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Neben dem Veranstaltungsprogramm macht die Hochschule Niederrhein auch im öffentlichen Raum auf die Orange Days aufmerksam: Während des Aktionszeitraums wird an allen Campusstandorten die orangefarbene Hochschulflagge gehisst. Foto: HSNR

Hochschule Niederrhein setzt Zeichen gegen Gewalt: Orange Days 2026 mit fünf Veranstaltungen

Wie können wir Gewalt erkennen, Betroffene unterstützen und Machtmissbrauch verhindern? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Hochschule Niederrhein (HSNR) im Rahmen der Orange Days 2026. Vom 15. November bis zum 10. Dezember bietet die HSNR gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnerinnen und -partnern ein Programm aus Lesungen, Vorträgen und Diskussionsrunden an. Im Mittelpunkt stehen digitale Gewalt, geschlechtsspezifische Gewalt, Machtmissbrauch und konkrete Unterstützungsangebote. Ziel ist es, für unterschiedliche Formen von Gewalt zu sensibilisieren, Handlungssicherheit zu vermitteln und den Austausch zu fördern.

Die Orange Days verbinden den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November mit dem Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. Die HSNR beteiligt sich erneut an der weltweiten Aktionskampagne. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei, richten sich an Menschen aller Geschlechter und finden teilweise hybrid statt. Eine Übersicht über das Programm und die Anmeldemöglichkeiten gibt es unter: www.hsnr.de/orangedays  

„Gewalt ist keine Privatsache. Sie betrifft Sicherheit und Teilhabe auch an unserer Hochschule. Mit den Orange Days informieren wir, stärken Handlungssicherheit und machen Unterstützungswege sichtbar. Ich lade interessierte Personen ein: Kommen Sie vorbei, stellen Sie Fragen und setzen Sie mit uns ein Zeichen“, sagt Dr.in Sandra Laumen, Gleichstellungsbeauftragte der HSNR. 

Fünf Veranstaltungen zu unterschiedlichen Formen von Gewalt

Den Auftakt bildet am 15. November eine Lesung mit der Berliner Rechtsanwältin Christina Clemm. Unter dem Titel „Ein ungehaltenes Plädoyer“ gibt sie Einblicke in ihre langjährige Arbeit für Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt und beleuchtet die gesellschaftlichen Strukturen, die Gewalt begünstigen. Die Veranstaltung findet um 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) im Bildungs- und Qualifizierungszentrum L64 der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Mönchengladbach-Rheydt statt. Sie ist eine Kooperation mit der Initiative Orange Mönchengladbach.

Am 19. November richtet sich der Blick anlässlich des Internationalen Männertags auf Männlichkeit, Verantwortung und Gleichberechtigung. Patrick van Lier liest aus seinem Buch „Was wir Männer wirklich verlieren“. Die Veranstaltung findet von 17 bis 19 Uhr im Audimax V2 der HSNR, Webschulstraße 41–43 in Mönchengladbach, statt. Kooperationspartnerin ist die Gleichstellungsstelle der Stadt Mönchengladbach. Eine Anmeldung ist bis zum 17. November unter 02161 25 3611 oder gleichstellungsstelle(at)moenchengladbach.de möglich.

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, dem 25. November, steht digitale Gewalt im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Von Dickpics bis Deepfakes – Digitale Gewalt erkennen und handeln“ erläutern Expert:innen von HateAid und der Polizei Mönchengladbach, welche Formen digitaler Gewalt es gibt und welche Handlungsmöglichkeiten Betroffene haben. Die Veranstaltung findet von 17 bis 19 Uhr (Einlass 16 Uhr) im Audimax V2 (Webschulstraße 41–43) in Mönchengladbach der HSNR sowie online via Zoom statt. Studentische Kurzfilme zum Thema Gewalt ergänzen das Programm vor und nach der Veranstaltung. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Mönchengladbach und der Polizei Mönchengladbach organisiert.

Wie lässt sich Machtmissbrauch an Hochschulen erkennen und verhindern? Dieser Frage widmet sich die Veranstaltung „Macht, Verantwortung und Geschlecht – Machtmissbrauch verhindern“ am 3. Dezember. Martina Lörsch von der Rechtsberatungsstelle Machtmissbrauch an Hochschulen erläutert von 17 bis 19 Uhr, wie Machtmissbrauch entsteht und welche Möglichkeiten es gibt, ihm entgegenzuwirken. Im Anschluss diskutieren Expertinnen und Experten über konkrete Ansatzpunkte zur Prävention. Veranstaltungsort ist der Raum ZE34 (Richard-Wagner-Straße 101) am Campus Mönchengladbach der HSNR. Eine digitale Teilnahme via Zoom ist ebenfalls möglich. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stabsstelle Antidiskriminierung und Diversität der HSNR statt.

Den Abschluss der Orange Days bildet am 10. Dezember die Veranstaltung „Wenn Gewalt erlebt wird – Spuren sichern, anonym und vertraulich“. Die Fachärztin Christine McTaggart informiert darüber, wie Verletzungen nach erlebter Gewalt medizinisch dokumentiert und Spuren gesichert werden können, ohne dass Betroffene unmittelbar Anzeige erstatten müssen. Anschließend diskutieren Expert:innen aus Kliniken und der Polizei über das Thema. Die Veranstaltung findet von 17 bis 19 Uhr im Audimax V1 (Webschulstraße 41–43) der HSNR statt. Einlass ist ab 16.30 Uhr. Kooperationspartner sind die Gleichstellungsstelle der Stadt Mönchengladbach und die Polizei Mönchengladbach.

Auch auf dem Campus ein sichtbares Zeichen

Neben dem Veranstaltungsprogramm macht die Hochschule Niederrhein auch im öffentlichen Raum auf die Orange Days aufmerksam: Während des Aktionszeitraums wird an allen Campusstandorten die orangefarbene Hochschulflagge gehisst. Zudem erstrahlt das Hochschullogo am Campus Mönchengladbach in Orange.

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