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Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe hält Professorin Dr. Beate Küpper von der Hochschule Niederrhein einen Vortrag zum Thema „Demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland und die Rolle von Antisemitismus“. Foto: Carlos Albuquerque/HSNR

Antisemitismus von gestern bis heute: Themenreihe startet mit Ausstellung und Vortrag

Wie entsteht Antisemitismus, welche Rolle spielen Mitläufertum und gesellschaftliche Einstellungen? Was können Menschen tun, um Antisemitismus entgegenzuwirken? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine Veranstaltungsreihe der Hochschule Niederrhein, der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld und der Förderverein Villa Merländer e.V. im Herbst und Winter 2026/27 im Future Work Lab (Petersstraße 122) in Krefeld. 

Den Auftakt der Themenreihe bildet am Donnerstag, 29. Oktober, eine Veranstaltung mit interaktivem Workshop, geführter Ausstellungsbegehung und Abendvortrag. Die Teilnahme ist kostenfrei. Für den Abendvortrag wird um Anmeldung gebeten: ns-doku(at)krefeld.de  

Im Mittelpunkt steht die Ausstellung „Einige waren Nachbarn – Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ des United States Holocaust Memorial Museums, die von der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld in einem neuen Format zur Verfügung gestellt wird. Plakate zeigen Fotografien und persönliche Geschichten aus der Zeit der Shoah Sie regen dazu an, sich mit Handlungsspielräumen, gesellschaftlicher Verantwortung und der Bedeutung historischer Erfahrungen für die Gegenwart auseinanderzusetzen.

Begleiteter Ausstellungsrundgang

Von 14:30 bis 17:30 Uhr können Interessierte die Ausstellung bei einer geführten Begehung kennenlernen und sich in einem interaktiven Workshop mit antisemitischen Mustern auseinandersetzen. Die Villa Merländer begleitet den Ausstellungsrundgang. Der Workshop bietet Raum für persönliche Reflexion und Austausch über Wahrnehmungen, Emotionen und Erfahrungen. Teilnehmende können historische oder aktuelle Bilder und Fotografien mitbringen, in denen sie antisemitische Darstellungen oder Botschaften erkennen. Diese werden gemeinsam betrachtet und analysiert. 

Vortrag zu demokratiegefährdenden Einstellungen

Von 18 bis 19:30 Uhr folgt der Vortrag „Demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland und die Rolle von Antisemitismus“ von Professorin Dr. Beate Küpper vom Institut SO.CON des Fachbereichs Sozialwesen der Hochschule Niederrhein. Küpper gibt einen Überblick über demokratiezugewandte und demokratiefeindliche Einstellungen in Deutschland. Sie erläutert, wie antisemitische Einstellungen jüdische Menschen unmittelbar gefährden und die demokratische Grundordnung untergraben. Zudem zeigt sie gesellschaftliche und politische Konsequenzen sowie Ansatzpunkte für demokratiestärkendes Handeln auf. 

Weitere Termine im Herbst und Winter

Die Themenreihe wird im November und Dezember mit weiteren Veranstaltungen fortgesetzt. Am Montag, 16. November, wird die Ausstellung von 16 bis 18:30 Uhr offiziell eröffnet. Am Donnerstag, 17. Dezember, findet ebenfalls von 16 bis 18:30 Uhr ein weiterer Workshop mit Ausstellungsführung statt. Für Februar oder März 2027 ist darüber hinaus eine Veranstaltung zum Transfer aus dem Projekt AKS des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geplant. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

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