„Jeden Tag saß ich neben ihm – und eines Tages war er einfach nicht mehr da.“ Mit diesen Worten erinnerte Oberbürgermeister Frank Meyer anlässlich des Holocaust-Gedenktages an der Hochschule Niederrhein an das Schicksal der in der NS-Zeit verfolgten und ermordeten Jüdinnen und Juden. Er eröffnete damit eine bewegende Gedenkfeier, die erstmals nicht an einer Schule, sondern an der HSNR am Frankenring stattfand. Sie stand unter dem Leitsatz „Jeder ist ein Mensch. Jeder ist jemand“ von Michel Friedmann.
In Beiträgen aus verschiedenen Fachbereichen zeigten Studierende eindrucksvoll, wie Erinnerungsarbeit in Studium und Lehre verankert ist – etwa mit künstlerischen Arbeiten zum Buch „Mein himmelblaues Akkordeon“ über den Krefelder Auschwitz-Überlebenden Werner Heymann oder Berichten von einer Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz.
Weitere Redebeiträge thematisierten die Bedeutung von Menschenwürde, Demokratie und historischer Verantwortung. Hochschulpräsidentin Susanne Meyer erinnerte an das Schicksal des jüdischen Schülers Rudolph S. Jacobs, eines ehemaligen Schülers der Krefelder Webschule. Vertreterinnen und Vertreter der Jüdischen Gemeinde sowie der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld schlugen zudem Brücken zur Gegenwart und betonten die Verantwortung heutiger Generationen.








































