Wie beeinflusst Design unsere Esskultur? Dieser Frage widmet sich die Sonderausstellung „Die neue Dramaturgie des Essens – Gestaltung jenseits des Tellers“, einer Kooperation zwischen dem Porzellanikon, staatliches Museum für Porzellan und der Hochschule Niederrhein (HSNR), die ab dem 16. Mai 2026 im Museum in Hohenberg an der Eger zu sehen ist. Die Ausstellung läuft bis zum 10. Januar 2027 und präsentiert auf rund 300 Quadratmetern aktuelle Arbeiten aus dem Lehrbereich Keramik-, Porzellan- und Glasdesign des Fachbereichs Design der HSNR, geleitet von Prof.in Lisa Freyschmidt.
Gezeigt werden fünf Designprojekte mit mehr als 150 Entwürfen, die zwischen 2024 und 2026 entstanden sind. Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten von Studierenden aus dem Kommunikationsdesign sowie aus dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der HSNR.
Die Projekte entstanden in inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit mit Professorinnen Anna Koch und Nora Gummert-Hauser von der HSNR sowie Professor Uli Budde von der Hochschule Düsseldorf. Ein Projekt wurde eng begleitet vom Magazin Architektur & Wohnen, andere von Gourmetkoch Christian Krüger. Im Mittelpunkt steht bei allen Projekten Essen und Tischkultur als gestalterisches Forschungsfeld. Die ausgestellten Arbeiten untersuchen, wie Gestaltung Esssituationen beeinflussen, strukturieren und neu interpretieren kann.
„Die Ausstellung zeigt, dass Design weit mehr ist als die Gestaltung von Objekten. Essen und Tischkultur werden zu sozialen Räumen, die durch Gestaltung bewusst verändert werden können“, sagt Professorin Lisa Freyschmidt vom Fachbereich Design der Hochschule Niederrhein. „Besonders wichtig war uns dabei die enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen.“
Gezeigt wird unter anderem das Projekt „Mæna“ der Studentin Johanna Feinendegen. Das aus eingefärbtem Porzellan gefertigte Objektensemble ist von sogenannten „Wishing Stones“ inspiriert. „Wishing Stones“ sind Steine mit symbolischer Bedeutung. Durch ihre organischen Formen und natürlichen Farbnuancen wird jedes Objekt zu einem Unikat.
„Mich hat die Idee fasziniert, Objekte zu schaffen, die nicht nur funktional sind, sondern auch eine emotionale und symbolische Ebene besitzen. Die Inspiration durch Wishing Stones verbindet Natur, Ritual und Licht zu einem gemeinsamen Erlebnis“, sagt Johanna Feinendegen.
Auch die Ausstellung selbst wurde an der Hochschule Niederrhein gemeinsam von Prof.in Lisa Freyschmidt und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Kerstin Froch in enger Zusammenarbeit mit Hauptkuratorin Dr. Jana Göbel (Porzellanikon) konzipiert und gestaltet. Unterstützt wurde das Team von der Designstudentin Christina Morskoj sowie den Studierenden des Vertiefungskurses zur Ausstellung.
Weitere Informationen zur Ausstellung unter: https://www.porzellanikon.org/ausstellungen/sonderausstellungen/die-neue-dramaturgie-des-essens-gestaltung-jenseits-des-tellers/
Ausstellung: Die neue Dramaturgie des Essens – Gestaltung jenseits des Tellers
Zeitraum: 16. Mai 2026 bis 10. Januar 2027
Ort: Porzellanikon Hohenberg an der Eger, Schirndinger Straße 48, 95691 Hohenberg an der Eger




















