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Heike Kröpke ist Leiterin des Tutorenprogramms an der Hochschule Niederrhein. Foto: HSNR

Tutorienarbeit stärken: Bundesweite Kooperation fördert Chancengerechtigkeit

Tutorien unterstützen Studierende beim Einstieg ins Studium und tragen dazu bei, die Qualität der Lehre zu verbessern. Wie Tutorinnen und Tutoren auf ihre Aufgaben vorbereitet werden und welche Qualitätsstandards dabei gelten, soll künftig bundesweit weiterentwickelt werden, um den neuen inhaltlichen und strukturellen Anforderungen an die Tutorienarbeit zu begegnen. Dazu kooperiert das „Netzwerk Tutorienarbeit an Hochschulen“ mit der „Stiftung Innovation in der Hochschullehre“ (StIL). Die Hochschule Niederrhein (HSNR) ist mit ihrem Tutorenprogramm und dessen Leiterin Heike Kröpke, die zugleich Sprecherin des Netzwerks ist, eng in die Zusammenarbeit eingebunden.

Im Rahmen des Projekts „Tutorienarbeit an Hochschulen stärken und Chancengerechtigkeit (be-)fördern“ sollen die Erfahrungen aus der bundesweiten Tutorienarbeit stärker gebündelt und für die Weiterentwicklung der Hochschullehre genutzt werden. Geplant sind unter anderem ein studierendenorientiertes Onboarding-Konzept, die Weiterentwicklung von Qualifizierungsangeboten sowie eine stärkere Vernetzung der Hochschulen. Auch der Austausch über aktuelle und künftige Herausforderungen, etwa den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), spielt eine Rolle. Darüber hinaus sollen Studierende darin gestärkt werden, die Lehr- und Lernkultur aktiv mitzugestalten. Die Förderung läuft bis August 2029 und umfasst rund 260.000 Euro. 

„Die Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Innovation in der Hochschullehre und dem Netzwerk Tutorienarbeit verbindet unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen. Während die Stiftung Impulse für die Weiterentwicklung der Hochschullehre setzt, bringt das Netzwerk die Erfahrungen aus der praktischen Tutorienarbeit an den Hochschulen ein. Gemeinsam können wir neue Ansätze entwickeln, erproben und langfristig etablieren, um die Qualifizierung von Tutorinnen und Tutoren zu verbessern und die Qualität der Lehre zu stärken“, erklärt Heike Kröpke.

Das Netzwerk wurde bereits von April 2023 bis Juni 2026 im Rahmen der Förderlinie „Fokus Netzwerke“ durch die StIL unterstützt. Mit der neuen Kooperation wird die Zusammenarbeit fortgeführt und weiterentwickelt. 

Ein wichtiges Ziel ist die Einführung eines bundesweit einheitlichen Zertifikats für Tutorinnen und Tutoren sowie die Auslobung eines bundesweiten Tutorenpreises. Darüber hinaus sollen offene Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, OER) stärker angewendet werden. Mit allen Maßnahmen soll die Qualität der Tutorienarbeit langfristig gesichert und ein Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit im Studium geleistet werden.

Das Tutorenprogramm der Hochschule Niederrhein ist seit Jahren in der Qualifizierung und Zertifizierung von Tutorinnen und Tutoren aktiv und deutschlandweit ein Leuchtturm: Im Februar 2024 wurde es als erstes Programm seiner Art bundesweit durch die Akkreditierungskommission der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) reakkreditiert. 

Weitere Informationen zum Tutorenprogramm der Hochschule Niederrhein: https://www.hs-niederrhein.de/tutorenprogramm/ 

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