturen der Welt" standen aktuelle Fragen zu Restitution und Provenienzforschung sowie postkolonialer Museumsarbeit.

Die Ethnologin und Museumspädagogin Hanna Petri-Böhnke vermittelte in ihrer Führung nicht nur praxisnahe Einblicke in ihren Arbeitsalltag, sondern ging zudem ausführlich auf Rückfragen der Studierenden ein.

Besonders in der Sonderausstellung „I MISS YOU“ zur Restitution der sogenannten Benin-Bronzen, die 1897 von britischen Truppen aus dem Königspalast des vorkolonialen Königreichs Benin im heutigen Staat Nigeria geraubt wurden, wurde deutlich, wie eng Museumsarbeit heute mit intensivem internationalen Austausch und der kritischen Reflexion eigener Denkmuster verbunden ist. So ließen sich im Laufe der Führung postkoloniale Thematiken mit Fragen rund um Kuration und Vermittlung verknüpfen.

Für die Studierenden bot die Exkursion anwendungsorientierte Einblicke in aktuelle museologische Fragestellungen. Dabei zeigte sich, welche Bedeutung kulturelle Bildungsarbeit hat: Blinde Flecken in den historischen Zusammenhängen sichtbar zu machen und Räume für eine kritische Auseinandersetzung mit kolonialer Vergangenheit zu schaffen.

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