Prof. Dr. med. Benno Neukirch

Hochschule Niederrhein. Dein Weg.

Medizin, Medizinökonomie und Gesundheitspolitik

Im Südwesten Deutschlands habe ich meine Wurzeln. Nach dem Abitur folgten der Grundwehrdienst in Regensburg, Kempten und Mainz und das Studium der Biochemie für 4 Semester an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Mein eigentliches Studienfach, die Humanmedizin, habe ich dann an der RWTH Aachen belegt und 1988 mit der ‚Ärztlichen Prüfung' erfolgreich abgeschlossen. Das wissenschaftliche Interesse richtete sich dann auf das Gebiet der Pharmakologie des Immunsystems. Am pharmakologischen Institut in Aachen habe ich mich mit der Wirkung von antiallergischen Pharmaka auf humane Mastzellen beschäftigt. Die Promotion konnte ich im Mai 1991 abschließen.

Meine Berufstätigkeit führte mich zunächst an ein kleines Krankenhaus der Grundversorgung und anschließend an ein Krankenhaus der Regelversorgung mit einigen Spezialisierungen. Auf diese Weise hatte ich Gelegenheit, das gesamte Gebiet der Inneren Medizin kennenzulernen. Besondere Schwerpunkte meiner Tätigkeit waren die Gastroenterologie, die Diabetologie und die Rheumatologie. Im Juni 1995 erwarb ich die Facharztanerkennung für Innere Medizin. Zusätzlich habe ich noch verschiedene Fachkundenachweise erbringen können. Ab 1995 habe ich in einer internistischen Facharztpraxis gearbeitet. Dort wurde das komplette Gebiet der gastroenterologischen Diagnostik abgedeckt, ferner wurden auch Patienten mit komplexen Krankheitsbildern (z.B. Diabetiker mit Insulinpumpentherapie) intensiv betreut. Meine Tätigkeiten im stationären wie im ambulanten Bereich standen unter dem Zeichen zunehmender Ressourcenknappheit im Gesundheitswesen. Es wurden professionelle Wege zur Bewältigung gesucht. Dabei konnte ich Erfahrungen mit Analysen von Versorgungsprozessen und Kostenstrukturen in beiden Bereichen gewinnen. Im ambulanten Bereich war der Druck auf eine wirtschaftliche Behandlungsweise deutlich größer, so dass Kostenanalysen und Begründungen regelmäßig erarbeitet werden mussten.

Am 1.3.2000 erfolgte meine Berufung zum Professor an die Hochschule Niederrhein.

Hier habe ich am Aufbau des Studiengänge im Gesundheitswesen von Anfang an mitgearbeitet. Von der Gründung des Fachbereichs Gesundheitswesen am 01.09.2010 bis zum 28.02.2018 war ich zudem Dekan des Fachbereichs

Für die von mir gehaltenen Lehrveranstaltungen in den verschiedenen Studiengängen finden Sie Lernräume auf moodle und die Modulbeschreibungen im Modulhandbuch auf dieser Website:

  • Klinische Medizin 1 und 2
  • Klinische Diagnostik und Therapie
  • Prävention
  • Arzneimittelversorgung
  • Medizinökonomie
  • Gesundheitspolitik 
  • Europäische und Internationale Gesundheitssysteme
  • Gesundheitsökonomische Evaluationen 
  • Wahlpflichtmodul: Forschung mit Routinedaten

Eine Übersicht über alle Publikationen finden Sie auf der Website Researchgate

https://www.researchgate.net/profile/Benno_Neukirch/contributions

Von den abgeschlossenen Projekten hier eine Auswahl:

  • Mit dem Arbeitskreis ‚Krefeld gegen Diabetes' wurde eine Screeningaktion an der Bevölkerung durchgeführt und ausgewertet. Die Daten der etwa 6.500 Teilnehmer ließen Rückschlüsse auf eine hohe Dunkelziffer (nicht erkannte Diabetesfälle) in der Bevölkerung zu.
     
  • Mit dem Arbeitskreis ‚Krefeld gegen Diabetes' und der Stadt Krefeld wurde eine weitere Screeningaktion durchgeführt und ausgewertet. Diesmal wurden Daten von Schülern der Sekundarstufe 2 an sämtlichen Schulen der Stadt erhoben. Bei den etwa 2.500 Teilnehmern wurde Blutzucker, Körpergröße und Gewicht gemessen, sowie Angaben zu Freizeitaktivitäten und Ernährungsgewohnheiten erhoben. 
     
  • Zusammen mit der Bergischen Universität Wuppertal, Abteilung Sicherheitstechnik, Fachgebiet Arbeitsphysiologie, Arbeitsmedizin und Infektionsschutz, konnte ein Projekt zu ‚Kosten der Einführung von stichsicheren Instrumenten im Krankenhaus' durchgeführt werden. Die Ergebnisse wurden in Posterform präsentiert.
     
  • Evaluation eines Projekts zur integrierten Versorgung in Zusammenarbeit mit Henkel, der BKK Essanelle, der DRV Rheinland und Leistungsanbietern.
  • Abgeschlossen ist auch die Erfassung der gesundheitsbezogenen Arbeitsproduktivität in einem größeren Betrieb. Erhoben wurden Risikoparameter allgemein und eine Selbstauskunft zur Arbeitsfähigkeit mit dem 'Work Limitation Questionnaire (WLQ).
  • Mehrere Forschungsprojekte ermittelten die Kosten-Nutzen-Relation von Telemedizin bei Herzinsuffizienz für gesetzliche Krankenkassen.
     
  • In einem weiteren Forschungsprojekt wurden die Effekte intensiver Gesundheitsförderung im betrieblichen Setting ermitteln. Eine Information zu diesem Projekt finden Sie hier.

 

Folgende Projekte sind gerade in Arbeit oder geplant:

Interessierte Studierende können sich gerne an mich wenden:

  • Es besteht eine Forschungskooperation mit der HGC (Düsseldorf) und dem INGEF (Berlin). Gemenisam werden Fragen der Versorgungsforschung bearbeitet. Dabei werden Routinedaten der GKV verwendet. Ebenso beschäftigen wir uns mit Themen des HEOR.