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Cyberspace für den Einzelhandel: Design-Studierende erschaffen Markenerlebniswelt

Krefeld, 25. Februar. Fans der Fernsehkultserie Raumschiff Enterprise kennen das „Holodeck"; ein Raum, in dem virtuelle Simulations- und Erlebniswelten computergestützt projiziert werden. Im Rahmen eines Forschungsprojektes, das zum Ziel hatte, die Attraktivität des stationären Einzelhandels zu steigern, sind Studierende des Fachbereichs Design der Hochschule Niederrhein dieser Zukunftsvision ein Stück näher gekommen. Ihr Ziel war es, Waren in Verkaufsräumen mit Hilfe von digitaler und interaktiver Technologie zu inszenieren.

 

Unter der Leitung der Designprofessoren Thorsten Kraus und Richard Jung entwickelten Studenten des Fachbereichs Design der Hochschule Niederrhein gemeinsam mit dem Laden- und Messebauunternehmen „ppm planung + projektmanagement" aus Dormagen eine interaktive Markenerlebniswelt im Raum, die einen Eindruck davon vermittelt, wie revolutionär digitales Kommunikationsdesign den stationären Einzelhandel verändern wird. Diese Markenerlebniswelt wurde anhand des Beispiels der Taschenmarke Crumpler geschaffen.

 

Ausgangspunkt für das Projekt war die Beobachtung, dass bisher die neuen digitalen, interaktiven Technologien kaum eine Rolle bei der Konzeption und Gestaltung von Inneneinrichtungen bzw. Warenpräsentationen im Einzelhandel spielen. Dabei bietet gerade diese Technologie völlig neue Möglichkeiten der Produkt- bzw. Markeninszenierung.

 

 

„Bisher finden im stationären Handel interaktive Rauminszenierungen nicht statt", sagt Thorsten Kraus, Professor für Digitales Kommunikationsdesign an der Hochschule Niederrhein. „Hier betreten wir Neuland und erschließen innovative Formen der Raumgestaltung, in Verbindung mit Markeninszenierung und Abverkaufsunterstützung. Die Technik ist längst so weit, mit relativ einfacher und verhältnismäßig preiswerter Hardware zuverlässige, interaktive Projektionen zu erzeugen, die auf Bewegungen von Kunden im Verkaufsraum reagieren. Es fehlt aber bisher an der Initiative, der Software und den kreativen Konzepten, um diese Möglichkeiten auch verkaufsfördernd im Einzelhandel einzusetzen."

 

 

„Die Zeit ist mehr als reif, sich etwas für den stationären Einzelhandel einfallen zu lassen, um die Internet-Generation überhaupt noch in die Läden zu locken", meint Richard Jung, Professor für Kommunikations- und Markendesign an der Hochschule Niederrhein. Das virtuelle Leben und Einkaufen gräbt permanent an den Grundfesten des klassischen Handels. Wenn da nicht bald etwas passiert, läuft der Ort, wo Waren ausgestellt und verkauft werden, Gefahr, zum Auslaufmodell zu werden."

 

 

„Für uns war die Zusammenarbeit mit der Hochschule eine Chance, abseits vom Tagesgeschäft über den Tellerrand hinauszuschauen und neue, erfolgversprechende Wege für unsere Kunden zu erforschen", sagt Dipl. Ing. Frank Bittel, Geschäftsführer von ppm. „Unternehmen unserer Größenordnung haben nicht die Möglichkeit selbst teure Forschung und Entwicklung zu betreiben, deshalb haben wir die Kooperationsmöglichkeit mit der Hochschule gerne genutzt und das Forschungsprojekt im Rahmen unserer Möglichkeiten finanziell unterstützt", sagte der Innenarchitekt.

 

 

Die Markenerlebniswelten sind derzeit zu sehen auf der internationalen Leitmesse für Handelsinvestitionen Euroshop in Düsseldorf (26. Februar bis 3. März); Designer-Village, Halle 12, Stand A 16 (Messestand von ppm planung + projektmanagement).

 

Weitere Informationen erteilt Dr. Christian Sonntag, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 02151 822-3610; Email: christian.sonntag@hs-niederrhein.de

 


Autor: Christian Sonntag