Informatik + X
an der Hochschule Niederrhein

Hochschule Niederrhein. Dein Weg.
Viele Möglichkeiten, große Chancen.

Informatik hat viele Gesichter. An der Hochschule Niederrhein findest du den passenden Studiengang, um Lösungen für die digitale Welt zu schaffen.

Unsere Studiengänge Informatik, Cyber Security Management, Digitale Forensik,Medizinische Informatik und Wirtschaftsinformatik bereiten dich auf die Herausforderungen der heutigen Zeit vor. Je nach Interessenfeld wählst du deine Spezialisierung, um in deinem späteren Berufsfeld Digitalisierung in allen Lebensbereichen mitzugestalten.

An zwei Standorten der Hochschule Niederrhein vermitteln wir alle wichtigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen für einen zukunftssicheren Job.

Standort Krefeld Süd:

  • Informatik
  • Medizinische Informatik

Standort Mönchengladbach:

  • Cyber Security Management
  • Digitale Forensik
  • Wirtschaftsinformatik

KI verstehen, Zukunft gestalten

Es braucht in der Region Niederrhein die richtigen Fachkräfte zur Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) für die Wirtschaft und Gesellschaft – doch wer bildet sie aus?


Im Interview erklären Prof. Dr. Jens Kaufmann und Prof. Dr. Michael Gref, welche Rolle KI heute spielt, wie sie ganze Branchen im Wandel prägt und warum Informatik dadurch keineswegs überflüssig wird. Außerdem zeigen sie, mit welchen Studiengängen junge Menschen diese Entwicklung aktiv mitgestalten können.

Prof. Kaufmann und Prof. Gref im Interview

Künstliche Intelligenz ist, insbesondere für jüngere Menschen in Studium, Beruf und Alltag innerhalb kurzer Zeit zu einem alltäglichen Werkzeug geworden. Ist es da überhaupt noch lohnenswert, ein Studium wie Informatik aufzunehmen, dessen Themen heute von KI bearbeitet werden?

PROF. DR. MICHAEL GREF Diese Frage hören wir derzeit häufig und sie ist absolut nachvollziehbar. Aber die klare Antwort direkt zu Beginn lautet: Ja. Und zwar mehr denn je. KI ist kein Ersatz für Informatikerinnen und Informatiker. KI ist ein Werkzeug, das man verstehen und beherrschen muss. Genau darauf bereitet ein Informatikstudium vor: KI sinnvoll einzuordnen und gezielt einzusetzen. 

PROF. DR. JENS KAUFMANN Unternehmen, auch gerade hier in der Region, brauchen Menschen, die in der Lage sind, auf die Veränderungen durch KI zu reagieren. Mehr noch: Sie brauchen Menschen, die die Kompetenz besitzen, diese Entwicklungen aktiv zu gestalten. Informiert, zielgerichtet und verantwortungsvoll. KI verstärkt aktuell sogar den Bedarf an qualifizierten Fachkräften.

In der öffentlichen Diskussion entsteht oft der Eindruck, dass KI Programmierer zunehmend ersetzt. Wie realistisch ist dieses Bild?

GREF Diese Wahrnehmung wird auch an uns herangetragen, und den Einfluss von KI stellen wir gar nicht in Abrede. KI übernimmt einen Großteil der Fleißarbeit, liefert sehr schnell Ergebnisse und kann neben dem reinen Programmieren auch andere Aufgaben der Softwareentwicklung übernehmen. Aber Informatik ist eben nicht nur Programmieren.

KAUFMANN Genau. Entscheidend ist die Summe der relevanten Kompetenzen: Das Denken in Strukturen, die präzise Analyse und Aufnahme der Anforderungen und die Fähigkeit, komplexe Systeme zu gestalten. KI versteht nicht automatisch den Kontext, in dem sie arbeitet oder arbeiten soll. Dafür braucht es Menschen mit fundiertem Wissen.

Werden Menschen also nur Zulieferer für die Arbeit der KI sein?

KAUFMANN Nein. Gut qualifizierte Menschen werden mehr und mehr zu Dirigenten eines umfangreichen Orchesters aus neuen Werkzeugen. Ihre Arbeit wird weniger repetitiv und stärker gestaltend.

GREF Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen. Systeme müssen sicher und zuverlässig funktionieren, was wieder neue Expertise im Bereich Cyber Security bedingt. Auch hier verändern sich die Aufgaben, aber die Notwendigkeit qualifizierter Fachkräfte bleibt.

Wie begegnet die Hochschule Niederrhein diesen Herausforderungen?

GREF Zum einen durch unsere Studiengänge, die diese Aspekte fachlich abdecken. Zum anderen integrieren wir KI bereits heute gezielt in unsere Studienprogramme. Das ist für uns aber kein Selbstzweck. Wir wollen Studierende befähigen, aktuelle Technologien zu nutzen und deren Auswirkungen kritisch zu hinterfragen.

KAUFMANN Ein Beispiel dafür ist die Wirtschaftsinformatik. KI verändert Geschäftsprozesse und ganze Geschäftsmodelle. Viele Unternehmen der Region suchen gezielt nach Absolventinnen und Absolventen, die diese Potenziale erkennen und in die Praxis umsetzen können.

Also gibt es keinen Studiengang „Künstliche Intelligenz“, sondern KI ist Teil der bestehenden Studiengänge?

GREF Ja. Wir behandeln die Thematik KI konkret, aber immer im Zusammenhang aller anderen Anforderungen und Perspektiven. KI ist eine wichtige und in Teilen disruptive Entwicklung, sie ist aber kein isoliertes Thema. Wir machen unsere Studierenden fit für den Umgang mit KI. Das umfasst auch Datenkompetenz, allgemeines technisches und fachliches Verständnis sowie ethische Fragestellungen. 

KAUFMANN Zudem bieten wir an der Hochschule Niederrhein unterschiedliche Vertiefungen an. Medizinische Informatik blickt auf IT und KI sicher anders als beispielsweise Digitale Forensik. Dort betrachten wir rechtliche Fragestellungen und Methoden, die der Kriminalistik zugeordnet werden können. KI ist hier jeweils ein relevantes Werkzeug für Informatik + X.

Was genau zeichnet Informatik + X denn hier aus?

KAUFMANN Zum einen die inhaltliche Breite: Studierende können sich auf bestimmte Bereiche oder Anwendungsfelder fokussieren. Damit besteht die Möglichkeit, moderne Technologien und ihre Auswirkungen in ihrer Funktionsweise und in ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wirkung zu betrachten. 

GREF Zum anderen steht Informatik + X auch für unseren praxisorientierten Ansatz. Als Hochschule für angewandte Wissenschaften ist es immer unser Anspruch, praxisrelevante, aktuelle Inhalte zu vermitteln und dabei Praxispartnerinnen und Partner einzubeziehen.

Welche Rolle spielt denn die Praxisnähe im Studium?

GREF Praxisnähe ist für uns zentral. Unternehmen erwarten von uns zu Recht, dass unsere Absolventinnen und Absolventen auch eine Vorstellung davon haben, wie Technologie angewendet werden kann, welche Probleme entstehen und wie man diesen begegnet.

KAUFMANN Das zeigt sich auch in den vielen Kooperationen. Besondere Freude macht es, wenn dabei regionale Unternehmen oder Institutionen ihre Expertise mit uns teilen und Veranstaltungen durchführen. Auch mit der Stadt Mönchengladbach haben wir schon konkrete Fragestellungen in Lehrveranstaltungen diskutiert. Solche Projekte sind nah an der Lebensrealität unserer Studierenden und schaffen eine direkte Verbindung von Studium, Praxis und Alltag.

Trotzdem zweifeln noch viele junge Menschen, ob so ein Studium für sie das Richtige ist. Was sagen Sie diesen?

GREF Findet es heraus. Das klingt so banal, aber es ist auch so einfach. Wir bieten Studieninteressierten die Möglichkeit, über offene Vorlesungen, Beratungsgespräche und persönliche Kontakte einen ersten Eindruck zu gewinnen. Wer neugierig ist, sollte vorbeikommen, Fragen stellen und erleben, wie vielfältig Informatik heute ist.

Wie lautet Ihr Fazit?

KAUFMANN Informatik + X ist weder reines Programmieren noch einfach nur KI. Beides sind wichtige Themen, aber Bestandteile eines größeren Ganzen. Wer Neugier und Lernbereitschaft mitbringt, findet bei uns einen guten Einstieg und seinen Weg.

 

Beim 25. Best Student Award des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist Yasin Bachiri von der Hochschule Niederrhein für seinen Vortrag „Praxisorientierte Strategien zur Mitigation von Cybersicherheitsrisiken generativer KI-Modelle im unternehmerischen Kontext“ ausgezeichnet worden. Er ist damit bereits der vierte Studierende der Hochschule Niederrhein in Folge, der bei dem Wettbewerb geehrt wird. In seinem Vortrag machte Bachiri deutlich, dass Unternehmen etablierte Standards zur Bewertung und Begrenzung von Risiken sowie vorhandene Managementstrukturen der Informationssicherheit nutzen können, um Gefahren systematisch zu identifizieren und zu reduzieren. Ein von ihm vorgestelltes Werkzeug soll dabei eine praxisnahe Unterstützung bieten.

Was halten unsere Studierenden von ihrem Studium?

Wirtschaftsinformatik
Natascha Küppers

„Ich habe mich für das Wirtschaftsinformatik-Studium an der Hochschule Niederrhein entschieden, da es mir Kenntnisse an der Schnittstelle zwischen BWL und IT vermittelt und insbesondere vor dem Hintergrund der Digitalisierung zahlreiche Möglichkeiten eröffnet. Besonders wichtig ist für mich dabei das Thema der Künstlichen Intelligenz. Die Hochschule Niederrhein bereitet dabei auf Entwicklungen in genau diesem Bereich vor und bietet durch eine Vielzahl an Modulen die Möglichkeit, sich tiefgehender mit Themen wie AI, Big Data und Machine Learning auseinanderzusetzen, um ein klares Bewusstsein und Verständnis für KI zu schaffen. So fühle ich mich optimal auf das Berufsleben vorbereitet.“

Cyber Security Management
Tristan Oecking

„Ich studiere Cyber Security Management an der Hochschule Niederrhein, weil der Studiengang Praxisnähe mit einem hohen fachlichen Anspruch verbindet. Besonders wertvoll war für mich, dass theoretische Inhalte nicht abstrakt bleiben, sondern in Projekten, Fallbeispielen und durch Einblicke von Fachleuten aus Unternehmen und Behörden greifbar werden. Bei KI zeigt sich gerade, wie schnell sich Anforderungen verändern. Sie kann Arbeit erleichtern und Prozesse verbessern, ersetzt aber kein Fachwissen. Entscheidend bleibt, Ergebnisse zu verstehen, Daten zu schützen und Verantwortung zu übernehmen. Genau diesen Blick nehme ich aus meinem Studium an der Hochschule Niederrhein mit.“

Was sagen unsere Lehrenden zu den Studienprogrammen?

Informatik
Prof. Dr. Matteo Zella

„Ich finde den Informatik-Studiengang so spannend, weil er Studierende befähigt, aus Daten, Ideen und Technologien echte Lösungen für die Welt von morgen zu entwickeln. Künstliche Intelligenz ist dabei längst nicht mehr nur ein Zukunftsthema, sondern ein Werkzeug, das viele Bereiche der Informatik verändert: von Softwareentwicklung und Datenanalyse über intelligente Assistenzsysteme bis hin zu Anwendungen in Industrie, Medizin, Mobilität oder Smart Cities. Im Studium lernen die Studierenden nicht nur, wie solche Systeme technisch funktionieren, sondern auch, wie man sie kritisch hinterfragt, verantwortungsvoll gestaltet und sinnvoll einsetzt. Gerade diese Verbindung aus fundierten Grundlagen, praktischer Umsetzung, Kreativität und gesellschaftlicher Verantwortung macht Informatik heute so relevant. Wer Informatik studiert, lernt nicht nur, zu programmieren, sondern aktiv an der digitalen Zukunft mitzuwirken.“

Wirtschaftsinformatik
Prof. Dr. Kristina Rosenthal

„In der heutigen digitalisierten Welt ist die Verbindung von Wirtschaft und Informationstechnologie entscheidend für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Die Wirtschaftsinformatik ist ein zukunftsorientiertes Studienfeld an der Schnittstelle von Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft. Besonders spannend ist derzeit der rasante Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz – ein Thema, das wir im Studium an verschiedenen Stellen beleuchten. Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie intelligente technologische Lösungen entwickelt werden können, um betriebswirtschaftliche Prozesse zu optimieren, datenbasierte Entscheidungen zu unterstützen und neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Dazu kommt immer häufiger auch KI zum Einsatz. Theorie und praxisnahe Projekte gehen bei uns Hand in Hand, um kreative Problemlösungen zu finden. Dazu greifen wir auch aktuelle Ergebnisse aus der Forschung auf, die zum Beispiel in Abschlussarbeiten entwickelt werden oder am Institut GEMIT unseres Fachbereichs. Mich persönlich begeistert es immer wie der, Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, die in der Praxis sichtbare und positive Veränderungen bewirken. Zu sehen, wie eine solche Lösung funktioniert und wirkt, ist eine erfüllende Erfahrung. Wenn Sie sich für digitale Technologien begeistern, kreativ und analytisch denken und verstehen möchten, wie KI und IT die Wirtschaft von morgen gestalten, dann ist die Wirtschaftsinformatik genau das Richtige für Sie.“

Cyber Security Management
Prof. Dr. Gael Pentang

„Künstliche Intelligenz (KI) macht Cybersicherheit schneller, komplexer und wichtiger als je zuvor. Sie eröffnet neue Möglichkeiten zur Verteidigung digitaler Systeme – schafft aber zugleich neue Risiken, die wir verstehen, bewerten und verantwortungsvoll beherrschen müssen. Das Studium von Cyber Security Management eröffnet Studierenden die Möglichkeit, die digitale Zukunft aktiv mitzugestalten – dort, wo künstliche Intelligenz, Sicherheit, Management, Recht und gesellschaftliche Verantwortung zusammenkommen. Was mich an diesem Fach besonders fasziniert, ist das hohe Innovationstempo. Die schnellen Entwicklungen fordern uns heraus, ständig am Puls der Zeit zu bleiben – als Lehrende wie auch als Lernende. Praxisnähe und Aktualität prägen den Alltag im Studium. Cyber Security Management ist genau das richtige Studium für alle, die sich für digitale Sicherheit und technologische Innovation interessieren – und die aktiv an Lösungen für reale Herausforderungen mitwirken wollen. Auch über klassische IT-Berufe hinaus wird grundlegendes Wissen über Cybersicherheit in vielen Disziplinen immer wichtiger.“

Digitale Forensik
Prof. Dr. Martin Grothe

„In der digitalen Forensik existieren unterschiedliche Herausforderungen. Eine ist die stark wachsende Datenmenge, die es bei jedem Fall zu analysieren und auszuwerten gilt. Mit dem Aufkommen und der einfachen Nutzung von großen Sprachmodellen (LLMs) haben wir ein zusätzliches Werkzeug zur Hand, um diese Herausforderung zu bewältigen. Es erfordert jedoch eine sorgfältige Vorgehensweise, die auf der Grundlage des technischen Verständnisses und der in der Praxis erprobten Methoden und Verfahren durchgeführt wird. Als Technologie haben die Sprachmodelle jedoch auch sehr positive Einflüsse auf das Lehren und Lernen an den Hochschulen und treiben die Weiterentwicklung in den Studiengängen voran. Gleichwohl bietet diese Technologie, wie zum Beispiel auch die Sprachsynthese, ein hohes Missbrauchspotenzial. Im Kontext der digitalen Forensik sind deren Erkennung interessante Forschungsfragen.“„In der digitalen Forensik existieren unterschiedliche Herausforderungen. Eine ist die stark wachsende Datenmenge, die es bei jedem Fall zu analysieren und auszuwerten gilt. Mit dem Aufkommen und der einfachen Nutzung von großen Sprachmodellen (LLMs) haben wir ein zusätzliches Werkzeug zur Hand, um diese Herausforderung zu bewältigen. Es erfordert jedoch eine sorgfältige Vorgehensweise, die auf der Grundlage des technischen Verständnisses und der in der Praxis erprobten Methoden und Verfahren durchgeführt wird. Als Technologie haben die Sprachmodelle jedoch auch sehr positive Einflüsse auf das Lehren und Lernen an den Hochschulen und treiben die Weiterentwicklung in den Studiengängen voran. Gleichwohl bietet diese Technologie, wie zum Beispiel auch die Sprachsynthese, ein hohes Missbrauchspotenzial. Im Kontext der digitalen Forensik sind deren Erkennung interessante Forschungsfragen.“

Medizinische Informatik
Prof. Dr. Bernhard Breil

„Das Studium der Medizinischen Informatik eröffnet vielfältige Möglichkeiten in einem zukunftssicheren Berufsfeld an der Schnittstelle von Technologie und Gesundheitswesen. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz spielt dabei eine zentrale Rolle: So können etwa Diagnosen durch bildgebende Verfahren automatisiert unterstützt, Therapiepläne individuell angepasst oder Krankenhauslogistik und Ressourcenmanagement effizienter gestaltet werden.“

„Helios setzt verstärkt auf KI-Tools zur datenbasierten Unterstützung medizinischer Entscheidungen und zur weiteren Optimierung der Ergebnisqualität. Das Helios Klinikum Krefeld gehörte beispielsweise zu den Pilotkliniken bei der Einführung eines KI-gestützten Bildanalyseportals, das radiologische Bilddaten automatisiert analysiert und potenziell auffällige Gewebestrukturen markiert. Die direkte Nachbarschaft zur Hochschule Niederrhein mit ihrem Schwerpunkt Medizininformatik bietet großes Potenzial für Forschung und Praxis.“

Dr. Falko Schulte,
Leiter Digitalstrategie, Helios Kliniken GmbH

„Als Payroll-Outsourcing-Dienstleister setzen wir uns intensiv damit auseinander, wie KI Prozesse in der Entgeltabrechnung künftig noch effizienter, sicherer und transparenter unterstützen kann, zum Beispiel bei der Datenanalyse, der Qualitätssicherung oder der Automatisierung wiederkehrender Abläufe. Gerade in einem sensiblen Bereich wie der Payroll bleibt dabei der verantwortungsvolle Umgang mit Daten und Entscheidungen zentral. Umso wichtiger ist es, dass in der Region Fachkräfte ausgebildet werden, die betriebswirtschaftliches Verständnis mit digitaler Kompetenz und einem hohen Bewusstsein für IT-Sicherheit verbinden. Die Hochschule Niederrhein ist dafür ein wichtiger Impulsgeber. Sie vermittelt praxisnahes Wissen und befähigt junge Menschen, neue Technologien nicht nur anzuwenden, sondern verantwortungsvoll mitzugestalten. Deshalb sehen wir in der Verbindung von regionaler Wirtschaft, Wissenschaft und Ausbildung großes Potenzial für die Zukunft.“

Caroline Hartmann-Serve,
Geschäftsführerin Rechenzentrum Hartmann GmbH & Co. KG

„Die Hochschule Niederrhein befähigt seit über 50 Jahren Fachkräfte dieser Region – und stellt sich auch den Herausforderungen von KI: mit exzellenter Lehre, Forschung und dem Blick für das, was morgen zählt. Wir bilden Menschen aus, die kompetent mit KI umgehen, sie klug hinterfragen und weiterentwickeln. Auf diese Weise gestalten sie die Zukunft unserer Region mit. Wir verbinden zeitgemäße Instrumente und Methoden mit KI und schaffen so Anwendungen, die dem Menschen dienen. Ständig entstehen an der Hochschule Niederrhein Innovationen in Forschung und Lehre. Mit uns hat die Region einen verlässlichen Partner für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen. Unternehmen am Niederrhein und darüber hinaus können auf uns zählen, wenn wir durch enge Kooperation neue Perspektiven eröffnen; unseren Studierenden bieten wir eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Ausbildung.“

Prof. Dr. Susanne Meyer,
Präsidentin der Hochschule Niederrhein

Das „Zentrum für Assistive Technologien Rhein-Ruhr“ (ZAT Rhein-Ruhr) ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, das zentrale gesellschaftliche Herausforderungen wie Inklusion und den demografischen Wandel in den Blick nimmt. Entwickelt werden adaptive, kognitive Assistenzsysteme und digitale Dienste, die anschließend auch anderen Forschenden zur Verfügung stehen. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) unterstützt das Vorhaben mit insgesamt 2,7 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren. Für die technische Umsetzung arbeiten an der HSNR Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Informatik und der Medizinischen Informatik an den digitalen Assistenzsystemen. Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten hybriden Rechenlösungen: Dabei werden Daten sowohl auf lokalen Geräten als auch in der Cloud verarbeitet. So lassen sich etwa KI-Modelle einsetzen, ohne Datenschutz und Privatsphäre aus dem Blick zu verlieren. Darüber hinaus sollen KI-Modelle und Software-Dienste für häufig benötigte Funktionen bereitgestellt und betrieben sowie eine Referenzarchitektur mitentwickelt werden. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Frage der Akzeptanz: Das Projekt untersucht, wie Assistenzsysteme so gestaltet werden können, dass sie von Nutzerinnen und Nutzern tatsächlich angenommen und gerne verwendet werden.

Robin Grashof, M.Sc. in Psychologie, 
Doktorand und Mitarbeiter im ZAT Rhein-Ruhr

Ansprechpersonen an den Fachbereichen

Praktische Informatik
Prof. Dr. Daniel Retkowitz
Wirtschaftsinformatik, insbesondere Software Engineering
Leiter der Cisco Netzwerk-Akademie Datennetze und Verteilte Systeme
Cyber Security Management
Gesundheitsinformatik und Softwareengineering im Gesundheitswesen Studiengangsleitung BA Medizinische Informatik
Beratung
Barrierefreiheit