Wie können Gründerinnen mit nachhaltigen Geschäftsideen die Region stärken? Welche Netzwerke helfen ihnen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und welche Hürden begegnen ihnen dabei? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt AFFINITY an der Hochschule Niederrhein (HSNR). Für eine Interviewstudie sucht das Projektteam jetzt Frauen aus Mönchengladbach, Krefeld sowie den Kreisen Viersen und Neuss, die ein Unternehmen mit einem Nachhaltigkeitsbezug gegründet haben.
Frauen integrieren nachhaltige Ziele nach bisherigen Forschungsergebnissen häufiger in ihre Unternehmen als Männer. Gleichzeitig stehen Unternehmerinnen, die mit ihren Geschäftsmodellen ökologische oder soziale Innovationen vorantreiben, möglicherweise vor besonderen Herausforderungen. Neben den allgemeinen Anforderungen einer Unternehmensgründung können unbewusste geschlechtsspezifische Barrieren und höhere Anforderungen an die gesellschaftliche und wirtschaftliche Anerkennung ihrer Geschäftsmodelle eine Rolle spielen.
Genau hier setzt das Projekt AFFINITY des Niederrhein Institut für Regional- und Strukturforschung (NIERS) an. Die Forschenden untersuchen die Verbindungen zwischen Gründerinnen, regionalen Institutionen und weiteren Akteur:innen im Bereich Nachhaltigkeit am mittleren Niederrhein. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Netzwerke von Unternehmerinnen und die Frage, wie Beziehungen zwischen einzelnen Personen und Institutionen nachhaltige Innovationen fördern können.
„Wir möchten herausfinden, welche Rolle Institutionen, Organisationen und Kooperationen für nachhaltiges Unternehmertum in unserer Region spielen. Unser Ziel ist es, regionale Innovationspotenziale von nachhaltigem weiblichem Unternehmertum zu identifizieren und zu stärken“, erklärt Professorin Dr. Angelika Krehl, die das Projekt gemeinsam mit Professorin Dr. Sue Rossano-Rivero leitet.
Für die aktuelle Studie sucht AFFINITY deshalb Unternehmerinnen, die in Mönchengladbach, Krefeld, im Kreis Viersen oder im Rhein-Kreis Neuss ein Unternehmen mit Nachhaltigkeitsbezug gegründet haben. Dabei muss sich Nachhaltigkeit nicht ausschließlich auf Umwelt- und Klimaschutz beziehen. Auch soziale oder andere zukunftsorientierte und nachhaltige Unternehmensziele und Geschäftsmodelle sind für die Forschung von Interesse.
In den etwa 60-minütigen Interviews möchten die Forschenden mehr über die Erfahrungen der Gründerinnen erfahren: Wer hat sie bei der Gründung unterstützt? Welche Netzwerke haben sie genutzt? Und welche Chancen und Hürden erleben sie als Unternehmerinnen im Bereich Nachhaltigkeit?
Die Gespräche können online, am Institut NIERS der HSNR oder an einem Ort nach Wahl der Interviewpartnerinnen stattfinden. Termine für die Interviews werden ab September 2026 individuell vereinbart. Alle Angaben werden selbstverständlich vertraulich und gemäß den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung behandelt.
Die Ergebnisse des Projekts sollen dazu beitragen, das regionale Gründungsumfeld im Bereich Nachhaltigkeit bewusster zu gestalten. Davon könnten sowohl bereits bestehende als auch zukünftige frauengeführte nachhaltige Unternehmen am mittleren Niederrhein profitieren.
Interessierte Unternehmerinnen können sich Julia Swagemakers per E-Mail unter julia.swagemakers(at)hs-niederrhein.de melden, um einen individuellen Gesprächstermin zu vereinbaren.
Weitere Informationen zum Projekt unter: https://www.hs-niederrhein.de/niers/
































