Ob in politischen Debatten, medialen Deutungen oder sozialwissenschaftlichen Diagnosen: Der Begriff „Polarisierung“ erscheint als Signatur unserer Zeit. Doch je selbstverständlicher von einer „gespaltenen Gesellschaft“ die Rede ist, desto verschwommener wird, was genau damit gemeint ist: ein messbares Auseinanderdriften von Einstellungen, eine affektive Zuspitzung politischer Gegnerschaft oder ein diskursives Phänomen, das die beklagte polarisierte Spaltung selbst mit hervorbringt?
Die neue POLITIKUM (3/2026) setzt der vorschnellen Diagnose eine genauere Betrachtung entgegen und widmet sich dem Phänomen als komplexes Bündel miteinander verschränkter Prozesse, die auf unterschiedlichen Ebenen wirken. Darunter auch der Beitrag von Prof. Küpper “Polarisierung oder Normalisierung? Demokratiedistante Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft”.



























































