Studierende vor einem Bildschirm

Campus Mobil
Die Welt ist mein Campus

Hochschule Niederrhein. Dein Weg.

Was ist Campus Mobil?

Wissenschaft findet nicht nur in Hörsälen statt. Mit CampusMobil verlegt die Hochschule Niederrhein den Lernort ihrer Studierenden mitten in die Stadtgesellschaft. Im Dialog mit Bürger:innen in Krefeld, Mönchengladbach und am Niederrhein identifizieren Studierende Probleme des Alltags, übersetzen sie in wissenschaftliche Fragestellungen, erarbeiten in interdisziplinären Teams Lösungen – und bringen die Ergebnisse wieder zurück zu den Menschen. So übernehmen Studierende gesellschaftliche Verantwortung, und Sie gestalten mit, woran die Hochschule arbeitet.

Projektverantwortlicher

Prof. Dr. Alexander Rachmann
Software Engineering und angewandte künstliche Intelligenz

Vita & Aktivitäten

Unsere mobilen Orte

Das CampusMobil ist ein mobiler Raum, der Begegnung für transdisziplinäres Lernen schafft – und es kann ganz unterschiedlich aussehen: als Fahrrad, als Stand, Sprinter oder Truck. Den Anfang machen drei Formate:

Der „Science Truck"

Science Truck HN

 Ein begehbarer, mobiler Dialograum – auf Stadtfesten, an Sportstätten, auf Wochenmärkten.

Der Pop-Up-Stand

Das kompakte Format für den Innenbereich.

Der virtuelle Raum

Eine VR-Umgebung, orts- und zeitunabhängig zugänglich.

Unsere ersten Themen

Ideen entstehen fortlaufend – im Gespräch mit Ihnen. Welche Frage beschäftigt Sie in Ihrem Stadtteil?

Folgende Bereiche bespielen wir bereits, es dürfen gerne mehr werden:

Digitalisierung an Schulen

Studierende fahren mit dem „Science Truck“ zu Schulen, erheben gemeinsam mit Lehrkräften und Schüler:innen konkrete Probleme der Schuldigitalisierung, entwickeln in Lehrveranstaltungen Lösungen und erproben sie vor Ort.

Innerstädtische Mobilität

Wie kommen wir gut durch unsere Städte? Im Dialog – zum Beispiel auf Jahrmärkten in Krefeld und Mönchengladbach – entwickeln wir Anforderungen an nachhaltige Mobilität und identifizieren Hemmnisse.

CampusMobil ist ein Projekt der Hochschule Niederrhein, gefördert von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre (Laufzeit 2026–2030). Ziel ist es, Studierende im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeit auf die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung vorzubereiten. Das didaktische Konzept verbindet transdisziplinäre Lehrprojekte, wissenschaftsferne Orte, mobile Medien und die curriculare Integration. Drei Unterziele leiten das Projekt: Studierende erleben Verantwortlichkeit in transdisziplinären, curricularen Projekten; die Hochschule schafft ein niederschwelliges Beteiligungsangebot für Bevölkerungsgruppen ohne Hochschulkontakt; Lehrende erhalten Leitplanken, Konzepte und kollegialen Austausch für transdisziplinäre Lehre. Beteiligt sind die Fachbereiche Ingenieurwissenschaften & Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen sowie das Ressort der Vizepräsidentin für Studium und Lehre. Eine laufende Begleitforschung evaluiert die Wirksamkeit; Ergebnisse werden als Open Educational Resources veröffentlicht und in Workshops mit anderen Hochschulen geteilt.

Förderung

Das Projekt CampusMobil wird gefördert von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre.

Hier dokumentieren wir für Sie den Fortschritt des Projektes. Darunter fallen Berichte von Einsätzen des CampusMobils, Workshops mit Bürger:innen, Einblicke in Lehrveranstaltungen und Meilensteine.

Datum / Ort: 6. Juli 2026, Hochschule Niederrhein (im Rahmen der HEP-Werkstätten)

Format: Hochschulöffentlicher Kreativworkshop mit LEGO-Szenariobau, Teil der HEP-Werkstätten

Thema: Gestaltung und Einsatz des „Science Truck“

Arbeitspakete: AP 02 Medienentwicklung, AP 01 Formatentwicklung

Der Kreativworkshop

Wie muss ein „Science Truck“ aussehen, damit auf dem Wochenmarkt, beim Festival oder vor dem Stadion echte Gespräche entstehen? Bevor wir das CampusMobil technisch spezifizieren, haben wir genau diese Frage spielerisch beantwortet: mit LEGO. Zum kreativen Auftakt des Projekts CampusMobil bauten Hochschulangehörige am 6. Juli 2026 in drei Teams Miniatur-Szenarien für den transdisziplinären Dialog zwischen Hochschule und Gesellschaft.

Dabei denken wir im Projekt bewusst über ein CampusMobil nach, das ganz unterschiedlich aussehen kann: Es ist ein mobiler Raum, der Begegnung für transdisziplinäres Lernen schafft. Das kann ein Fahrrad sein, ein Stand, ein Sprinter – oder eben ein Truck. Um die Idee in diesem Workshop leicht verständlich zu machen, haben wir mit dem Bild eines Trucks gearbeitet: dem „Science Truck“.

Mehr über den Workshop

Der Workshop war hochschulöffentlich und Teil der HEP-Werkstätten: In diesen offenen Arbeitsräumen am Campus Mönchengladbach und in Krefeld Süd gestalten alle Hochschulangehörigen seit Juni 2026 den neuen Hochschulentwicklungsplan 2027–2031 mit – spontan, ohne Anmeldung und über alle Statusgruppen hinweg. CampusMobil nutzte dieses offene Format, damit Ideen aus der gesamten Hochschule in die Gestaltung des „Science Truck“ einfließen: Mitgebaut und mitdiskutiert haben Studierende, Mitarbeitende und Professor:innen.

Inhaltlich zahlt der Workshop damit direkt auf den HEP-Prozess ein: Die vom Senat im Mai 2026 gebilligten Planungsgrundsätze sind Kompass für die konkreten Maßnahmen, die Fachbereiche und Ressorts nun ableiten – transdisziplinäre Lehre, wie CampusMobil sie erprobt, ist eine solche Maßnahme. Bereits in den HEP-Workshops der Beschäftigten wurde gefordert, Inter- und Transdisziplinarität stärker zu ermöglichen und die Hochschule als Partnerin von Gesellschaft und Region zu profilieren. CampusMobil übersetzt diese Grundsätze in gelebte Praxis: Es bringt Lehre in die Stadtgesellschaft und liefert Erfahrungen, die in die Entwicklungspläne der Fachbereiche und damit in den Hochschulentwicklungsplan 2027–2031 zurückfließen.

Jedes Team erhielt ein LEGO-Set mit einem eigenen Fahrzeug – Pommeswagen, Transporter oder Doppeldecker-Bus – sowie Steine, Platten und Figuren. Ein wichtiges Detail: Zu Beginn wählte jede:r Teilnehmer:in eine Figur aus, die für eine hochschulferne Personengruppe steht. Diese Figuren mussten bewusst in die Szenarien eingebaut werden – denn genau diese Menschen möchte CampusMobil erreichen.

In drei Baurunden entstanden vollständige Einsatzszenarien: der Doppeldecker auf dem Samstags-Wochenmarkt in Mönchengladbach-Rheydt, der Transporter auf einem Musikfestival und der Pommeswagen vor dem Stadion. Die Teams gestalteten jeweils den Hintergrund, die Position des Trucks, den Außenbereich mit Empfangssituation, die Gäste und eine Präsentation der Studierenden. In der zweiten Runde stellte jedes Team die größte Hürde seines Szenarios sinnbildlich dar: Konkurrenz durch das eigentliche Veranstaltungsangebot, zu „anstrengende“ Themen, Kommunikationsbarrieren – oder am Stadion schlicht Wetter, Alkoholpegel und unpassende Themen. In der dritten Runde wechselte je eine Person die Gruppe, und die neuen Konstellationen bauten Lösungen: interaktive Räume zum Mitmachen, Abbau von Barrieren durch verständliche Sprache, Gamification und Spaß statt Verkaufsatmosphäre, Give-aways, passende Themenwahl, Vorankündigungen – und vor dem Stadion lieber Trikot statt Hemd.

In der Abschlussrunde benannten alle Teilnehmer:innen, was sie nachdenklich gemacht, überrascht oder als „merk“-würdig geblieben ist. Zwei Erkenntnisse ziehen sich durch alle Szenarien: Das Format muss zum Ort passen, nicht umgekehrt. Und der erste Eindruck entscheidet – wer den Truck als Werbestand wahrnimmt, kommt nicht ins Gespräch.

Die Ergebnisse fließen nun direkt in die Projektarbeit ein: in die technische Spezifikation des „Science Truck“ (AP 02) und in die Entwicklung der Dialogformate (AP 01). Die LEGO-Modelle sind im Projektraum J245 zu besichtigen.

Ausblick

Als Nächstes erarbeiten wir die Spezifikation des CampusMobils. Sie haben Ideen, wo es unbedingt stehen sollte? Sprechen Sie uns an.

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