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Was ist Design-Based Research (DBR)? Und warum ist DBR geradezu prädestiniert, eine fruchtbare Verbindung mit Lehrinnovationsprojekten einzugehen?

DBR ist ein Forschungsansatz, der auf Design basiert. DBR ist keine Methode, sondern ein methodologischer Rahmen, er umfasst viele Varianten, hat Kernmerkmale und macht das Design zum Modus des Erkennens.

Design-Based Research (DBR) in a nutshell 

Design-Based Research ist ein Forschungsansatz, der auf Design basiert. Dabei handelt es sich nicht um eine einzelne Methode, sondern um einen methodologischen Rahmen oder auch Forschungsgenre, welches unterschiedliche Ausprägungen und Modellvorstellungen umfasst, die bestimmte Kernmerkmale teilen. Zentral dabei ist die Rolle des Designs zur wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung und einen (bildungs)praktischen Nutzen. Aufgrund seiner Offenheit und seiner vom wissenschaftlichen Mainstream abweichenden Design-Epistemologie wirkt DBR zunächst komplex. Gleichzeitig besitzt der Forschungsansatz jedoch einen starken intuitiven und praktischen Charakter, welcher insbesondere Lehrinnovationsprojekten und der Lehr-Lernforschung zugutekommt. 

DBR-Begriffsvielfalt im Bildungskontext

Auch wenn DBR sich als Begriff im Rahmen der entwicklungsorientierten Bildungsforschung innerhalb der letzten beiden Jahrzehnte etabliert hat, so ist die Art der gestaltungsorientierten Forschung nicht neu: ein Ansatz war bereits 1979 bei Karl-Heinz Flechsigs praxisentwickelnder Unterrichtsforschung erkennbar. Die Anfänge von DBR liegen im Kontext Schule, seit 2000 ist auch der Hochschulsektor vertreten. International ist DBR als praxisorientierte Form der Bildungsforschung etabliert, so ist ein Großteil der DBR-Beiträge auf Englisch verfasst, wer DBR praktizieren will, kommt daran kaum vorbei. Eine der Vorreiterinnen von DBR im deutschsprachigen Raum ist Gabi Reinmann, zusammen mit ihrem Wissenschaftsteam. Beispielsweise ist sie Mitbegründerin des internationalen open access Journals Educational Design Research (EDeR) sowie Teil des Koordinationsteams des wissenschaftlichen DBR Netzwerks. Der gemeinsam mit Dominikus Herzberg und Alexa Brase publizierte Wegweiser Forschendes Entwerfen fokussiert den Kontext Hochschullehre und das Feld der Hochschuldidaktik mit der an die Designwissenschaften angelehnten Lesart Research Through Design (RTD). 
Design-Based Research, Research Through Design, (Educational) Design Research sowie Forschendes Entwerfen werden also häufig synonym verwendet, lassen teilweise auf Herkunft und Tradition schließen und umfassen verschiedene Ausprägungen sowie Modellierungen.

Was macht DBR aus?

Die nachfolgend konstituierenden DBR-Merkmale nach Reinmann (2023, S. 203f; Reinmann, Herzberg & Brase 2024, S. 16f) werden mit praxisnahen HSNR-Beispielen angereichert:

  • DBR ist normativ und beginnt bei einer Diskrepanzerfahrung. Die Diskrepanz bezieht sich auf einen aktuellen Zustand (bspw. ein konkretes Problem), welcher mehr oder weniger von einem Kann- oder Soll-Zustand entfernt ist. 

    Beispielsweise haben Studierende (emotionale oder kognitive) Lernhürden und können Lehrinhalte nicht verstehen, anwenden oder in einer Klausur demonstrieren. Das Ziel der Lehrveranstaltung ist aber, Studierende (perspektivisch) in der Anwendung des Fachwissens zu befähigen.

     
  • DBR arbeitet mit einer Intervention, um die erlebten Diskrepanzen zu überwinden. Interventionen können dabei Lehrformate, Bildungsprogramme, Curricula, Lehr-Lernmethoden, technische Tools oder Plattformen zum Lernen oder andere Maßnahmen sein. In DBR werden diese Interventionen zu Design-Gegenständen.

    Im zuvor genannten Beispiel der Lernhürden könnten die Interventionen aus veränderten Lehr-Lernmethoden, zusätzlichem digitalen, personalisierbaren Unterrichtsmaterial sowie Möglichkeiten themenbezogener Überprüfungen bestehen. So hätten Studierende mehr Zugänge zu den Lerninhalten und könnten gleichzeitig bestehende Lücken erkennen und aufarbeiten. Dieses Konglomerat aus Methoden, Materialien und technischen Unterstützungen bildet die Design-Gegenstände.

     
  • Die Entwicklung von Interventionen erfolgt zyklisch, also in Iterationen. Dabei werden mehrere Vorgänge wiederholt, um sich einem Ziel anzunähern. Die Vorgänge bestehen bei DBR aus dem Entwerfen, Konstruieren, Erproben, Analysieren und Evaluieren.

    In diesem Beispiel bilden die oben genannten Design-Gegenstände einen Design-Zyklus von drei Iterationen, welcher innerhalb von drei Semestern stattfindet. Bis zum ersten Prototyp sind schnellere, kleinere Zyklen des Entwerfens, Pilotierens und Ausprobierens von der Lehrperson mithilfe einer SHK sowie Expert*innen aus der Hochschuldidaktik, dem Team DigitaLe sowie eLearning angedacht. Zwei größere Zyklen mit der Zielgruppe der Studierenden führen zu weiteren Re-Designs und validieren Design-Annahmen.

     
  • Interventionen entstehen in Kollaboration mit Akteur*innen aus der jeweiligen Bildungspraxis. Im Kontext Hochschule können Praktiker*innen aus dem Bereich Forschung, Lehre, Studium und Technik kommen, bspw. Hochschullehrende, Hochschuldidaktik-Expert*innen, studentische Hilfskräfte und Techniker*innen. Alle Akteur*innen bringen ihre Praxissicht ein und beteiligen sich an Design-Annahmen und deren Entwicklung.

    In einem anderen Beispiel geht es um hochschulweite Curriculumentwicklung. Dabei bringen Professor*innen und wissenschaftliche Mitarbeitenden in der Doppelrolle der Lehrenden und Forschenden aus den Fachbereichen, Hochschuldidaktiker*innen und studentischen Hilfskräften ihre Praxisexpertise mit ein und beteiligen sich kollaborativ an Design-Annahmen und deren Entwicklung zwecks Gestaltung von Curricula.

     
  • Mit dem Ziel die festgestellte Diskrepanz zu reduzieren, werden vor dem Design bereits Annahmen zur Gestaltung der Intervention und Wirkung generiert. Diese werden fortlaufend in der Praxis überprüft und am Ende der Iterationen zu Design-Prinzipien präzisiert. Akteur*innen beginnen ihr Projekt nicht mit theoretisch motivierten Forschungsfragen, sondern bestimmen den Design-Gegenstand und formulieren Design-Annahmen und später Design-Prinzipien.

    In einem weiteren Beispiel aus dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Informatik beginnen Lehrende ihr Lehrinnovationsprojekt mit dem Design-Gegenstand einer Robotik-Werkstatt. Diese soll als semesterübergreifender, interdisziplinärer Projektraum, in dem Studierende verinnerlichte Teilkonzepte in einem Gesamtzusammenhang anhand von realen Problemstellungen anwenden und erproben können fungieren. Die Robotik-Werkstatt wird in mehreren Semestern iterativ weiterentwickelt, um später Design-Prinzipien mit Blick auf die Transferleistung, Motivation und Selbstwirksamkeit Studierender im Übergang von Theorie zu Praxis formulieren zu können.

     
  • DBR verlangt im gesamten Prozess eine Auseinandersetzung mit Theorie. Design-Annahmen sollten theoretisch begründet, Entwürfe aus bestehenden Theorien erwachsen und lokal funktionierende Interventionen theoretisch reflektiert sein.

    Im zuvor genannten Beispiel der Curriculum-Entwicklung werden bestehende Bildungsinhalte, Methoden und Lernziele auf Grundlage bestehender Theorien zu Lehr-Lernprozessen aufgearbeitet und im Prozess entstehende neue theoretisch relevante Fragen zur Neu- und Weiterentwicklung von Studiengängen ausgewertet.

     
  • DBR integriert Empirie vor dem Design, während des Designs und danach. Die praktische Ausgangssituation wird also empirisch untersucht, Erprobungen im Design-Prozess verlangen nach formativen Evaluationen mit empirischen Mitteln, ausgereifte Interventionen werden summativ evaluiert. DBR ist methodisch offen, alle bekannten Erhebungs- und Auswertungsmethoden können verwendet werden.

    Im Beispiel der Robotik-Werkstatt hat das DBR-Team Daten mit Beobachtungen, Befragungen und Artefaktanalysen erhoben und diese qualitativ und quantitativ ausgewertet.

     
  • DBR verfolgt ein doppeltes Ziel: Über das Design einer Intervention wird zum einen bildungspraktischer Nutzen und theoretische Erkenntnis angestrebt. 

    Im ersten Beispiel der Lernhürden hat das DBR-Team digitale und personalisierbare Lehr-Lernmaterialien mit der Möglichkeit einer automatisierten Überprüfung und darauf angepasste Lehr-Lernmethoden entwickelt. Zudem wurden Erkenntnisse darüber generiert, wie und wo Studierende digitale Lehrmaterialien nutzen und adaptieren, um besser zu lernen, an welchen Stellen die häufigsten Wissensdefizite entstehen und wie diese aufgearbeitet werden. Zudem wurden Design-Prinzipien zur weiteren Verwendung und Überprüfung entwickelt. 

     

DBR im Kontext von Lehre 

Versteht man Lehren als Design, so sollte klar sein, dass nicht das Lernen, sondern die Bedingungen oder Umwelten für Lernen zum Gegenstand von Design werden. Auch ist mit Lehren nicht nur der Planungsprozess, sondern ein iterativer Zyklus aus Planen, Entwerfen, Analysieren sowie reflektierenden und evaluierenden Aktivitäten gemeint. Der Design-Gegenstand kann beispielsweise aus materiellen oder virtuellen Räumen, Studienprogrammen, Lehr-Lernmaterial, Methoden und Konzepten, Impulsen für soziale Interaktionen, Rückmeldungen, Kommunikationsformen, digitalen Tools, Arten der Zusammenarbeit oder Konglomeraten bestehen. Was und wie Studierende mit diesen Umwelten und Bedingungen tatsächlich tun, weicht häufig von dem ab, was sie laut Lehrenden tun sollten. Da Studierende die Aktualisierung ihrer Lehrentwürfe also mindestens mitgestalten, werden sie in unterschiedlichen Ausprägungen zu Co-Designern. Sie können im Sinne von DBR direkt und explizit an didaktischen Entscheidungen beteiligt werden und ihren Einfluss auf das Design bewusst wahrnehmen – international wird hier die Bezeichnung „Student as Partners (SaP) genutzt. Häufiger allerdings werden sie implizit beteiligt, da Lehrende das komplexe und dynamische Wechselverhältnis von Lehren und Lernen unterschätzen. Um den Schritt vom Lehren als Design hin zu DBR zu vollziehen, sind zusätzliche wissenschaftliche Ziele und Kriterien für die Wissenschaftlichkeit notwendig (Reinmann, Herzberg & Brase, 2024).

DBR, SoTL & Lehrinnovation

Rückwärtsgewandte Vorgehensweisen, also das für die Gegenwart nutzen, was in der Vergangenheit funktioniert hat, klappt nur so lange bis die Aufgaben so neu sind, dass Altes nicht mehr funktioniert. In solchen Fällen werden neue Konzepte, Methoden, Materialien und Werkzeuge gebraucht, welche meist als Lehrinnovation bezeichnet werden. Diese Lehrinnovation gelingt am besten, wenn die Lehrperson bereits eine forschende Haltung gegenüber der Lehre aufbringt und vorwärtsgewandte Vorgehensweisen wie Fragen, Explorieren, Kreativität, Intervenieren, Prüfen, Reflektieren kennt und realisiert. DBR ist dafür geeignet, Lehrinnovationen reflexiv voranzubringen und kann zudem dazu beitragen, eine innovationsfreundliche Lehr- und Forschungskultur zu befördern (Reinmann, 2023).

Wenn Lehrende sich entscheiden, ihre Lehrpraxis nicht nur zu reflektieren, sondern zu einem forschenden Lehren auszubauen, entspricht das Scholarship of Teaching and Learning (SoTL). SoTL bezeichnet das Beforschen der eigenen Lehre von Fachwissenschaftler*innen. Was SoTL ausmacht und warum es für Studium und Lehre relevant ist, können Sie hier nachlesen. Die meisten SoTL-Vorhaben beschäftigen sich mit der Gestaltung didaktischer Innovationen: sie beforschen neue Lehrformate, fachspezifische Lehr-Lernmethoden, Einsatzszenarien für digitale Tools oder Umgebungen. Für eben diese Gestaltung bietet sich Design-Based Research hervorragend an und bietet einen intuitiv gut nachvollziehbaren Forschungsrahmen. Die Verbindung aus SoTL und DBR scheint fruchtbar und lässt Lehrinnovation erwarten (Reinmann, Herzberg & Brase, 2024; Reinmann, 2023). Ein weiterer durch diese Verbindung geförderter Aspekt ist die Aktivierung des wissenschaftsdidaktischen Verständnisses der eigenen Lehrtätigkeit. Lehre wird also als Vermittlung von Wissenschaft mit potenziellen Rückwirkungen auf das eigene Fach sowie das Forschen im eigenen Fach verstanden (Reinmann, 2023, 2022).

Fragen, Austausch & SoTL-Fellowship Förderung

Wenn Sie Fragen zu DBR haben, melden Sie sich gern.
Wenn Sie Fragen zu SoTL haben oder sich über Ihre Ideen rund um Lehre mit uns auszutauschen möchten, kommen Sie gern zu unserem SoTL-Lunch an den folgenden Campusstandorten vor der Mensa:

  • 13. Mai um 12 Uhr in Krefeld Süd
     
  • 9. Juni um 13 Uhr in Mönchengladbach
     
  • 25. Juni um 12 Uhr in Krefeld West

     

Nutzen Sie Ihre Ideen und Fragen um Ihre Lehre weiterzuentwickeln: für das WS 2026/27 vergeben wir erneut unsere SoTL-Fellowship Förderung. Das ist die Gelegenheit in das Beforschen der eigenen Lehre – optional mit DBR – einzusteigen. Die nächste Ausschreibung für das SoTL-Fellowship startet Ende Mai, die Details erhalten Sie im Mai-Newsletter und dann natürlich auch auf unserer Internetseite.

Literatur

Reinmann, G. & Vohle, F. (2012). Entwicklungsorientierte Bildungsforschung: Diskussion wissenschaftlicher Standards anhand eines mediendidaktischen Beispiels. Zeitschrift für E-Learning – Lernkultur und Bildungstechnologien, 4, 21-34.

Reinmann, G. (2022). Lehren als Design – Scholarship of Teaching and Learning mit Design-Based Research. In U. Fahr, A. Kenner, H. Angenent & A. Eßer-Lüghausen (Hrsg.), Hochschullehre erforschen. Innovative Impulse für das Scholarship of Teaching and Learning (S.29-44). Wiesbaden: Springer VS.

Reinmann, G. (2023). Design-Based Research in der Hochschuldidaktik: Forschen für Lehrinnovationen. In R. Rhein & J. Wildt (Hrsg.), Hochschuldidaktik als Wissenschaft. Disziplinäre, interdisziplinäre und transdisziplinäre Perspektiven (S. 269-286). Bielefeld: transcript. 

Reinmann, G. Herzberg, D. & Brase, A. (2024). Forschendes Entwerfen. Design-Based Research in der Hochschuldidaktik. Bielefeld: transcript.

 

Autor:in 

Magda Zarebski 

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Entdecken Sie die Open Library am Campusbibliothek Krefeld Süd! Montags bis freitags von 16:00 bis 20:00 Uhr haben Sie die Gelegenheit, die Bibliothek in der Open Library zu nutzen – ganz nach Ihrem Zeitplan!

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Anschaffungsformular für Studierende

Anschaffungsvorschlag für Studierende

Alle Studierenden der Hochschule Niederrhein können maximal 10 Anschaffungswünsche pro Kalenderjahr an die Bibliothek senden. Die Medien werden bevorzugt als E-Book beschafft. Über die Bereitstellung erhalten Sie umgehend eine Mitteilung. Kann das gewünschte Medium nicht als E-Book beschafft werden, erfolgt die Bestellung als Print-Buch. Sie erhalten eine Benachrichtigung, sobald der Titel für Sie abholbereit ist. Sollte ein Anschaffungswunsch nicht realisiert werden können, werden Sie umgehend informiert. 
 

Nicht angeschafft werden:

  • Medien, die bereits als E-Book oder gedruckt in neuester Auflage zur Verfügung stehen oder innerhalb von 14 Tagen wieder zugänglich sind.
  • Medien aus Print-on-Demand-Verlagen
  • Medien, die mehr als 150,00 Euro kosten
  • Medien, die vor mehr als 10 Jahren letztmalig erschienen sind
  • Zeitschriften, einzelne Artikel oder Loseblattausgaben

E-Book FAQ

Was unterscheidet E-Books der Hochschule von privaten E-Books?
Einzellizenzen werden in der Regel für einzelne Endgeräte von den Verlagen vertrieben, sie werden von der Hochschulbibliothek nicht erworben. E-Books der Hochschule werden für den gesamten Campus lizensiert, auf sie kann also von jedem Endgerät im IP-Bereich der Hochschule Niederrhein zugegriffen werden. Der Fernzugriff wird durch ein zentrales Anmeldeverfahren realisiert.

Kann ich E-Books auch von zu Hause nutzen?
Ja. Beschäftigte sowie Studierende der Hochschule Niederrhein benötigen für den externen Zugriff auf E-Books, etwa vom heimischen Rechner aus, ihre Hochschulkennung.
Alle E-Books sind innerhalb der Hochschule über die IP-Adressen freigeschaltet.

Wird ein Print-Titel erworben, sofern kein E-Book beschaffbar ist?
Ja. Ist keine Campuslizenz beschaffbar, wird das gewünschte Exemplar in gedruckter Form bestellt. 

Darf ich komplette E-Books herunterladen?
Jeder Verlag legt für sein Angebot fest, welche Nutzungsmöglichkeiten verfügbar sind. Das Lizenzrecht regelt dabei den Umgang mit E-Books: Es entscheidet darüber, ob (Teil-)Inhalte heruntergeladen, kopiert oder ausgedruckt werden dürfen. Nur wenn der Verlag einen Link zum kompletten Download anbietet (wie z. B. SpringerLink), darf ein E-Book auch komplett heruntergeladen werden. Zum persönlichen Gebrauch sowie zu Forschungszwecken können einzelne Seiten bzw. Kapitel gespeichert, kopiert oder ausgedruckt werden. E-Books dürfen weder elektronisch noch ausgedruckt an Dritte weitergegeben werden. Ist ein E-Book mit einem sogenannten Digitalen Rechte-Management (DRM) versehen, darf dieser Schutzmechanismus nicht umgangen werden. Die jeweiligen Nutzungsbedingungen der Verlage oder Anbieter sind zu beachten.

Warum kann ich nicht immer alle Seiten ausdrucken oder abspeichern?
Viele E-Book-Anbieter wie z. B. Springer oder de Gruyter stellen ihre E-Books ohne Einschränkungen ins Internet. Einige Anbieter setzen aber ein Digitales Rechte-Management (DRM) ein, um die Anzahl der Seiten zu begrenzen, die man kopieren, ausdrucken oder abspeichern kann. Die Hochschulbibliothek bemüht sich, wo immer möglich, E-Books ohne DRM zu erwerben. Auch E-Books mit einem DRM können vollständig online gelesen werden.

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Nein. Erforderlich ist lediglich ein Computer (Desktop, Notebook, Tablet oder Smartphone) mit Browser, Internetzugang und PDF-Reader (exemplarisch Adobe Digital Edition, Acrobat Reader).

Verleiht die Hochschulbibliothek auch E-Books?
Nein. Die von der Hochschulbibliothek gekauften und lizenzierten E-Books sind immer verfügbar, somit ist eine Ausleihe nicht erforderlich. Es kann allerdings vorkommen, dass ein E-Book, für das nur eine Lizenz für einen simultanen Zugriff erworben wurde, gerade von anderen Nutzenden "belegt" ist. In diesem Fall gilt es abzuwarten, bis die Lizenz wieder freigegeben wird.

Sind alle gedruckten Titel auch als E-Book bestellbar?
Den gesamten Text als PDF, komfortabel als Download mit einem Klick? 
Jeden Buchtitel im Volltext sofort nach Erscheinen?
Leider ist dies nicht in allen Fällen möglich, da die Anbieter unserer kommerziell eingekauften E-Books sehr unterschiedliche Formate und Lizenzbedingungen zugrunde legen.

Wie erfahre ich, ob mein E-Book erworben wurde?
Nach erfolgreicher Anschaffung der elektronischen Ressource erhalten Sie einen Link zum bestellten Medium.

Hinweise zu Print-on-Demand-Verlagen

Die Verlage GRIN, Diplomica, FastBook Publishing, VdM und AV Akademikerverlag und weitere veröffentlichen Seminar- und Abschlussarbeiten im "Print-on-Demand"-Verfahren. Das bedeutet, dass die Autorinnen und Autoren ihre Arbeiten auf eigenen Wunsch zur Veröffentlichung freigeben und der Verlag sie ungeprüft und unverändert druckt. Eine Qualitätskontrolle im Sinne eines Lektorates ist nicht gegeben. Eine Arbeit mit der Note 1 kann genauso veröffentlicht werden wie eine Arbeit mit der Note 6. Kaufende erfahren nicht, wie die Arbeit bewertet wurde und ob sie eine eigene wissenschaftliche Leistung oder ein Plagiat darstellt.

Da die Inhalte der veröffentlichten Arbeiten in der Regel den wissenschaftlichen Standards nicht genügen, hat sich die Bibliothek entschieden, Veröffentlichungen dieser Verlage nicht in ihren Bestand aufzunehmen. Wir bitten Sie um Verständnis. 

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Bitte beachten Sie dabei, dass wir keine medizinischen, Rechts-, Steuer- und Patentauskünfte erteilen und alle Auskünfte ohne Gewähr erfolgen. Literaturlisten werden von uns nicht erstellt. Verlängerungen von Medien nehmen Sie bitte in der DigiBib nach der Anmeldung unter Bibliothekskonto oder an den Selbstverbuchern eigenständig vor.

 

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Ausleihe und Nutzung

Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zur Ausleihe und Bibliotheksnutzung zusammengestellt.

Wer kann ausleihen?

  • Angehörige der Hochschule Niederrhein (Studierende, Mitarbeitende, Lehrende) finden ihren digitalen Bibliotheksausweis in der Hochschul-App iHN.
  • Alle Bürgerinnen und Bürger des Landes NRW und Studierende deutscher Hochschulen können online einen Antrag auf Zulassung stellen (s. Anmeldung im A-Z).
  • Zur Ausleihe ist eine gültige Bibliotheksnummer erforderlich.

Leihfrist / Verlängerung

  • Die reguläre Leihfrist beträgt 28 Tage. Es gibt eine maximale Leihdauer von 140 Tagen. Die Leihfrist kann bereits am Folgetag der Ausleihe verlängert werden. Sie verlängert sich um maximal 28 Tage. Vorgemerkte Medien und Fernleihen sind von einer Verlängerung ausgeschlossen.
  • Bei Auslands- und Praxissemestern sowie Abschlussarbeiten können längere Leihfristen (s. Längere Leihfrist im A-Z) beantragt werden.

Gebühren und Fristüberschreitung

Folgende Überziehungsgebühren entstehen je nach Dauer der verspäteten Rückgabe oder verspäteten Verlängerung:

1-10 Kalendertage: 2,00 Euro pro Medium
11-20 Kalendertage: 5,00 Euro pro Medium
21-30 Kalendertage: 10,00 Euro pro Medium
31-40 Kalendertage: 20,00 Euro pro Medium
ab 41 Kalendertagen: 20,00 Euro + 25,00 Euro Verwaltungsgebühr + Wertersatz pro Medium bei endgültigem Verlust

Kontoangaben und Überweisung

Nutzen Sie bitte die Möglichkeit der Überweisung mit folgenden Angaben: 

   Empfänger: Hochschule Niederrhein
   Institut: Stadtsparkasse Mönchengladbach
   Betreff: Säumnisgeb. MG/KR / Benutzernummer
   IBAN: DE55 31050000 000 3425451
   BIC/Swift-Code: MGLSDE33

 

Was ist nicht ausleihbar?

  • Medien mit gelber Markierung
  • Zeitschriftenbände und Zeitschriftenhefte
  • Loseblattausgaben
  • Medien aus den Semesterapparaten

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Ausleihe Bibliothek
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Wir wollen besser werden!

Wenn Sie Anregungen haben, auf einen dringenden Handlungsbedarf hinweisen wollen oder unzufrieden sind, geben Sie uns bitte Feedback. So sind wir in der Lage, Ihre Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen. Unser Ziel lautet: Ständige Verbesserung!

Für Ihr Feedback können Sie das unten stehende Formular verwenden. Sie können es anonym ausfüllen oder Kontaktangaben machen. Wenn Sie eine Rückmeldung zu Ihrem Feedback wünschen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Ihre Angaben werden verschlüsselt versendet und vertraulich behandelt.

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Literatur, die nicht im Katalog der Hochschule Niederrhein verzeichnet ist, kann per Fernleihe aus anderen Bibliotheken in Ihre Bibliothek vor Ort bestellt werden.

 

Abholung & Rückgabe

Fernleihmedien können während der gesamten Öffnungszeiten der Bibliothek abgeholt und zurückgegeben werden. Sie benötigen hierfür Ihren digitalen Bibliotheksausweis in der iHN-App. Sollten Sie keinen digitalen Ausweis besitzen, können Sie sich einen gedruckten Ausweis mit Barcode an der Theke ausstellen lassen.
 

Abholung
Ihre bestellten Medien liegen in unserer Abholstation für Sie bereit. Bitte bewahren Sie das Begleitschreiben unbedingt zusammen mit dem Medium auf.
 

Rückgabe
Für die Rückgabe gibt es zwei Möglichkeiten:

  • An der Abholstation: Hier können Sie die Medien durch scannen des Begleitschreibens selbständig zurückgeben.
  • An der Theke: Geben Sie das Medium ebenfalls zusammen mit dem Begleitschreiben direkt beim Personal ab. 

Eine Rückgabe beim Wachdienst ist nicht gestattet.
 

Sonderfall: Medien nur für die Lesesaalnutzung
Einige seltene oder wertvolle Medien dürfen die Bibliothek nicht verlassen und können nur vor Ort in der Bibliothek genutzt werden. Diese Medien können Sie zu folgenden Zeiten einsehen:

  • Bibliothek Mönchengladbach: Mo.-Fr. 08:00-18:00 Uhr
  • Bibliothek Krefeld Süd: Mo.-Fr. 08:00-16:00 Uhr
  • Bibliothek Krefeld West: Mo.-Fr. 08:00-18:00 Uhr

Bestellvorgang

Die Bestellung können Sie über die Digitale Bibliothek (DigiBib) unter der Rubrik "Fernleihe" aufgeben.

Detaillierte Informationen zum Bestellvorgang entnehmen Sie bitte den Hilfetexten innerhalb der Downloads oder Infos.

Bestellbar

In der Regel sind Medientypen wie Bücher, Abschnitte aus Büchern, Zeitschriftenartikel, CDs, CD-ROMs, Blu-rays, DVDs u. v. m. bestellbar.

Nicht bestellbar

Folgende Medien sind über die Fernleihe nicht bestellbar:

  • Medien, die sich im lokalen Bestand der Hochschulbibliothek befinden, auch wenn diese ausgeliehen und vorgemerkt sind
  • E-Books, E-Journals, Volltextdatenbanken
  • Abschlussarbeiten (Diplom- oder Bachelorarbeiten, etc.)
  • Werke, die im Buchhandel bis zu einem Preis von 15,00 Euro erhältlich sind
  • Zeitungs- und Zeitschriftenbände werden aus konservatorischen Gründen nur selten verschickt
  • Loseblattausgaben und ungebundene Zeitschriften (Kopien möglich)
  • Werke von besonderem Wert, insbesondere des 16. bis 18. Jahrhunderts
  • Normen und Patente
  • Für Medien, die im laufenden Jahr erschienen sind (Neuerscheinungen), empfehlen wir einen Anschaffungsvorschlag, da die aktuelle Literatur stark gefragt und selten verfügbar ist

Kosten

Pro Fernleihbestellung wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 1,50 Euro erhoben. Diese Kosten fallen auch dann an, wenn das gewünschte Medium nicht geliefert werden kann. Die Abrechnung der Gebühr erfolgt automatisch über das Bibliothekskonto. Mehrere aufeinanderfolgende Aufsätze müssen als Einzelbestellungen aufgegeben werden.

Lieferung

Für die Lieferung von Buchbestellungen müssen Sie im Durchschnitt mit 10 Werktagen rechnen. 

Für Aufsätze erhalten Sie eine E-Mail mit einem Download-Link zu einer PDF-Datei, die Sie innerhalb von 30 Tagen abrufen können. In Ausnahmefällen werden weiterhin Papierkopien geliefert, die für Sie am gewählten Abholort am Service bereitgestellt werden. Rechnen Sie bei Aufsatzbestellungen mit einer durchschnittlichen Lieferzeit von 5 Werktagen.

Leihfrist

Die Leihfrist richtet sich nach den Vorgaben der gebenden Bibliothek und kann variieren. Verlängerungen sind nicht möglich. Bei Fragen zur Leihfrist wenden Sie sich bitte an fernleihe(at)hs-niederrhein.de.

Fernleihe
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Bitte beachten Sie vor der Buchung eines Gruppenraumes eventuell geänderte Öffnungszeiten.

Nutzungsregeln Gruppenräume

  • Bitte vermeiden Sie im Interesse aller unnötigen Lärm und unterhalten Sie sich auch in den Gruppenräumen angemessen.
  • Essen und Trinken (abgesehen von Getränken in fest verschließbaren Flaschen) ist nicht gestattet.
  • Bitte hinterlassen Sie den Raum sauber und aufgeräumt.
  • Materialien für das Whiteboard finden Sie zur Ausleihe im Bereitstellungsregal unter "Bibliothek der Dinge". Bitte leihen Sie diese am Selbstverbucher aus. Die Boxen sind tagesgleich zurückzugeben.

Buchung

  • Klicken Sie rechts auf den jeweiligen Belegungsplans Ihres Campus.
  • Melden Sie sich mit Ihrer Hochschulkennung und dem dazugehörigem Passwort an. Geben Sie die Hochschulkennung einer zweiten Person an.
  • Die Buchung erfolgt mit zwei Klicks. Der erste Klick markiert die Anfangszeit, der zweite Klick die Endzeit. Nach dem ersten Klick erscheint die mögliche Buchungszeit von 3 Stunden in farbigen Kästen.
  • Bei Buchungen für den aktuellen bzw. den Folgetag ist die vollständige Anmeldung der zweiten Person mit der Hochschulkennung und dem dazugehörigen Passwort erforderlich. Für spätere Buchungen genügt die Hochschulkennung der zweiten Person; der Raum ist in diesem Fall lediglich vorgemerkt. Die zweite Person muss bis spätestens zwei Tage vor dem gewünschten Termin durch Eingabe ihres Passwortes im Buchungsportal die Buchung bestätigen, sonst verfällt die Vormerkung.
  • Sie erhalten eine Buchungsbestätigung. Bitte bewahren Sie diese E-Mail auf, um sie auf Verlangen vorzeigen zu können.
  • Buchungen können bis zu einer Woche im Voraus vorgenommen werden. Pro Tag und Person sind maximal 3 Stunden buchbar. Bei mehreren Buchungen am Tag ist eine Unterbrechung von mindestens 2 Stunden erforderlich.
  • Ihr Anspruch auf die Reservierung verfällt, wenn Sie den reservierten Raum bis spätestens 15 Minuten nach dem gebuchten Startzeitpunkt nicht belegen.

Stornierung

  • Auf "Login" klicken und anmelden.
  • Im Belegungsplan auf die Buchung klicken, die storniert werden soll; diese Buchung wird angezeigt.
  • Stornieren.
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