Im Rahmen der World Design Capital (WDC) Frankfurt Rhein Main 2026 - unter dem Leitthema „Design for Democracy – Atmospheres for a Better Life“ initiierte der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein (FB 07) eine mehrteilige Veranstaltungsreihe.
Die Projekte verbinden handwerkliche Tradition, gesellschaftspolitischen Diskurs und zukunftsorientierte Designansätze, um die Rolle der Gestaltung bei der Mitprägung gesellschaftlicher Prozesse zu beleuchten.
1. Die Dialogwerkstatt: „water connects – Teilhabe durch Co-Design“
Den Auftakt bildete die interaktive Dialogwerkstatt am 22. April 2026 im Museum für Angewandte Kunst (MAK) in Frankfurt am Main, wo verschiedene Workshops angeboten wurden, die Besucherinnen und Besucher dazu einluden, Design als kollaborativen und demokratischen Prozess zu erfahren.
2. Die Exkursion: „Ein Aufschrei für die Demokratie“
Am 12. Juni 2026 folgte eine aktivistische Exkursion unter dem Titel „Ein Aufschrei für die Demokratie – zu den Folgen des Verlusts der Handwerksberufe und des Handwerk-Wissens“. Die Aktion startete am MAK Frankfurt am Main und führte über den Eisernen Steg direkt zu den Theaterwerkstätten Frankfurts. Mit der Exkursion machten die Teilnehmenden auf die massiven Kulturkürzungen aufmerksam, die Theaterbetriebe in Deutschland und Österreich bedrohen. Im Fokus stand die dringende Forderung nach dem Erhalt und einem „Re-Value“ des handwerklichen Wissens. Der Verlust dieses textilen Fachwissens gefährdet nicht nur das kulturelle Erbe, sondern auch die Vielfalt der Kunstformen in Tanz, Theater und Oper, in letzter Konsequenz die Wirtschaft und Kultur unserer Gesellschaft.
3. Die Ausstellung: „Design for Democracy – Young Talents at Work“
Als krönender Abschluss und Synthese dieser gestalterischen Auseinandersetzung präsentiert die Ausstellung „Design for Democracy – Young Talents at Work“ im Museum Angewandte Kunst (MAK) ausgewählte, zukunftsorientierte Design-Projekte junger Gestalterinnen. Die Werkschau zeigt innovative Positionen, neue Perspektiven und geht der Frage nach, wie Design als Werkzeug für gesellschaftliche Veränderung genutzt werden kann. Die gezeigten Arbeiten von Michèle Lemper, Lilo Stephan, Chalin Hüge und Nina Becker setzen sich intensiv mit demokratischen Werten, Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe und sozialer Mitgestaltung auseinander. Die Ausstellung lädt dazu ein, Design als aktiven und unverzichtbaren Beitrag zu einer offenen und demokratischen Zukunft zu erleben. Vom 03. – 05. Juli 2026 ist das Campus-Eröffnungs-Festival im MAK: Herzliche Einladung, die Designerinnen sind vor Ort! Die Ausstellung ist bis zum 05. August 2026 zu sehen.
Wir sehen die World Design Capital 2026 in Deutschland als große Bereicherung für ganz viele nachhaltige demokratische Felder und Lösungen unserer Gesellschaften in Europa, die wir mit der Öffentlichkeit und Expert:innen vor Ort diskutieren und weiterentwickeln konnten.Darüber hinaus haben wir neue Netzwerke geknüpft und schöne gemeinsame Momente genossen, die uns alle für die Demokratie von morgen stärken.
Herzlichen Dank dem Team der WDC und vor allem Matthias Wagner K. Direktor des MAK Frankfurt am Main, der mit seinem Team die WDC 2026 erstmalig nach Deutschland holte.
Hochschule Niederrhein – Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik,
Kontakt: Prof.in Dr.in Marina-Elena Wachs - marina.wachs(at)hs-niederrhein.de
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