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Vertreter:innen aus Bildung, Wirtschaft, Politik und Verwaltung kamen zur Tagung „MINT in Mind“, um die MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in der Region stärker zu vernetzen und neue gemeinsame Strategien zur Förderung junger Menschen zu entwickeln. Foto: Matthias Heuser | NEUARTIG MEDIA

MINT in Mind-Netzwerk stärkt Zusammenarbeit in der Region

Wie kann es gelingen, mehr Kinder und Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und sie langfristig zu fördern? Mit dieser Frage haben sich 105 Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Wirtschaft, Politik und Verwaltung bei der Tagung „MINT in Mind“ in Mönchengladbach beschäftigt.

Im Gemeinschaftszentrum „Das Westend“ diskutierten sie darüber, wie sich bestehende Angebote besser verzahnen und neue Zielgruppen erreichen lassen. Im Mittelpunkt stand dabei die stärkere Zusammenarbeit von Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Kommunen und außerschulischen Lernorten.

Eröffnet wurde die Tagung von Julia Schienke („Das Westend“) sowie Michael Heber, Vizepräsident für Studium und Lehre an der Hochschule Niederrhein.

Vernetzung als Schlüssel

In Workshops, Fachvorträgen und Diskussionsrunden analysierten die Teilnehmenden bestehende Programme und entwickelten neue Ansätze für die MINT-Förderung. Ein zentrales Ergebnis: In der Region gibt es bereits zahlreiche Angebote, bislang sind diese jedoch oft nicht ausreichend miteinander verknüpft.

Künftig soll die Zusammenarbeit verbindlicher gestaltet werden. Insbesondere Unternehmen könnten stärker eingebunden werden, etwa durch praxisnahe Projekte, Kooperationen mit Schulen oder zusätzliche Lernangebote außerhalb des Unterrichts.

Fokus auf Bildungsgerechtigkeit

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Kindern und Jugendlichen, die bislang nur schwer von Bildungsangeboten profitieren, etwa aufgrund von sozialer Benachteiligung oder Zuwanderungsgeschichte. Ziel ist es, den Zugang zu MINT-Themen zu verbessern und mehr Bildungsgerechtigkeit zu schaffen.

Region gut aufgestellt – aber mit Herausforderungen

In einer Podiumsdiskussion tauschten sich Prof. Dr. Michael Heber (Hochschule Niederrhein), Mönchengladbachs Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Markus Lewitzki (Projekt Smart City), Prof. Dr. Axel Plünnecke (Institut der Deutschen Wirtschaft) sowie Elmar Schmitz (Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW) über die Zukunft der MINT-Bildung aus. Einigkeit bestand darin, dass die Region bereits über ein starkes Netzwerk verfügt. Entscheidend sei nun, diese Strukturen auch langfristig zu sichern, insbesondere nach Ablauf des öffentlichen Förderprogramms.

„MINT-Bildung ist ein entscheidender Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit unserer Region. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, jungen Menschen frühzeitig Perspektiven in Wissenschaft, Technik und Handwerk zu eröffnen. Wir brauchen von der Heizungsinstallateur:in bis zur Technik-Professor:in überall für unsere Herausforderungen Menschen, die technische Lösungen entwickeln und umsetzen“, sagt Prof. Dr. Michael Heber, Vizepräsident für Studium und Lehre an der HSNR.

Initiativen zeigen ihre Arbeit

Beim „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten 13 Initiativen ihre Projekte, darunter die zdi-Zentren aus Mönchengladbach, dem Rhein-Kreis Neuss, Krefeld und Viersen, die JuniorUni Mönchengladbach, die NEW AG sowie das Zentrum für digitale Lernwelten Krefeld. Auch die HSNR war mit ihren Service-Learning Angeboten wie dem Food and Nutrition Labs des Fachbereichs Oecotrophologie vertreten. Sie gaben Einblicke in bestehende Programme und luden zum Austausch ein.

„Unser Ziel ist es, die regionalen Akteurinnen und Akteure zusammenzubringen. Die Akteure müssen sich kennen und aufeinander verweisen können. Nur so können wir die vorhandenen Potentiale wirklich nutzen“, erklärt Dr. Monika Eigenstetter, Leiterin des Verbundprojekts MINT in Mind und Professorin an der HSNR.

Neuer MINT-Preis für inklusive Bildungsprojekte

Im Rahmen der Tagung wurde der David-Andreas Bergens Preis in Gedenken an den engagierten Unternehmer ausgelobt. Der Preis zeichnet künftig außerunterrichtliche MINT-Projekte aus, die sich besonders an Kinder und Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Lebenslagen richten.

Das Preisgeld beträgt 500 Euro. Bewerben können sich Schulen, Jugendzentren und ehrenamtliche Initiativen. Gewünscht sind innovative, klischeefreie und langfristig wirksame Projekte. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September. Anfragen können an mint-in-mind(at)hsnr.de gerichtet werden.

Namensgeber David-Andreas Bergens setzte sich als Unternehmer und Netzwerker besonders für die Förderung junger Menschen ein und gründete 2023 die WorXademy in Kooperation mit dem zdi im Kreis Viersen – ein Schülerlabor mit innovativen Lernräumen für MINT-Bildung.

Über „MINT in Mind“

Das Cluster„MINT in Mind“ wurde von 2020 bis 2025 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Damit das Netzwerk aktiv bleiben kann, wurde die Veranstaltung von der Hochschule Niederrhein im Kontext der Dritten Mission, dem Zentrum für digitale Lernwelten der Stadt Krefeld, der Stadt Mönchengladbach mit ihrer WFMG, der Regionalagentur Mittlerer Niederrhein sowie den zdi-Zentren Mönchengladbach und KReMINTec in Krefeld ausgerichtet.

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