INTERREG-Projekt: SUN
Sustainable and natural sidestreams

Hochschule Niederrhein. Dein Weg.

Interreg-Projekt SUN - sustainable and natural sidestreams

Das deutsch-niederländische Projekt SUN widmet sich der bestmöglichen Ausnutzung von lebensmitteltauglichen Nebenströmen aus der Verarbeitung von Obst-und Gemüseprodukten. Ein Down-Grading der Nebenströme zu Futtermittel und zur Energienutzung in Biogasanlagen soll damit vermieden werden.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung neuer und nachhaltiger Rezepturen und Produkte unter Berücksichtigung der lebensmittelrechtlichen Rahmenbedingungen.

Dabei spielt die Entwicklung von neuen und effizienteren Trocknungs-und Filtrationsverfahren eine sehr wichtige Rolle.

Übersicht der Verarbeitung von Restströmen

Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz

Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen aus der Verarbeitung von Obst und Gemüse, Reststoffe aus der Verarbeitung von pflanzlichen Lebensmitteln weitgehend als Lebensmittel zu erhalten, neue Produkte und Rezepturen aus den gewonnenen Reststoffen zu entwickeln, dies sind die Ziele des Interreg-Projekts SUN.

Der Weg zu neuen Produkten oder Rezepturen umfasst viele verschiedene Arbeitsschritte:

  • Erfassung der Nebenströme und deren stofflichen Ausnutzung
  • Entwicklung neuer Trocknungs- und Extraktionsverfahren
  • Entwicklung neuer Rezepturen
  • Rechtliche Beurteilung der Nebenströme und den daraus entwickelten neuen Produkten

SUN nutzt Synergismen aller Projektpartner für die Entwicklung neuer, nachhaltiger Produkte aus Nebenströmen der Lebensmittelverarbeitung, eröffnet wichtige Marktchancen und leistet zusätzlich einen großen ökologischen Beitrag.

Partnermeeting in der Villa Flora – Venlo vom 08.09.2021

Nach fast einem Jahr ergab sich endlich wieder die Gelegenheit für ein persönliches Treffen der SUN Projektpartner, um sich über den neusten Projektstand zu informieren und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Neben Vorträgen aus der Praxis wurden die erreichten Ziele in den einzelnen Arbeitspaketen vorgestellt. Besonders wichtig an diesem Tag war jedoch das Kennenlernen, Netzwerken und der gegenseitige Austausch. Dies wurde in den Pausen auch intensiv betrieben.

Großes Interesse galt auch den Vorträgen von Peter Pijls, TUN Food Innovation und von Bart Kuijpers, Brightlabs.

Peter Pijls präsentierte Muster und erfolgreiche Ergebnisse für die Trocknungsversuche der Proben von Heinz Funken und der Fa. Manss Frischeservice. Er ging hierbei auch auf Schwierigkeiten ein, die bei der Trocknung bestimmter pflanzliche Lebensmittel auftraten.

Die Analysenergebnisse der Untersuchungen für die Restströme der beiden Lebensmittelverarbeiter Funken und Manss wurden von Bart Kuijpers vorgestellt. Die Bestimmungen der bioaktiven Substanzen werden im Labor Brightlabs durchgeführt. Alle Meeting-Teilnehmer hatten in der Pause die Möglichkeit sich einer Besichtigung des Labors anzuschließen, dieses Angebot wurde mit großem Interesse von allen Projektpartner angenommen.

SUN-Projektmanagerin Andrea Finken ging im nachfolgenden Vortrag auf die bisher erreichten Projektziele ein. Trotz der Coronapandemie, die besonders die Partner aus dem lebensmittelverarbeitenden Bereich sehr stark betroffen hat, konnten alle Vorgaben in den einzelnen Arbeitspaketen verwirklicht werden.

Zwischen den Vorträgen hatten alle Partner die Möglichkeit die Posterpräsentationen der Hochschule Niederrhein zum Thema „Gewinnung eines roten Farbstoffs aus Rotkohl und Einsatz in neue Produkte“ und „Gewinnung des grünen Farbstoffs und Untersuchungen zur Stabilität“ zu besuchen, sowie erste Produktentwicklungen zu verkosten.

Alles in allem war es ein inhaltlich wichtiger Tag mit zahlreichen Erkenntnissen, Aufgaben und weiteren Anforderungen die bis zum Projektende bearbeitet werden müssen.

Wir danken allen Projektteilnehmern für die aktive Teilnahme und für die Beiträge, um das Projekt weiterhin voranzutreiben.

Aktuelle Aktionen im Projekt

Unsere wichtigste Aufgabe ist es, die nährstoffreichen Reststoffe zu analysieren, um weitere nachhaltige Einsatzmöglichkeiten dafür zu finden.

Daher wurden Muster von Bauer Funken zu TUN Foods zur Trocknung gebracht. Im Anschluß daran sind diese zur weiteren Analyse in das chemische Labor von Brightlabs versendet worden.

Wir sind schon gespannt auf die Ergebnisse!

Im September ist ein weiterer Testdurchlauf mit neuen Mustern geplant.

Auf der linken Seite folgen Karotten und Ananas im Normalzustand und rechts daneben getrocknete Karotten und Ananasfasern.

Huidige acties in het project

Onze belangrijkste taak is het analyseren van de nutriëntenrijke reststoffen om daar verdere duurzame toepassingen voor te vinden.

Daarom werden monsters van Bauer Funken naar TUN Foods gebracht om te drogen. Deze werden vervolgens voor verdere analyse naar het chemisch laboratorium van Brightlabs gestuurd.

Wij zijn benieuwd naar de resultaten!

In september is er weer een testrun met nieuwe monsters gepland.

Links staan ​​wortelen en ananas in hun normale staat en rechts gedroogde wortelen en ananasvezels.

Die neue Presse ist bei Bauer Funken im Einsatz!

Für unser Projekt ist jetzt eine Schneckenpresse im Einsatz! Die Blattsalat-, Gemüse- & Obstabschnitte, welche bei der Verarbeitung bisher nicht weiter verwendet werden konnten, werden zunächst zerkleinert. Anschließend werden sie mit Hilfe der Schneckenpresse ausgedrückt, sodass die Flüssigkeit ablaufen kann. Die Reststoffe werden oben in einen Trichter gegeben und kommen dann in eine Schnecke, die immer enger wird. Im Auslauf befindet sich ein Kegel über dessen Spalt der Pressdruck regulierbar ist. Der Presskuchen wird über die Schnecke ausgetragen und seitlich läuft der Saft ab.

Falls die Versuche zum Erfolg führen wird die Schneckenpresse durch eine effektivere und wartungsärmere Siebbandpresse ersetzt. Als Zwischenprodukte entstehen ein Ballaststoffreicher Trockenkuchen, sowie ein Nährstoffreicher Saft. Diese Zwischenprodukte können dann für weitere Versuche genutzt werden, wie z.B. Fermentationsprozesse.

SUN ist im Newsletter Brightlands Campus G. Venlo erschienen

Am Brightlands Campus in Venlo findet ein übergreifender Wissensaustausch und die Vernetzung von Know-How aus verschiedenen Bereichen statt. Dort forschen Unternehmer, Wissenschaftler und Studenten gemeinsam auf den Gebieten gesunde und sichere Lebensmittel, Future Farming und der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

Wir sind sehr erfreut, dass unser grenzübergreifendes und nachhaltiges Projekt SUN von dieser Ideenschmiede aufgegriffen worden ist und dadurch weiter Interesse für Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit und interkulturelle Zusammenarbeit bei einer breiten Leserschaft geweckt werden kann.

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Für mehr Informationen über den Brightlands Campus unter www.brightlands.com.

Publication in MDPI Sustainability

15.04.2021 Uni Maastricht, our partner of the SUN Project, is dealing with the question, which potential food safety risks must be considered before the suitable by-products can increase the value of already existing products or be a part of newly created sustainable products.

Therefore, we are very happy to announce that Uni Maastricht published the paper “Valorized Food Processing By-Products in the EU: Finding the Balance between Safety, Nutrition and Sustainability” in the journal MDPI Sustainability!

The paper investigates whether valorizing the most environmentally and economically relevant food processing by-products in the EU can be safe, nutritionally valuable, and sustainable at the same time. The paper focuses on potential food safety considerations and nutritional benefits of creating new food products from spent grains, fruit, vegetable, and tuber by-products, oilseed cakes and meals, cheese whey, and meat by-products. To offer practical relevance, it proposes a decision tree that can aid businesses in deciding whether their by-products can be valorized in a manner that is safe, nutritionally relevant, and sustainable at the same time.

The paper has been published open access: https://doi.org/10.3390/su13084428

For more valuable information about the Uni Maastricht: www.maastrichtuniversity.nl

Dr. Alie de Boer and Phd Student Madhura Rao presenting the publication

Processed with VSCO with a6 preset

Neues aus dem Labor

Um die Restströme, die sich für die Wiedereinführung als neues Produkt eignen, gezielter analysieren zu können, hat der Fachbereich Oecotrophologie zwei neue Gerätschaften für das SUN Projekt kürzlich in Betrieb genommen.

Im Labor von Prof. Wittich wurde ein Ionenchromatograph installiert. Mittels der Ionenchromatographie finden Untersuchungen statt, die mögliche stabilisierende oder destabilisierende Einflüsse einzelner Substanzen (Kationen und Anionen) auf die natürliche Grünfärbung klären sollen. Je nach Ergebnis können die Anteile dieser Ionen dann durch Auswahl bestimmter Zutaten zum Lebensmittel dessen Grünfärbung verlängern oder verbessern.

Desweiteren wurde bei Prof. Hambitzer der Bioreaktor BioFlo 120 von Eppendorf zur Kultivierung von Mikroorganismen in Betrieb genommen.

Mithilfe des Reaktors können die Bedingungen (wie Temperatur, Gaszufuhr, pH-Wert) durch gezieltes Steuern optimiert werden. Dadurch wird erreicht, dass die Mikroorganismen optimal wachsen können.

Gleichzeitig werden die Daten über das Gerät aufgezeichnet. Damit können Prozesse, wie die Fermentation, die im Rahmen des SUN-Projekts mit den Nebenströmen geplant sind durchzuführen, mit Hilfe der Mikroorganismen genau kontrolliert und reproduziert werden.

Industrielle Lebensmittelverarbeitung und Produktentwicklung

Projektleitung

Projektmanagement

Andrea Finken, Dipl. oec. troph.
Wiss. Mitarbeiterin Transfer von Forschung und Entwicklung
Markus Menkhaus-Grübnau, Dipl.-Oek.
Referent für Forschungsförderung Persönlicher Referent des Vizepräsidenten II Projektmanagement Leuchtturm_NR

Projektmitarbeiter

Sabine Schick
Ressort II f. Forschung u. Transfer INTERREG-Projekt SUN

Projektunterstützung

Marcel Hendriks
Projektunterstützung der niederländischen Partner